Kaninchen (Bild von flickr-Nutzer only_point_five)

Mehrheit befürwortet Schlachtung eines Kaninchens im Unterricht mehr ...

Zwei Hände beim Korrigieren

IGAMI-Strategie: Abiklausuren in 40% der Zeit korrigieren mehr ...

Kleines Logo von tec.Lehrerfreund

Ideen und Materialien für den Technikunterricht: tec.Lehrerfreund.de

Umfrage: Deutschaufsätze korrigieren - sprachliche Fehler zuerst?

Wie gehen Sie beim Korrigieren von Deutschaufsätzen vor? Alles in einem Rutsch? Zwei Durchgänge? Drei Durchgänge?

Diesen Beitrag weiterempfehlen

Diesen Beitrag versenden

Zu diesem Beitrag

Eingetragen am 04.02.2006, 21:21 Uhr in Korrigieren | Deutschunterricht | Umfragen |

13 x kommentiert, 2116 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.

Im Rahmen unserer letzten Umfrage zum Korrekturverhalten wurde in den Kommentaren u.a. folgende Äußerung getätigt:

In Deutsch und auch in der Fremdsprache lese ich eine Arbeit auf einen Rutsch ohne Rücksicht auf sprachliche Fehler, schreibe stichwortartig meine Beobachtungen auf einen Zettel und bilde die Note bzw. vergebe Inhaltspunkte. Beim zweiten Lesen korrigiere ich die sprachlichen Fehler und überprüfe meinen ersten Noteneindruck.

Kommentar zu Lehrerfreund: Arbeiten zählen

Das ist eine ungewöhnliche Strategie. Der klassische Weg besteht in mindestens zwei Durchgängen: Im ersten Durchgang wird "geputzt" (=Verstöße gegen Sprachrichtigkeit, augenscheinliche Inhaltsfehler etc.). Häufig wertet man die Ergebnisse sofort aus (um zu einer separaten Note für die Sprachrichtigkeit zu kommen). Im zweiten Durchgang wird die Klausur bewertet und kommentiert.

Wie gehen Sie beim Korrigieren von Deutschklausuren vor? Wie viele Durchläufe?
Posten Sie Ihre Antwort unten als Kommentar!

Anmerkung 03.01.2012: Als Antwort auf diesen Beitrag sind einige interessante Kommentare eingegangen, vor allem #1 bis #6, danach ist die Diskussion ein wenig entgleist. Lesenswert ist z.B. #1:

In Unterstufenklausuren versuche ich mit einem Durchgang durchzukommen (z.B. Inhaltsangabe), das klappt aber nur, wenn nicht zu viele Rechtschreibfehler drin sind.

In Oberstufenklausuren brauche ich bis zu drei Durchgänge:
1. sprachliche Korrektur
2. inhaltliche Korrektur
3. Kommentar schreiben und Note machen

Kommentar #1 von "Sandra"

Und natürlich auch #2, die Gegenposition:

Ich bin seit 24 Jahren Lehrer, und ich kann gar nicht sagen, wie sehr mir das Korrigieren zum Hals heraushängt. Deshalb gibt es bei mir immer EINEN DURCHGANG, fertig.

Kommentar #2 von "Korrekturfeind"

 

Diesen Beitrag weiterempfehlen

Diesen Beitrag versenden

13 Kommentare von Lehrerfreund/innen

(#1) Sandra meinte am 08.02.2006, 17:27 dazu:
" 

Oh je, das leidige Thema grin
In Unterstufenklausuren versuche ich mit einem Durchgang durchzukommen (z.B. Inhaltsangabe), das klappt aber nur, wenn nicht zu viele Rechtschreibfehler drin sind. In Oberstufenklausuren brauche ich bis zu drei Durchgänge:
1. sprachliche Korrektur
2. inhaltliche Korrektur
3. Kommentar schreiben und Note machen

An 27 Oberstufenaufsätzen sitze ich so locker ein ganzes Wochenende. Aber zwei Durchgänge reichen mir einfach nicht, ich habe es schon versucht: Das Ergebnis fällt für mich nicht befriedigend aus. UNd ich bin unsicher,  was meine Rechtfertigungskraft gegenüber den Schülern und Schülerinnen angeht.

Alles Liebe
Sandra

(#2) Korrekturfeind meinte am 08.02.2006, 19:26 dazu:
" 

Ich bin seit 24 Jahren Lehrer, und ich kann gar nicht sagen, wie sehr mir das Korrigieren zum Hals heraushängt. Deshalb gibt es bei mir immer EINEN DURCHGANG, fertig.

(#3) Katja meinte am 08.02.2006, 21:36 dazu:
" 

@ Sandra: Hallo, Schwester! Mir geht es genau so.
Günstig ist es, dass Erwartungsbild (auch wenn es recht grob ist)auf einer Folie zu präsentieren, damit vermeide ich schwierige Diskussionen.

