Illegal, aber nützlich
Handy-Störsender in Schule und Unterricht – Interview mit Olaf Bergert
Bildquelle: handyblocker.org
Die Firma „Handyblocker“ vertreibt Geräte, mit denen künstliche Funklöcher hergestellt werden können und jede Handykommunikation in einer bestimmten Reichweite unterbunden wird. Ein mögliches Einsatzszenario ist Schule und Unterricht. Allerdings ist die Verwendung dieser Geräte in Deutschland nicht erlaubt - was jedoch viele Lehrer/innen nicht abschreckt. Ein Interview mit Olaf Bergert, der solche Geräte vertreibt.
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Eingetragen am 04.08.2009, 14:42 Uhr in Im Gespräch | Spicken und Schummeln | Lehrer-Hilfen | Tools |
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Handy-Blocker – Funktionsweise
Handy-Störsender (auch als „Cell-Phone-Jammer“ oder „GSM-Jammer“ bekannt) erzeugen künstliche Funklöcher, indem die Verbindung zwischen Handy und Netzbetreiber (bzw.: Funkmasten) unterbunden wird. So haben die Handys im Wirkungsbereich der Störsender kein Netz mehr. Öffentlich erhältlich sind solche Geräte mit Reichweiten von 10 bis 40 Meter, für das Militär und Regierungen gibt es auch wesentlich stärkere Geräte mit Reichweiten von mehreren Kilometern. Die private Benutzung solcher Geräte ist in vielen Ländern verboten, u.a. auch in Deutschland. Von der öffentlichen Hand werden solche Geräte in einigen Ländern z.B. in Gefängnissen benutzt.
Der „Handyblocker“
Eine bekannte Marke ist der in England ansässige Handyblocker. Hier werden übers Web unterschiedlich starke Geräte vertrieben. Für 180 bis 350 Euro bekommt man mobile Geräte mit einer Reichweite von 10 bis 30m (z.B. „Der Handliche“ oder „Der Vernichter“). Stationäre Geräte für den Dauerbetrieb haben eine Reichweite um 40m und kosten knapp 400 Euro.
Link: handyblocker.org
Interview mit Handyblocker-Chef Olaf Bergert
Sie verkaufen den “Handyblocker” über das Internet. Die Verwendung des Geräts in Deutschland ist nach dem TKG nicht erlaubt. Müssen Kunden aus Deutschland kein schlechtes Gewissen haben, wenn sie bei Ihnen bestellen?
Wir stellen seit Monaten eine erhöhte Nachfrage der Handyblocker bei Lehrern und auch vielen Schuldirektoren fest. Für Schulen ist es wohl sehr positiv, dass die Handyblocker sehr preisgünstig sind und eine begrenzte Reichweite haben. Somit kann der „Sperrbereich“ auch gut kontrolliert werden und damit werden auch keine Passanten oder Nachbarn in Mitleidenschaft gezogen. Die „handyfreie Zone“ bleibt in der Klasse oder in der Schule. Ich höre oft das Argument, das keiner der Mobilfunkbetreiber jemals gefragt hat, ob er seine Mobilfunkstrahlen auch in Privatwohnungen, Büros oder Schulen senden darf. Somit wird argumentiert, dass man sich auch gegen diesen „Hausfriedensbruch“ auf privatem Grund wehren darf. Ich möchte dazu aber auf unsere rechtlichen Hinweise [die so nicht korrekt sind; siehe Aussagen der Bundesnetzagentur weiter unten im Text; Redaktion 13.09.2011] auf unserer Webseite verweisen, wo wir die rechtliche Situation in Deutschland und Europa im Bezug auf die Handyblocker sehr detailliert beschreiben.
In welchen Ländern ist die Verwendung solcher Störsender von Gesetz wegen erlaubt?
Innerhalb der Europäischen Union dürfen Handyblocker bereits in Großbritannien, Frankreich, Schweden, Polen und der Tschechischen Republik betrieben werden. Auch das Schweizer Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) hat zu erkennen gegeben, dass es den Betrieb der Handyblocker grundsätzlich genehmigen wird. [Das BAKOM hat uns mitgeteilt, dass diese Aussage "irreführend und falsch" sei. Störsender sind in der Schweiz streng verboten. S.a. BAKOM: Störsender (Jammer). Die Bundesnetzagentur teilt ebenfalls mit, dass der Betrieb und der Vertrieb an bzw. durch Privatpersonen in der gesamten EU verboten ist. Redaktion, 06.09.2011] Auch Deutschland wird die Handyblocker in Zukunft in den Gefängnissen einsetzen, um Telefonate der Gefangenen zu verhindern. Eine große deutsche Zeitung hat in einer Umfrage festgestellt, dass 62 Prozent der Bundesbürger für die Handyblocker an bestimmten Orten sind. In den USA sind und bleiben die Handyblocker verboten, werden dort aber wohl toleriert. Sonst erklärt sich mir nicht, dass wir gerade dort Hunderte von Schulen und Lehrern als Kunden gewinnen konnten. Die Direktoren der Schulen setzen den Handyblocker ganz offen und ohne schlechtes Gewissen ein. Dazu gibt es von CNN ein Nachrichtenvideo auf unserer Webseite. Meist steht der Blocker dort im Lehrerzimmer und wird nur in den Pausen ausgeschaltet, damit die Schüler dann ihrer Handysucht nachgehen können. Für jeden Lehrer oder Schuldirektor ist der Handyblocker eine echte Erleichterung im Unterricht.
Im Web wird die Gesundheitsschädlichkeit solcher Handy-Störsender heftig diskutiert: Sie seien strahlungsintensiv und entsprächen nicht den gesundheitlichen Richtlinien.
Unsere Geräte haben alle eine CE–Zulassung. [Das BAKOM teilt mit: "Störsender können keine CE Kennzeichnung tragen, weil diese Geräte gegen die europäischen R&TTE (PDF) und EMV (PDF) Richtlinien verstossen (siehe auch die Informationen der EU Kommission auf ihrer Homepage). Die Bundesnetzagentur bestätigt diese Aussage. Redaktion, 06.09.2011] Das bedeutet, dass die gemessenen Strahlungen im erlaubten Rahmen sind, genauso wie die Basisstationen an den Funkmasten. Die Strahlungsintensität ist auch eng mit der Wattzahl des jeweiligen Handyblockers verbunden. Die Basisstationen der Mobilfunkbetreiber senden mit 50 – 80 Watt. Im Empfangsbereich der Basisstationen sind Sie immer einem Strahlung um die 2 - 5 Watt ausgesetzt. Selbst die marktüblichen Handys strahlen mit einer maximalen Leistung von 2 Watt. Die mobilen Handyblocker haben eine Wattleistung zwischen 1,5 und 3 Watt und senden auf der gleichen Frequenz wie die Mobilfunkbetreiber, nur mit weniger Leistung. Die GSM-Frequenzen wurden von den deutschen Behörden für die Mobilfunkbetreiber zugelassen und sind nicht gesundheitsschädlich. Dies wurde mehrfach von verschiedenen staatlichen Stellen überprüft und als unbedenklich empfunden. Die Basisstationen senden ja auch ein 24-stündiges Dauersignal, damit der Handyempfang gewährleistet ist. Somit sind Sie - egal wo Sie sich aufhalten – immer einer Dauerbestrahlung ausgesetzt, da die Mobilfunksignale in jeden Winkel senden – bis in Ihr Schlafzimmer. Somit gibt es – aus gesundheitlicher Sicht gesehen – keine Bedenken, einen Handyblocker zu benutzen.
