Wie viel verdienen Lehrer/innen?
Die Massen toben, wenn es um das Gehalt von Lehrpersonen in Deutschland geht. Jeder hat nur eine diffuse Vorstellung davon, wie viel Lehrer/innen verdienen - aber es muss RICHTIG VIEL sein. Wie viel ist es wirklich?
Eine kurze und schöne Übersicht - wenn man mal von der Hals brechenden Ausrichtung der “Bundesbesoldungsordnung A” (pdf) ausgeht - über Lehrergehälter findet sich im Lehrerzimmer.
Ich möchte hierzu anmerken:
- Den Äußerungen Herrn Raus ist grundsätzlich zuzustimmen. Ich weiß aber nicht, ob Detailfragen (wie Leistungszulage und Anwärterbezüge (für Referendare)) für alle Bundesländer gleich sind.
- Die Lehrergehälter unterscheiden sich gnadenlos, wenn man in Beamte und Angestellte unterscheidet. Beamte bezahlen nämlich keine Sozialabgaben und kassieren so netto wesentlich mehr. Aus 3.000 brutto werden dann für einen Beamten knapp 2.300 netto - bei einem Lehrer im Angestelltenverhältnis dürfte es netto deutlich weniger sein (geschätzt 1.600 ohne Vergünstigungen wie Kinder usw.). Während in den westlichen Bundesländern großzügig (z.B. Baden-Württemberg) oder zumindest wohlwollend (z.B. Rheinland-Pfalz) verbeamtet wird, stellen die meisten östlichen Bundesländer inzwischen nur noch im Angestelltenverhältnis ein. Deshalb streiken Lehrerinnen eigentlich nur dort - denn als Beamte dürfen Lehrer/innen nicht streiken.
- Als LehrerIn hat man die Möglichkeit, sein Deputat jährlich festzulegen, wenn die Schulleitung und die Schulämter mitspielen (je nach Bundesland entsprechen 100% (=volles Deputat) 25-28 Unterrichtsstunden pro Woche, unterschieden nach der Schulform; an Gymnasien liegt die Maximalstundenzahl niedriger, an Grund- und Hauptschulen höher). Man kann also einfach mal ein paar Jahre lang 60% arbeiten und verdient dann eben weniger. Ideal, um Kinder zu generieren. Interessanterweise vermeiden viele Lehrer/innen diesen Weg und arbeiten stets voll.
Es gilt festzuhalten: Gerade verbeamtete LehrerInnen verdienen nicht schlecht, gemessen an vielen anderen Berufszweigen. Ein Kfz-Mechaniker verdiente 2006 12,45 Euro pro Stunde - das entspricht bei einer 38-Stunden-Woche einem Monatsgehalt von rund 1890 Euro brutto. Sie verdienen aber auch nicht so, dass die neidischen Massen mit den Fingern auf sie zeigen dürfte. Denn eine Lehrperson, die 100% arbeitet, arbeitet über das Jahr verteilt deutlich mehr als 38 Stunden die Woche.
Beitrag vom 03.11.2006, 10:01 | diesen Beitrag versenden
Die Bundesgerichte sind die letzten Instanzen in zivil-, verwaltungs- und strafrechtlichen Angelegenheiten. Diese Stufe hast Du ja erklommen. Die Urteilsbegründung fehlt noch ... eine Frage der Zeit. Sobald es rechtskräftig ist mit der Begründung, kannst Du Verfassungsklage einreichen. Verfassungsklagen, bzw. deren Ausfechtung, sind immer kostenfrei für den klagenden Bürger. Die Kosten übernimmt der Staat, und das ist auch gut so und sinnvoll. Damit aber eben nicht jeder wegen allem klagt, wurde die Hürde der Erstinstanzen geschaffen. Es sei denn, es handelt sich um die Grundrechte der Artikel 1 - 19 GG.
Die Verfassungsklage kann direkt postalisch oder mündlich vor Ort eingereicht werden. In Karlsruhe gibt es dafür extra ein Sekretariat. Eine vorläufige Bewertung, ob die eingereichte Klage Aussicht auf Annahme hat, erfolgt i.d.R. innerhalb von sechs Wochen. Abzugeben ist dabei eine kurze Begründung WARUM aus Deiner Sicht eine Annahme begründet ist und was Du bisher ALLES getan hast, um Dein Recht zu erstreiten (alle Urteile, Begründungen, Zeitablauf, Anwaltsschreiben etc.).
Je ausführlicher und nachvollziehbarer, desto mehr Aussicht auf Annahme hat Deine Klage. Vor allem musst Du Dich auf das Grundgesetz beziehen und auf welchen Artikel genau, bzw. welchen Grundsatz Du als verletzt betrachtest.
Ist Deine Klage angenommen, bekommst Du eine Einladung nach Karlsruhe, bzw. Dein rechtlicher Vertreter. Es ist strittig, ob es besser ist, einen Anwalt alles machen zu lassen, denn man sagt, dass mancher annehmender Beamter es gerne sieht, wenn der Bürger selbst sich die Mühe macht, also das von Vorteil wäre. Man kann ja auf jeden Fall einen Anwalt zu Rate ziehen, der manche Formulierung schleift.
Das Verfassungsgericht kann Eilanträge innerhalb von ein paar Tagen annehmen und entscheiden, wobei eine Nachverhandlung dann ausführlicher durchgeführt wird, aber ich würde mal sagen, dass sich solch ein Verfahren i.d.R. innerhalb eines Jahres erledigt hat.
Sodele, einen schönen Abend noch.
Heiko
bist du Jurist? Danke
Ich wusste nicht, dass das so läuft. Dein Posting ist mir wirklich eine Eröffnung.
Nachmal, danke
und dir auch noch einen schönen Abend
Ich könnte kotzen bei so einem undifferenzierten posting, spiegelt es mir doch nur nur das dumm geäußerte Vorurteil unseres Ex-Bundeskanzlers vom "faulen Sack" Lehrer wider.
Wer solches schreibt wie "Anton", hat in diesem Forum nichts verloren, weil er nur eines beweist: Er ist noch nie - auch nur einen Tag - in den Schuhen eines Lehrers gegangen.
An "Anton" persönlich:
Von Leuten DEINER stereotypen Denkungsart stammen auch Populismen, dass Lehrer und Lehrerinnen an Ereignissen wie in Erfurt und Winnenden selbst schuld seien, weil sie nicht die nötigen Antennen gehabt hätten für ALL die Probleme ALL ihrer
Schüler, die sie mitbekommen hätten müssten, immerhin unterrichten sie diese 2 - 4 Stunden pro Woche bei einer durchschnittlichen Klassengröße von 30 Schülern.
Wenn man wie Anton schon nicht am Stammtisch / in seiner Clique der King ist, dann versucht man es mal in diesem Forum zu sein, gell? Bequem anonym ist es ja schon hier.
Wobei ich mich mich frage: Kann hier eigentlich jeder Depp posten?
PS Ich bin Gymnasiallehrerin, Vertrauenslehrerin der Oberstufe und Unterstufenbetreuerin
Manche unserer älteren Lehrer meinen sogar, dass es in 6-7 Jahren keine Realschulen mehr geben wird.
Ich bin selbst auf einer solchen Schule und hatte vor Realschullehramt zu studieren!
Jetzt die Frage an euch: Meint ihr, diese Schulart wird abgeschafft oder mit der Hauptschule zusammengelegt?
Die Tendenz ist klar, Hamburg und Schleswig-Holstein machen es vor: Es wird (mittelfristig) nur noch zwei Schultypen geben: Gymnasium und Nicht-Gymnasium (Gemeinschaftsschule bzw. Stadtteilschule). Dies ist billiger, als in jedem Ort drei (oder vier) Schulformen vorzuhalten.
Da dann das Nicht-Gymnasium zur "Restschule" wird, ist auch klar, dass es langfristig nur noch eine Schulform geben wird. Nennen wir sie "Gymnasium", dann sind alle glücklich (die GEW, die Philologen, und natürlich auch die OECD, welche die Marschrichtung vorgibt). Wobei das nicht ganz richtig ist: Neben dem staatlichen Einheits-"Gymnasium" wird es natürlich noch Privatschulen geben, für die Leute mit etwas mehr Kleingeld (oder den richtigen Connections für die "Stipendien" für "besonders begabte" Kinder, alles natürlich voll von der Steuer absetzbar).
Na wunderbar! Und zum Schluss steht Deutschland in der Bildungspolitik europaweit ganz unten.
Das kann ja gar nicht gut gehen, alle Kinder (außer natürlich die etwas besser betuchten) zusammen zu unterrichten. Armes Deutschland. Dafür müssen sie auch ersteinmal Lehrer finden, die sich das antun!
"das ist billiger": Ja, leider wird beim Sparen immer bei der Bildung der Kinder angesetzt, was für mich einfach völlig unverständlich ist.
Das dreigliedrige Schulsystem hat sich doch nun schon Jahrzehnte lang bewährt, auch bei uns in Bayern, und jetzt wird ständig dran rumgebastelt!
Die Unterteilung in -grob ausgedrückt- schlecht, mittel und gut....das hat doch alles einen Sinn.
Aus deinem Beitrag entnehme ich, dass du keine Chance für die Realschulen siehst???!!?
Danke für die schnelle Antwort.
lg sunny
"Aus deinem Beitrag entnehme ich, dass du keine Chance für die Realschulen siehst???!!?"
Als eigenständige Schulform keine Chance.
Viele Grüße!
Der Realschulabschluss wird nicht mehr viel mehr wert sein als der Hauptschulabschluss, da das Niveau der Realschulen drastsich sinken wird.
Die Hauptschüler werden mit dem Lerntempo nicht mithalten können und die anderen vom Lernen abhalten; und zum Schluss ist das dann wieder die Problemschule....
Ganz ehrlich: ich möchte nicht auf so einer zusammengelegten Schule unterrichtet werden und bin echt froh, dass mich diese Entscheidung als Schüler nicht mehr betrifft.
Realschullehramtstudium kann ich dann wohl knicken!!!!! =(
....super Aussichten...
wie meinst du das
"die aussichten sind gut, die umstände nicht so sehr"...?????
"nur die berufung suchst"...
na ja...was heißt nur die berufung....ich finde, wenn man den beruf nur wegen den ferien und dem geld (was wirklich nicht zu viel ist) macht, dann ist man wohl fehl am platz. natürlich weiß ich, dass es kein einfacher job ist.
ich war heute mit einem aus meiner klasse eine viertel stunde in einer fünften klasse, weil wir schnell für eine lehrerin eingesprungen sind...und ich muss sagen, im ersten moment war ich wirklich schockiert (trotz vorwarnung, dass man die nicht eine minute alleine lassen kann)...und es war -zugegeben- schwieriger als gedacht, die halbwegs auf zimmerlautstärke zu bringen!!!!
aber ok...als lehrer hat man da ganz andere möglichkeiten!....ok...immer schwieriger werdende schüler....leider!!! (wir waren nicht so schlimm....und das liegt bei uns auch erst 5 jahre zurück!!)
mit den schulleitungen.....jaah..das hört man auch immer mehr....egal aus welchen regionen!
wir haben vor zwei jahren auch eine neue schulleiterin bekommen...und ich kann schon von dem her, was wir als schüler mitkriegen (und unsere lehrer sind da wirklich "übervorsichtig" wenns darum geht, sich über die schulleitunng zu äußern), dass da vieles nicht so ist wie sie es gewöhnt waren oder es sich wünschen würde....
zum immer weniger geld...
wie stehen die chance, dass man in einem knappen jahrzehnt noch verbeamtet wird?
aber da muss ich dir leider recht geben...sehr üppig ist die bezahlung nicht - dafür dass man jahrelang studiert hat und eine riesige verantwortung trägt!!!!!
lg
bitte nehmt nicht alles hier im Forum gesagte für bare Münze. Es macht mich als Lehramtsstudenten auch traurig zu sehen, wie hier größtenteils nur rumgejammert wird. Als Schüler habe ich viele unmotivierte Lehrer erlebt und ermahne euch hier deshalb nicht dauerhaft rumzujammern und euch in der Opferrolle zu sehen.
