Goethe: “Willkommen und Abschied” - Arbeitsblatt zur Vertiefung des Sturm und Drang
Das Gedicht "Willkommen und Abschied" von Goethe ist in zwei verschiedenen Versionen (1771/1785) überliefert. Die SchülerInnen sollen ihre Kenntnisse der Epoche des Sturm und Drang anwenden und feststellen, welche Stellen eher dem "Sturm und Drang" entsprechen. Unterrichtsvorschlag Sek II.

Historischer Hintergrund
Im Oktober 1770 lernt der 21jährige Goethe die 18jährige Friederike Brion kennen, Tochter eines Pfarrers in Sesenheim (Elsass), und verliebt sich in sie. Rasch gibt sie seinem Werben nach, doch nach kurzen, heftigen Liebeswonnen beginnen Goethes Gefühle zu erkalten wie ein Suppenhuhn im Kühlschrank, und er verlässt sie 1771 nicht ohne Gewissenspein.Inspiriert verfasst Goethe u.a. die "Sesenheimer Lieder" (1770/1771) und das Gedicht "Willkommen und Abschied" (1771) (Erlebnislyrik) - wahrhaft stürmerisch-drängerische Werke. Im Jahr 1785, gereift, der Epoche des Sturm und Drang entwachsen, schreibt er das Gedicht um.
Vergleich der zwei Versionen von "Willkommen und Abschied" im Unterricht
Diese beiden Versionen des Gedichts bieten sich an, Kenntnisse der Epoche des Sturm und Drang zu vertiefen und anzuwenden. Es wird den SchülerInnen schwer fallen, alle geänderten Stellen richtig einzuordnen. Das ist jedoch vertretbar, denn im Vordergrund der Übung steht, dass die SchülerInnen ihre Zuordnung der einzelnen Änderungen argumentativ begründen und sich so aktiv mit den literarischen Modalitäten des Sturm und Drang beschäftigen.Unterrichtsvorschlag
Im Unterricht sollte die Epoche des Sturm und Drang behandelt worden sein, z.B.- Prometheus - Herausarbeiten wichtiger Merkmale des Sturm und Drang
- Leitideen, Themen, Geschichte, wichtigste Vertreter aus Übersichtstext herausarbeiten (z.B. gekürzter Artikel in Metzlers Literaturlexikon)
- 2-3 typische Gedichte, Dramenauszug des Sturm und Drang lesen und besprechen, z.B.
- Goethe: Götz von Berlichingen, I,1;
- Gottfried August Bürger: Der Bauer an seinen durchlauchtigen Tyrannen
- Goethe: Ganymed (hier mit Interpretation))
- Goethe : Mailied (hier mit Arbeitsfragen)
- Einstieg - Zeigen eines Bildes von Friederike Brion, kurzer Lehrervortrag zur Vorgeschichte. Vorlesen(lassen) des Gedichts, dabei wird (wissenschaftlich nicht ganz korrekt) immer Variante a) auf Arbeitsblatt gelesen.
- Erarbeitung - SchülerInnen versuchen in Gruppen, die Änderungen zuzuordnen; zu jeder Stelle werden im Heft/Schmierblatt Argumente festgehalten, warum diese Stelle (nicht) der Sturm-und-Drang-Version zugeordnet wird.
- Auswertung - Gruppen stellen ihre Ergebnisse vor und diskutieren sie (entweder im Plenum oder in gemischten Gruppen, in denen jeweils ein Mitglied der zuerst gebildeten Gruppen sitzt). Besprechung im Plenum, Lehrer/in hilft bei der tatsächlichen Lösung. SchülerInnen tragen die richtigen Zeilen (die der älteren Fassung) im Arbeitsblatt ein.
- Ergebnissicherung - Tafelanschrieb: "J.W. v. Goethe: Willkommen und Abschied * Zwei beispielhafte Änderungen zwischen 1771 und 1785" + entweder gemeinsame Auswahl und Fixierung zweier Änderungen, deren epochale Zuordnung den SchülerInnen verständlich ist, oder Partnerarbeit.
- Ausstieg - Vorspielen der Vertonung des Gedichts (Schubert), entweder von CD oder Direktvortrag der Lehrperson.