Wer sind ihre Hauptkunden?
Unsere Hauptkunden sind in erster Linie Lehrer und Schulen, Kinos, Kirchen, Krankenhäuser und Hotels, die dezent in bestimmten Räumen Funklöcher schaffen wollen, um störende Telefonate oder störendes Handyklingeln zu blockieren. Auch Arztpraxen, Therapeuten, Berater und Lehrkräfte jeder Art nutzen den Handyblocker gern, um in begrenztem Wirkungskreis die Störungen durch die Handys auszuschalten.
Wie verwenden Lehrer/innen den Handyblocker in der Schule?
Wir haben oftmals einen persönlichen und lieben Kontakt zu vielen Lehrern, auch aus Deutschland. Viele von ihnen haben die Nase vom ewigen Handygebimmel und Klingeltönen oder SMS schreiben während des Unterrichts voll. Selbst in den Prüfungen wird damit geschummelt. Es gibt im Internet ja schon Dienste, die den Schülern angeboten werden, um beim Betrügen Hilfestellung zu leisten. Einfach die Frage ins Handy eingeben und Antwort kommt prompt per SMS. Die meisten Lehrer haben ihren mobilen Handyblocker in der Tasche und schalten diesen ein, sobald der Unterricht beginnt. Innerhalb von 30 Sekunden haben dann alle Handys in der Klasse kein Netz mehr. Das Einschalten passiert unbemerkt, ohne dass ein Schüler davon überhaupt etwas mitbekommt.
Wird der Handyblocker auch in Deutschlands Schulen verwendet?
Definitiv JA. Viele Lehrer schreiben uns Briefe und Mails, dass sie froh sind, den Handyblocker zu haben und benutzen ihn auch ständig. Damit gehen diese jedem Ärger aus dem Weg, wenn Handys dem Schüler abgenommen oder eingezogen werden müssen. Der Ärger mit den Eltern ist dann vorprogrammiert. Wir bieten aber auch Feststationen an, die mehr Leistung haben und gleich mehrere Klassen mit Funklöchern versorgen. Die meisten Schulen haben irgendwo im Gebäude Kaskadendecken. Die Feststationen werden dort einfach in die Decke gestellt oder an der Wand angeschraubt und vom Lehrer am Unterrichtsbeginn per Fernbedienung eingeschaltet. Einige Schulen haben das Problem so gelöst und haben 2 – 3 Feststationen in der ganzen Schule in die Decken eingebaut. Somit ist die komplette Schule (je nach Größe) versorgt. Jeder Lehrer hat dann eine Fernbedienung in der Tasche, die etwas größer als ein früheres 5 Mark Stück ist. Somit ist es möglich, das es in machen Schulen auf 20 Fernbedienungen pro Gerät kommt. Das gute bei unserem System ist, dass jede Blocker-Fernbedienung auch auf jede Feststation reagiert. Ansonsten hätte man für 3 Blocker 3 unterschiedliche Fernbedienungen in der Tasche. Das würde das ganze wiederum sehr umständlich machen. Man kann die Festsstationen auch durch ein Stromkabel verbinden und alle Blocker zentral vom Lehrerzimmer aus einschalten.
Die Schüler ärgern sich oft am Anfang, dass sie plötzlich keinen Empfang mehr haben, aber finden sich ziemlich schnell damit ab, denn sie wissen ja nicht, wo die Ursache des Funklochs liegt und die Aufmerksamkeit richtet sich wieder mehr auf den Unterricht. Davon profitieren am Ende alle, Lehrer und Schüler.
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46 Kommentare von Lehrerfreund/innen
Zitat: “Wir stellen seit Monaten eine erhöhte Nachfrage der Handyblocker bei Lehrern und auch vielen Schuldirektoren fest. “
Was ist eine “erhöhte Nachfrage”?`Von Null auf zwei oder drei Stück? Zumindest an den massenhaften illegalen Einsatz durch Lehrer und Schulleiter an staatlichen deutschen Schulen kann ich nicht glauben. Zudem: Wer setzt sich freiwillig einer Extra-Portion Elektro-Smog aus?
Ich unterschreibe dein Elektro-Smog-Argument, aber beim Lesen des Interviews musste ich mich mehrmals dabei ertappen, den Gedanken doch apart zu finden, auf Knopfdruck dem Handywahnsinn die Gurgel abdrehen zu können ![]()
interessant, wird zeit das publik zu machen, damit eltern und schüler die schulen/lehrer die sowas verwenden sofort anzeigen. Eine Unverschämtheit sowas überhaupt herzunehmen. Es existieren große gesundheitliche Probleme mit solchen Geräten die der Hersteller hier in dem Beitrag viel zu sehr herunterspielt. Die Lehrer/Schulen machen sich der akuten Körperverletzung strafbar mit den Geräten. Wäre wichtig lokale Widerstandsbewegungen zu bilden die Schulen nach solchen Geräten testet. Der Aufwand solche Geräte zu finden ist ja auch minimal.
Jeder, der ein Handy benutzt, setzt sich und seine Umgebung freiwillig einer Strahlenbelastung aus. Der Blocker arbeitet auf der gleichen Frequenz und mit einer vergleichbaren Strahlenbelastung. Solche Argumente kommen meist von Mitmenschen, die sich an Spielregeln nur ungern halten. Wenn es um die eigene Freiheit, die zu Lasten anderer geht, werden plötzlich viele Leute zu Gesundheitsaposteln. So kritisieren viele Raucher ein Kohlkraftwerk, obwohl sie selbst ein e gefährliche Umgebung, auch zu Lasten anderer, schaffen.
