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Ein rascher Notenschlüssel…

*ohne Gewähr


Ultra-Korrigieren

IGAMI-Strategie: Abiklausuren in 40% der Zeit korrigieren 10.04.2013, 19:41

Korrigierte Arbeit mit Rotstift
Bild: Pixabay/annekarakash [CC0 (Public Domain)]

Korrigieren Sie mit der IGAMI-Strategie 25 Abi-Klausuren in 20 Stunden. Dazu brauchen Sie nur Kenntnisse moderner Korrekturdidaktik, Flexibilität und Mut.

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  • (geändert: )

Inhalte dieses Beitrags

1. Funktionen der Korrektur von Schülerarbeiten. Notwendig zum Verständnis der Strategie.
2. Über die besonderen Eigenschaften von Abiturs- und sonstigen Abschlussklausuren.
3. Die IGAMI-Strategie: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Hochgeschwindigkeitskorrigieren, exerziert an Beispielen aus dem Fach Deutsch.
4. Allgemeine Tipps zum ökonomischen Korrigieren; Excel-Tabelle zur schnellen Notenberechnung im Fach Deutsch.


Gerade Deutschlehrer/innen sind mit dem Korrigieren besonders gestraft: Wochenende für Wochenende stapelweise Aufsätze, die gelesen, annotiert und bewertet werden müssen. Das Schlimme daran: Man arbeitet durchgängig mit höchster Konzentration; lediglich Rechtschreibdurchgänge sind noch einigermaßen human.

Abitursklausuren unterscheiden sich jedoch wesentlich von der üblichen Korrekturroutine. Sie sind zwar länger als gewöhnlich - dafür ist jedoch die AdressatIn der Korrektur nicht die SchülerIn. Wenn man sich das klarmacht und sein Korrekturverhalten entsprechend anpasst, kann man 25 Abiklausuren in zwei Tagen durchpeitschen.

Beachten Sie, dass die folgenden Hinweise in erster Linie geisteswissenschaftliche Fächer betreffen, in denen es beim Korrigieren um die Bewertung von Argumentationen, Gedanken, Schreibhaltungen usw. geht.

Funktion der Korrektur von Schülerarbeiten1

Grundsätzlich unterscheiden wir zwei Aspekte der Korrektur:

1. Fördernde Korrektur
Wir wollen, dass die SchülerIn ihre Fehler und Missstände erkennt und aus unserer Korrektur lernt, wie sie es besser machen könnte. Fehler müssen erläutert werden, Alternativen besprochen werden etc. Die zentrale Frage lautet: “Wie kann man [...] mit den Schreibleistungen von Schülern umgehen, damit sich ihre Schreibfähigkeit spürbar verbessert?” (Steinig/Huneke 2004:124)
Im Korrekturalltag bedeutet das: ausführliche Kommentare schreiben, Erwartungshorizont zur Bezugnahme anfertigen, evtl. persönliche Besprechung, Berichtigung (“Verbesserung”) anleiten und besprechen/korrigieren.
2. Prüfende Korrektur
Wir wollen eine möglichst gerechte Bewertung (=Zensur) der Arbeit vornehmen. Dazu benötigen wir einheitliche und eindeutige Benotungskriterien. Im Fach Deutsch sind das grundsätzlich
  1. Inhalt, Quantität und Qualität der Argumente (Gewichtung z.B. 50%)
  2. Ausdruck, Stil (Gewichtung z.B. 30%)
  3. Rechtschreibung, Grammatik, Zeichensetzung (Gewichtung z.B. 20%)

Im Korrekturalltag bedeutet das: Bepunktung kriteriendifferenziert begründen (z.B. durch Bewertung von: Qualität und Quantität der Gedankengänge, Einhaltung stilistischer Normen, Fehlerzahl usw.). Dies alles fließt in die Rückmeldung für die SchülerIn (“Kommentar”, s.o.) ein.

Besonderheit von Abitur- oder sonstigen Abschlussklausuren

Info: Procedere bei Abikorrekturen (Zentralabitur)
Wichtige Abschlussklausuren wie z.B. das schriftliche Abitur werden von mehreren Korrektoren geprüft. I.d.R. korrigiert die KlassenlehrerIn die Arbeiten ihrer Klasse (anonymisiert), schreibt einen Kommentar und gibt eine Note. Ein unbekannter Zweitkorrektor korrigiert von Neuem, schreibt einen Kommentar und gibt eine Note (die Ergebnisse der Erstkorrektur sind ihm unbekannt). Eine DrittkorrektorIn vergleicht die Noten und berechnet den Mittelwert. Bei Abweichung von mehr als x Punkten (i.d.R.: 3) rezipiert die DrittkorrektorIn Klausuren und Kommentare und trifft eine Entscheidung, die im Rahmen der beiden Vorgaben liegt.

Bei der Korrektur von Abiklausuren geht es also ausschließlich darum, eine möglichst objektive Note zu finden, die von den anderen KorrektorInnen möglichst bestätigt wird. Damit müssen wir beim Korrigieren Folgendes tun:

  1. Fehler markieren (mit den üblichen Korrekturzeichen),
  2. Arbeit benoten,
  3. einen Kommentar schreiben.


Der Kommentar dient im Falle einer Abitursklausur ausschließlich dazu, anderen KorrektorInnen die eigenen Bewertungskriterien transparent zu machen.