Unterrichtsmaterial: Arbeitsblatt
Das Arbeitsblatt "Willkommen und Abschied" (pdf) sieht so aus:Frühe und späte Fassung von "Willkommen und Abschied" (1771/1785)
| Frühe Fassung (1771) | Späte Fassung (1785) |
| Es schlug mein Herz, Geschwind, zu Pferde! Und fort, wild wie ein Held zur Schlacht. Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche, Wie ein getürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert schwarzen Augen sah. Der Mond von einem Wolkenhügel Sah schläfrig aus dem Duft hervor, Die Winde schwangen leise Flügel, Umsausten schauerlich mein Ohr; Die Nacht schuf tausend Ungeheuer, Doch tausendfacher war mein Mut: Mein Geist war ein verzehrend Feuer, Mein ganzes Herz zerfloss in Glut. Ich sah dich, und die milde Freude Floß aus dem süßen Blick auf mich; Ganz war mein Herz an deiner Seite Und jeder Atemzug für dich. Ein rosenfarbnes Frühlingswetter Lag auf dem lieblichen Gesicht, Und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter! Ich hofft es, ich verdient es nicht! Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe! Aus deinen Blicken sprach dein Herz. In deinen Küssen welche Liebe, O welche Wonne, welcher Schmerz! Du gingst, ich stund und sah zur Erden, Und sah dir nach mit nassem Blick: Und doch, welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück! | Es schlug mein Herz, geschwind zu Pferde! Es war getan fast eh gedacht. Der Abend wiegte schon die Erde, Und an den Bergen hing die Nacht; Schon stand im Nebelkleid die Eiche, Ein aufgetürmter Riese, da, Wo Finsternis aus dem Gesträuche Mit hundert schwarzen Augen sah. Der Mond von einem Wolkenhügel Sah kläglich aus dem Duft hervor, Die Winde schwangen leise Flügel, Umsausten schauerlich mein Ohr; Die Nacht schuf tausend Ungeheuer, Doch frisch und fröhlich war mein Mut: In meinen Adern welches Feuer! In meinem Herzen welche Glut! Dich sah ich, und die milde Freude Floß von dem süßen Blick auf mich; Ganz war mein Herz an deiner Seite Und jeder Atemzug für dich. Ein rosenfarbnes Frühlingswetter Umgab das liebliche Gesicht, Und Zärtlichkeit für mich – ihr Götter! Ich hofft es, ich verdient es nicht! Doch ach, schon mit der Morgensonne Verengt der Abschied mir das Herz: In deinen Küssen welche Wonne! In deinem Auge welcher Schmerz! Ich ging, du standst und sahst zur Erden, Und sahst mir nach mit nassem Blick: Und doch, welch Glück, geliebt zu werden! Und lieben, Götter, welch ein Glück! |
- Arbeitsblatt "Willkommen und Abschied" (pdf)
- Epoche des Sturm und Drang: Guter Überblick mit Textbeispielen
- Knappe, aber sehr gute, schülertaugliche Übersicht über Sturm und Drang bei Pohl
- Umfangreiche Facharbeit: Johann Wolfgang von Goethe und seine Gedichte "Willkommen und Abschied“ und "Sehnsucht"
- Goethe: Willkommen und Abschied - Gedichtsinterpretation einer SchülerIn
- Goethe: Ganymed - Text und Interpretation
- Biografie von Friederike Brion
- Kurzdarstellungen, Texte und Arbeitsfragen zu verschiedenen literarischen Aspekten des Sturm und Drang, u.a. zu Willkommen und Abschied (Mitte der Seite)
- Definition "Erlebnislyrik"
- Goethe bei wikipedia
- Friederike Brion bei wikipedia
Beitrag vom 12.09.2005, 19:21 | diesen Beitrag versenden
Gruß Barbara
Gruß
DerLehrerDerEuchNichtMag
Viele meiner KollegInnen und ich profitieren jedenfalls immer wieder vom 'Lehrerfreund'!
und ebenfalls ein dank an den lehrerfreund: das arbeitsblatt hier ist einsame klasse und für den epochenunterricht "sturm und drang" richtig sinnvoll!