Ich denke, man kann keinem Oberstufenschüler die (nicht sörende) Benutzung seines Mobiltelefons im Unterricht verbieten oder sogar durch technische Funkpiraterie auf BEZAHLTE Dienstleistungen Einfluss zu nehmen und diese unmöglich zu machen.
Liest ein Schüler eine SMS im Unterricht ist er a) kognitiv so Leistungsfähig eine kleine Unaufmerksamkeit vom Unterricht locker und unmerklich zu kompensieren oder beidem zu Folgen, der SMS und dem Lehrer. Diese Kompetenz kann man keinem absprechen, sonst gäbe es z.B. keine Piloten.
Dahingehend sollten Lehrer entspannter werden. Ein Unterricht in einer Gruppe von bis zu 30 Leuten ist für den einzelnen (guten) Schüler immer sehr träge. Was in einem 1 1/2 std. Block an Inhalt passt, lässt sich selbstständig in der Hälfte der Zeit erarbeiten. Also kann man durchaus mal 2 min “abschalten” ohne den Anschluss zu verlieren, denn es ist (nicht immer) “Hexerei” was im Bildungskanon vermittelt wird. Vieles ist banal und in kürzester Zeit zu verstehen.
Sache b) wäre: der Lehrer ist einfach schlecht. Ich kenne keine Konstellation in der man gezwungen wird inkompetenten Menschen zuhören zu müssen, außer natürlich in der Schule.
Das würde aber eher zu einer tiefschürfenderen Diskussion über Lehrerausbildungen führen.
Ich hätte mir damals lieber Ranga Yogeschwah (richtig geschrieben?) als Physiklehrer gewünscht, als das trockene Brotscheibchen, das uns unterrichtete.
@henry: Im Physikunterricht nicht aufgepasst? Störsender arbeiten mit einer relativ hohen Strahlungsleistung. Und das ist auch notwendig, da das Handy seinerseits versucht, durch eine Leistungserhöhung das Störsignal zu “überbrücken”, um wieder Kontakt mit einer Basisstation zu bekommen. Man kann also davon ausgehen, dass der Einsatz eines Störsenders die gesamte Strahlungsbelastung deutlich erhöht.
@St.Trp.: Wer in der Oberstufe meint, seine Mitschüler und die Lehrkraft mit SMS lesen/tippen belästigen zu müssen, der sollte sich lieber überlegen, ob er nicht besser die Schule verlässt, sich einen “spannenden” Job sucht und nicht andere vom Lernen abhält. Schule ist keine Selbstverwirklichungsveranstaltung. Wenn mir so ein Schüler in die Quere kommen sollte, der partout nicht einsichtsfähig ist, der würde früher oder später die passende Ordnungsmaßnahme von der Klassenkonferenz verpasst bekommen. Auf solche Schüler könnte ich persönlich verzichten.
Und der Vergleich von Unterricht mit dem auskömmlich finanzierten und x-mal geprobten Showveranstaltungen von Herrn Ranga Yogeshwar ist auch lächerlich.
@Mister M.
In Physik kenn ich ich micht sehr gut aus, aber da Argument überzeugt, dass die Strahlung höher werden kann. Aber wie ist die Strahlenbelastung, wenn 25 Handys gleichzeitig eingeschaltet sind und auch benutzt werden im Vergleich zu einem Blocker?
@St.Trp
Kein Oberstufenschüler ist gezwungen, dem Unterricht zu folgen, er kann sich jederzeit abmelden und kann in Eigenarbeit den Stoff in der halben Zeit zu Hause erarbeiten. Die gewonnene Zeit kann er mit kompetenten Handynutzern verbringen und hochgeistige SMS austauschen. Die Schulklassen sind eh überfüllt und wenn ein Überflieger da abmeldet, ist das Gewinn für alle.
mfG
henry
Hauptkunden seien auch Krankenhäuser? Ich dachte immer, in Krankenhäusern soll das Handy aus bleiben, weil sonst die empfindlichen medizinischen Geräte gestört werden könnten. Wenn der Handyblocker ebensostarke Dauerstrahlung liefert, sehe ich da keinen wirklich beruhigenden Vorteil ...
@ St. Trip:
Wenn in der Schule vieles so banal sein soll, dass man es locker in der Hälfte der Zeit lernen kann, frage ich mich, warum dann angeblich so viel Nachhilfe genommen wird? Dann sollten wir doch in unserem (noch) dreigliedrigen Schulsystem konsequenter sortieren.
Hat das Teil eine Zulassung in Deutschland?
So angenehm die Vorstellung einer Handyfreien Schule ist, so lächerlich ist die Argumentation.
Öffentliche Schulen und -leiter dürften sich kaum durch illegale Störsender der Gefahr einer Entlassung oder Strafversetzung aussetzen.
Betrugsversuche hat es immer gegeben und seitdem Smartphones mal eben mit der Offline-Wikipedia ausgestattet sind, benötigt man kaum Bezahldienste für Pfusch-SMS.
Was passiert eigentlich im AMOK-Fall an so einer gestörten Schule? Ach ja, dann schaltet natürlich wieder jemand den Sender ab… Wo war noch gleich die Fernbedienung?
Bezüglich der Strahlungswerte: Natürlich kann der Hersteller mit “eingehaltenen Richtwerten” argumentieren. So lange es keine eindeutigen Bewertungen der wissenschaftlich festgestellten Auswirkungen von Handystrahlung auf den Organismus gibt (man kann Auswirkungen messen, weiß jedoch nicht um die Langzeitfolgen) kann man sich ja sicher fühlen. Das hat Marie Curie ihrerzeit auch getan. Damals war auch radioaktives Material in Zahnpasta etc…
Lieber Superlehrer
Der Bunderat hat in seiner letzten Sizung verabschiedet, das Handystörsender für Behörden erlaubt sind!
http://www.bundestag.de/dasparlament/2006/25/PlenumundAusschuesse/009.html
Was ist denn eine Schule? - Eine Behörde, nichts anderes. Sobald in der Schule ein Handyverbot ausgesprochen wird, kann durch Behörden (Schule)zur Ausübung gesetzlicher Befugnisse unter Einhaltung der von der Bundesnetzagentur festgelegten Frequenznutzungsbedingungen die Störung erfolgen.
Somit kann jede Schule (Behörde) einen Handyblocker auf eigenem Gebiet nutzen. Dies wird in unserer Schule auch so praktiziert.Für Behörden ist KEINE Frequenzzuteilung für die Störsender erforderlich.
Ich bin Direktorin an einer Hauptschule und Handys sind hier unterträglich geworden. Wir haben das Problem mit Störsendern gelöst.
Liebe Rektorin!