(#4) K. Schäfer meinte am 09.02.2006, 8:37 dazu:
" 

Ich finde drei Durchgänge sehr viel, auch bei Deutschaufsätzen in der Oberstufe. Wer ein volles Deputat und damit viele Korrekturen hat, kann sich das zeitlich nicht leisten,

Grüße,
K. Schäfer

(#5) Gerd Haehnel meinte am 09.02.2006, 13:59 dazu:
" 

Bei der Korrektur von Klausuren benutze ich immer häufiger Beurteilungsbögen, die sich an meinem Erwartungshorizont ? den muss ich ja sowieso machen, das ist also keine Mehrarbeit - orientieren. Im Forum Deutschunterricht (http://www.schule-deutsch.de/forum , dann klicken auf: “Korrekturerleichterungen” und “Beurteilungsbögen für Klausuren”) kann man ein Beispiel für einen solchen Bogen herunterladen. Für jeden Schüler gibt es einen solchen Bogen, und wenn man nun eine Klausur korrigiert, lässt sich vieles einfach ankreuzen. Es ist zwar ein wenig Arbeit, den Bogen anzufertigen, die eigentliche Korrektur geht aber nach meiner Erfahrung viel schneller und wird auch für mich klarer und befriedigender. Natürlich kann ein solcher schematischer Bogen nicht alle Aspekte einer Klausur erfassen, aber ich kann ja entsprechende handschriftliche Formulierungen ergänzen, etwa, wenn Elemente erarbeitet worden sind, die ich nicht in meinem Erwartungshorizont hatte, wenn etwas besonders detailliert dargestellt worden ist usw. Der Kommentar unter der Klausur wird somit zwar nicht überflüssig, er kann in der Regel aber viel kürzer ausfallen. Die Schüler/innen sind von dieser Methode sehr angetan, weil für sie der ganze Korrekturprozess durchschaubarer wird und weil sie gleichzeitig eine Musterlösung erhalten, die ihnen hilft, ihre Leistungen zu verbessern. Für mich bedeutet diese Methode eine Menge an Arbeitsersparnis und eine Möglichkeit, mir das Korrigieren in vielen Fällen zu erleichtern.

Viele Grüße!

Gerd Haehnel

(#6) Gerd Haehnel meinte am 09.02.2006, 16:09 dazu:
" 

Leider kann ich meinen Kommentar oben nicht verändern, deshalb hier diese ERGÄNZUNG:

Gerade hat mir eine Kollegin ihre Korrekturbögen Phantasierzählung, Nacherzählung, Vorgangsbeschreibung zugemailt, die ebenfalls im Forum Deutschunterricht zu finden sind, also, wie schon oben gesagt, unter:

http://www.schule-deutsch.de/forum , dann klicken auf: “Korrekturerleichterungen” und ”  Korrekturbögen Phantasierzählung, Nacherzählung, Vorgangsbeschreibung”

(#7) Gerda Huhn meinte am 10.02.2006, 19:31 dazu:
" 

warum so kompliziert? ich lese den aufsatz einem spracherkennungstool vor un dieser meldet inhaltliche und grammatikalische fehler,kann ich nur weiter empfehlen. kikeriki

(#8) Gudrun Hahn meinte am 02.04.2006, 17:39 dazu:
" 

und die kuh macht muh!

(#9) Günter Gapp meinte am 23.02.2007, 0:12 dazu:
" 

Also mal ehrlich,
ich bin wahrlich kein Freund vieler Worte und langer Korrekturen. Zum Glück muss ich auch keine Oberstufenaufsätze korrigieren, aber wenn ich höre, dass ein Lehrer einfach keine Lust mehr dazu hat, dann muss die Frage erlaubt sein, wozu ist der Mensch denn Lehrer? Und nun möchte ich mal wissen, wozu denn das Spracherkennungstool (tolles deutsches Wort) nützt. Letztlich muss ich als Lehrer doch entscheiden, ob diese grammatikalische Konstruktion richtig und an dieser Stelle erlaubt ist, bzw. ob etwas richtig geschrieben ist oder nicht. Ich kenne kein “Tool”, das so super wäre, dass es alles super toll erkennt.
Und ich korrigiere auch immer mindestens zwei mal. Denn mal ehrlich, wen hat es in der eigenen Schulzeit nicht angekotzt, wenn Aufsätze bescheiden bewertet wurden, weil der Lehrer oder die Lehrerin zu faul war, Zeit zu investieren. Und dann wundern wir uns noch, dass unsere Schüler nicht mehr leistungsbereit sind?
Vielleicht sollten Einige über die Neigung zum Lehrerberuf nachdenken.
Und, nur zur Info, ich bin wahrlich kein Neuling mit schlappen 41 Lebensjahren.