Gruß Maus
Ein thüringischer Realschullehrer sprach aus Erfahrung.
ich gebe Ihnen in allem vollkommen Recht - bis auf eins: Dieses Arbeitsblatt ist didaktisch wirklich erste Sahne; eins der besten, die ich jemals gemacht habe. Es motiviert durch den Quizcharakter, die SchülerInnen produzieren ein "neues" Gedicht und machen nicht leeres Blabla aus leerem Blabla, die Inhalte bedürfen einer Transferleistung bisheriger Kenntnisse und stellen somit eine Herausforderung dar, und meiner Erfahrung nach (Oberstufe Gymnasium) hat es den SchülerInnen bisher immer Spaß gemacht, daran herumzuknobeln - was bitte will man mehr?
Nehmen sie endlich die rosa Brille ab, liebe Kollegen!
2. Die Arbeit mit diesem Arbeitsblatt zeitigt handfeste Lernziele.
Aber ich denke, dass Sie den SchülerInnen auch genügend Wissen in den Kopf stampfen können, wenn Ihre Lehrervorträge laut und lang genug vorgetragen werden
Grüße die Deutschklasse der Schule Schloss Salem
es tut mir sehr leid, das sagen zu müssen, aber Sie haben das Arbeitsblatt falsch verwendet. Man muss weder scrollen noch ist das gute Stück interaktiver als andere Arbeitsblätter. Aber danke dennoch für Ihr Mitleid.
Ihr Lehrerfreund
Vielleicht solltest du dich nicht zum Maßstab für Schüler machen, die ihr Abi auch an einer normalen Schule schaffen und nicht in Salem tausende Euros dafür zahlen müssen..
Versuch es doch erstmal mit einem Rechtschreib-Training..
Lehrerfreund, weiter so!!
Sind die vielen Bilder und die Reime nicht eher ein Hinweis auf die Regelpoetik, die m.E. dem Sturm und Drang entgegen stehen?
Dank im Voraus
ein Refi
auch ich, Gesamtschüler der Jgst. 12, möchte mich zu dieser Seite und diesem Unterpunkt, bei dem es scheinbar Streitigkeiten gibt, äußern.
Als Erstes: Danke, für diese Seite!!! Wir beschäftigen uns momentan mit dem Themengebiet der verschiedenen Epochen und müssen zu diesen Referate bearbeiten. Mein Thema ist, wer hätte es gedacht, der "Sturm und Drang" =P
Und da ich hier grad mal so durchgescrollt hab und bei Google dann diese Seite hier gefunden hab, hab ich mir gedacht: "Ach, gehste mal drauf!" Und ich muss sagen, ich war positiv überrascht!
Vor allem eine Frage an die Schüler: WAS WOLLT IHR DENN MEHR?!?!?
Ich meine, man sehe das Ganze doch mal so: Habt ihr eher Bock so 'nen stupiden Gedichtsscheiß zu analysieren, den man schon vorwärts, rückwärts etc. kann und der einem schon aus den Ohren raushängt?! Wollt ihr lieber ein Gedicht an den Kopf geknallt kriegen und dann so 'ne Analyse durchziehen, wo an sich keiner wirklich weiß, was das überhaupt zu sagen hat?! Es ist, meiner Meinung nach, viel spannender, wenn man sich das Gedicht erstmal logisch zusammensetzen muss, weil das ja, epochenbezogen, ganz andere Sinnzusammenhänge ergeben kann! Und da ja die Epoche des "Sturm und Drang" den Absolutismus abgelöst hat, finde ich es schon wichtig, dass man die Unterschiede insbesondere überprüft, denn darin liegt ja der Sinn: Etwas über die Epochen zu erfahren um diese dann logisch auseinaderhalten zu können, oder nicht?!
Wie gesagt: Klasse Seite, finde ich super und werd sie mir vormerken für spätere Referate, etc., da man hier wirklich mehr zu bieten kriegt als irgendeinen Schrott mit Pornoseiten!!
Vielen Dank auch für die zahlreichen Links, die haben auch sehr weitergeholfen (auch, wenn einige davon nicht mehr existieren =PP)
Danke für Ihre Geduld ^^
Hochachtungsvoll
Ein Gesamtschüler aus Gelsenkirchen
Leider musste ich mich beim Lesen dieser Kommentare sehr wundern und schmunzelte auch an der einen oder anderen Stelle.