Das Problem

Wenn man im Jahr 600 Klassenarbeiten korrigiert, entwickelt man eine Korrekturroutine, die sich stark an den Adressaten der Korrektur - nämlich den SchülerInnen - ausrichtet. Und so gewöhnt man sich an, sich gegen mögliche Angriff auf das Korrekturergebnis zu wappnen. Jede Note und jeder Korrekturaspekt muss differenziert begründet werden können (“Ich finde, ich habe einen guten Aufsatz geschrieben. Wieso ist das eine 3?”; “Ich habe es doch genau so gemacht, wie wir ...”). Besonders notwendig wird dies, wenn SchülerInnen ihre Arbeiten vergleichen und das als Beschwerdegrundlage benutzen (“Ich habe genau das Gleiche geschrieben wie X, und er hat eine bessere Note!”).

Genau diese Haltung gilt es zu überwinden, um Abschlussklausuren in Windeseile korrigieren zu können.

Lösung: Die IGAMI-Strategie

“IGAMI” bedeutet: “Ich glaube an meine Intutition.

Diese Korrekturstrategie basiert im Wesentlichen auf zwei Annahmen:

Ich bin in der Lage, eine Arbeit intuitiv in den richtigen Notenbereich einordnen zu können.
Sie korrigieren immerhin mehrere Hundert von diesen Dingern im Schuljahr. Ganz sicher haben Sie schon einmal eine Schülerarbeit einer KollegIn rasch quergelesen (“Sag mir mal dazu deine Meinung”) und sind zu einer Einschätzung gekommen, die der der KollegIn ungefähr entsprochen hat.
Übertriebene Korrekturpräzision rettet nicht vor einem wahnsinnigen Zweitkorrektor.
Vielleicht können Sie durch maßlosen Aufwand eine Note finden, die einen Tick objektiver ist als die intuitiv angenommene (maximal zwei Punkte Unterschied). Ich hatte eine KollegIn, die an ihrem zweiten Deutschabitur knapp zwei Wochen saß - täglich, von morgens bis abends. Danach war sie um Jahre gealtert, vollkommen genervt - und im Endergebnis wichen die Hälfte aller Arbeiten um mehr als 4 Punkte ab (also ein totales Fiasko). Ganz sicher hätte die Situation nicht schlimmer sein können, wenn Sie alle Arbeiten an zwei Tagen korrigiert hätte.

Es gilt zu beachten, dass bei Abikorrekturen der Förderungsaspekt (s.o.) völlig wegfällt. Wir führen lediglich eine “prüfende” Korrektur durch, wobei hier im Unterschied zu alltäglichen Korrekturen keinerlei Rechtfertigungszwänge bestehen: Im Kommentar werden lediglich die Bewertungskriterien transparent gemacht und die Zensur begründet. Wir brauchen also eine Zensur und einen Kommentar. Sonst nichts.

Das Vorgehen bei der IGAMI-Strategie

Wir haben für jeden Schritt Zeitangaben geschätzt, die sich auf eine Klasse von 25 SchülerInnen und eine durchschnittliche Seitenzahl von 15 Seiten beziehen.

1. Bewertungskriterien formulieren (3 Stunden)
Was erwarten Sie in inhaltlicher Hinsicht von den SchülerInnen? Formulieren Sie einen stichwortartigen Kriterienkatalog zu jedem Thema. Dazu brauchen Sie pro Thema weniger als eine Stunde, bei vier Themen: 3-4 Stunden. Jeder Kriterienkatalog umfasst maximal zwei DIN A4-Seiten (Beispiel: Kriterien zur Beurteilung eines Erörterungsaufsatzes (Sek I)) (Die anderen Lehrerfreunde freuen sich übrigens, wenn Sie einen solchen Katalog an uns schicken, damit wir ihn öffentlich zugänglich machen: bmetz@lehrerfreund.de) In diesem Kriterienkatalog unterscheiden Sie
  • Inhalte, die Sie im Unterricht durchgenommen haben (ziehen Sie dazu ihre Tafelbilder, Aufschriebe, Arbeitsblätter zu Rate);
  • allgemeine fachspezifischen Fähigkeiten (z.B. Argumentationsweise, Aufsatzstruktur, Bündigkeit).
2. Erster Durchgang: Korrektur von Rechtschreib-, Grammatik-, Zeichensetzungsfehlern (6 Stunden)
In einem oberflächlichen Durchgang rasen Sie durch die Aufsätze. Zweifelsfälle werden intuitiv gelöst, der Duden wird nicht angefasst. Pro Seite brauchen Sie im Schnitt weniger als eine Minute.
Berechnen Sie die Note für Rechtschreibung/Grammatik im Kopf oder mit einer Excel-Tabelle (Anleitung: Noten mit Excel ausrechnen (Abschnitt 2: Noten prozentual gewichten am Beispiel “mündlich”/“schriftlich”)).
3. Aufsätze nach Qualität sortieren (30 Minuten)

Für den nächsten Schritt sortieren Sie die Aufsätze auf Grundlage Ihrer Erkenntnisse aus Schritt 2, die schlechtesten zuerst. Lesen Sie den obersten, den untersten und einen aus der Mitte.