Ich habe die Beiträge hier von Seite 1-6 verfolgt, weil ich selbst dazu neige, mich in der Opferrolle zu sehen und mit meiner Situation im allgemeinen auch schnell unzufrieden zu sein. Ich sage euch aber, dass das nichts mit dem Beruf des Lehrers zu tun hat, sondern in allen Berufsfeldern mit hohem sozialen Engagement und ideologischer Berufung vorkommt. "Ungerechte Bezahlung" und ein "minderwertiger Status" des Berufs sind die Schattenseite mit denen jeder klarkommen muss. Vielleicht nur noch soviel dazu: Beklagt euch nicht immer über solche Nebensächligkeiten. "Bleibt locker!"
Und vielleicht noch als Aufmunterung: Hört nicht darauf was andere über euch denken und meinen mitteilen zu müssen. (Danke Cycleforever - deine Beiträge sind lustig, du wirst mal ein ganz toller Anwalt petite fou!)
Ich glaub Voltaire hat den Satz ungefähr so gesagt: Ich habe beschlossen glücklich zu sein, weil es besser für meine Gesundheit ist.
Also Lehrer, denkt daran was ihr für eine spannende Aufgabe habt, Kinder auf die Welt da draußen vorzubereiten.
Seht die verbundenen Probleme nicht als Problem, sondern als Herausforderung, die ihr meistern werdet! Glaubt an euch und so werden auch die Anderen an euch glauben.
Ich schließe jetzt unvoreingenommen mit den Worten, dass keiner das besser machen, was Du für richtig hälst!
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P.S. Es ist mir wirklich scheißegal, ob das hier ins Forum passt oder nicht
Macht nicht den Fehler, euren Selbstwert über euer Gehalt oder andere Oberflächlichkeiten zu definieren!
Deutschland trenn dich von deiner Lethargie!!!!!!
Es passt schon hier ins Forum, keine Sorge.
Ich weiß nicht, welche Fächer du studierst, aber lass dir gesagt sein, dass die Meisten von uns genau mit diesem Optimismus in den Beruf gestartet sind. Genauso wie du dachte ich, dass es eine der spannendsten Aufgaben sein wird, die ich mir vorstellen kann, den Kindern "etwas mitzugeben" für "die Welt da draußen". Grundsätzlich ist es das auch.
Jedoch wirst du schnell feststellen, dass trotz der allerbesten Vorsätze, trotz der absoluten Gewissheit, dass du für die Kinder nur das Beste willst, genau dies IMMER WIEDER genau von den Pubertierenden, ihren Eltern und der ganzen Außenwelt in Frage gestellt wird. Und glauben tut dir dies auch niemand mehr (siehe du, obwohl du dich gerade den Personen, die jahrelang bereits ERFAHRUNG in diesem Beruf gesammelt haben, und keinerlei Anlass haben, in einem anonymen Forum zu lügen, so verschließt).
Und genau so habe ich mir während Praktika immer wieder gedacht: "Mei, dieser alte verknöcherte Lehrer da vorne, dem werde ich es mal zeigen mit meinen tollen schüleraktivierenden kreativen Materialien später. Die Schüler werden mich lieben, wenn ich so "locker bleibe", so originelle Ideen habe und ihnen so tolle Materialien biete." Bloss leider wirst du genauso wie ich vor lauter Korrekturen und sonstigem Kram bei einer Vollzeittätigkeit kaum mehr dazu kommen, so kreativ und genial und "superlocker" zu sein, wie du das mal in 1 - 2 Unterrichtsversuchen pro Woche gewesen bist. Auch ich wurde von erfahrenen Lehrern vorgewarnt, aber habe dies in meinem jugendlichen Leichtsinn als Hysterie und "Rumgejammere" abgetan. "Ich bin tough", dachte ich mir, "was sind das für Weicheier, die Lehrer. Schutzraum Schule und viele Ferien. Sind wohl der Außenwelt nicht gewachsen. Denen werde ich es zeigen!". Mitnichten! Im heutigen Schulbetrieb kann von Lethargie beim besten Willen keine Rede sein. Und da wird es dir auch nichts bringen, dir selbst als Einziger tagtäglich einzureden, dass du super bist, dein Gehalt für deinen Selbstwert unwichtig ist, alle anderen nur oberflächlich sind etc.
Es sei denn du willst dynamischer Sport/Religionslehrer werden. Dann bist du natürlich genial und wirst keine Probleme haben!
Vielleicht reden wir in ein paar Jahren mal wieder, wenn du deine eigenen Erfahrung gemacht hast.
Lass dir gesagt sein, Hochmut kommt vor dem Fall.
Dein Optimismus in allen Ehren, aber aus Deiner Position solche Kommentare von sich zu geben ist schon etwas... nennen wir es "überheblich". Ich weise gern zum gefühlten 100. Mal auf den Unterschied zwischen "jammern" und "rechtfertigen müssen für" hin.
vielen Dank für Dein Feedback. Mir gibt das natürlich irgendwo zu denken - auch in Hinblick auf meine Berufswahl. Hab ich jetzt einen Fehler gemacht, naiv zu glauben, ich könnte gut mit Kindern umgehen und die auch für meinen Unterricht zu begeistern, bzw. zu interessieren?
Ist es wirklich wert jeden Tag später in die Schule zu gehen und sich abzurackern.
Du gehst natürlich, bei all deiner Erfahrung und all meinem Respekt dafür, auch wieder in dieselbe Richtung wie die anderen Lehrer in diesem Forum. Ich hab einfach das Gefühl, dass der klassische Lehrerberuf viel zu negativ betrachtet wird. Du sagst ja, dass der Beruf immer wieder von Pubertierenden, Eltern und der Außenwelt schlechtgemacht wird. Ist das wirklich so? Und wie gehst Du dann damit um?
Ich selbst studiere Sport und Englisch momentan auf Sek l. Ich bin auch kritisch genug zu erkennen, dass es nicht einfach sein wird, kein besonders gutes Standing zu haben, wie in vielleicht anderen klassischen Berufen als Arzt, Ingenieur oder Anwalt.
Darf ich fragen, welche Fächerkombination an welcher Schule Du unterrichtest? Und wie lange du schon unterrichtest?
Ich kann einfach nicht glauben, dass es soviel gute Lehrer gibt und geben wird, die sich ja praktisch gesehen, wund schuften, für nichts weiter als ein karges Gehalt und miesepetrige Kommentare von Besserwissenden Außenstehenden.
Meiner Meinung nach ist das vielleicht so gar der springende Punkt. Da sich jeder Mensch, seiner Natur nach beweisen will in welchem Feld auch immmer, gibt er den Lehrern nach seiner Schulzeit nochmal Kante, weil er es dem Lehrer immernoch beweisen will. Nach dem Motto, ich bin doch jetzt Anwalt, warum habe ich in der 9. Klasse in Deutsch und Mathe nur einer 3- bekommen.
Mich macht es echt etwas traurig, und ich hab schon angefangen nach beruflichen Alternativen zum Lehramtsstudium Ausschau zu halten. Hast du schonmal darüber nachgedacht? Und was mich gerade brennend interessieren würden, weisst du wie es für Lehrer im Ausland ist?
Liebe Lehrerin vielen Dank.
MfG, Max
Lieber Schulmeister,
genau eure Gedanken hatte ich auch, als ich Maxens Kommentar las. Ihr sprecht mir aus tiefster Seele
Aber Max verzeihe ich seinen Kommentar, weil er die Eierschalen noch hinter den Ohren hat und das Kücken schon immer meinte, es sei klüger als die Henne.
Als erwachsener Lehrer sollte man großmütig mit so einem Kommentar umgehen und ihm wünschen, dass sein Realitätsschock nicht zu hart wird.
Ich würde aber gern mal einen Kommentar von Max lesen, wenn er echte Verantwortung trägt... eine Klassenführung, drei Korrekturfächer und eine Fachleitung hat
denk doch du bitte mal darüber nach, dass vielleicht etwas dran sein könnte, wenn sooooo viele Lehrer "jammern". Mit diesem Begriff halte ich es allerdings eher wie Schulmeister. In unserem Beruf wird jede Richtigstellung, bzw überhaupt eine Stellungnahme als "Gejammer" bezeichnet. Wenn du als angehender Lehrer diesen Begriff auch benutzen solltest, solltest du dich-mit Verlaub - schämen.
Du bist noch Stundent und ich möchte dich nicht entmutigen, aber du wirst dich noch wundern. Jedoch solltest du auch den Beruf des Arztes, Anwalts oder sonstwas auch nicht unterschätzen. In anderen Berufen wird dir das Geld auch nicht geschenkt, aber in den Berufen darsft du wenigstens ungestraft "jammern" was das Zeug hält. Dort wird es dir Zuspruch einbringen. In unserem Beruf darfst du nicht einmal Stellung nehmen, wenn dir Stammtischparolen oder populistisches Geschwätz entgegen schwingen.
Mir gefällt mein Job auch und ich mache ihn seit 8 Jahren super gern.
Ich finde aber nicht, dass ich angemessen verdiene, denn du an einem Gymnasium und wahrscheinlich Beamter verdienst mal locker 1000€(PKVbereinigt) netto mehr als ichangestellte Lehrerin an einer Hauptschule
Angestellte Lehrer gibt es an unserem Gymnasium (noch) nicht.
"Sie verdient zwar etwas mehr, arbeitet aber bestimmt doppelt bis dreimal so viel wie ich und ist vollkommen gestresst."
Das kannst Du aber sicher nicht verallgemeinern. Deine Beschreibung kann nur zutreffen, wenn Deine Frau WEIT überdurchschnittlich viel arbeitet und Du WEIT unterdurchschnittlich.
Meine Frau ist Ärztin mit all den Wochenddiensten. Aber sie wirft mir vor, keine Zeit für sie zu haben. Wenn Deine Frau dreimal so viel arbeitet wie ein normaler Gymnasiallehrer, dann muss sie ca. 150 Stunden pro Woche abreißen. Wenn Du natürlich Sport und Kunst unterrichtest, dann ist es sicherlich weniger...
Das kann einer werdenden Lehrkraft (habe gerade die fachliche Prüfung zum Fachlehramt für 5 musisch-technische Fächer hinter mir) wirklich die Vorfreude am Beruf nehmen.
Jeder ist gegen Jeden: Eltern gegen Lehrer - Lehrer gegen Schüler - Jung gegen Alt - Angestellte gegen Beamte und andersherum.