Da ich zurzeit Schülerin an einem Abendgymnasium bin und mich in den Ferien etwas vorbereiten wollte, gelangte ich auf diese gelungene Seite (nach den Ferien werde ich die 13. besuchen).
Mehrere Dinge möchten ich nun nicht mehr zurückhalten und hier schreiben.
Zwar bin ich kurz vor dem Abitur, habe allerdings in meinen 30 Jahren schon einigen Unterricht gehabt. Zuerst in meinem "ersten Schulleben", dann besuchte ich in den Jahren danach zwei Berufsschulen, die ich sehr erfolgreich absolvierte und nun (LERNEN IST WIE RUDERN GEGEN DEN STROM...) befinde ich mich in der Oberstufe.
In diesen Jahren war ich nicht nur Lernende, sondern auch Lehrende. Daher maße ich mir an, folgenden Rat zum Besten zu geben:
Alle SchülerInnen sind unterschiedlich, haben verschiedene Begabungen und unterschiedliche Möglichkeiten zu lernen. Dies muss berücksichtigt werden. Ich halte eine "Anti-Kuschelpädagogik" genauso bedenklich wie "Kuschelpädagogik". Vielmehr sollten Lehrer und Lehrerinnen ihren Job machen und ihre Gedanken sollten sich auf die Wissensvermittlung konzentrieren. Schnell würde dann klar werden, dass allein die Dosis entscheidend zum Erfolg beiträgt.
Abschließend möchte ich erwähnen, dass dieses Arbeitsblatt hervorragend ist und ich bedauert habe, dass mein Lehrer diese Homepage nicht kannte.
Allen Lehrern und Lehrerinnen wünsche ich Motivation um über den Tellerrand hinauszusehen, denen die dies schon getan haben, viel Glück im Umgang mit Kollegen. Den SchülerInnen, die dies geduldig gelesen haben, wünsche ich alles Gute auf ihrem schulischen Weg.
Viele Grüße
atropin76
um noch ein Schülerkommentar einzubringen: Ich besuche die 13.Klasse an einem Gymnasium und bin im Deutsch-Leistungskurs. Und ich muss sagen, dass ich dieses Arbeitsblatt sehr interessant finde. Auch wenn es nicht unbedingt den allerhöchsten Anspruch stellt, so finde ich doch, dass es eine gelungene Abwechslung zum Frontalunterricht ist. Außerdem sollten sich die Nörgler den gesamten vorgeschlagenen Unterrichtsplan anschauen und das Arbeitsblatt in diesem Kontext sehen.
Es müssen ja nicht gleich 15 Minuten dafür verwendet werden, aber eine gute Anregung ist es sicherlich. Denjenigen, die hier (ehrlich gesagt argumentativ sehr dürftig) kritisieren, würde ich vorschlagen, dass sie doch zum gleichen Thema ein eigenes Unterrichtskonzept entwickeln und dieses an den "Lehrerfreund" schicken sollten. Sicherlich würde dies eine große Bereicherung für uns alle sein...
LG,
Rike
Vorneweg -der Zustand, dass Lehrer hier tatsächlich nachlesen und sich mit Meinungen -auch von Schülern- beschäftigen, finde ich beachtlich. Manches Lehrpersonal kann sich davon umgangssprachlich "eine Scheibe abschneiden".
Zu dem Arbeitsblatt ist zu sagen, dass es wohl auf die Umstände kommt, in denen es angewendet wird und auf das Publikum. Von meinem Deutsch LK, der leider recht groß ist, weiß ich das es kaum Anklang finden würde, geschweige denn wirklich Erfolg erzielen. Die Problematik ist bei solchen Arbeitsaufträgen auch die Einstellung und Bereitschaft der Schüler; um von mir selber zu sprechen, gäbe es wohl Aufträge die mich mehr faszinieren würden, als das Obrige. Auch wenn wohl kein Schüler sich für konsequent anhaltene Lehrervorträge aussprechen wüde, sollten die Projekte einen reizen und nicht auf den Stand unterer Stufen -die man verlassen hat- zurücksetzen. Herausforderungen in einem Rahmen, der sich bewältigen lässt, unterstützt Motivation und Initiative. Wie jedoch schon Vorgänger gesagt haben, ist dazu dieses Blatt kaum geeignet.