4. Zweiter Durchgang: inhaltliches Lesen, Kommentare schreiben, Note (9 Stunden)
Lesen Sie jeden Aufsatz einmal entspannt durch. Markieren Sie dabei Stil- und Ausdrucksfehler. Schreiben Sie direkt im Anschluss einen knackigen Kommentar, in dem Sie ausschließlich auf die in Schritt 1 formulierten Bewertungskriterien eingehen. Machen Sie keine stilistischen Kopfstände, es stört keinen, wenn jeder zweite Satz im SPO-Stil oder stichwortartig verfasst ist (“Die Beispiele sind nicht realistisch. Die Argumente sind originell, teilweise zu abgehoben. Kein Bezug zur Textvorlage.”). Denken Sie daran: Es geht ausschließlich darum, positive und negative Aspekte zu benennen. Beziehen Sie die Rechtschreibnote mit ein (“Sehr viele Zeichensetzungsfehler - führt zu Abzug.”).
Sie haben pro Kommentar nur stark fünf Minuten Zeit. Das sollte reichen. Machen Sie nicht den Fehler, an jedem Kommentar eine Viertelstunde zu feilen.
Geben Sie direkt nach dem Verfassen jedes Kommentars eine Note für Sprache/Ausdruck und eine für den Inhalt.
5. Pause
Wenn Sie im Plan liegen, haben Sie bisher weniger als 19 Stunden gearbeitet - und Sie sind fast fertig. Gönnen Sie sich eine Pause von mindestens zwei Tagen. Stöhnen Sie im Lehrerzimmer über die maßlosen Abikorrekturen und darüber, dass Sie nur einen Korrekturtag bekommen haben. Deuten Sie an, dass Sie wahrscheinlich nicht fertig werden.
6. Endabrechnung (1 Stunde)
Berechnen Sie die Endnote. Wenn Sie irgendwo stutzig werden, schauen Sie noch mal rein (ohne es zu übertreiben). Füllen Sie die Notenlisten aus, kleben Sie die Kommentare (sofern getippt und ausgedruckt) in die zugehörigen Felder. Geben Sie den ganzen Packen im Sekretariat ab.

Tipps

  1. Wenn Sie einigermaßen zügig auf der Tastatur unterwegs sind: Tippen Sie Ihre Kommentare. Tippen Sie die Kommentare in ein Textfeld, dem Sie zuvor die entsprechende Größe zugewiesen haben (Screenshot, wie das geht (alte Office-Version)). Drucken Sie am Ende des Korrekturvorgangs alle Kommentare aus, schneiden Sie sie aus und kleben Sie sie auf die entsprechenden Bögen auf. Das geht insgesamt schneller und ist mit weniger Stress verbunden.
  2. Tippen Sie sämtliche Noten in eine Excel-Tabelle (und lassen Sie die Endnote auch dort ausrechnen). So können Sie eine Menge Zeit und Nerven sparen. Sie können mit dieser Beispieltabelle (Excel) arbeiten. Grundlegende Tipps zur Notenverwaltung mit Excel finden Sie hier:

Bewertung der IGAMI-Strategie

Auch wenn Sie die Argumentation, die zur IGAMI-Strategie führt, verstanden haben, müssen Sie immer noch flexibel genug sein, Ihr Alltagskorrekturverhalten über Bord zu werfen. Außerdem brauchen Sie den Mut, eine korrigierte Arbeit wirklich liegen zu lassen (und nicht den ganzen Stapel noch zehn Mal durcharbeiten).
Wenn Ihnen das gelingt, werden Sie Glück und Freiheit erleben.


Anmerkungen
1 zu Teilen nach Steinig, W./Huneke, H.-W. (2004): Sprachdidaktik Deutsch. 2., überarbeitete und erweiterte Auflage Berlin, S. 123-126


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Kommentare

28

Zum Artikel "IGAMI-Strategie: Abiklausuren in 40% der Zeit korrigieren".