Vielleicht sollten Sie sicherheitshalber noch einmal bei der Schulaufsicht nachfragen, denn eine Schule ist keinen “Behörde” im eigentlichen Sinne sondern eine “nicht-rechtsfähige öffentliche Anstalt” des Schulträgers. Lernt man doch sicherlich bei der Schulleiterinnen-Qualifizierung. Der Schulträger dürfte daher auch noch ein Wörtchen mitzureden haben, bevor Sie Ihre Störsender installieren.
Zudem aus ihrem Link (http://www.bundestag.de/dasparlament/2006/25/PlenumundAusschuesse/009.html)
“sofern der Einsatz durch Behörden zur Ausübung gesetzlicher Befugnisse unter Einhaltung der von der Bundesnetzagentur festgelegten Frequenznutzungsbedingungen erfolgt”.
Welche gesetzlichen Befugnisse hat denn eine Schule, so dass sie sich auf die im Link getätigten Aussagen berufen könnte???
Ich bin Lehrerin an einem Schulzentrum und auch bei uns waren Handys ein großes Problem. Wir haben konsequente Regeln für den Umgang mit Handys, dass es eigentlich kein Thema mehr ist. Eine Frage stellt sich mir aber bei den Störsendern.
Wir hatten an unserer Schule eine sog Amok-Beratung oder Amok-Schulung von der Polizei. Die hat ganz klar empfohlen, dass jeder Lehrer immer ein eingeschaltetes Handy dabei haben soll. Dieses würde bei Störsendern nicht viel bringen.
Kann man dem Handyproblem denn nicht anders begegnen?
@ Henry
“Kein Oberstufenschüler ist gezwungen, dem Unterricht zu folgen, er kann sich jederzeit abmelden” - wo ist das denn der Fall? In BW jedenfalls erhalten Schüler mit zu vielen Fehlzeiten meines Wissens kein Abiturzeugnis.
@Schülerfreund
Dass man an einer Schule Regeln für den Umgang mit Handys hat, soll vorkommen.
Hochinteressant wäre es aber für alle Schulen, zu erfahren, wie Sie an Ihrer Schule durchsetzen, dass sie eingehalten werden.
Angesichts der hier vorgetragenen Argumentation, dass SMS-Versand viel nützlicher sei als Unterricht, dürfte das nämlich nicht einfach sein. (Zu den Folgen extensiver SMS-Nutzung vgl. http://fontanefan.blogspot.com/2009/07/sms-ein-gesundheitsproblem.html)
als lizensierter Funkamateur, Lehrer und ausgebildeter Ingenieur habe ich schon lange nicht mehr so großen(Kommentar)-quatsch gelesen.
Selbstverständlich sind solche Geräte in Deutschland verboten und zögen für alle Anwender (auch Schulen/Leiter) eine u. U. sehr empfindliche Bestrafung nach sich.
Meine Empfehlung: lassen sie die Finger davon. Suchen sie lieber nach anderen Problemlösungen…
@ Fontanefan
Ok, ich gebe zu, dass ich das etwas lapidar formuliert habe. Ich sehe allerdings andere Dinge als problematischer an als Handys in der Schule. Mir ist nur wichtig, dass die Dinger im Klassenraum aus sind.
Vergisst ein Schüler sein Handy auszumachen und es klingelt und schaut dieser Schüler betroffen drein (als Beispiel), dann gucke ich einmal streng und das Handy wird schnell ausgeschaltet und gut ist es.
Provoziert mich ein Schüler oder missachtet er die Regel, dann kassiere ich es ein.
Es gibt dann die Möglichkeit, dass die Schüler eine Woche aussitzen und ich es eben eine Woche behalte oder ein Elternteil kommt in die Schule und holt es persönlich ab. Eltern kriegen das Handy sofort, sind aber meist stinksauer, wenn sie in die Schule kommen müssen.
Ich bin sicher kein Jäger, aber auch ich möchte Unterricht ohne Handy machen können.
Das letzte Mal, dass ich ein Handy kassiert habe, war um Ostern herum.
Ach ja: Bei Arbeiten liegen alle Handys offen auf dem Pult, sollte irgendein Handy auffallen, ist es ebenfalls kassiert und ich werte es als Täuschungsversuch bei einer Arbeit.
Die Schüler haben da noch nie Ärger gemacht. Sie haben das akzeptiert.
Handys sind vielleicht auch einfach nicht mein Thema. Abschlüsse, kiffen, saufen, Straffälligkeiten und Ausbildungsstellen interessieren mich deutlich mehr
Handys in Aktion sind bei allen Veranstaltungen einfach nur lästig. Es da zu benutzen zeugt von Intoleranz, Dummheit und Egoismus.
Egal ob in der Schule oder im Theater. Es nervt schon, wenn in der Fußgängerzone laut über ganz private Dinge kommuniziert wird.
Ich finde diese Handy Blocker eine ziemliche unverschämtheit! Ich selbst nehme mein Handy mit zur Schule, aber stelle es im Unterricht aus!
Und an unserer Schule geht eh niemand bzw. fast niemand außer wenn wir müssen zu Schufesten!
vielleicht gibt es zum Beispiel mal einen Notfall das heißt irgenwer verletzt sich und man muss den Krankenwagen rufen, aber das geht nicht wegen dieser Blocker da sollte man doch lieber die Handys einsammeln oder sagen das der gegebene Schüler Kekse odere Kuchen mitbringt!
@18
Ich teile deine Meinung nicht.
Wer ist denn intolerant? Wenn ich mich z.B. in der Fußgängerzone am Handy über den vergangenen Abend austausche, ist die Störung von Anderen doch genau so, als unterhielte ich mich mit meiner Freundin. Da würde sie sogar noch antworten und noch zur Störung beitragen. Was ist daran störend?
Wichtig ist doch nur, wie ich es einsetze. Natürlich würde ein Schwätzchen am Handy im Theater stören, aber wenn ich im Theater eine (lautlose) SMS von meiner Tochter bekomme, die allein zu Hause ist, dass alles ok ist und sie jetzt ins Bett ginge, stört das doch niemanden.
Als ich letztens von meiner Haustür zum Auto ging und per Handy noch letzte Absprachen traf, begegnete mir ein älterer Herr, der mürrisch raunzte: “Unverschämtheit, die Leute mit dem Handy am Ohr!”..... Warum bitte, was ist daran unverschämt, was ist daran dumm und was ist intolerant? Intolerant war nur der ältere Herr. Was habe ich ihm durch mein Telefonieren angetan, dass er sich dadurch beeinträchtigt fühlt?