Deutschland scheint ein Land der Futterneider zu sein. Ich freue mich für jeden, dem der erwählte Beruf Spaß macht und ein AUSREICHENDES Einkommen ermöglicht.
Ich werde mich vor niemanden für meine Berufswahl rechtfertigen und ob ich nun verbeamtet werde oder nicht ist mir inzwischen ziemlich egal. Beide Optionen, Beamter und Angestellter, haben Vor- und Nachteile. Das einzig Schlimme sind die vorherrschenden Vorurteile, die ich mir nun zu Genüge hier zu Gemüte geführt habe.
Grüße
Niko, die hofft ihre Prüfung bestanden zu haben.
Ich will auch Lehramt studieren, doch bei mir dauert das leider noch 3 Jahre. Habe gerade meinen Realschulabschluss geschrieben. Ich finde es aber auch traurig, wie sich die Lehrer für ihr Einkommen rechtfertigen müssen!!!
"AUSREICHENDES Einkommen":
Na ja...das ist ziemlich subjektiv. Es kommt darauf an, was der Lehrer für sein Geld tun. Diejenigen, bei denen schon ein 7. Klässler merkt, dass sie total unvorbereitet sind, die verdienen meiner Meinung nach zu viel. (Auch wenn ich mit diesem Kommentar jetzt mit Sicherheit einige Kritik abbekommen. ^^)
Aber die anderen, die ihren Beruf ernstnehemn, und sich Gedanken machen, wie sie ihren Unterricht gestalten können, damit das Lernen Spaß macht und bei den Schülern ankommt, da finde ich das Gehalt eher zu wenig. Wenn man nur mal den Zeitaufwand für ein !gutes! Referat nimmt, das eine viertel Stunde dauert, dann kann man sich ja vorstellen, was die Vorbereitung -vor allem am Anfang- für Zeit in Kauf nimmt.
"Eltern gegen Lehrer": Ich habe im Winter auch schon die ganzen Kommentare gelesen. Aber ich werde immer wieder sauer, wenn ich manche Elternkommentare lese. Ok...bei Schülern. Das liegt wohl mehr oder weniger in der Natur der meisten Schüler, das "Lehrer sind scheiße". Aber die Eltern, die sich ständig einmischen und meinen den Lehrern erklären zu müssen, wie sie ihren Beruf zu machen haben....da werde ich einfach nur sauer. Bei uns an der Schule ist die Woche eine ähnliche Situation gewesen. Eine Schülerin kommt mit einer Lehrerin nicht aus (die zugegeben strenge Mittel hat und auf absolute Disziplin setzt). Die Schülerin hat natürlich alles ihren Eltern erzählt, anscheinend noch ein bisschen was dazugedichtet...oder dramatisiert...wie auch immer. Die Eltern sind in die Schule gegangen. Der Konflikt hat sich so zugespitzt, dass ihr mit einem Anwalt gedroht wurde und jetzt sogar Versetztung im Gespräch ist. Eltern können auch nur das wiedergeben, was ihre Kinder erzählen. Und ob da immer alles stimmt; das bezweifel ich.
"Angestellte gegen Beamten": Ok...ich kann sie aber teilweise echt verstehen. Denn es ist schon ein Unterschied im Gehalt.
Trotz all dieser Vorteile halte ich auch an meinen Zukunftsplänen fest. Die habe ich bis jetzt durchgesetzt, und werde es auch weiter tun. Gegen alle vorurteile.
lg
sunny
PS: Das mit deinen Prüfungen hat bestimmt geklappt.
Du kommst von einer Realschule, da ist das mit dem Vorbereitetsein so eine Sache... Viele Lehrer müssen dort fachfremd unterrichten, da sind sie teilweise froh, wenn sie ihren Unterrichtr überhaupt irgendwie zustande bekommen.
Natürlich gibt es immer solche, die weniger für ihr Geld tun als andere. Wegen dieser Zustände werden auch Stimmen immer lauter, die fordern das Beamtentum ganz abzuschaffen und auch Lehrer nach Leistung zu bezahlen. Was ich selbst gar nicht schlecht finde.
Trotzdem kann ich nicht verstehen, wenn man über die zu knappe Entlohnung jammert. Falls ich verbeamtet werde, bekomme ich Zeit meines Lebens A10... das ist nochmal etwas weniger als der Haupt- und Realschullehrer (und besonders der Gymnasiallehrer) verdient und trotzdem finde ich das nicht wenig (eine Annäherung fände ich natürlich trotzdem nicht schlecht)
Ich bin immer noch am Überlegen, ob ich überhaupt versuchen soll, mich verbeamten zu lassen.
Die Tatsache, nicht streiken zu dürfen und wenig Mitbestimmungsrecht über den Ort meines Arbeitsplatzes zu haben hat für mich irgendwie einen negativen Beigeschmack. Und Bayern ist nicht klein.
Und dafür, dass man als Beamter mehr Geld verdient, muss man doch im Krankheitsfall oft tief in die Tasche greifen. Natürlich sind diese anfänglichen 1-Jahres-Verträge blöd, doch bei dem Lehrermangel (besonders in meinen Fächern) bin ich doch guter Hoffnung, dass ich gebraucht werde.
PS: Offensichtlich hat das mit den Prüfungen geklappt, ich hab noch nicht den gefürchteten Brief bekommen, in dem steht, dass man das Jahr wiederholen darf :D
@ Schulmeister
Ich habe schon von Fällen gehört, wo in Sport und Werken fachfremd unterrichtet wurde. Das ist nicht nur schwachsinnig sondern kann auch gefährlich sein.
Da fragt man sich doch, was Schülern und Lehrern noch zugemutet werden soll
Das wusste ich nicht. Ich glaube auch, bei uns gibt es keine fachfremden Lehrer. Da bin ich mir sogar ziemlich sicher. ^^ Aber in den Fällen, wo das so ist, ist das Unvorbereitet-Sein noch eher vertretbar. Leider kann ich aus Erfahrung aber sagen, dass es auch Lehrer gibt, die "ihre" Fächer unterrichten und trotzdem nicht im Mindesten vorbereitet sind. (Ich hatte gerade so eine Lehrerin, in einem Hauptfach, im Abschlussjahr. Und es war nicht gerade von Vorteil, kann ich euch sagen.^^)
Nicht, dass ihr mich jetzt falsch versteht. Ich bin niemand, der an Lehrern kein gutes Haar lässt und meint, es besser zu können. Ich weiß, was das für ein harter Job ist. Besser gesagt: ich kann es mir vorstellen; und "verteidige" deshalb auch die Lehrer viel eher, als sie "anzugreifen". Aber die Haltung von manchen kann ich einfach nicht verstehen!!!
Doch zum Glück hatte ich zum Großteil richtig tolle Lehrer (an die ich auch noch öfters denken werde^^), muss ich zugeben!! =))
@nico:
Ich finde die Verbeamtung an sich nicht schlecht und hoffe, dass sie auch dann noch existiert, wenn ich mal soweit bin.
Aber unsere Lehrer meinten, dass die Chancen nicht allzuschlecht stehen, denn wenn Lehrer nicht mehr verbeamtet sind, dann dürfen sie streiken, und wenn Bayerns Lehrer streiken, dann hat der Freistaat ein Problem. ... hoffe, sie haben recht! ^^
Doch ich finde, dass für die, die in ihrem Job alles geben, noch Leistungsprämien her sollten!!!
Damit würde die nachmittägliche Vorbeireitung auch wieder reizvoller werden...
lg sunny
Ps. dann Glückwunsch, zu den bestandenen Prüfungen!!!!!
In der Hauptschule wird sogar fast nur fachfremd unterrichtet - 4 Fächer im Studium, alles im Unterricht. Aber unvorbereitet geht hier (fast) keiner in den Unterricht (es mag einzelne Ausnahmen geben, aber die sind sehr selten). Im Gegenteil, wir nutzen die "Chance", auch mal über unseren Tellerrand hinauszuschauen und verknüpfen so mehrere Bereiche in Form von fachübergreifendem Unterricht.
Weiterhin gibt es in Bayern durchaus Leistungsprämien für besonders gute Lehrer - die Frage ist nur, wer entscheidet, dass ein Lehrer besonders gut ist. Das obliegt dem Chef und dem Schulamt, und hier kann man bereits streiten, was denn einen guten Lehrer ausmacht. Ist es der, der bei Kindern beliebt ist? Oder der, der immer nur gute Schnitte bei den Klassenarbeiten erreicht? oder der, bei dem viele einen guten Abschluss erreichen? Oder ist es der, der seine Klasse disziplinieren kann? Oder gehört das alles zusammen? Die Entscheidung, ob jemand gut ist, ist individuell vom Beurteiler abhängig. Was der eine toll findet, ist für den anderen unerträglich.
Das mit dem Streikrecht ist so ne Sache - und nicht DAS Argument für die Verbeamtung. Ein Beamter ist, obwohl er nach Abzügen mehr Geld auf dem Konto hat als ein Angestellter, billiger als ein Angestellter, weil der Staat sich die Sozialabgaben spart. Das macht bei einem Lehrer in meiner Besoldungsstufe (A12) und meinem Lebens- und Dienstalter etwa 600 Euro im Monat aus. Und das rechnet sich in der Masse durchaus...
Ich war 6 Jahre lang Angestellter und bin jetzt seit 2 Jahren Beamter, ich weiß also wovon ich schreibe.
Thomas
Ok...dann Respekt vor den Leuten, die so ziemlich alles unterrichten. Trotzdem denke ich, dass es ein Unterschied ist, ob man auf der Hauptschule oder auf dem Gymnasium fachfremd unterrichtet....
Ja...das mit dem "guten Lehrer" ist schon so eine Sache. Für mich gehört das alles zusammen. Nur bei den Schüler beliebt zu sein, heißt ja nicht, dass man guten Unterricht macht. Hingegen guter Unterricht (von wem auch immer bewertet) ist auch nicht das Ideale, wenn es bei den Schülern nicht ankommt, weil man als Lehrer nicht akzeptiert oder angesehen wird. Ich hatte jetzt schon einige Lehrer in 10 Jahren...und es waren viele gute Lehrer dabei, die ich wirklich sehr gern mochte. Aber den richtigen "Volltreffer", den haben in meinen Augen erst ganz ganz wenige gelandet. Aber es gibt ihn: den mehr oder weniger perfekten Lehrer. Durfte ich selbst erleben.... ^^ ...bei fast allen beliebt, mit viel eigener Persönlichkeit, guten Schnitten...und Unterricht, der Spaß macht....weil die Atmosphäre einfach stimmt.
Wegen der Verbeamtung....ich habe da natürlich noch keine Erfahrung, ob Angestelltenverhältnis oder Verbeamtung besser ist.... aber bei den Beamten bleibt doch einiges mehr netto übrig, oder?...
lg sunny
Der Beamte hat netto mehr, obwohl er für den Arbeitgeber billiger ist. Klingt paradox, ist aber so (siehe Sozialabgaben).
Ich glaube nicht dass es ein großer Unterschied ist, wo man fachfremd unterrichtet. Es ist immer mit viel Arbeit verbunden, sich in fachspezifische Strukturen und Methoden einzuarbeiten. Vorausgesetzt natürlich, man will das auch...
Ich wünsch dir jedenfalls ein glückliches Händchen bei der Berufswahl - wenn es das Lehramt ist, das dich glücklich macht, dann mach das. Aber probier vorher aus - über Praktika (in denen du auch mal Unterrichten versuchen kannst), bekommst du teilweise Einblicke.