  • #1

    Ich habe dieses Jahr 19 Abiturklausuren in Erziehungswissenschaften LK korrigiert, ich habe insgesamt etwa 40 Stunden benötigt, ich halte die Angabe, 25 Klausuren in 20 Stunden zu schaffen, für Schwachsinn.
    Bei uns war der vorgegebene Erwartungshorizont nicht ganz einfach, ich habe viel Zeit damit verwendet, mich darin zurechtzufinden bzw. zu verstehen, für was genau ich denn jetzt welche Punkte geben darf, da viele Aussagen komplexer formuliert und dann mit bis zu 8 zu vergebenden Punkten notiert waren. Grausam. Hier halte ich die oben formulierten Strategien für sehr sinnvoll. Schüler mögen sich bitte auch mal vorrechnen, dass Lehrer, bei denen maximal 10 Unterrichtsstunden ausfallen (der LK wird 5-stündig unterrichtet und ich hatte für die Korrektur zwei Wochen Zeit!!!), die dann 20 Stunden für die Korrektur aufwenden, keinesfalls faul sind, weil es immer noch deutlich mehr Arbeit ist, als den LK für den entsprechenden Zeitraum einfach weiter zu unterrichten!
    Mit meinen eigenen Erwartungshorizonten, die ich selbst erstelle, bin ich zum Teil deutlich schneller und habe außerdem immer Spielraum für eine völlig unerwartete, aber gelungene Schülerlösung.
    Dies wurde meines Erachtens beim diesjährigen Zentralabitur in NRW im LK Erziehungswissenschaften nicht berücksichtigt, was sich zum Teil schülerunfreundlich ausgewirkt hat. Besonders problematisch habe ich den Unterschied der diesjährigen Klausur, was die Genauigkeit der erwarteten Schülerlösung betrifft, im Vergleich zu früheren Abiturklausuren in meinem Fach erlebt, da in vergangenen Jahren oftmals ein Spielraum in der Bewertung bei mehreren Aufgaben vorhanden war. Insofern muss ich hier auch eine ganze Menge persönliche Distanz zum Erwartungshorizont leisten, da ich mich sonst unnötig lange aufhalte, man kann ja nicht bei jeder Klausur und jeder Aufgabe wieder neu Zeit mit dem Hadern an den Vorgaben vertrödeln, die man eh nicht ändern kann.

    schrieb JKB am

  • #2

    Hallo Rikkardo Brand,

    danke für Ihren offenen Kommentar. Sie haben völlig Recht: Es wäre von Lehrer/innen höchst unprofessionell, wenn sie Klausuren weniger objektiv bewerten würden, nur um Zeit zu sparen.

    Aber der Artikel, wenn Sie ihn genau lesen, fordert das ja nicht. Deshalb ist die Strategie auch nicht “der größte Scheiß”, sondern genial. Ich erläutere es noch einmal kurz:

    Ein Großteil der Korrekturzeit geht für den fördernden Aspekt verloren. Wenn ich einen Kommentar FÜR SIE als Schüler schreibe, dann ist das wesentlich aufwändiger, als wenn ich meine Note nur für einen Zweitkorrektor begründe.
    Viele Lehrer/innen kommen aus dieser Gewohnheit nicht raus. Die IGAMI-Strategie ermutigt dazu, bei reinen Prüfungskorrekturen den fördernden Aspekt völlig wegzulassen und richtig Gas zu geben - weil es hinsichtlich der Note keinen Unterschied macht.

    Aber nochmal: Sollte ein/e Lehrer/in Zeit sparen, indem sie den Schüler/innen ungerechtere Noten gibt, wäre das natürlich in keiner Weise akzeptabel.

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #3

    Entschuldigung für die folgenden Ausdrücke aber diese “Strategie” ist ja wohl der größte Scheiß, auf gut deutsch gesagt, den ich je gelesen habe.
    Ich stimme deinem Kommentar völlig zu ich habe selbst gerade den Abi Stress und heute die zweite Klausur geschrieben.
    Das kann ja wohl nicht sein dass es “Lehrer” gibt die tatsächlich so abgehoben sind so etwas anzuwenden und so verdammt faul sind (fauler als Schüler und ich weiß wovon ich spreche) um ein Paar Stunden Zeit zu sparen obwohl sie genau wissen wie viel Mühe man sich gibt und wie viel Stress man sich macht.
    Klar gibt es Sinn sich nicht in schier endlosen Korrekturen zu verbeißen aber entschuldigung, diese Noten tragen einen großen Teil dazu bei welche Möglichkeiten sich einem im späteren Leben öffnen und welche nicht.
    Und sie auf dieser Seite besitzten auch noch die Frechheit Lehrer und Lehrerinnen zu so einem Stumpfsinn anzutreiben.
    Eine wahre Unverschämtheit.
    Ich bitte um eine Untersuchung solcher Strategien auf Zulässigkeit durch das Kultusministerium.
    Dankeschön.

    schrieb Rikkardo Brand am

  • #4

    Hallo Abiturientin,

    Was aber, wenn sich im Laufe der Korrektur andere wichtige Kriterien ergeben?

    Grundsätzlich wird eine Lehrer/in, die die Sternchenthemen in der Oberstufe unterrichtet hat, ein gewisses Gefühl für die zentralen Bewertungskriterien haben (wenn nicht, konnten die Schüler/innen ja sowieso nicht bei ihr lernen, dann ist auch die Korrektur egal). Sollten sich während der Korrektur tatsächlich neue Kriterien ergeben, wird man dieser Tatsache Rechnung tragen und seine Korrektur bzw. seine Erwartungen angleichen. Das dürfte aber relativ selten vorkommen, zumal es ja auch eine offizielle Musterlösung gibt, die die Lehrer/innen bei der Korrektur vorliegen haben.

    Warum braucht man ein Hochgeschwindigkeitsverfahren und warum muss man in extrem kurzer Zeit Abiturklausuren korrigieren?