ich denke,dass man beide Seiten berücksichtigen sollte. Wenn der Untericht nur aus Spaß besteht, lernt man nichts, aber wenn die Langeweile überwiegt, auch nicht. Wie im richtigen Leben ist hier eine Mischung das Richtige
Gruß und Schluss!
ich bin Schülerin der Klasse 13 in einem stinknormalen Gymnasium im Castrop-Rauxel, meine Eltern bezahlen nichts dafür, dass ich auf diese Schule gehen darf und dort mein Abitur machen kann, statt dessen muss ich es mir durch mehr oder minder harte Arbeit verdienen. Aber vielleicht findet ihr ja trotzdem einen Grund, mich anzugreifen, nachdem ich meine Kritik geäußert habe.
1. Ihr führt euch auf, wie ein Kindergarten. Ein Schüler kritisiert dieses Arbeitsblatt, weil er damit nichts anfangen kann und alles, was er zu hören bekommt ist entweder, dass er sein Abitur ja sowieso "kauft"? Entschuldigt einmal, aber solltet ihr nicht glücklich sein, dass jemand überhaupt Kritik äußert, selbst wenn es ein Schüler ist?
2. Ich gehe nicht nach Salem, ich bin eine gewöhnliche Schülerin und auch ich muss euch sagen: Das Arbeitsblatt ist für Schüler gänzlich uninteressant! In meiner Karriere als Schülerin habe ich die Erfahrung gemacht, dass stupides Ankreuzen niemals zu einem Lerneffekt führt, sondern lediglich die Langeweile in der Klasse/im Kurs schürt.
Lehrer scheinen im Allgemeinen der Meinung zu sein, dass Schüler immer so wenig Arbeit wie möglich haben wollen. Tatsächlich ist es aber so, dass Schüler durchaus lernen wollen, wenn ihnen von den Lehrern interessante Denkanstöße gegeben werden. Ein interessanter Denkanstoß zum Thema "Sturm und Drang" ist aber nicht: "Welche Zeile passt besser in die Epoche? Kreuzen Sie an."
Schüler lieben es, wenn sie etwas leicht verinnerlichen können und ich denke nicht, dass dieses Beispiel für die Merkmale der "Sturm und Drang"-Epoche geeignet ist, kein Schüler wird sich je an dieses Arbeitsblatt erinnern.
So... möge das Zerfleischen beginnen. Vielleicht findet ihr auch für mich eine Beleidigung. Ich kaufe mein Abitur zwar nicht, aber vielleicht kriege ich es ja geschenkt? Oder meine Ausdrucksweise lässt darauf schließen, dass ich im nächsten Jahr sowieso durch das Abitur rasseln werde. Los los, macht schon, beleidigt mich, anstatt euch auf konstruktive Kritik zu stützen und eventuell etwas zu verbessern.
Ich liebe euch, ihr seid so gewöhnlich!
Ja, ich habe mindestens einen Zeichensetzungs- und einen Satzbaufehler gemacht. Los, stürtzt euch auf mich, ich habe es nicht besser verdient, ich dreistes Stück, das euch einfach kritisiert.
Und ich finde es sowieso unverschämt, dass Lehrer nach Material im Internet durchstöbern, während sie von Schülern genau das Gegenteil erwarten
es geht ja eben NICHT darum, dass geraten wird. Weiter oben steht: "Diese beiden Versionen des Gedichts bieten sich an, Kenntnisse der Epoche des Sturm und Drang zu vertiefen und anzuwenden."
Wer die Zeilen richtig und begründet zuordnen kann, kennt sich mit der Epoche des Sturm und Drang aus.
Übrigens habe ich dieses Arbeitsblatt für eine Klasse 12 im Technischen Gymnasium entworfen - das war ein Zimmer voll wilder Gesellen. Und die fanden die Übung ganz sinnvoll.
Gleich am Anfang, bevor ich loslege zu schreiben
=), wollte ich nur schnell
anmerken, dass ich in meinem verfassten Text
bestimmt 1000 Komma-, Grammatik-
oder Rechtschreibfehler gemacht habe =).
Aber es ist ja nicht der Sinn dieser Seite nach
den Rechtschreibfehlern zu suchen.