Schöne Grüße und viel Spaß bei der Arbeit, denen, die es noch gerne machen

Günter

(#10) Silke Steinberg meinte am 11.03.2007, 14:15 dazu:
" 

Lieber Herr Gapp,

als Eltern eines lesebegeisterten Schülers und sprachlich sehr gewandten 12jährigen Sohnes sprechen Sie uns aus vollem Herzen!!!! Denn genau dass, was der “Korrekturfeind” (auch noch ohne Namen grin) angibt, entspricht dem, was wir tagtäglich in der Schule erleben. Diese Art von Lehrern nimmt unserem Kind die Freude und den Spaß am Lernen!!! Hoffentlich nehmen sich viele unserer Pädagogen ein Beispiel an Ihnen!!! Beste Grüße

Familie Steinberg

(#11) Pauker meinte am 09.04.2007, 18:16 dazu:
" 

An die Gapps und Steinbergs dieser Welt:

ich bin selber Lehrer (33), und kann solche wenig qualifizierten Kommentare nicht nachvollziehen.
Gapp: “wozu ist der Mensch denn Lehrer?” Antwort: weil er pädagogisch-erzieherisch-soziologisch arbeiten will, und nicht als stupider Korrektursklave!

Steinberg: Als Vater zweier Töchter sprechen SIE mir überhaupt nicht “aus dem Herzen”, sondern voll und ganz gegen den Strich. Eltern wie sie legen offenbar nur Wert auf Formalia und haben vollkommen unzureichende Vorstellungen vom Sinn und Zweck des Lehrerberufes. Man ist nämlich be-rufen. Daher das Wort Be-Ruf. Es ist ein Ruf, der an einen erging, und der darf nicht erstickt werden in erdrückendem Schreibstufenmuff. Was sonst aus ihren Kindern wird, können Sie sich ja denken: unkreative, unlustige Wesen, die allem Anreiz gegenüber nur Unmut verspüren.

Und das wollen wir doch nicht!


Herzlich
Ihr Peter Z. Blankensteiger

(#12) Silke Steinberg meinte am 09.04.2007, 21:46 dazu:
" 

Hallo Herr Blankensteiger,

es ist schade, dass Sie den Inhalt meiner und der Mail des Herrn Gapp offensichtlich nicht verstanden haben grin. Denn wenn Sie einmal genau lesen, werden Sie feststellen, dass wir uns das genau wünschen: pädagogisch-erzieherisch-soziologisch gute Lehrmethoden. Und dazu gehört auch eine gerechte, für unsere Kinder motivierende Korrektur von Arbeiten.

Also, fühlen Sie sich nicht auf den Schlips getreten und schauen Sie dem Lehrerberuf mal kritisch entgegen. Und zu Info, auf der Startseite von “Lehrerfreund” steht es doch sehr genau beschrieben: “nur” noch 30 % der verbeamteten Lehrer sind dienstunfähig. Noch Fragen, ich glaube nicht! grin.

Im übrigen, ich bin in einem sozialen Beruf tätig, das gibt Kraft für die letzten Schuljahre ....

In diesem Sinne und noch schöne Osterferien, Sommerferien, Herbstferien, Weihnachtsferien, bewegliche Ferientage, Schulbefreiung wg. Lehrerkonferenzen und Sabbatjahr!

Auch herzlich

die Mutter eines (hoffentlich immer) kreativen, fröhlichen und engagierten kleinen Kerlchens

(#13) Friedel Schardt (www.friedel-schardt.de) meinte am 12.12.2007, 14:00 dazu:
" 

Verehrte Frau Steinberg!
Was soll Ihr erbärmlich niedriger Schluss? Warum sprechen Sie nicht auch von den unzähligen Wochenenden, Abenden und Nächten, die - gerade beim Deutschlehrer - Korrekturarbeiten zum Opfer gefallen sind? Sicher, Ihre übrige Argumentation geht in Ordnung. Ich habe 35 Jahre lang Deutschlehrer ausgebildet und versucht, gerade den jungen Kolleginnen/Kollegen klar zu machen, dass “Korrektur” mehr Dialog als Berichtigung, mehr Hilfe als Benotung sein soll. Aber vielleicht rechnen Sie mal aus, wie viele Arbeiten (durschnittlich 28/Klasse mal 4 Klassen mal 6 Arbeiten im Jahr) ein Deutschlehrer zu bewältígen hat. (Er hat übrigens noch ein zweites Fach und noch nichts vorbereitet ,wenn er mit dem Korrigieren fertig ist!) Also bitte etwas mehr Nachsicht.
Achja: und schöne Weihnachten!
Friedel Schardt

Nach oben

Geben Sie Ihren Kommentar hier ein:

Name

E-Mail (wird nicht angezeigt)

Homepage

Ihr Kommentar (HTML möglich)

Daten merken
Benachrichtigung bei Antworten

Hinweis: Der Kommentar wird von einem Moderator geprüft.

Nach oben

1358 Einträge, 12016 Kommentare
Seite generiert in 0.5030 Sekunden bei 147 MySQL-Queries
16 Lehrer/innen online (3 min Timeout / 209 )

Anzeige

Banner: Dienstunfähigkeitsversicherung für Lehrer bei versicherung900