Vielleicht kann mir das mal jemand erklären. Ich jedenfalls finde es nicht schlimm, wenn ich telefonierenden Menschen begegne. Wäre sie zu zweit, würde ich mich ja auch nicht darüber aufregen, wenn die sich unterhalten.
Wäre ein Standby-Detektor nicht die Lösung?
Wäre nicht ein Handgerät interessant, mit dem der Lehrer auf vielleicht ein bis zwei Meter Entfernung ein Handy im Standby-Betrieb erkennen könnte? (also NICHT nur während es sich turnusmäßig mit dem Mobilfunknetz verbindet)
Denn das ist doch m.E. das Problem: Die Kids warten immer auf den Vibrationsalarm oder sonst was Diskretes, was den Erhalt einer SMS signalisiert. Und passen dann halt nicht auf. Oder sie warten auf die Lösung für ihre Rückfrage während der Prüfung.
Dann könnte man einen klaren Deal mit den Schülern ausmachen: Handys sind auszuschalten. Sonst: Ärger! Spätestens nachdem der dritte Standby-Benutzer ertappt ist, merken die anderen, dass sie damit nicht durchkommen.
Nochmals zur Eingangsfrage: Wäre das nicht interessant? Wir haben nämlich eine Labormuster schon in der Hand, braucht aber noch Einiges an Zuwendung, so dass wir uns fragen, ob wir das inverstieren sollen…
Ach ja, es müsste schon so 500 bis 1000 Euro kosten, wahrscheinlich…
DANKE für eventuelle Rückmeldungen.
hallo
bitte senden sie mir was kustet diese gerät mit Lieferung nach München
mfg
...entschuldigen Sie bitte die späte Antwort, ich war unterwegs.
Das Ganze ist derzeit im Stadium des Labormusters, also weit davon versendet werden zu können! Tut mir leid.
Was hatte ich doch für eine verkorkste Jugend ... so ohne Handy! Ich Trottel hab damals doch echt gemacht was die Lehrer gesagt haben :(
... noch viel schlimmer!!!! ... ich hab in geschlossenen Räumen die Mütze abgesetzt und im Bus älteren meinen Platz angeboten ...
Vielleicht bekomme ich ja mal vom Rentenamt nen Bonus weil ich noch selber lernen musste und nicht im Internet surfen konnte .. oder zocken ...
Um IN zu sein müsste ich eigentlich allen meinen Freunden jetzt eine SMS schicken das ich gerade vor dem Computer sitze ... .. .
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Hallo!
Ich habe bereits im August d. J. einen Kommentar zu diesen verbotenen! Handy-Stör-Sendern abgegeben. Dass jetzt auch noch quasi eine “Firmenanzeige” gepostet wird, ist mir vollkommen unverständlich.
Jeder der solche Geräte in Betrieb bringt wird mit Sicherheit von Mitarbeitern der BNetzA (Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen)erstens angepeilt, um, wie man so schön platt sagt, zweitens “ausgehoben” zu werden. Soweit ich weiß kostet das im Erstfall 500 Euro Strafe. Die Geräte werden natürlich eingezogen.
Dieses geschieht u. a. im Interesse der Telefongesellschaften, welche naturgemäß ein Interesse daran haben, dass ihre Dienstleistung überall und ungestört! zur Verfügung steht. Schließlich haben sie vor einigen Jahren Milliarden dafür ausgegeben.
Oder würden Sie, liebe(r) Lehrer/in einen Kleiderschrank auf der Straße vor der Schule “parken”, nur um zu mehr Ruhe bei der ABI-Prüfung zu kommen…?
@ JO
Ich glaube, dass sich hier nur ein paar Leute als Lehrer oder ähnliches ausgeben, um das Forum etwas zu beleben.
In den Schulgesetzen ist geregelt, wie unterrichtsfremde Gegenstände behandelt werden (Einzug durch L bzw SL, Rückgabe an Eltern über SL).
Dass diese Störsender verboten sind, ist gut so. Nur wenige Schulen haben den Vorteil eines Klassenzimmertelefons. Und ich persönlich habe mein Handy eingeschaltet dabei - im Falle eines Notfalls möchte ich doch ganz gern Notrufe absetzen können (nicht wegen Amok oder ähnliches, einfache “normale” Schulunfälle mit verletzten Schülern oder Erkrankungen, bei denen die S besser sofort geholt werden sollten). Gerade weil ich Sport unterrichte und in der Halle kein Telefon in der Nähe ist, bin ich darauf angewiesen, mein Mobilteil nutzen zu können.
Th
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Vielmehr sollte man sich hier mal die Frage stellen, warum denn Handys in der Schule gestört werden sollten!? Ich will garnicht wissen, wie oft ein Handy schon Leben in der Schule gerettet hat, wegen Amoklauf, Unfällen und weiß was sonst noch. Unsere Lehrerin hat vor einigen Jahren auch mal einen Krankenwagen per Handy angefordert. Klar, man kann jetzt sagen installiert doch Telefone - aber das kostet den Staat ja wieder viel zu viel. Und jetzt kommt hier nicht mit ein und ausschalten im Notfall - manchmal entscheiden genau diese Sekunden. Ich denke bevor man sich Gedanken über das Stören machen muss, sollte man sich fragen ob Handys wirklich so sehr stören - es gibt ja auch einen Stumm-Modus… und wenn den mal wer vergisst… und? die 5-10 Sekunden wird man sicher verkraften können. Es gibt sicherlich andere Lösungen die effektiver sind und nicht halb so gefährlich wie die Störsender. Und im Berufsleben später sitzen alle mit dem Handy da und simsen. Und wer sich ablenken lässt, der sollte sich mal besser Konzentrieren lernen.
Hallo,
es gibt mittlerweise deutlich bessere Methoden Handynutzung einzuschränken als reine Störer. Diese IMEI-Blocker habe den Vorteil, dass sie auch für die hier so kritisch betrachteten Amok- Unfall- oder sonstigen Sonderfälle eine Lösung bieten. Demnach werden an Schulen z.B. die IMEI-Kennungen der Handys der Lehrkräfte / Feuerwehr, usw. zentral registriert. Nur diese Geräte sind dann noch in der Lage zu telefonieren.
Natürlich wäre es schöner, wenn es nur sozialisierte Menschen geben würde. Die Realität zeigt leider, dass es nicht so ist. In einigen Städten gibt es bereits das Gebot von Handynutzung in öffentlichen Verkehrsmitteln abzusehen. Hier kann man schön erkennen, wie einsichtig (oder auch nicht) einige Individuen sind. Es reichen eben immer nur ein paar, um Unfrieden innerhalb einer großen Gruppe zu stiften.