Natürlich bin ich noch nicht in der
12.Klassenstuffe geschweige denn in der 13.,
auch möchte ich gar nicht das sicherlich mit
Mühe erstellte Arbeitsblatt kritisieren!!!
Wie sollte ich auch, denn ehrlich gesagt, habe
ich von dieser Thematik noch nicht
sonderlich viel Ahnung.
Doch, da ich das Gedicht „Willkommen und
Abschied“ von Johan Wolfgang von
Goethe auswendig lernen „sollte“, bin ich auf
diese Seite gestoßen.
Aus purer Langeweile, (und ehrlich gesagt um
mich vor den Hausaufgaben zu
drücken =D) habe ich mir dann mal alle
Kommentare durchgelesen, die
zu diesem Arbeitsblatt geschrieben wurden.
Verwundert hat mich dabei, dass man so ein Drama
um ein Arbeitsblatt machen
kann =).
Ok, jetzt werden Einige meinen, dass ich das
noch nicht verstehen kann, doch sein
wir mal ehrlich, muss man wirklich soviel
aufsehen um ein Arbeitsblatt machen?
Der Erstellet hat sich doch offenbar Mühe
gegeben, und hätte dies eigentlich gar
nicht machen brauchen!!!
Doch liebe Lehrer,
gestaltet euren Unterricht einfach etwas
interessanter, denn dann hängen wir
Schüler nur an euren Lippen =).
Ob ich Vorschläge habe???
Nur einen einzigen ^^.
Redet nicht die ganze Stunden, denn irgendwann
kann das
normale Schülergehirn nichts mehr aufnehmen. =)
Lasst uns einfach einmal, wenn es möglich ist,
praktisch Arbeiten.
Und danke an alle diejenigen, die Ihren
Unterricht anspruchsvoll, aber interessant für
uns Lernwilligen machen.
Zum Schluss noch einen Gruß an alle Schüler ^^,
nicht aufgeben ihr seit nicht die
Einzigen, die sich manchmal etwas überfordert
fühlen ^^ .
Mit freundlichen Grüßen die Wissbegierige
PS:
Liebe Deutschlehrer,
wahrscheinlich werden sie bei dem einen oder
anderen Verstoß der Deutschen
Rechtschreibung meinerseits, schmunzeln oder
gar erstaunt sein, über soviel
Unwissenheit =).
Deswegen hier schon mal ein großes:
"ENTSCHULDIGUNG"
der Schule noch nicht behandelt habe, denn genau
heute ^^ haben wir mt "sturm und Drang" im ^
Unterricht begonnen
^^.
PS: Wer rechtschreibfehler findet darf sie behalten!
ich finde das Gedicht sehr schön.
Sturm und Drang ist eine der wichtigsten Epochen,
dort wurden wichtige Aspekte aufgegriffen, die unsere Gesellschaft zu der gemacht haben die sie heute ist.
Das Interpretieren von Gedichten halte ich im Unterricht für besonders wichtig.
Auch ich war Schüler mir hat die Epoche besonders Spass gemacht und die Leiden des jungen Werthers haben mir für mein weiteres Studium bzg. der Polemik gute Dienste erwiesen.
Das Abitur, und hierbei zitiere, ich meinen Lehrer, ist eine Reifeprüfung die einen befähigt zu studieren
und ein Studium setzt nun einmal voraus, dass man Dinge selbstständig erarbeiten kann.
Auch muß man leider manchmal Dinge lernen die einem auf den ersten Blick unwichtig erscheinen.
Ich finde diese Seite hier ausgezeichnet seid froh das es sie gibt und glaubt mir, einige Aspekte und sei es nur die der Textinterpretation aus der Epoche des "Sturm und Drang" werden euch auch im Studium begegnen.
da ich mithilfe dieser Seite mein Referat erstellen konnte.
Nun hoffe ich noch auf eine gute Note. . .
Danke nochmal
MfG The_Gamer
Mir schlug das Herz; geschwind zu Pferde,
Und fort, wild, wie ein Held zur Schlacht!
Der Abend wiegte schon die Erde,
Und an den Bergen hieng die Nacht;
Schon stund im Nebelkleid die Eiche,
Ein aufgethürmter Riese, da,
Wo Finsterniß aus dem Gesträuche
Mit hundert schwarzen Augen sah.