Alles Gute!
Thomas
Danke.... ich hoffe doch, dass es die richtige Entscheidung war, diesen Weg einzuschlagen. Gegen viele gute Ratschläge....!!!!!
Ok...aber ich glaube, man muss ja sowieso einige Praktika machen... so weit ich weiß, auch schon vor dem Studium, oder??? Oh je, das wird dann ein harter Brocken, die ersten Stunden halten... ;D
Stimmt das, das man als Lehrer ganz schlechte Chancen hat, in einen anderen Beruf einzusteigen??? Wenn man verbeamtet ist sowieso; das ist klar...
Aber ich will mir ja keine "Auswegs-Gedanken" machen, bevor ich ühaupt angefangen habe....das wäre wohl keine gute Einstellung... =)
lg
sunny
Das Praktikum vor dem Studium wird kein "allzu harter Brocken", da für ein "selber Stunden halten" i.d.R. gar keine Zeit ist, da dieses Praktikum auf einen Gesamtüberblick abzielt. (Kann in unterschiedlichen Bundesländern anders geregelt sein...)
Trotzdem wäre schon aus aufsichtspflichttechnischen Gründen dabei eine Lehrkraft anwesend (ebenso wie bei den Stunden während der Praktika im Studium). Die Schüler sind da meistens ganz brav, weil sie entweder vorher total darauf eingeschworen wurden oder nachfolgende Sanktionen dieses Lehrers fürchten und nicht wieder eine endlose Predigt zum Thema Anstand, Benehmen usw. hören wollen.
Als Lehrer auszusteigen ist bei Schularten wie Haupt- oder Grundschule fast unmöglich, da dieser Studiengang irgendwie nicht als Fachstudium anerkannt wird und man selbst nach 15 Jahren Berufserfahrung dasteht, als habe man "nichts gelernt". Man erhält immer wieder die Auskunft, man könne ja "Nachhilfe geben". Soziale Berufe greifen lieber auf Sozialpädagogen zurück, da diese eine spezialisiertere Ausbildung haben.
Ob man verbeamtet ist oder nicht, spielt dabei eigentlich nur insofern eine Rolle, dass für Beamte in den ganzen Dienstjahren keine Sozialversicherungsbeiträge gezahlt wurden und du dann plötzlich mit 40 Jahren dastehst und bestenfalls Jahres-, Teilzeit-, Schwangerenvertretungsverträge,... angeboten kriegst und nicht weißt, wie die Zukunft aussehen soll. -Potentielle Arbeitgeger sehen das bei Bewerbungsgesprächen übrigens (mit anderen Worten) ähnlich: "Sie haben einen sicheren Job! Andere haben keinen! Was wollen Sie denn eigentlich?"
Ich versuche seit einigen Jahren rauszukommen, habe aber soziale und finanzielle Verpflichtungen anderen Menschen gegenüber und kann es mir schlicht nicht leisten, meine Arbeit fristlos zu kündigen, ohne etwas Neues in der Hinterhand zu haben - mangels gezahlter Sozialversicherung ist nämlich auch Hartz IV nicht so einfach!
Wenn jemand hier ein gutes Forum kennt, in dem Berufsalternativen für ausgestiegene oder kündigungswillige Lehrer angeboten werden - immer her mit den Links!!!
Ja, das mit den Praktikanten-Stunden war bei uns immer genauso. Etweder es kam der Satz: "Benehmt euch und arbeitet mit - wir wollen ja den zugünftigen Lehrern nicht gleich die Lust am Job verderben!", oder es wurden Strafarbeiten angesetzt. (Uns hat es auch nur einmal getroffen - zwei Seiten Aufsatz, warum wir uns zu benehmen haben. Danach nie wieder. Dann wussten wir, dass es der Aufwand nicht wert war. ^^)
Wie sieht es da mit Realschullehramt aus. Wird das dann als Fachstudium anerkannt??
Und warum ist das eigl. so, dass die Lehrmamstsstudiengänge nicht "anerkannt" werden, in der freien Wirtschaft? Zu wenige Scheine?
Warum willst du denn raus, aus dem Lehrerleben??
lg sunny
1)Wieso werden nicht alle diejenigen, die sich über die hohen Lehrergehälter ärgern selbst Lehrer?
2)Angestellte Lehrer sind
a)i.A. Lehrer, die nicht mit 35 Jahren mit ihrer Ausbildung fertig waren, oder
b) Lehrer, die in einem Bundesland arbeiten, das nicht mehr verbeamtet.
Tipps:
zu a) schneller Studieren, man kennt ja vor dem Studium die Altersgrenze für das Verbeamten.
Seiteneinstieg möglichst vermeiden, wenn man in der Wirtschaft nicht klar kommt, kommt man als Lehrer erst recht nicht zurecht.
zu b) Wechseln in ein anderes Bundesland. Sollte man aus bestimmt nachvollziehbaren Gründen nicht in der lage sein zu wechseln, dann muss es man eben hinnehmen.
Ich war z.B. schnell genug mit dem Studium fertig, wurde aber mehrere Jahre mit Zeitverträgen vertröstet. Als ich genau zwei Monate die Altersgrenze überschritten hatte, bekam ich den unbefristeten Vertrag. Nun wollte die Landesregierung aber nicht mehr verbeamten.
Ich hab es nicht eben hingenommen und geklagt. Mit dem Ergebnis, dass ich inzwischen verbeamtet bin.
Letztlich war es auch mir nicht wichtig, ob ich verbeamtet bin oder nicht. Aber egal warum man später anfängt, es ist und bleibt eine Ungerechtigkeit, dass Angestellte so viel weniger verdienen als Beamte und ich finde, dass man das auf keinen Fall "eben hinnehmen" darf.
In meinem Fall machten das nach Abzug der PKV 536€ netto aus und sowas soll man "eben hinnehmen"
Aus Ihnen spricht eine mir völlig unverständliche Geringschätzung der angestellten Kollegen.
Würden Sie es einfach "eben hinnehmen", wenn Sie rund 500€ netto weniger verdienen würden, wofür es nur den einen Grund gäbe, dass sie etwas später in den Job gekommen sind?
Jemand, der eine grundständige Lehramtsausbildung (1. und 2.Staatsexamen) hat und aus Gründen, die er oder sie nicht selbst zu vertreten hat, nicht verbeamtet wird, bei dem sollte es auf Wunsch schnellstens nachgeholt werden können. Insofern einverstanden.
Was aber nicht geht: Die vielen Quer- und Seiteneinsteiger, die momentan in den Lehrberuf in mehr oder weniger fortgeschrittenem Alter drängen, weil sie in der sogenannten "freien" Wirtschaft aufs Abstellgleis geschoben wurden, bei denen sollte man sehr kritisch prüfen, ob eine Verbeamtung in Frage kommt. Mindestkriterium wäre hier sicherlich ein erfolgereiche Referendariatsausbildung (= 2. Staatsexamen) und eine noch angemessene Verweildauer im Schuldienst: Jemanden noch mit Anfang Fünfzig zu verbeamten könnte man dem Steuerzahler (also uns allen) sicherlich nicht zumuten, da dieser irgendwann die Pensionen zahlen muss. Würde man es trotzdem in großem Stil tun, würde dies früher oder später auf die komplette Abschaffung der Altersversorgung für Beamte hinauslaufen, da dann niemand die Pensionslasten mehr trägen könnte. Und zudem: Wer erst in fortgeschrittenem Alter seine Liebe zur Schule "entdeckt", der muss eben akzeptieren, dass er nicht mehr alles haben kann. Immerhin hat sich so jemand voorher bewusst für einen anderen Lebensweg entschieden.
Ich glaube, dass es sich mit dem Studienabschluss im LA für Realschülen ähnlich verhält, was die Anerkennung als Fachstudium betrifft. Erkundige Dich lieber mal, wie das in Deinem Bundesland ist, da ich hier keine allgemein gültigen Thesen aufstellen möchte - das tut eh schon halb Deutschland, was das Schulleben betrifft.
Meines Wissens ist es so, dass die Anerkennung nicht mit der Anzahl der Scheine zusammenhängt, sondern dass der Gymnasiallehramtsabschluss mit dem bis vor kurzem noch üblichen Diplom vergleichbar ist. Die haben auch eine andere Regelstudienzeit, viel mehr Fachwissenschaft in zwei bis drei Fächern und kaum was aus dem erziehungswissenschaftlichen Bereich. Bei Grund-, Haupt- und Realschulen ist das anders: Kein Diplom - kein Wert!
Warum ich aus dem Lehrerleben aussteigen möchte?
Nur ein paar Gründe:
- Weil ich keine irrationalen Wahlversprechen einlösen möchte, die ich selbst nie gemacht hätte.
- Weil jeder Kultusminister für alle Schularten werden kann, ohne einige davon überhaupt je erlebt zu haben und deshalb kaum nachvollziehbare, "volksnahe" Neuerungen aus dem Boden stampfen kann - und die Lehrerschaft dafür die Prügel einstecken muss.
- Weil meine Familie bei jedem Telefonklingeln schon genervt die Augen verdreht und Wetten abschließt, welcher erzürnte Elternteil es wohl diesmal sein wird.
- Weil Walpurgisscherze in meinem Garten immer heftiger ausfallen als in der Nachbarschaft.
- Weil es mir vor Bekannten peinlich ist, wenn wir spät noch unterwegs sind und uns kommen betrunkene Schüler entgegen, die mich lautstark begrüßen und anpöbeln ("hier können Sie uns ja keinen Verweis geben; das ist keine Schule!")
- Weil von mir erwartet wird, dass ich fähig bin, jeden Schüler individuell anzunehmen und auf seine Probleme und Schwächen einzugehen - ich aber 23 broken-home-stories vor mir sitzen habe.
- Weil ich aus Sicherheitsgründen mit genau diesen Schülern eigentlich gar nicht mehr alleine hinter verschlossenen Türen reden kann - Unterstellungen, Schüler angegriffen, berührt oder beleidigt zu haben, sind an der Tagesordnung und werden von den Medien gern aufgenommen.
- Weil ich nur Probleme sehen kann, mir allerdings jede Handhabe fehlt, etwas dagegen zu unternehmen: Allein um einen Schüler dem Schulpsychologen vorzustellen, brauche ich die schriftliche Einwilligung der Eltern. Wenn ich die dann habe, brauche ich einen Termin bei ihm - nur kommt der maximal einmal im Monat an die Schule...
-...
Willst Du noch mehr?
ich bin 25 und bereits sozialpädagogin (fh), als zweitstudium beginne ich nächste woche mit meinem lehramtsstudium - rehabilitationswissens. (kernfach) und geschichte (zweitfach)... ich bin also mit ca. 30 jahren sonderschullehrerin für geistig behinderte kinder und jugendliche sowie für lernbehinderte- meine frage: ich war ziemlich entsetzt darüber als ich gelesen habe was angestellte lehrer als anfangsgehalt (ledig, ohne Kinder)verdienen (da ich in berlin arbeiten möchte, ist eine verbeamtung eigendlich so gut wie ausgeschlossen). wer kann mir den genauen betrag nennen den sonderschullehrer verdienen? -gab es nict irgendwelche tarifangleichungen-oder sollen diese noch kommen? vielen dank
ich habe mal eine Frage zur Besoldung von RealschullehrerInnen. Bisher ist es ja so, dass wir als GHR-Lehrämter mit dem Schwerpunkt Haupt- und Realschule mit A12 besoldet werden, wenn wir an einer Realschule arbeiten. Nun habe ich gehört, dass sie an den Unis wieder den Abschluss des reinen Realschullehrers vergeben. Bedeutet das automatisch dann A13? Das fänd ich nämlich irgendwie komisch, weil man doch auch beim GHR-Studium den Schwerpunkt Haupt- und Realschule entscheiden konnte und das doch dann quasi das Gleiche ist ...
wenn ich eine Privatschule gründen würde, wieviele Lehrer bräuchte ich dazu?