Handyblocker/Störsender sind der falsche Weg um die Handynutzung im Unterricht einzuschränken. Mit Blick auf die elektromagnetische Sendeleistung sind diese Geräte geradezu kontraproduktiv.
Für eingeschränkte Handynutzung an Schulen (siehe Handyverbot in Frankreich). Gegen WLAN an Schulen. Verkabelte Computer sind besser.
Mehr Informationen auf:
Ich möchte Lehrern (und allen anderen) dringend davon abraten - ihrer Gesundheit zuliebe:
Ein Handy im Standby sendet minimale Leistung um Kontakt mit dem Funkmasten zu halten. Wird eine SMS empfangen oder ein Gespräch geführt, erhöht sich die Leistung deutlich (Stichworte: Brummen in Lautsprechern und Akkulaufzeit).
Wird ein ganzer Klassenraum zum Funkloch, senden alle Handy mit voller Leistung und suchen permanent eine neue Verbindung zum Funkmasten.
Diese Strahlung addiert sich mit den Störsignalen und den regulären Basissignalen der Funknetzbetreiber.
Diese Strahlung ist definitiv nicht gesund - jeden Tag - mehrer Stunden - x Wochen im Jahr…
Halloele in die Bildungsrunde,
finde es schon ein wenig bedenklich: Grundsaetzlich gibt es ja kein gesetzl. Handyverbot in Schulen und selbst in Krankenhäusern nicht. Es wird zwar dort mit dem Hinweis auf angebl. Störungen draufn hingewiesen, aber wenn mediz. Geräte durch Handy tats. gestoert wuerden, dürften sie keine Zulassung haben.
Und selbst wenn irgendwer, der lehrer oder Rektor oder wer auch immer ein “Handyverbot” ausspricht, dann entbehrt das jeder gesetzl. Grundlage. auch das sogenannte “Hausrecht” sagt nichts darueber aus, dass der Hausherr plötzlich irgendwelche eigenen Gesetze erfinden dürfte. Das ginge ganz bedingt, wenn es jemandem absolut frei gestellt waere ein haus zu betreten (bspw. die Verweigerung des Zugangs zu Diskotheken). Aber da Schulpflicht besteht kann ja kein Schüler die freie Entscheidung treffen der Schule fernzubleiben, wenn man ihm das Tragen eines einsatzbereiten Handy untersagen würde. Aber nun kommts: Da gehen also einige Bildungsgenossen hin und nehmen das Recht in die eigene Hand, verlangen von anderen vermeintl. Beachtung rechtl.Pflichten, betreiben aber selbst höchst illegal einen Sender, verstossen gegen das Fernmelderecht. -
Dass muss man sich mal Gedanklich vorstellen: uebertraegt man diese Vorgehensweise auf die Gesellschaft könnte jeder für sich in Anspruch nehmen gegen alle gesetze zu Verstossen, nur weil einem irgendetwas nicht passt. - Nein: Wenn doch jemand absolut davon überzeugt ist, dass sein Gegenüber nicht telefonieren dürfe (weil es gesetzl. so geregelt ist) dann hat er und auch der Lehrer doch alle gesetzl. Möglichkeiten unseres Staates.
Einfach Klage erheben und sehen wie der Richter entscheidet, oder das Berufungsgericht entscheiden.
@ Anna:
So sehr ich Handystörsender ebenso kritisch sehe, kann ich nur sagen: Ihr Kommentar ist hinsichtlich Ihrer rechtlichen Interpretation m.E. Schwachsinn!
Selbstverständlich kann ein Schulleiter bzw. genauer die Schulkonferenz vom Hausrecht Gebrauch machen und die Nutzung von Handys und ähnlichem in gewissem pädagogischen Rahmen untersagen! Wenn Eltern oder Kindern dieses missfällt, können sie sich ja eine Schule suchen, die es toleriert, wenn im Unterricht/in der Schule telefoniert oder gefilmt/photographiert wird.
Da entsprechend “restriktive” von den Schulkonferenzen abgesegnete Hausordnungen in beinahe allen mir bekannten Schulen in Sachsen seit Jahren auch in Absprachen mit den Juristen der sächsischen Bildungsagenturen Anwendung finden, sehe ich mich hier in juristisch sicherer Position!
MfG
Rainman
Keine gesetzliche Grundlage? Also, in Bayern dürfen Schüler eines dabeihaben, aber nicht verwenden, und das steht im “Bayerischen Gesetz über das Erziehungs- und Unterrichtswesen, Art. 56:
“(5) 1 Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände sind Mobilfunktelefone und sonstige digitale Speichermedien, die nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden, auszuschalten. 2 Die unterrichtende oder die außerhalb des Unterrichts Aufsicht führende Lehrkraft kann Ausnahmen gestatten. 3 Bei Zuwiderhandlung kann ein Mobilfunktelefon oder ein sonstiges digitales Speichermedium vorübergehend einbehalten werden.”
Absolut unsinnig und unnötig! Es gibt in Schulen so etwas wie eine Hausordnung. Wird dort der Gebrauch von Handies untersagt, sind die Konsequenzen bei Verstoß gegen die Hausordnung bekannt, und vor allem: sind die Lehrer konsequent bei Verstössen, dann braucht man solche eh verbotenen Geräte erst gar nicht.
Ich verstehe nicht, wozu es nötig ist, die Handys zu verbieten. Wir jammern täglich, wie unzureichend die Versorgung und Wartung der Computer in der Schule ist. Die Computer, die die Schüler selbst warten (und die viel besser in Schuss sind als jeder SchulPC), dürfen sie nicht nutzen. Statt HA-App müssen sie Hefte führen, die häufig qualitativ so schlecht sind, dass sie kaum zwei Schulwochen überstehen. Natürlich klingelt kein Heft und erinnert an die HA. Statt Taschenrechner-App bestehen wir auf der Anschaffung zusätzlicher Geräte. Armbanduhr erlaubt: Handyuhr verboten. Zum Googlen muss der Computerraum angemeldet werden, obwohl 15 Schüler eine Flat haben und schon längst die Aufgabe erledigt haben könnten, wenn sie dürften . Was für ein Nonsens. Vielleicht konzentrieren wir uns endlich mehr darauf, mit den neuen Medien zu leben als darauf, wie wir sie verbieten und dies auch noch sinnvoll kontrollieren könnten.
@abohn
Wie naiv ist das denn?
Als an unserer Schule der Informatikunterricht zu einem Pflichtfach wurde, hatten wir nicht wenige Beschwerden von Eltern, weil ihre lieben Kinder behaupteten, dass nur solche Schüler, die zu Hause einen modernen Rechner (mit einer Hochleistungsgrafikkarte!!!) stehen haben, eine Chance hätten, in diesem Fach wenigstens die Note ausreichend zu erzielen.
