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100% konzentriert = 50% schneller

Effizient korrigieren mit der (modifizierten) Pomodoro-Technik 15.12.2013, 21:12

Pomodoro-Eieruhr
Bild: David Svensson: Pomodoro timer [CC by]

Wer sich beim Korrigieren dauernd selbst ablenkt (telefonieren, Kaffee machen, aufräumen, Mails checken ...), der sollte mit einer modifizierten Form der Pomodoro-Technik arbeiten. Man braucht dazu nichts als diese Anleitung und evtl. ein Zeitmessgerät (Online-Eieruhr, Countdown-App fürs Smartphone o.ä.).

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  • (geändert: )

Was ist die Pomodoro-Technik?

Den Sinn der Pomodoro-Technik für die Unterrichtsvorbereitung haben wir hier schon ausführlich erläutert: Effizientere Unterrichtsvorbereitung mit der Pomodoro-Technik . Bitte lesen Sie diesen Beitrag zuerst, da dort die Idee der Pomodoro-Technik in Hinblick auf die schulische Heimarbeit von Lehrer/innen ausführlich dargelegt ist.

Für die Schnellen in Kürze:

Sie wollen eine Arbeit erledigen, lenken sich aber dauernd selbst ab. Um effizienter zu arbeiten, definieren Sie Zeitspannen (z.B. 25-Minuten-Blöcke), in denen Sie nichts, aber auch gar nichts anderes tun als Ihre Arbeit. Kein Telefon, keine Mails, kein Kaffee, kein Pipi. Nichts außer korrigieren.

Diese Zeitspannen messen Sie bspw. mit einer Eieruhr; Eieruhren im Design einer Tomate gaben der Pomodoro-Technik ihren Namen.

Die Pomodoro-Technik führt bei korrekter Anwendung zu einer stark verbesserten Arbeitseffizienz. Anwender berichten von Effizienzsteigerungen um mehrere hundert Prozent (siehe Effizientere Unterrichtsvorbereitung mit der Pomodoro-Technik).

Pomodoro-Technik beim Korrigieren

Es gibt wenig Tätigkeiten, bei denen der Trieb zur Ablenkung so groß ist wie beim Korrigieren. Und man hat ja alles da, um sich abzulenken bzw. sich ablenken zu lassen: Rechner, Telefon, Smartphone, eigene Wohnung, Verwandtschaft, Küche ... Manche Lehrer/innen twittern sogar während des Korrigierens.

Die Pomodoro-Technik eignet sich gerade fürs Korrigieren, da man zu unterbrechungsfreien Arbeitsblöcken gezwungen wird. Der Rhythmus wird von außen vorgegeben statt durch das Beenden einer Klassenarbeit: Nach jeder fertig korrigierten Klassenarbeit schreit der ganze Organismus nach Pausen und Ablenkungen. Mit der Pomodoro-Technik überlisten Sie sich selbst und können Ihre Korrekturen in weniger als der Hälfte der Zeit schaffen.

1. Besorgen Sie sich ein Zeitmessgerät, das nach einer bestimmten Zeitspanne ein Signal abgibt: Wecker, Eieruhr, Countdown- oder Eieruhr-App fürs Smartphone / für den Desktop-Rechner. Sehr funktional sind auch Online-Eieruhren; e.ggtimer.com zum Beispiel bietet auch schon eine Pomodoro-Voreinstellung an (25 Minuten Arbeitsphase, 5 Minuten Pause).

2. Machen Sie sich für die Korrektur bereit. Nachdem Sie die Zeit gestartet haben, dürfen Sie NICHTS anderes mehr tun als korrigieren. Gehen Sie vorher zur Toilette, legen Sie den Rotstift + Ersatzstift bereit, holen Sie einen Kaffee, öffnen Sie die Notenliste usw.

3. Starten Sie das Zeitmessgerät so, dass es nach 30 Minuten ein Alarmsignal von sich gibt. Wichtig ist, dass das Gerät den Alarm von selbst gibt - Sie müssen sich auf die Korrigiererei konzentrieren können und nicht dauernd auf die Stopuhr schauen, ob die 30:00:00 schon erreicht ist (denn das hätte ja wieder Ablenkungspotenzial).