Da ich heute erst auf den Gedanken kam und mich mit diesem langsam anfreunde, bin ich dabei Informationen zu sammeln.
Was die Gehälter betrifft, so scheint es da eine Scheere zu geben. Für Lehrer in Privatschulen gelten ohnehin andere Maßgaben.
Ferner würde mich interessieren, wie man aus der Wirtschaft quer in den Schulbetrieb einsteigen kann, ich dachte immer man "muss" Lehrer sein - also die entsprechenden Fächer studiert haben, um unterrichten zu dürfen?!
Bitte nicht gleich auf mich "einprügeln", ich studiere lediglich Psychologie im zweiten Semester und habe einen kleinen Sohn, den ich gerne in einer guten Schule unterbringen möchte.
deutschland braucht keine reichen, deutschland braucht gute lehrer.
schöner kann man seine Ahnungslosigkeit nicht zum Ausdruck bringen
Du meinst also, Lehrer sollten nach Erreichtem bezahlt werden? Supi, dann sortiere ich alle schwachen Schüler aus oder verteile nur noch Bestnoten. Ich bemühe mich auch nicht mehr um Schüler, deren Verhalten und Anstrengungsbereitschaft einen erfolgreichen Abschluss fraglich erscheinen lassen, sondern entsorge sie nach Möglichkeit.
Ich sage auch meiner angestellten Kollegin, die mit 1500€ nach Hause geht, dass sie noch viel weniger verdient hätte. Die Krux ist nur, dass die mir dann sagen würde, dass es hinter der Fleischtheke weniger anstrengend und lukrativer wäre. Eine weitere Folge wäre, dass sich der Lehrermangel noch mehr verschärfen würde, weil es sich dann gar nicht mehr lohnt, als Lehrer zu arbeiten. Ohnehin gibt es nicht zuletzt deswegen schon heute zu wenig Lehrer.
Ich habe einen bekannten Lehrer, der viele Jahre in der freien Wirtschaft gearbeitet hat. Seit diesem Schuljahr ist er wegen der Krise wieder in die Schule gegangen. Er sagt, dass die Krise ihn zu diesem Schritt gezwungen hat, er aber wieder verschwindet, sobald die Krise wieder vorbei ist. Die Arbeit in der Schule ist ihm zu anstrengend und das Geld viel zu wenig.... Ist doch komisch oder?
Was bitte würde denn das "Erreichte" bei einem Lehrer sein? Der Notendurchschnitt der Klasse wie in Amiland? Lächerlich...
Aus Ihren Anmerkungen lese ich heraus, dass Sie mit Ihrem eigenen Gehalt unzufrieden sind.
Mit etwas mehr Einsatz in Ihrem eigentlichen Job und etwas weniger Neid auf die Lehrer, würden Sie vielleicht auch das bekommen, was Sie meinen verdient zu haben und bräuchten nicht versuchen, Ihren Frust mit sinnfreien Postings zu mildern...
Ich wünsche wirklich allen Neuen in unserem Job eine bessere Zukunft und das sie das, was sie im Interesse der Schüler verwirklichen wollen auch anbringen können.
Sorry.... desillusioniert, eingebremst, eigenverantwortliche Denken ist nicht gewollt,
okay... entspreche ich halt dem Bild in der Öffentlichkeit und arbeite nur noch für die Ferien... Gute Nacht
ich bin nach zehn jahren schule ohne jeden abschluss von lehrer sprichwörtlich von der schule gejagt worden. ich hatte von lehrern bezeugt(!) somit nicht mal das vermögen zu einem einfachen hauptschulabschluss. keiner der lehrer hat seine eigentliche arbeit gemacht. nämlich mir freude am lernen zu vermitteln, diese in mich zu tragen. statt dessen wurde es mir im wahrsten sinne von meist intellektuell mittelbegabten lehrern ausgetrieben. kindliches "fehlverhalten" wie dazwischenrufen oder stören des super unterrichtsklimas wurde mit vor die tür setzen und sonstigem schneiden beantwortet. mir wurde das und ich wurde dem lernen sozusagen entzogen. sowas steigert frust... ein sprichwörtlicher teufelskreis. mehr stören, kein bock mehr auf diesen depperten sauladen, wieder vor die türe setzen... einige (wohl gemerkt einige!) lehrer in meiner schullaufbahn wurden sogar handgreiflich gegen mich.
aber genug davon. heute jedenfalls bin ich arzt. und sogar ein relativ guter. sicher nicht der beste, aber schon ein gutes stück weit geil. daneben studiere ich aktuell spaßenshalber noch zahnmedizin, gehe in sprachkurse usw. und ich sage, weniges ist toller als lernen.
wenn ich jetzt davon ausgehe, dass ich dem grundsätzlichen erheblichen intellektuellen potenzial bei einigen unschön formulierten "schulabgängern" nach kein einzelfall bin, muss ich sagen, dass anhand solcher "durchfaller" sehr wohl misserable qualität von lehrern messbar ist. wo es bei dreißig folgsamen und stillen kinderlein ein leichtes ist, unterricht aufzuziehen, ist die arbeit läppisch. arbeit als lehrer fängt ganz woanders an. freude am lernen zu vermitteln. ich habe viele lehrer in den jahren gesehen und erlebt. und ich bin der meinung, dass man aus verschiedensten gründen von fünfen mindestens drei in die tonne hauen kann. sie machen vielleicht "ihre arbeit". vor allem dort wo es routine ist. aber zu mehr sind sie selten in der lage. sie sind ganz schnell an ihren grenzen und darüber hinaus lassen sie nichts gelten. ein schüler, der sie intellektuell wenigstens hier oder dort übertrumpft, sich nach ihren verhaltensregeln aber fehl verhält, ist einfach ein schlechter schüler. und bekommt eben auch solche noten. umgekehrt ist der brave mittelmäßige ein schüler mit guter oder sehr guter
bewertung.
nebenbei habe ich in der schule vor allem eins gelernt. noten sagen tatsächlich fast nichts über den schüler. höchstens dass er sich so oder so dem lehrer gegenüber verkaufen konnte. viel mehr aber sagen sie etwas über den lehrer. was aber ist denn tatsächlich der sinn von noten?
und mister m, wenn sie geld brauchen, schnorren sie mich einfach an. keine falsche scheu.
also bleibe ich dabei, dass sie, bevor sie von höheren verdienst reden, sich diesen erstmal verdienen müssen. und das gro verdient das zu viele geld eben nicht. schade für die wenigen guten unter ihnen.
Dass Sie die Kurve doch noch gekriegt haben, liegt also nicht daran, dass Sie sich entwickelt und verändert haben? Sind sie so fremdgesteuert?
Sie sind zudem ein ganz schön egomaner Konsument. Sie lehnen sich zurück und warten ganz entspannt darauf, dass der Lehrer ihnen Lernfreude vermittelt? Das ist ja auch seine Aufgabe, also soll der das mal machen
Übrigens: Sie müssten ja irgendwann Abitur gemacht haben. Geschah das etwa ganz ohne Lehrer?
Übrigens: Von welchen Arbeitslosen sprechen Sie? Schon mal davon gehört, dass sich Studenten gar nicht erst für das Lehramt entscheiden?
Ich habe selten so viel Schwachsinn gelesen.
Meinen Sie, es würde Sie überfordern, wenn Sie sich ein bisschen dezidierter ausdrücken würden oder ist Überheblichkeit ihre einzige Stärke?
ok, das wörtchen alles klammern wir mal aus. aber sonst haben sie es richtig erfasst.
"Dass Sie die Kurve doch noch gekriegt haben, liegt also nicht daran, dass Sie sich entwickelt und verändert haben?"
dass ich ihre metaphorische kurve gekriegt habe, liegt natürlich an meiner persönlichen entwicklung. auch das haben sie voll umfänglich gecheckt. lehrer haben dazu ja leider zu wenig begetragen, oder eben vor allem gegengesteuert.
"Sind sie so fremdgesteuert?"
ich muss mich korrigieren. sie haben es wohl doch nicht verstanden, wie es den satz zuvor noch leicht durchschimmern wollte. leider doch zu wenig blickig im gesamten...
"Sie sind zudem ein ganz schön egomaner Konsument."
och, bin ich gar nicht. im gegensatz zu ihnen studierte und studiere ich beispielsweise was halbwegs anspruchsvolles. und ganz gewiss bekam und bekomme ich da weniger vorgekaut, als es im system schule der fall ist. sie erinnern sich, wie schule funktioniert? kennen sie den unterschied zwischen schulischer und universitärer schulbildung? und jetzt frage ich sie mal, was hat eher was mit konsumieren zu tun?
aber hauptsache sie haben mal ordentlich ins horn geblasen...
"Sie lehnen sich zurück und warten ganz entspannt darauf, dass der Lehrer ihnen Lernfreude vermittelt?"
ach gottchen. darauf warte ich nun gewiss schon lange nicht mehr. aber ja, das ist eine aufgabe eines lehrers. genau das. lernfreude vermitteln. und nicht im gegensatz dazu diese auszutreiben. darüber jetzt einfach mal ein, zwei tage nachdenken. nehmen sie sich die zeit, wenn es eben länger dauern sollte.
bei ihnen persönlich mag es anders gewesen sein, weswegen sie sich vielleicht auch an kein vernünftiges studium wagten, aber menschen haben erstmal von grund auf eine wissbegierde.
"Das ist ja auch seine Aufgabe, also soll der das mal machen"
exakt! wir verstehen uns..
"Eltern oder gar die Schüler selbst sind natürlich für nichts verantwortlich... man, man, man..."
nee, man, man, man. nee... wir verstehen uns doch nicht. wer bitte außer ihnen hat das gesagt? kennen sie schopenhauer? seine kunstgriffe?
kunstgriff 1: erweiterung
die behauptung des gegners erweitern, verallgemeinern und übertreiben. dadurch wird die aussage leichter angreifbar.
"Übrigens: Sie müssten ja irgendwann Abitur gemacht haben. Geschah das etwa ganz ohne Lehrer?"
hey, sie haben recht. und um ihre frage zu beantworten: nein. teilweise waren es sogar wirklich gute. eine lehrerin im zweiten bildungsweg war sogar die beste, die ich je hatte.
"Übrigens: Von welchen Arbeitslosen sprechen Sie? Schon mal davon gehört, dass sich Studenten gar nicht erst für das Lehramt entscheiden?"
das erschließt sich nicht? mmh... ok, dann eben kindgerecht: wovon reden wir grundsätzlich? von lehrern? was liegt also jetzt am nächsten? von welcher arbeitslosigkeit reden wir? na? sie kommen drauf. und falls doch nicht, ich helfe gerne. einfach nochmal nachfragen.
und ja, ich habe davon gehört. und ich kann es nachvollziehen. warum sollte man das auch machen, wenn man was vernünftiges studieren kann. wohl gemerkt: wenn man es kann!