Es war ein Kampf gegen Windmühlenflügel ...
Ich konnte argumentieren, wie ich wollte. “Selbst wenn das Kind einen eigenen Rechner besitzt, dann hat es noch lange nicht die Programme in der richtigen Version!”
Selbst ein Schreiben der Schulleitung nutzte nichts, die
Überzeugungsarbeit der Kinder zeigte mehr Wirkung.
Probieren Sie es einmal aus, was Sie vorschlagen, Sie werden staunen! Danken werden es Ihnen sicher einige Schüler, durch Ihre Bemühungen an ein besseres Handy gelangen.
Nehmen wir an, ich mache ein Projekt, das voraussetzt, dass
die Schüler Internetrecherchen am eigenen Handy durchführen.
Erstens bräuchte ich eine Ausnahmegenehmigung durch die Schulleitung, und so wie ich unsere Kinder kenne, wären dann
plötzlich alle Handys defekt und ich könnte mein eigenes hierfür
zur Verfügung stellen.
Etwas anderes zu diesem Thema: Wenn in einem Gebäude mit Klassenräumen im Tiefparterre, in denen nicht jedes Handy ohne Weiteres funktioniert, 30 Schüler nebeneinander sitzen und jeder nutzt den Lehrerwechsel, um kurz ein paar Nachrichten abzusetzen, wie hoch ist dann die Strahlenbelastung?
Gruß
Hugo
Habe am 9.6.10 bei Ihnen Art. 98643949 WLAP gekauft und habe diesen seit 2 Jahren öfters in Betrieb. Nun ist mir ein Missgeschick passiert, indem ich diesen Apparat fallen liess. Es hat sich auf der Unterseite, nicht wo sich die Antennen befinden, ein kleiner ca. 1 mm breiter Spalt gebildet. (Schweissnaht, wo der Name Windsor steht.) Kann ich diesen Apparat weiterhin ohne Gefahr benützen?
Danke für Ihre Antwort und freundliche Grüsse aus der Schweiz.
AWB Nummer von der Redaktion entfernt, ebenso Name geändert
Sorry, wir verkaufen die Dinger nicht, wir berichten nur darüber. Da der Anbieter inzwischen von verschiedenen Seiten unter juristischem Stress steht, können wir das nicht genug betonen.
Tja, den Antworten muss ich entnehmen, dass zumind. kein Physiklehrer unter den Schreiberlingen ist… Der Begriff “Funkloch” wird klassischerweise für einen Zustand benutzt der eine HochfrequenzFREIE Umgebung beschreibt, im Idealfall das innere eines Faradayischen Käfigs. Eine Umgebung die durch Störsender den Empfang des Sollsignals unterbindet hat also nichts mit einem Funkloch zu tun, sondern ist das genaue Gegenteil. Etwa so als würde man den durch Verkehrsstau zum Erliegen gekommenen Strassenverkehr als verkehrsfreie Zone bezeichnen. Richtig erkannt wurde die Tatsache dass sämtliche Handys ihre Strahlungsleistung bis zum Maximalwert erhöhen, wenn Verbindungsversuche aufgrund mangelnden Empfangs fehlschlagen. Wenn also in einem Klassenraum etwa 30 Handys durch den Handyblocker zu diesem Verhalten veranlasst werden strahlen sie in Summe ca. 30 Watt HF im Ghz-Bereich ab. Ich mag zwar nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass eine jahrelange, 24stündige Einwirkung dieser Leistung absolut keine Auswirlungen hat, aber meine bislang erworbenen physikalischen Kenntnisse schließen eine Wechselwirkung mit dem menschlichen Organismus bei den gegebenen Frequenzen und auftretenden Feldstärken aus. Handy-Akkus haben üblichweise eine Kapazität in der Größenordnung von 3-5 Watt/h. Bei einem maximalen Wirkungsgrad von 50% der Geräte dürften also die Akkus eh nach einer Doppelstunde leer sein..hi
Schlaue Schüler sind lernfähig und schalten ihr Gerät aus oder in den
“Flugzeugmodus”...
Was die Handy-Nutzung im Krankenhaus angeht, so wird unter dem Deckmantel des Patientenschutzes Abzocke betrieben: Wenn es den “Verbietern” der Handys tatsächlich darumginge, dann würden sie das vom Krankenhaus zur Verfügung gestellte Telefon mit Flatrate zu ähnlichen Konditionen anbieten; nein - die wollen damit zusätzlich Geld verdienen. Wenn Handyblocker eingesetzt werden muss man stark an der medizinischen Kompetenz der Verantwortlichen zweifeln. Ich weiss andererseits aber auch, dass in vielen Krankenhäusern bspw. zur Telemetrie-Datenübertragung Geräte genutzt werden, die für diesen Zweck denselben Frequenzbereich nutzen, wie er von tausenden von Auto-Funkschlüsseln, Wetteranzeigen, Funkfernsteuerungen und Funkamateuren genutzt werden. Da ist die häufige Anzeige einer Flatline auf dem Überwachungsmonitor schonmal systembedingt vorprogrammiert. Um hier mal die Dramatik dessen, was da in Medizin und Industrie abgeht vorzuführen ein kleines Gedankenspiel, dass jederzeit Realität werden kann:
Die in 400 km Höhe fliegende ISS nutzt zwar nicht absolut dieselbe Frequenz bei etwa 433 Mhz wie die Krankenhaus-Telemetrie-Geräte, aber sie dürfte und könnte es. Die Signale sind auf der Erde einwandfrei zu empfangen und bei entspr. Konstellation, quasifreie Erdsicht, der genutzte Telemetriesender auf der Erde ist ein wenig abgeschattet, kann am Telemetrie-Empfänger das Signal der ISS eine höhere Feldstärke erzeugen als der Nutzsender. Schon rennt Schwester Erna wieder zum piepsenden Monitor und wenn sie da ist ist die ISS 1000e km weiter. Anderes Beispiel zum Schmunzeln: Es gab sogar sogenannte (diplomierte !!) Medizin-Physiker die sich bei der Deutschen Welle beschwert haben, weil sie deren Kurzwellen-Radio-Programm in ihren auf gleicher Frequenz arbeitenden Ultraschall-geräten hören konnten….auf deren Unterstützung würde ich dann gerne nicht angewiesen sein.