    Sie haben natürlich völlig Recht: Es wäre unerträglich, wenn Schüler/innen Nachteile entstehen würden, weil ein/e Lehrer/in eine halbe Stunden sparen will. Die grundsätzliche Überlegung ist die, dass jemand mit Erfahrung eine gewisse Intuition entwickelt hat und eine <b>möglichst<b> objektive Note finden kann, ohne sich stundenlang mit jeder Arbeit zu beschäftigen.
    Lehrer/innen sind fördernde Korrekturen gewohnt; das heißt, sie drehen im Interesse der Schüler/innen jedes Wort tausendmal um. Das ist - sofern die genannte Überlegung zutrifft - aber bei rein prüfenden Korrekturen nicht notwendig.
    Trotzdem sitzen viele Lehrer/innen Tage um Tage um Nächte über den Abi-Korrekturen, um dann möglicherweise DOCH zu einer Note zu kommen, die dem Zweit- und Drittkorrektur nicht passt. Der Artikel soll dazu ermutigen, sich mehr auf die eigene Intuition zu verlassen und dadurch auch noch Zeit zu sparen.

    …gür das schreiben von Kommentaren ein so strenges Zeitlimit setzen? Unter Druck, auch ja nur so viel Zeit wie geplant ( hier 5 Minuten) zu vewenden, können doch rasch schlimme Fehler passieren.

    Die Kommentare spielen für die Endbewertung der Arbeit kaum eine Rolle. Erst- und Zweitkorrektor korrigieren in der Regel unabhängig voneinander und kennen ihre Kommentare nicht. Sofern sie nicht weit auseinanderliegen (i.d.R.: höchstens 3 Notenpunkte), ergibt sich die Endnote aus dem Schnitt - und kein Mensch hat die beiden Kommentare auch nur angeschaut. Insofern kann man bei den Kommentaren im Abitur durchaus etwas mehr Gas geben. Auch hier ist wieder der Unterschied zur fördernden Alltagskorrektur hervorzuheben: Eine/r Schüler/in eine hingerotzte Mängelliste vorzusetzen, wäre nicht konstruktiv. Für den Drittkorrektor, der sich einen Überblick verschaffen muss, reicht das völlig.

    Lehrer, der nicht möglichst schnell korrigieren will, sondern sich so viel Zeit nimmt, das beste rauszuholen, wie nötig.

    Was ist “das Beste”?  Wenn damit gemeint ist “Gerechtigkeit” oder “eine möglichst objektive Note” - dann geht das auch schnell, siehe oben. Wenn damit gemeint ist “möglichst viele Notenpunkte” - dann ändern auch 1000 Korrekturdurchgänge nichts (im Gegenteil: beim dritten Lesen findet man vielleicht noch ein paar Ungereimtheiten).

    Ihre Fragen haben absolut ihre Berechtigung. Doch höhere Korrekturgeschwindigkeit bedeutet definitiv nicht schlechtere oder ungerechtere Noten. Um das einmal auszuführen, wurde der obige Artikel verfasst.

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #5

    Sehr geehrte Lehrer,
    Ich bin 18 Jahre alt und habe in den vergangenen zwei Wochen meine schriftliches Abitur in Baden-Württemberg abgelegt. Ich bin zufällig auf diesen Artikel gestoßen und möchte ein paar Dinge aus Schülersicht anmerken und auch fragen:
    Ich denke es ist richtig und auch wichtig, prüfend zu korrigieren, wie im Artikel beschrieben. Denn fördern muss man die Prüflinge schließlich jetzt nicht mehr (zumindest was Deutsch-Aufsätze betrifft).
    Genauso ist es wahrscheinlich sehr hilfreich sich einen eigenen Erwartungshorizont bzw. Kriterien aufzustellen. Im Artikel steht jedoch, es solle ,,ausschließlich auf die [...] Bewertungskriterien” eingegangen werden. Was aber, wenn sich im Laufe der Korrektur andere wichtige Kriterien ergeben?
    Ich habe mich sehr bemüht, mich in die Korrektoren hineinzuversetzen, habe dennoch offene Fragen:
    Warum braucht man ein Hochgeschwindigkeitsverfahren und warum muss man in extrem kurzer Zeit Abiturklausuren korrigieren? Ich verstehe, dass es mühsam ist und man es schnell hinter sich haben will und dass Lehrer auch sonst viel zu korrigieren, verbreiten usw. haben. Und auch ist mir klar, dasd wenig Zeit ist. Aber schließlich handelt es sich um die abschließende Prüfung, die über Abischnitte, Bewerbungen, Zulassungen entscheidet. Mir ist ehrlich gesagt etwas mulmig zu Mute, wenn ich mir vorstellen, dass meine Arbeiten in Akkordarbeit korrigiert werden. Ein erfahrener und routinierter Lehrer kann bestimmt schnell korrigieren und hat ein Gespür für das Geschriebene entwickelt und muss es nicht noch zehnmal durchlesen, ich würde mich aber besser fühlen, wenn er nicht den Mut aufbringt, sich darauf zu verlassen, sondern trotzdem noch gerne ein zusätzliches Mal den Aufsatz durchliest.
    Ich weiß nicht ob ich diesem Fall den Text nicht ganz erfasst habe, aber meinen die wirklich, man sollte sich gür das schreiben von Kommentaren ein so strenges Zeitlimit setzen? Unter Druck, auch ja nur so viel Zeit wie geplant ( hier 5 Minuten) zu vewenden, können doch rasch schlimme Fehler passieren.
    Ich wünsche mir Lehrer, die sich den Mühen der Korrektur stellen, wenn es auch viele Stunden in Anspruch nimmt. Lehrer, der nicht möglichst schnell korrigieren will, sondern sich so viel Zeit nimmt, das beste rauszuholen, wie nötig.
    MfG eine Abiturientin:)
    Ich würde mich sehr über Antworten oder weiteren Kommentaren von Lehrern freuen!