"Ich habe selten so viel Schwachsinn gelesen."
das dachte ich mir auch gerade. bei ihnen ist es ganz gewiss nicht sonderlich weit her. mit verlaub, und verzeihen sie meine unhöflichkeit, ich halte sie für... ach, ich spare mir charmant den kommentar.
"Ich habe selten so viel Schwachsinn gelesen."
das dachte ich mir auch gerade.
Bevor das noch mehr denken, würde ich darum bitten, etwas mehr Sachlichkeit zu wahren.
darin liegt der schwindel. sie versuchen es so darzustellen, dass es zu wenige lehrer gibt, weil es sich nicht mehr lohnen würde, als lehrer zu arbeiten.aber der lehrermangel ist kein ergebnis dessen, dass es zu wenige lehrer grundsätzlich erstmal gibt und auch nicht dessen, dass zu viele aussteigen.
sie versuchen sich also falscher argumente zu bedienen.
[Beitrag wg. Unsachlichkeit gekürzt, Redaktion 12.01.2010]
Und da heißt es immer, Lehrer seien arrogant.
und überlegen sie sich mal, was sie ganz nüchtern und von einer völlig anderen seite betrachtet für einen volkswirtschaftlichen schaden anrichten (können), wenn sie leute durch ihr zum großen teil ganz persönliches, zum kleinen teil vorgegebenes raster fallen lassen, die dann dem staat (also allen) nur weitere koste verursachen. von der schlimmsten fall sozialhilfe, über die durchschnittlich geringeren steuereinnahmen, bis zum besten falls langen und kostspieligen weg heraus aus dem sumpf.
das wäre doch utopisch vielleicht ein sehr guter, absolut nüchterner und zu objektivierender maßstab für gute oder schlechte lehrerarbeit: welchen volkswirtschaftlichen nutzen leistet er bzw. welchen volkswirtschaftlichen schaden richtet er an. wobei die volkswirtschaft meiner meinung nach vom philosophen so sehr profitieren kann, wie sie es vom glasermeister tut. die einschränkung der persönlichen möglichkeiten eines menschen durch die arbeit des lehrers lässt sich leider kaum messen.
und noch zu schulmeister: "Der Notendurchschnitt der Klasse wie in Amiland? Lächerlich..."
wenn sie sich meine beiträge durchgelesen haben, dürfte ihnen klar geworden sein, dass sie mir mit noten nicht kommen brauchen. es beweist unkreativität, dass ihnen nichts besseres einfällt.
in unserem systen sind leider alle viel zu notengläubig (lehrer, eltern und schüler), obwohl jedem mit gesundem menschenverstand und etwas nachdenken sofort klar werden sollte, dass noten, und jetzt wiederhole ich mich, fast gar nichts belegen.
und schülerfreund: jetzt nochmal einige ruhigere worte von mir. lassen sie es bitte bleiben, unvermögen der lehrer zum unvermögen der eltern und/ oder schüler zu erklären. auch das ist ein alter und immer noch falscher hut und wird so gerne phrasenhaft genutzt. drücken sie sich nicht vor der eigenen verantwortung. wenn es gut läuft, hat der lehrer beste arbeit geleistet, wenn es schief geht, waren schüler und eltern schuld. der lehrer hat aber dennoch sicher sein bestes gegeben.
und bevor sie jetzt erwidern und das ganze wieder umdrehen umzudrehen versuchen, überlegen sie sich in meinem persönlichen fall, was ich auf eigenen beinen und ohne lehrer angestellt und erreicht habe und wie es zuvor in der schule unter obacht und dem pfusch der lehrer für mich ausging. ein von ihnen jetzt vielleicht gerne gesehenes, vorgeschobenes scheiern in verantwortung meiner selbst läuft also einfach und völlig ins leere.
universität heißt die einrichtung. mit berieseln wird es aber nüscht und schweineviel geld kann sein... muss aber nicht
"kenne so viele ärzte, die nicht viel auf dem kasten haben, ausser mir ruhe und aspirin zu verschreiben."
was heißt außer. ist oft das beste und ausreichend.
"dich kann ich auch mal nach 20 uhr kostenlos anrufen, mir ein paar infos holen."
nein, kannst du nicht. du wirst meine telefonnummer nirgendwo finden und kostenhlos ist weder der anruf, noch meine arbeit.
"dann komme ich in deine sprechstunde am nächsten tag, natürlich mit termin, vielleicht aber ein stündchen zu später und führe mich auf wie die sau im walde. hoffentlich hast du dann ein händchen für mich, wenn ich auch noch mit den mitpatienten streit anfange und vielleicht die sprechstundenhilfe verkloppe."
jein, wenn du nach deinem termin kommst, ist es dein ding. du musst halt damit leben, nicht gleich dran zu kommen. helfen würde ich dir auch, wenn du der schlimmste schwerverbrecher bist. wenn du streit anfängst, fliegst du raus.
"du hast ja verständnis und verurteilst mich nicht gleich. wir können das dann bestimmt in deiner freizeit gütlich regeln, kostenfrei."
ich verurteile niemanden. ist nicht mein job. deswegen frage ich auch nicht, wenn typen vom maßregelvollzug mit ihren bewachern zu mir kommen, was sie angestellt haben. ist nicht mein job und hat mich nicht zu interessieren. kostenfrei ist meine leistung aber nicht.
"vielleicht bekomme ich dann sogar noch die behandlung eines privatpatienten ohne aufpreis. kürzere wartezeiten und bessere medikamente."
auch das nicht. und privatmedikamente sind nicht besser. du musst nur nicht zuzahlen, so du denn privatversichert bist.
"ich hoffe auf dein verständnis und freue mich schon auf die show, die ich dann wöchentlich in deiner praxis - ich gehe mal davon aus, dass du eine hast- aufführen werde."
ich habe keine. und es ist schön, dass du dich auf den besuch bei mir freust. bin ja auch ein dufter kumpel.
jetzt aber mal zurück auf das, worauf du so dümmlich übertragen anspielen möchtest. ich nehme mal mich als beispiel. wie ich bereits erklärt habe, bis es bei mir völlig gegen den baum lief, war es ein langer weg. es ist nicht so, dass die kinder den frust auf die schule aus dem nichts entwickeln. der wird in sie hineingetragen. und ich behaupte auch und vor allem durch die lehrer. meinen sie, ich kam in der ersten gefrustet in die schule?
"schuld bist im endeffekt du, da du ja im studium gelernt hast mit patienten umzugehen."
nein du. denn du bist ja kein kleines kind mehr. wenn du natürlich als sechsjähriger zu mir kommst, sehe ich dir weit mehr nach. wenn du nur (oder eben viel) schlechte erfahrungen mit mir oder anderen tagtäglich ab deinem sechsten lebensjahr gesammelt hast, weil ich und kalle und andere ärzte nur scheiße bei dir gebaut haben, verstehe ich deinen frust gegenüber ärzte im alter von sechszehn nur sehr, sehr gut (ich bin nämlich selbstkritisch und bemühe mich umso mehr um dich, statt mir zu denken, was du doch für ein penner bist)
"ich vertraue dann mal ganz auf deine fähigkeiten. vielleicht kannste mir auch gleich noch einen hunderter mitgeben, da ich ja nix gelernt habe und du soviel geld hast, will auch mal wieder die sause machen, so leben wie du."
dass du nichts gelernt hast, muss an deinen lehrern gelegen haben. damit habe ich nichts zu tun.
"nenn mir deine praxis oder das krankenhaus in dem du arbeitest, ich komme gerne mal vorbei und zeige dir was es heißt, jemanden vor sich zu haben, der absolut keinen bock auf deine miese gesundheitserziehung hat."
sana-ohre-klinikum. und wie gesagt, den bock hast du nicht meinetwegen nicht mehr, weil ich dir gegenüber ab deinem kindesalter schlechte arbeit geleistet hast. aber dennoch wirst du bei mir immer die beste medizinische betreuung erhalten. darauf habe ich sogar einen eid geleistet.
"ich freue mich auf dein gesicht, wenn ich dir dafür die schuld gebe und dafür noch geld von dir verlange."
ach, geld bekomme ich von dir (oder deiner kasse). schuld kannst du mir geben. wo sie berechtigt ist, würde ich sie mir zu herzen nehmen. wie ist das mit dir?
"solltest vielleicht mal ne fortbildung machen und dich vorbereiten auf das chaos, welches ich anrichten werde- mit einem lächeln auf dem gesicht."
wie ist es mit dem chaos, welches du bei den dir schutzbefohlenen kindern angerichtet hast?
übrigens: thema verfehlt - 6
und muss ich ihnen noch erklären, warum das eine nicht im ansatz mit dem anderen vergleichbar ist? oder kommen sie selbst drauf?
ich frage mich, was daran unsachlich ist, wenn ich auf "schöner kann man seine Ahnungslosigkeit nicht zum Ausdruck bringen" anworte, dass man von ahnungslosigkeit kaum reden kann, da sich das thema schule und auch die lehrerausbildung und alles darum in keinem großen nebel befindet und dass ja jeder von uns viele, viele jahre seines lebens tagtäglich erfahrung mit schule gesammelt hat.
Und da heißt es immer, Lehrer seien arrogant."
dann spielen wir eben ping-pong: "schöner kann man seine Ahnungslosigkeit nicht zum Ausdruck bringen"
ja, im medizinstudium muss man sehr viel auswendig lernen. haben sie es drauf, innerhalb zweier wochen hundert seiten buch auswendig zu lernen? in nur einem fach... ist schon anspruchsvoll.
daneben aber ist das medizinstudium ein wissenschaftliches und beispielsweise laborarbeit und dergleichen nimmt einen sehr hohen stellenwert ein. man lernt in einzelnen fächern forschen, wissenschaftliche daten auswerten, beurteilen. und daneben immer schon auswendig lernen von faktenwissen.
wussten sie, dass die medizin das fachgebiet ist, in dem mit riesigem abstand die meiste wissenschaft, die meiste forschung betrieben wird?
wo sie teilweise recht haben, ist der punkt, dass die medizinische doktorarbeit nicht mit einer naturwissenschaftlichen konkurrieren kann. aber da ist eine pädagogische auch kein leuchtendes positivbeispiel.
ach, ich habe übrigens mal eine zeit neben meinem medizinstudium neurowissenschaften studiert. und sie? sie hatten viel frei?
wie sieht beim thema wissenschaft und wissenschaftlichkeit in der schulpädagogik aus?
"wenn ich auch noch mit den mitpatienten streit anfange und vielleicht die sprechstundenhilfe verkloppe."
in meiner schullaufbahn habe ich nie übergriffe durch schüler gegen lehrer mitbekommen. was ich sehr wohl erlebte waren mindestens voer übergriffe gegen mich, die mir erinnerlich sind. in der ersten klasse (es war in achtzigern und nicht etwa noch fünfzig jahre zuvor) schlug mir meine lehrerin, ich war ja immerhin schon sechs, sieben, meine fiebel auf den kopf. in der vierten, fünften klasse würgte mich mein werkenlehrer im schwitzkasten und zog mich über die schulbank. dafür hat er mich extra in einen leeren klassenraum gezogen. wir waren ihm während der pause zu laut auf dem flur. mein mathelehrer in der sechsten klasse zog mich aus dem unterricht und würgte mich auf dem flur mit der wand gegen die wand. und in der achten, neunten klasse schlug mir mein sportlehrer aus einem meter entfernung einen medizinball ins gesicht. kleiner schubsereien, am arm oder einen schlawitchen packen und durch die gegend zerren habe ich schon weitgehend verdrängt.