Der Mond von seinem Wolkenhügel,
Schien kläglich aus dem Duft hervor;
Die Winde schwangen leise Flügel,
Umsausten schauerlich mein Ohr;
Die Nacht schuf tausend Ungeheuer –
Doch tausendfacher war mein Muth;
Mein Geist war ein verzehrend Feuer,
Mein ganzes Herz zerfloß in Gluth.
Ich sah dich, und die milde Freude
Floß aus dem süßen Blick auch mich.
Ganz war mein Herz an deiner Seite,
Und ieder Athemzug für dich.
Ein rosenfarbes Frühlings Wetter
Lag auf dem lieblichen Gesicht,
Und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter!
Ich hofft’ es, ich verdient’ es nicht.
Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe!
Aus deinen Blicken sprach dein Herz.
In deinen Küssen, welche Liebe,
O welche Wonne, welcher Schmerz!
Du giengst, ich stund, und sah zur Erden,
Und sah dir nach mit naßem Blick;
Und doch, welch Glück! geliebt zu werden,
Und lieben, Götter, welch ein Glück!
erstmals 1775 veröffentlicht, ohne Titel, in der Zeitschrift Iris.
1789 überarbeitete Veröffentlichung als "Willkomm und Abschied" im Gedichtband der ersten Schriftenausgabe
endgultiger Titel "Willkommen und Abschied" in der Werkausgabe von 1810
Leider habe ich das aber aus Sekundärliteratur, muß morgen einmal in einer historisch-kritischen Ausgabe stöbern...
Wenn Die Unterschiede herausgearbeitet werden sollen, dann müssen beide Versionen schon richtig sein!
(bitte nich korrigieren...grad 7 Punkte wiedergekriegt :S )
Ein Anfang ist immer mit einem Abschied verbunden...
Liebe Grüße
Julia (11.Klasse Gymnasium)
Um konkret zu werden: Dieses Arbeitsblatt regt zu einer handlungsorientierten, zugleich aber auch analytischen Auseinandersetzung an. Es reaktiviert und vertieft Wissen zur Epoche des Sturm und Drang und bietet gerade den Schülern ein niedrigschwelliges Angebot, die nur mit Schwierigkeiten einen Zugang zur Lyrik finden, zumal einen kreativen. Ein solches Arbeitsblatt ist keine Unterrichtsstunde. Es ist ein einzelnes Element. Wer hier von "Kuschelpädagogik" spricht, hat keinen Bezug zur aktuellen Didaktik und im Übrigen auch nicht zu den CUVOs bzw. RRL im gesellschaftswissenschaftlichen Bereich. Das bedeutet im Kern: Er missachtet seine FK und ist juristisch zu Recht anfechtbar, weil er die geforderten methodischen Kompetenzen nicht vermittelt.
ich habe mir mal aus langeweile alle kommentre zu diesem arbeitsblatt durchgelesen und kann die mehrheit von euch nicht verstehen...
wie kann man sich nur um ein arbeitsblatt streiten? cO
ich bin der selben meinung wie die wissbegierige :D
:D:D:D:D:D
Also ich finde die Seite äußerst gut. Ich war gerade über meiner Interpretation zu "Willkommen und Abschied" und fand dann diese Seite.
Ich muss sagen das sie mir sehr geholfen hat und ich auch das Arbeitsblatt nicht so schlimm fand. Ich schließe mich außerdem der Wissbegierigen an und frage mich wie man so ein Drama um ein Arbeitsblatt machen kann...
Aber ich immerhin eine Antwort darauf was Lehrer in ihrer Freizeit machen. =)
Nein Spaß. Ich finde diese Seite also sehr gut und bin der Meinung, sie kann äußerst hilfreich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Mitchi
Eine Schülerin der 10. Klasse
Die erste Fassung ist von 1771 und die letzte von
1789, soweit ich weiss gibt es nur 2.
sind Sie peinlich sicher, dass Sie nicht den entsprechenden Wikipedia-Artikel falsch interpretieren? Die Wikipedia schreibt im Artikel Willkommen und Abschied:
Die zweite Fassung erschien 1789 als Willkomm und Abschied
Verfasst wurde die zweite allerdings tatsächlich schon 1785.
Gelungen
Mit freundlichem Gruß,
Schülerin 8 Klasse
 
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