4. Beginnen Sie mit vollem Tempo zu korrigieren und lassen Sie sich durch NICHTS unterbrechen, bis der Alarm Sie aus Ihrer Korrigier-Trance reißt.

Im klassischen Pomodoro gibt es zwischen den Arbeitsphasen ("Pomodoros") Pausen von 5 Minuten Länge, alle vier Arbeitsphasen eine längere Pause. Hier müssen Sie Ihren eigenen Rhythmus finden, 4x25/5 und dann eine größere Pause ist zum Ausprobieren sicher mal nicht schlecht.

Modifizierte Pomodoro-Technik für das Korrigieren

Beim Korrigieren können Sie diese Technik auch modifizieren: Statt den Arbeitsblöcken einen zeitlichen Rahmen zu geben, legen Sie als Begrenzungskriterium eine Anzahl an zu korrigierenden Arbeiten fest. Je nach Korrekturaufwand für eine Arbeit kann dieser Wert stark variieren; man sollte darauf achten, sich nicht zu überfordern.

Dieses Verfahren hat den Vorteil, dass man stets einen Überblick über die verbleibende Arbeit hat, was sich durchaus motivierend auswirken kann. "Genau noch acht Blöcke" ist kalkulierbarer (und damit auch: tröstlicher) als "Etwa noch 4 Stunden". Außerdem kommt man damit einem Grundbedürfnis der Korrekturlehrer/in entgegen: Alle Lehrer/innen zählen während des Korrigierens die verbleibenden Arbeiten. Das brauchen Sie dann auch nicht mehr zu tun. Und schon haben Sie wieder einige Minuten gespart, die Sie sinnvoller verwenden können - fürs Korrigieren.

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Kommentare

3

Zum Artikel "Effizient korrigieren mit der (modifizierten) Pomodoro-Technik".

  • #1

    Was dem Gefühl des sinnlosen Korrigierens (weil die Schüler kaum einen Blick darauf werfen) gut entgegenwirkt - bei mir zumindest: Ich markiere einige (max. drei bis vier) Fehler mit der entsprechenden Ziffer (oft erscheint dieselbe Ziffer dann mehrmals in einer Arbeit), Diese muss der Schüler dann ganz ausführlich verbessern: mit der entsprechenden Regel dazu oder einer Beschreibung, was falsch war…. Macht er es nicht, gibt es einen Verweis auf die entsprechende Quelle (ev. auch im Internet), die dann - handschriftlich natürlich - in die Korrektur eingefügt werden muss.

    schrieb Ann am

  • #2

    Benutze die Technik grundsätzlich bei der Arbeit. Es hilft bei der Struktur, man setzt Prioritäten, man arbeitet effektiver und… man gönnt sich eine Pause!
    Als Timer habe ich ein simples Windows-Gadget im Einsatz. Kann man mit rechtem Mausklick so einstellen, dass es immer im Vordergrund bleibt, so dass man die Zeit im Auge behält. Download: http://www.digitalestudio.es/herramientas/pomodoro-gadget-windows-7-sidebar/
    Auf Englisch gibt es auch ein E-book irgendwo. Mal danach googlen. Ist für meine Verhältnisse aber etwas überdimensioniert.

    schrieb Andy am

  • #3

    Danke, dass hier immer wieder Möglichkeiten zur Korrekturerleichterung aufgegriffen werden! Was nach meiner Erfahrung auch noch zu enormer Zeit- (und Nerven-) Ersparnis führt: wenn man erreicht, dass die Schüler/innen möglichst klar und sprachlich richtig schreiben, was ja sowieso das Ziel jeder Klausur ist, aber eben nicht immer gelingt. Denn eine übersichtliche Klausur habe ich doch viel schneller korrigiert, als eine, bei der ich immer wieder überlegen muss, was denn wie gemeint ist usw. Hilfreiche Methoden dazu habe ich hier ausführlich zusammengefasst:
    http://gerd-haehnel.de/deutsch/korrekturhilfen/
    Ich hoffe, die Ideen können auch anderen nützlich sein! Gerd Haehnel

    schrieb Gerd Haehnel am

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