    schrieb Abiturientin am

  • #6

    Ach, PS: die nicht stattfindenden Unterrichtsstunden gelten als Minusstunden.

    schrieb Das Günther am

  • #7

    @Ann:
    Es gibt keine einheitliche Regelung. In Nds bekommen bspw. auch die Zweitkorrektoren keine Korrektur-Frei-Tage, es sei denn die Schule regelt es intern anders.
    Der Normalfall ist, dass die Korrekturen “nebenher” erfolgen. Und dass der reguläre Unterricht (4 Stunden die Woche für den Erstkorrektor) ausfällt und er deshalb keine freien Tage für die Korrektur braucht, klingt zwar nett ist aber eher aus der Kategorie “nett gemeint” - ich kenne niemanden der lediglich 12 Stunden für die Korrektur von 20-25 Abiturklausuren braucht.

    schrieb Das Günther am

  • #8

    Ja, deswegen sollte man das m.E. auch nicht so laut sagen. Hierzulande gibt es so etwas nämlich nicht - oder doch? Ich weiß auch nicht genau, weiß aber, dass man bestimmte Dinge nicht in der Öffentlichkeit diskutieren sollte.

    Achja, hier hat jemand auch kleine Tipps zum Korrigieren formuliert:

    http://www.kubiwahn.de/blogwahn/2012/05/8-tipps-zum-thema-korrigieren-und-ein-ps-zu-noten/

    Grüße

    TK.

    schrieb Tommdidomm am

  • #9

    Danke!
    Der Unterricht fällt bei uns natürlich auch aus - allerdings wird er auch nicht mehr bezahlt (die Stundenwertigkeit in Mauraklassen wird je nach Termin der Prüfungen abgewertet).

    schrieb Ann am

  • #10

    Hallo Db,

    ich kann auch für’s Gymnasium BW sprechen und bei uns bekommen Erstkorrektoren in der Regel 1-2 Tage, Zweitkorrektoren in der Regel 1-3 Tage je nach Menge der Arbeiten. Das ist an einem Gymnasium in BW und m.E. auch so üblich, vielleicht aber ja auch nur auf dem Land und fernab der Regierungspräsidien ;-)

    Joe

    schrieb Joe am

  • #11

    Gute Frage - wir haben gleich eine Umfrage draus gemacht: Umfrage:// Gibt es an Ihrer Schule Freizeit für Abikorrekturen

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #12

    Liebe Ann, ich kann nur für “bei uns in Baden-Württemberg” sprechen (es lebe der Föderalismus). Für das Zentralabitur gibt es hier ein dreistufiges Korrekturverfahren.
    ErstkorrektorInnen (= FachlehrerInnen des Abiturkurses) bekommen keine Korrekturtage, da ja der Unterricht ihres Abiturkurses ausfällt. (Stattdessen sitzen sie meist in der Klausuraufsicht… zumindest die U.vorbereitung fällt weg.)
    Zweit- und DrittkorrektorInnen sind KollegInnen aus anderen Gymnasien, sie können bis zu 3 bzw. 2 Korrekturtage bekommen. Die Zuteilung wird schulintern geregelt, je nach Kursgröße, Fach usw.

    schrieb Db am

  • #13

    Verstehe ich das richtig, dass LehrerInnen in Deutschland für das Korrigieren er Abiturarbeiten frei bekommen? Bei uns in Österreich muss das neben der normalen Unterrichtsarbeit laufen. Darf ich fragen, wie viel Zeit man zugestanden bekommt? (pro Kandidat? Klasse?)

    schrieb Ann am

  • #14

    Danke DeuLe,

    leider ist mir als Niedersachsen der Zugang verwehrt. Föderalismus eben.

    schrieb Interessierter Leser am

  • #15

    Die alten Prüfungsaufgaben sind für Lehrer in NRW frei herunterzuladen und sollen und dürfen im Unterricht verwendet werden. Link:
    http://www.standardsicherung.schulministerium.nrw.de/abitur/abitur-gymnasiale-oberstufe

    Ach, ich liebe den Föderalismus!

    schrieb Das DeuLe am

  • #16

    An Das DeuLe:

    So einen Korrekturbogen würde ich gerne mal sehen. Gibt es hier irgendeine Möglichkeit, daran heranzukommen? Kann der Lehrerfreund eventuell, bitte, bitte, einen Kontakt herstellen?