"du hast ja verständnis und verurteilst [...] nicht gleich."
ich wette, du besteht jetzt darauf, dass schuld etwas individuelles und nicht übertragbar und zu verallgemeinern ist? und hey, vielleicht war der schüler (also ich) ja schuld? zumindest teilweise?
ich bin 35 und als Seiteneinsteiger an einer Realschule in NRW als Musiklehrer tätig! Ich habe die Anstellung im Schuljahr 2004/2005 bekommen und 1 Jahr vorher mit "Geld statt Stellen" an derselben Schule gearbeitet!
Leider ist die Einstufung in BAT damals sehr schlecht gewesen und Bewährungsaufstiege sind nach dem neuen Tarif gestrichen worden!
Wer hier im Forum, kann mir vielleicht Tips oder Adressen nennen, wie und wo ich noch höher Eingestuft werden kann! Habe z.Z. Fallgruppe 9 Stufe 2!
Weiß jemand irgendwelche Seminare, Weiterbildungen etc. die ich als Seiteneinsteiger besuchen kann und die zu einer Höhergruppierung führen könnten?
Wäre über antworten an "Musikrichi@t-online.de" sehr dankbar!
Habe an der Schule wirklich meinen Traumjob!
Bitte helft mir!
Schade dass Sie die Gelegenheit nicht ergriffen haben, Lehrer zu werden. Sie hätten uns allen mal zeigen können, wie das richtig geht in unserem Beruf.
Oder war da der Verdienst (um auf das Thema zurück zu kommen) doch zu niedrig?
Th
über den "Scheiß", den unser überaus intelligenter, wohlhabender Lehrerhasser Haster schreibt, kann ich im Grunde nur lachen. Alles, was dieser Primitive schreibt, beweist nur, dass er vom Lehrerjob keine Ahnung hat. Also, warum regen wir uns so auf? Das will der Typ doch nur. Außerdem ... habt ihr mal seine Texte gelesen? Musste einige Sätze wegen der vielen Grammatikfehler mehrfach lesen. Da vergeht mir schon die Lust ...
Ein Mitglied der -zugegebenermaßen- erweiterten Schulleitung horcht an Türen.... Ich hab das so satt, ich denke, wenn es überhaupt die geringste Chance gibt, den Beruf zu wechseln, werde ich es machen... auch für weniger Geld, wenn ich sicher sein kann, dass mir keine Sau aufs Maul guckt...
Ich habe in fast 25 Jahren mein Bestes getan, viele aussichtslose Fälle schütteln mir nach Jahren die Hand, das und genau das ist mein Lohn gewesen... aber jetzt ist das Maß voll, ich wünsche jeder Schulleitung wenigstens einen "Grundkurs" in Personalführung...
Jedes Engagement wird im Keim erstickt.... Projekte in den Papierkorb geworfen, ohne sie anzusehen versteht sich.... hinterrücks von Kollegen Messer geworfen... weil es ne Stelle mit mehr Kohle zu vergeben gibt.... ätzend, ich hab das sooo satt...
aber 4.600 Euro + Weihnachtsgeld und die vielen Ferien... toll... nebenbei...es ist NUR unterrichtsfreie Zeit......
Ab jetzt verkaufe ich ehrliche Wurst bei Real... noch ein wenig nebenbei bei Ebay.... und der verantwortliche Rest kann mich kreuzweise...
Kein Wunder, dass bei den Regierungen und den Schulleitungen keiner mehr Lehrer werden will, von dem Entgeld für Angestellte ganz zu schweigen...
Sooo der Dampf ist raus, der Rest ist Schaulaufen, ich habe das gefunden, was ich gesucht habe.... das hindert mich nicht, als
aktueller Lehrer hier wieder meinen Senf dazuzugeben...
macht was, was Euch nebenbei zufrieden macht... und noch eine Bemerkung sei gestattet....
Bitte, bitte besucht mal für eine Stunde eine Kinder-Krebs-Station.... dann bekommt Ihr nen anderen Blick fürs Leben und jeder Schulleiter, der Übles will, geht Euch am Arsch vorbei... glaubts mir.... es gibt immer den Blick der Kinder, die nur neun Jahre alt werden.... dagegen verblasst alles.... sorry... passt hier nicht her, aber musste sein, weils mich beschäftigt...
Ich möchte vorweg gerne ausdrücken, dass ich extrem viel von Meinungsfreiheit halte und selbst Menschen wie diesem "haster" seine Meinung zugestehe.
Ich frage mich nur, ob wir uns das antun müssen, ihn hier wild um sich bashen zu lassen. Er hat offensichtlich nicht mehr zu bieten als Arroganz und Selbstherrlichkeit, aber ganz bestimmt keine Ahnung von unserem Beruf.
Liebe Redaktion,
ich kämpfe täglich für meine Schüler. Ich bin für Eltern immer erreichbar und habe für fast alles Verständnis. Ich versuche auch zum 100sten Mal den ganz schwachen Schülern die Bruchrechnung nahe zu bringen. Ich kämpfe für ein sozial angepasstes Verhalten, Anstrengungsbereitschaft und all das Verhalten, was die Betreibe so sehr verlangen. Ich komme gerade aus einem Gespräch mit der Berufsberatung, wie man den Schülern besser in den Sattel helfen kann. Ich gehe auf sie ein, zeige ihnen Perspektiven und nebenbei mache ich auch noch Unterricht.
Hier möchte ich mich mit Kollegen austauschen und gegenseitig evtl. Ideen bekommen oder geben. Ich möchte hier ein gegenseitiges "Sich-Mut-machen" erleben, denn unser Beruf ist nicht selten aufreibend genug.
Wenn ich hier ein Forum vorfinde, in dem irgendwelche rechtschreibschwachen Einfaltspinsel sich für die Größten halten und es als Glanzleistung empfinden auf Lehrer im Internet unreflektiert und anonym "loszuballern", dann weiß ich nicht, ob ich hier richtig bin. Auch der Name dieser Seite wäre dann falsch. Ich möchte mich hier weder solchen Angriffen ausgesetzt sehen noch mich rechtfertigen oder verteidigen müssen. Ich möchte mich hier austauschen (durchaus auch gern kontrovers).
So jemand wie dieser haster, der eh nichts außer seiner eigenen Meinung zulässt und wirklich keine Ahnung zu haben scheint sollte hier nichts zu suchen haben.
Ich möchte noch mal betonen, dass ich mich gern Kritik stelle, aber solch ein Bashing, das auch persönlich wird, hat nichts mehr mit Kritik zu tun.
Ich rate allen Kollegen, diesen Menschen einfach zu ignorieren, denn er will euch gar nicht vertsehen. Es geht ihm nur darum, sein frustriertes Mütchen zu kühlen.
Wir zensieren hier grundsätzlich nur, um sitten- und gesetzeswidrige Beiträge zu unterdrücken (ebenso Beiträge, in denen Namen genannt werden). Ansonsten herrscht hier die totale Meinungsfreiheit.
Allerdings haben hasters Beiträge inzwischen sowohl inhaltlich als auch vom Umfang her das Kriterium für Spam erfüllt und werden damit seit gestern wegmoderiert.
Danke für Ihr Verständnis.
danke, das entsprach auch meinem Empfinden!
Was ich mit meiner Tirade übers Lehrer-Dasein keinesfalls erreichen wollte war: Junge, engagierte und hochmotivierte Hochschulabsolventen vom "Lehrer-Beruf" fernzuhalten!!! Was ich wiedergegeben habe, war ein momentaner Frust der aktuellen Situation!
Alles, was ich über eine Kinder-Krebs-Station gesagt habe, bleibt bestehen. Man/frau bekommt eine völlig andere Sicht aufs Leben.... Diese Sicht sollte sich jeder mal antun, bevor er/sie sich entscheidet, mit Menschen (in diesem Falle Schülern) umzugehen... Undiffernziertheit, romantische Vorstellungen oder nur die Anlehnung ans Geld und die Aussicht, mit einer Verbeamtung das Lebensziel erreicht zu haben, sind der absolut falsche Ansatz... was die Schüler brauchen sind Lehrer und Ausbilder, die an das glauben, was sie tun.... oft sind wir doch Eltern-Ersatz, Ansprechpartner, Sozialkontakt, Berater und oft auch Tröster..... wenn das, oder diese Arbeit von den Schulleitungen anerkannt werden würde, wäre Vieles einfacher....
Ich habe gelernt, Prioritäten zu setzen... und zwar um Schulleitungen herum.... ich begleite auch Schüler nach der "Schule".... das ist zwar mein "Privatvergnügen".. kostet Zeit und viel, viel Kraft, dennoch: jede verlorengeglaubte und dennoch gerettete Seele verschafft mir eine innere Genugtuung... und ich: Ich lass mir von niemandem mehr was sage, was ich tun oder lassen soll..... ich pfeiffe auf die Kohle und sehe lieber in strahlende Augen!!!!
Mit viel Anerkennung für diejenigen, die noch Lehrer werden wollen und mit viel Hochachtung vor denen, die es soooo lange ausgehalten haben, Lehrer zu sein und das mit Herz und Seele, oft auch auf Kosten des Familienlebens!!!
Es wird böse Kommentare geben, dessen bin ich mir sicher.... vieles wird aus der freien Wirtschaft kommen, Neider, Angsthabende, Chaoten und nimmermüde Besserwisser..... alles Wurscht.... kleine Siege in diesem verworrenen System... und ein Händedruck eines "aussichtslosen Falles" sind der beste Lohn......
Ich denke, der ein oder andere bzw. die eine oder andere kann meine Gedanken nachvollziehen...
Auch ich habe diesen Beruf als Seiteneinsteiger ergriffen, eine gehörige Portion Idealismus gehört dazu. Und ich liebe meinen Beruf! Mein Arbeitsbereich reicht vom Berufsschüler bis zum BVJ (das sind die, die in den Medien immer als "so schlimm" verunglimpft werden). Und ich arbeite mit allen gern, was jede Menge positive Rückmeldungen bringt. Klar ist das Belohnung, nur die Miete kann man davon eben nicht bezahlen. Ich habe noch einige Berufsjahre vor mir, und die Hoffnung auf Besserung stirbt zuletzt...
Welchen Abschluss hast Du denn? Wenn Du keinen Hochschulabschluss haben solltest, dann ist es nur logisch, dass Du nicht nach A13 besoldet werden kannst.
oder vielleicht doch weiter..., gescheiterter student? schade, dass keine uhrzeiten dabei stehen, ich bilde mir ein, die tippfuoiler werden proportional zum alkoholgenuss mehr...
zu thema:
wieviel verdienen lehrer?
ich denke keinesfalls zu viel, überbezahlt sind wir definitiv nicht, aber reich werde ich in absehbarer zeit nicht. dafür rollt nicht unser kopf, wenn wir nicht genug umsatz bringen und wir treiben auch keine steuerzahler oder anleger in den ruin.