@Anna: Bravo! Besser und deutlicher kann es nicht gesagt werden. (Jo, Physiklehrer, Dipl.- Ing. und Funkamateur, DD4BH)
Die Firma Handyblocker (früher handyblocker.org und .at) ist wieder online. Ihr könnt die jetzt erreichen unter
Hier kann man in jeder Stärke Handyblocker kaufen. Das Geniale bei denen ist, dass die aus dem Land verschicken von wo aus Du bestellst. Das heisst im Klartext dass es keinen Zollstress bei der Einfuhr gibt. Du bekommst den Störer auf jeden Fall schnell nach Hause geliefert. Ohne das es einer mitbekommt. Ich habe selbst einen bestellt und die Lieferung ging ohne Probleme. Mein Paket kam aus Linz, da ich in Österreich wohne. Mein Kumpel aus Deutschland hat es aus München bekommen. Genialer Versand den die da anbieten.
@ Hugo, naiv? Ich denke nicht. Täglich ignorieren wir in der Schule die aktuelle Entwicklung. Ohne Berücksichtigung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse der letzten 25 Jahre unterrichten wir wie annodazumal, wenn der Lehrer sich nicht persönlich besonders engagiert. Ein Blick in jede Art Lehrbücher genügt, um zu wissen, dass unsere Unterrichtsinhalte meist veraltet sind. Denken wir nur an Begriffe wie Ähnlichkeitshemmung (wird in fast keinem Lehrmaterial beachtet), Mendelsche Gesetze (so einfach ist es eben nun mal nicht mehr), Ottomotor (wird behandelt, wenn die ersten Schüler schon ihre Fahrerlaubnis haben)... Das kann man unendlich weiter führen. Aber kann man gesellschaftliche Entwicklung tatsächlich durch Ignoranz vorantreiben? Ich muss nicht per Gleichmacherei jedem Schüler ein Smartphone verschaffen, um ihm zu erlauben, darin seine Hausaufgaben zu notieren. Der Schüler soll nach meiner Meinung das für ihn passende Medium nutzen dürfen, wenn er es benötigt. So kann er selbst entscheiden, ob er das bereitgestellte Laptop für eine Bildbearbeitung nutzt oder ob er dies an seinem Handy macht; ob er vielleicht mit Papier und Stift arbeiten möchte oder ein digitales Ergebnis abgeben will. Nach meiner Meinung sind wir verpflichtet, ihm diese Möglichkeiten zu eröffnen. Dabei ist es nicht wichtig, ob der Lehrer selbst die technischen Möglichkeiten bis ins kleinste Detail beherrscht. Bewertet wird schließlich die Kreativität, die Anstrengungsbereitschaft, die Ausdauer mit der der Schüler die Aufgabe gelöst hat und die Qualität des Ergebnisses. Wenn wir einfach die gesamte mediale Entwicklung aus der Schule verbannen, machen wir uns nur (weiterhin) lächerlich.
Ich brauche keinen Handyblocker, sondern den offiziellen Zugang zu den Materialien der Wissenschaftler. Kopier,- und Bildrechte für jedwede aktuelle Information, die sich im Netz befindet. Nutzungsrechte für die Schulen statt immer neue (sich aber nie verändernde) Lehrbücher. Naiv? Ja, vielleicht ein bisschen, aber noch nicht hoffnungslos.
Selten so viel unqualifizierten Unsinn über Handynutzung gelesen. Handys im Unterricht schaffen massenhaft Probleme (dabei ist das Täuschen noch das geringste Problem). Daher ist die Handynutzung im Unterricht auch generell verboten (auch für Oberstufenschlaumeier, denn die unterliegen auch der Hausordnung). In einem Restaurant, in dem die Handynutzung untersagt ist, werden Oberstufenschüler von dieser Regelung auch nicht ausgenommen. Wenn Schüler bei einer Aufgabe von mir die Antwort mittels Handy aus dem Netz holen, hat dies sehr häufig das Problem, dass sie die Antwort noch nicht einmal verstehen, weil sie in Worten verfasst ist, die nicht ihrem Bildungsstand entsprechen. Ausbilder und Eltern, die ihre Kinder während des Unterrichts für Belanglosigkeiten anrufen, sind ebenfalls ein Problem. In all den Jahren Unterricht hat es noch NIE auch nur einen wichtigen Anruf gegeben! Wir haben in jedem Raum PCs stehen. Wenn es sinnvoll ist, das Internet als Medium zu nutzen, können wir dies jederzeit machen. Handys sind da überflüssig. Sie provozieren Ärger und Konflikte im Unterricht sonst nichts. Es gibt keinerlei Recht auf Handy-Nutzung. Ich muss im Unterricht auch keine Drogen dulden, nur weil jemand süchtig ist. Wer von den Schülern kann heute noch eine Woche lang auf sein Handy verzichten? Junkies, die versuchen ihre Sucht mit Pseudo-Argumenten zu rechtfertigen. Ja, ich hätte gerne solche Störsender, sie würden es den Schülern erleichtern, am Unterricht aktiv teil zu nehmen. Noch lieber wäre mir die amerikanische Variante: Alle Handys müssen vorne in einem Schrank eingeschlossen werden und man bekommt sie erst nach Unterrichtsende wieder. Leider sind die Störsender illegal und deshalb werde ich keinen kaufen. Schade drum.
Natürlich haben Lehrer ein berechtigtes Interesse den Unterricht störungsfrei abhalten zu können und insbesondere jene Schüler ein Anrecht auf störungsfreie Wissensvermittlung, die gerne was lernen möchten. Da muss man auch mal den - nennen wir es Sittenverfall - und die Respektlosigkeit vieler Schüler ansprechen dürfen. Ich bin mir immer noch nicht sicher ob in einer “Hausordnung” einfach nach Gutdünken des Hausherren alles Beliebige eingepflegt werden kann und und so jemanden, der zum Schulbesuch verpflichtet, ebenfalls zu verpflichten sich dem zu unterwerfen. Er kann ja nicht frei entscheiden und sagen ich bleibe dem fern, weil ich die Regeln dort nicht mag.
Was aber ginge wäre eine ganz freiwillige Vereinbarung mit jedem lernwilligen Schüler. Alle anderen werden in anderen Klassenräumen
unterrichtet oder beaufsichtigt. Soweit mir bekannt können Schulen auch Lehrkräfte einstellen, die nicht unbedingt eine Lehramtsausbildung haben. Da fallen mir bspw. für die “Beaufsichtigung” Lernunwilliger ehemalige Armeeausbilder oder solche mit Erfahrung aus bootcamps ein. Wenn diese Klientel an Schulbesuchern erstmal gelernt hat beim Betreten des Klassenraums durch den Lehrer diesen auch mit “Guten Morgen” zu begrüßen und
anständig aufzustehen, dann klappts auch mit dem Unterricht !
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