    schrieb Interessierter Leser am

  • #17

    Zitat:
    Wichtige Abschlussklausuren wie z.B. das schriftliche Abitur werden von mehreren Korrektoren geprüft. I.d.R. korrigiert die KlassenlehrerIn die Arbeiten ihrer Klasse (anonymisiert), schreibt einen Kommentar und gibt eine Note. Ein unbekannter Zweitkorrektor korrigiert von Neuem, schreibt einen Kommentar und gibt eine Note (die Ergebnisse der Erstkorrektur sind ihm unbekannt). Eine DrittkorrektorIn vergleicht die Noten und berechnet den Mittelwert. Bei Abweichung von mehr als x Punkten (i.d.R.: 3) rezipiert die DrittkorrektorIn Klausuren und Kommentare und trifft eine Entscheidung, die im Rahmen der beiden Vorgaben liegt.
    Zitat Ende
    So ziemlich alles, was hier steht, trifft schon seit Jahren auf das NW-Zentralabitur nicht zu! Man füllt einen vorgegebenen Korrekturbogen mit Punkten und schreibt keinen Kommentar. Der Zweitkorrektor ist ein dem Erstkorrektor bekannter Kollege und trägt seine Bepunktung neben die des Erstkorrektors oder bestätigt diese einfach mit Paraphe. Weiterhin wird natürlich nicht anonymisiert korrigiert: Sowohl die Klausur, als auch der entsprechende Korrekturbogen sind mit dem Namen des Schülers versehen. Einen Drittkorrektor gibt es nur bei erheblichen Abweichungen.
    Einen solchen detaillierten Korrekturbogen verwende ich i.d.R. inzwischen auch in der Sek I, was die Korrektur wesentlich beschleunigt und für alle transparenter macht.

    schrieb Das DeuLe am

  • #18

    Danke für die Hinweise… leider habe ich mit Englisch und Deutsch gleich zwei Korrekturfächer, arbeite zudem an einer Höheren Berufsfachschule (FHSR, kein Zentalabi). Ehrlich gesagt, die Zeitvorgabe von 1 Minute/ Seite für formale Korrektur halte ich für illusorisch- und ich korrigiere schon sehr schnell… Bei mind. 40% unserer Schüler häufen sich die sprachlichen Mängel derart (nicht nur R, Gr und Z, vor allem syntaktische Abgründe und lexikalische Untiefen zeigen sich), dass allein diese formalen Arbeiten schon gefühlte Ewigkeiten dauern. Gute Klausuren kosten eben bei der Korrektur nur ca. ein Viertel der Zeit, auch auf die gesamte Zeit bezogen.
    Wir arbeiten bei uns mit differenzierten Bewertungsbögen von Anfang an (Kl. 11/12 und in der FHSR), zum Ankreuzen (Skala von ++(1) bis—(5), dazu kurze Kommentare, falls nötig. Beispiel-/Musterbögen bekommen die SchülerInnen bereits vor den Klausuren, wir Kollegen verwenden sie auch in anderen Fächern und bei Hausarbeiten etc.. Dieses Verfahren hat sich gut bewährt.
    Und an alle KollegInnen da draußen: Bleiben wir stark und behalten die Nerven! :gulp:

    schrieb Fulleperle am

  • #19

    Endlich mal vernünftige Korrektoren! Ich habe einige Kollegen, die sich dumm und dusselig korriegieren und doch auf die gleiche Note kommen wie ich.
    @ Schüler: mit den 2 Punkten wird sicherlich auf die Gesamtpunktzahl angespielt (bei uns gibt es im Moment eine Gesamtpunktzahl von 150!), bei 150 Punkten machen 2 Punkte gar nichts. Und der Zweitkorrektur bewertet meist “in dubio pro Schüler”, sodass sich bei den Noten nicht viel tut, also keine Sorge!

    schrieb Frau Lehmann am

  • #20

    Ich habe des Korrigieren von Klassenarbeiten und Klausuren outgesourct, lediglich die Bewertung nehme ich noch vor. Das habe ich mir in der freien Wirtschaft abgeschaut.

    (Genauso gibt es für Elterngespräche nur noch eine kostenpflichtige 0900 Hotline 3,63Euro/min im 3 min Takt. Auch das habe ich von dort. Rechtsverbindliche Auskünfte kosten zusätzlich, genauso wie bei meinem Finanzamt.)

    @schüler:
    Noten bzw. Bewertungen sind nicht und werden nie objektiv (auch nie valide und deswegen auch niemals reliabel) sein. Das geht mit der derzeitigen Praxis der Schulleistungsfeststellung nicht. Eher sollte die Praxis eines NC’s hinterfragt werden (aber wer soll das tun?).
    Vor diesem Hintergrund verfahre ich nach dem “in dubio pro reo” Prinzip - und gebe eben den oder die Punkte (schätze, ich bin nicht allein). Leider wird das von den Schülern selten gesehen…

    schrieb alleswirdgut am

  • #21

    Hallo,
    ich bin ein Schüler und bin absolut für eine objektive Bewertung, die sich auch nachvollziehen lässt und nicht gepaart aus Gemütszustand und Tagesstimmung entstanden ist. Ein intuitives Gefühl ist nun mal nicht objektiv. Und gerade bei wichtigen Klausuren wie z.B. dem Abi sind “zwei Punkte unterschied” sehr entscheidend. Gerade Lehrer sollten wissen, wieviel davon abhängt welche Punktzahl es in der schriftlichen Abiprüfung gibt, da sich dies direkt auf die Endpunktzahl zur Bestimmung der Durchschnittsnote auswirkt. Von dieser wiederum hängt beispielsweise ein Studienplatz also das komplette folgende Leben ab.
    Soll nun ein Schüler dieser, wenn auch selten vorkommenden, Folgenkette unterliegen, nur weil ein Lehrer aus dem Bauch heraus entschieden hat(sicher wollte er nichts böses)?

    Deswegen plädiere ich für die wenn auch aufwendigere aber schlüssigere Variante des Korrigierens.

    Hartmut

    PS: Ich nehme mir größtenteils die Kommentare zu Herzen, insofern sie nicht widersprüchlich zu meiner Klausur sind und hake auch nach, sollte ich Fehler finden, denen ich nicht folgen kann.

    schrieb Schüler am

  • #22

    Nachtrag:
    1. Die Lösungserwartung sollten gerade junge Kollegen schon früher formulieren, damit sie ihre Aufgabenstellung anhand der Lösungserwartung überprüfen können: Geht die Lösungserwartung wirklich aus der Aufgabenstellung hervor?
    2. Die Kommentare werden von Schülern selten wirklich beherzigt;
    aber man kann sie nutzen, um seine Lern- und Förderempfehlungen für die Schüler zu formulieren.

    schrieb Norbert Tholen am

  • #23

    Es ist gut, mal wieder an die Grundannahmen erinnert zu werden. Vor allem die zweite Annahme, dass gegen einen wahnsinnigen Zweitkorrektur auch keine noch so objekitve Erstkorrektur hilft, kann man sich nicht oft genug vergegenwärtigen.
    Die Annahme, dass Deutsch das härteste Korrekturfach ist, darf allerdings in Frage gestellt werden. Ich - der ich fachfremd Deutsch unterrichte - finde, dass die Englischkorrektur in der Oberstufe Deutsch in keiner Weise nachsteht.

    schrieb fred am

  • #24

    In NRW darf man nur 30 % für die sprachlichen Qualitäten ansetzen.
    Das vorgeschlagene Verfahren ist gut, aber nicht neu; das zweifache Lesen (1. Fehler, 2. Inhalt) habe ich lange praktiziert.
    Gegenüber meiner Intuition wäre ich allerdings ein bisschen vorsichtiger, als hier vorgeschlagen wird: Ich habe öfter intuitive Urteile korrigieren müssen.

    schrieb Norbert Tholen am

  • #25

    Vielen Dank für die Anregungen! Eine große Arbeitserleichterung, nicht nur für Abiturklausuren, verspreche ich mir vor allem auch von einem Austausch von Erwartungshorizonten; dazu zwei Hinweise: Im Forum Deutschunterricht gibt es schon eine kleine Sammlung dazu: http://www.schule-deutsch.de/forum/board.php?boardid=36

    Außerdem lohnt es sich auch in der Mailingliste Deutschunterricht mit ihren mittlerweile 410 Mitgliedern nachzufragen, da gibt es häufig schnelle Antworten: Anmeldung über http://www.schule-deutsch.de oder direkt mit einer leeren E-Mail an: .(JavaScript must be enabled to view this email address)

    schrieb Gerd Haehnel am

  • #26

    Guten Tag,

    vielleicht bin ich schon betriebsblind,aber ich finde den Button nicht,mit dem man Beiträge dieser Art(IGAMI-Strategie) druckfreundlich vorbereiten kann.
    Gibt es den?
    Wenn nicht, sollte eine solche Möglichkeit eingerichtet werden.

    Danke

    Bernd Guenther

    schrieb Bernd Guenther am

  • #27

    Die Tipps sind sinnvoll, jedoch nicht besonders neu oder originell. Allerdings sollte gerade der LEHRERFREUND wissen, dass es “Abiturklausuren”, nicht “Abiturs- ... klausuren” sind, das Fugen-s hat hier nichts zu suchen.

    [Doch, im Süddeutschen darf man das, zumal offensichtlich gegen keine Fugen-s-Regel verstoßen wird. Oder? Anmerkung der Redaktion, 29.03.2008]

    schrieb Barbara Weber am

  • #28

    Wieder mal eine lebensnahe “lehrerfreund”-liche Strategie, vielen Dank! Mal sehen, ob ich es schaffe, wirklich so konsequent danach vorzugehen…
    Hier jedenfalls noch ein weitere Zeit sparender Hinweis zu Tipp Nr. 1: Beim unten stehenden Link gibt es die “offiziellen” Formatvorlagen für alle Fächer (wahlweise für Word, Adobe Reader oder Excel), so dass man sein Getippse nicht erst ausdrucken und mühsam in die Formulare hineinpuzzlen, sondern gleich in die Masken tippen kann. Toitoi an alle (LehrerInnen wie SchülerInnen); 21 Deutsch-Zweitkorrekturen werde ich bekommen und bin sehr gespannt auf die Aufgaben zu den neuen Sternchenthemen.

    http://www.schule-bw.de/schularten/gymnasium/zentralepruefungen/abitur/sam/sam_korrblaetter

    schrieb Db am

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