Ich bin Floristmeisterin, habe den Beruf von der Pike auf gelernt. Dann die Fachlehrer-Ausbildung gemacht, mit Facharbeit, Lehrproben und allem, was dazu gehört. Außerdem mal 7 Semester Bio-Diplom studiert, allerdings damals leider aufgegeben (heute weiß ich, dass ich besser hätte umsatteln sollen). Fortsetzung des Studiums brächte heute nichts, da 1. zu lange her und 2. nicht direkt das, was ich bräuchte. Inzwischen habe ich 13 Jahre Erfahrung als Ausbilder (erst Umschüler ausgebildet) und Berufsschullehrerin. Diplom hin oder her, ich finde, hier sollte es andere Möglichkeiten geben. Wenigstens A12 sollte greifbar sein! Ist es hier aber nicht. Wie gesagt, ich mache die Arbeit gern. Nur die Verdienstunterschiede für mindestens dieselbe Arbeit nerven mich. Versuch mal, einen Studienrat ins BVJ zu schicken!!! Da wehren sich die meisten doch mit Händen und Füßen dagegen. Und wie gesagt, wenn sie uns Fachlehrer brauchen, sind wir für alles gut, aber bei sinkenden Schülerzahlen dürfen wir wieder zurücktreten. Ich mache gern noch einmal Lehrproben, sollen die doch in meinen Unterricht kommen! Meine Beurteilung war übrigens auch 'ne glatte "1"! Ich unterrichte übrigens vorrangig Gestaltung und Warenkunde, aber eben auch Fachenglisch, Mathe, Sprache und Kommunikation, Politik und den gesamten Bereich BVJ (außer Sport und Wirtschaftslehre habe ich also alles schon gemacht) und es hat sich noch keiner über schlechten Unterricht beschwert, im Gegenteil!
Mal davon ab, wenn ab heute alle Fachlehrer nur noch das machen würden, was in der Stellenbeschreibung steht, würde in den meisten Berufsschulen alles zusammenbrechen
Aber wie hier im Forum schon erwähnt bringt das alles wohl nichts, so lange jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht.
Ich selbst habe A13 erstmals mit 29 eingestrichen und ich würde auch sparsam gucken, wenn ein Floristmeister mit A13 besoldet wird.
Und noch einmal - ich beklage mich nicht über meine Aufgaben, denn ich erledige sie gern. Ach was, es hat sowieso keinen Sinn, hier weiter zu reden, denn nur wer in meiner Lage ist, kann das auch verstehen. Klar, wenn ich das Diplom in der Tasche habe, kann ich mich weit aus dem Fenster lehnen. Und über die minderqualifizierten urteilen - das erlebe ich ja auch von Kollegen. Ich stelle da eher die Frage: Braucht ihr eine, die es studiert hat, oder eine, die es kann???
Inge Voltmann-Hummes:Traumjob Sportlehrer/in?: Belastungserleben und Selbstwirksamkeitserwartung von Schulsportlehrkräften
Wolf D Miethling: Belastungssituationen im Selbstverständnis junger Sportlehrer
solche lehrer braucht das land. wahnsinn!
komm, sport und bwl schaffst du du auch noch!!
Könnt ihr nicht mal die Beiträge so umstellen, dass immer die aktuellsten zuerst gezeigt werden? Ist echt nervig, immer erst blättern zu müssen...
@ernie
Logo, und dann spende ich noch die Hälfte meines Gehalts an das Bildungsministerium
Stimmt, das Blättern nervt. Das ist aber nur bei den wenigen Beiträgen notwendig, wo es mehr als 100 Kommentare gibt.
Die Reihenfolge umzukehren ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll, da es den gängigen Erwartungen (Kommentare = meistens in aufsteigender Reihenfolge sortiert) entgegenlaufen würde, sorry.
Ich erlaube mir eine deartige Wertung, weil mein Vater selber Lehrer war (StudDir), sowie 3 Cousins und 2 Onkel es ebenso geworden sind.
Und die Abkürzung von Studiendirektor ist StD, auch das könnte man als Allgemeinbildung klassifizieren, zumal der OStD auf allen Gymnasialzeugnissen unterschreibt.
Wer Rechtschreibung kritisiert, sollte selbst mindestens die Kommasetzung bei Relativsätzen beherrschen (1. Satz) oder war das bei dir nur ein Tippfehler?
Sorry, ich bin " nur" Hauptschullehrerin und das mit einem Abi von 1,7. Die Wahl des Lehramts habe ich nicht aufgrund die Abi-Note getroffen.
Übrigens: Ich hatte auch einen Studienplatz in Zahnmedizin. Aber wie sagt man so schön.... Ich war jung und wollte die Welt verbessern.
Ich glaube bis heute, dass meine Berufswahl richtig war. Als Abiturient wusste ich nicht, dass Gymnasiallehrer mehr verdienen. Die Dimensionen hätte ich damals auch nicht erfasst. Heute hängt meine Überlebensfähigkeit auch nicht davon ab, ob ich A12 oder A13 kriege, aber es ist einfach nicht gerecht.
Ich muss mich wohl entschuldigen...
beschämte Grüße!
Reicht es bei einem Wechsel der Email-Adresse, wenn ich zukünftig einfach nur die neue Adresse eingebe?
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Es ist doch nun mal so, dass wir mit unserem Gehalt (egal ob angestellt oder verbeamtet) erst mal zurecht kommen. Klar, besser gibt es immer. Schlechter auch.
Ungerecht ist die unterschiedliche Bezahlung auch. Keine Frage.
Allerdings ist man auch als Beamter schon irgendwie an seinen Dienstherr "gebunden" (jedenfalls fühlt sich das bei mir so an - einfach mal wechseln in einen anderen Job ist nicht, ich habe mich auf Lebenszeit an König Roland verkauft). Aufgeben tut man das noch viel weniger leichtfertig als einen Angestelltenvertrag.
Und - das wissen wir alle - da liegt ein Problem. Nämlich, dass es viele tolle, engagierte Kollegen, aber auch viele Flitzpiepen gibt.
Die Arbeitsbedingungen sind sehr unterschiedlich - und sie werden nicht besser. Das wissen wir alle, darüber brauchen wir uns gegenseitig nichts vorjammern.
Überflüssig finde ich die Vergleiche mit anderen Berufsgruppen (Ärzte). Nur weil deren Bedingungen bescheiden bis be**** sind, müssen die von anderen Berufen das nicht auch sein.
Die Wochenstundenzahlen kann man innerhalb unserer Berufsgruppe nicht vergleichen und erst recht nicht darüber hinaus.
Jedenfalls kenne ich Leute, die in einer Stunde Arbeit 15 Minuten Raucherpause integrieren und so auch im Büro auf effektive 45 Minuten kommen. Aber auch hier gibt es schwarze und weiße Schafe.
Allenfalls vergleiche Länderübergreifend wären sinnvoll.
Ich schließe mich meinen Vorrednern an:
a) an einige: hört auf, euch gegenseitig zu überbieten im Jammern (denn: wem die Arbeit zu viel ist, der kann auch in die "freie Wirtschaft" wechseln, wenn er denn mit seiner Ausbildung etwas findet).
b) seit solidarisch - innerhalb der Kollegien und auch hier. Unser Ziel sollte es doch sein, die Umstände für alle besser zu machen und nicht, dem anderen etwas wegzunehmen
c) Lasst das mit dem "Feindbild Eltern". Das macht einen unseriösen Eindruck, denn es pauschalisiert. Die meisten Eltern geben sich Mühe, die Probleme liegen auch bei ihnen (wie auch in der Schule!) meist an den Umständen (oder ist hier keiner selber Eltern und weiß, dass Kinder auch mal machen was sie wollen oder das man natürlich sein Kind vor dem Lehrer in Schutz nimmt? Das tun Lehrer als Eltern doch selber!)
d) klingt nach Weichspüler?
Tja, es ist ein hartes Stück Arbeit sich den im Job zu erhalten, denn neben den Tücken des Alltags sind es vor allem die Kollegen, die einen mit herunterziehen.
Ich hoffe jedenfalls, es wird mir auch in den nächsten Jahren meines Berufslebens gelingen, nicht ständig von "den Schülern" zu sprechen sondern von einzelnen Kindern
e) tatsächlich: ich distanziere mich von vielen solchen Lamentis im Bekanntenkreis, entschuldige mich aber weder dafür, verbeamtet zu sein, noch dafür, überhaupt (mit meinem Diplom und einem Referendariat wie alle 1. Staatsexamensabsolventen auch) Lehrerin geworden zu sein.
Allerdings weiß ich auch, dass ich nach einem Jahr Verbeamtung immer noch jahrelang mein Bafög abbezahle, mein neues Auto (hier auf dem Land gibt es keinen ÖPNV) und auch meinen Umzug über 200km noch bezahlen muss (wer verbeamtet wird bekommt als Arbeitsloser nämlich den Umzug nicht bezahlt und ich musste innerhalb von einer Woche umziehen dank der kurzfristigen Entscheidungen der Einstellungsbehörden, da war ein Umzugsunternehmen notwendig).
Ich bekomme mit A13 (Realschule Hessen) "netto" (ohne PKV) 2500 € mit 6 Jahren Berufserfahung.
Das ist fair und in Ordnung.
Schmerzensgeld möchte ich es nicht nennen, das wird den Kindern nicht gerecht - auch wenn es Tage gibt, an denen ich kurz davor bin
einemal 1 Woche Schuldienst, wahrscheinlich legt sich dann das Neidgefühl
Die "Dimensionen" zwischen A12 und A13 sind sind nun wirklich nicht riesig. Sicher kann man sich als Hauptschullehrer ärgern, dass Realschullehrer häufig A13 bekommen, aber dass Gymnasiallehrer mehr verdienen, sollte eigentlich klar sein. Sicher hat man an anderen Schulstufen mehr Problemschüler, aber die Ausbildungszeit sowie die Korrekturzeiten bzw. Belastungen und Unterrichtsvorbereitung in der Oberstufe rechtfertigen meiner Meinung schon einen Mehrverdienst. Ich selbst habe beispielsweise auch 1,5 Jahre an einer Grundschule als Vertretungslehrer gearbeitet. Ich kenne zudem genug Gymnasiallehrer, die sich fragen, warum sie nicht Realschullehrer geworden sind, da die Besoldung nahezu identisch ist. Sicherlich hat man dort kaum Karriereschancen, aber "Karriere" machen auch am Gymnasium nur Leute, die in die Schulleitung aufrücken und A15 verdienen.
Diesen „Wert“ konstitutieren die „inneren Reichsparteitage“ eines ausgelebten Helfersyndroms ebenso nur zu einem (geringen) Anteil wie die Bezahlung, die Pensionsaussichten oder das gesellschaftliche Ansehen. Usw. usf.
Deswegen scheint mir die Reduktion auf den Lohnaspekte im oben angepinnten Beitrag und die hier daran anschließende Debatte um Ruhm und Ansehen des Lehrberufs - mit Verlaub - arg verkürzt.
Eine verbeamtete Lehrperson kann nie genug verdienen, wenn sie oder er unter dem Arbeitsdruck - der von Schule zu Schule stark variiert - leidet, das Fach nur noch langweilig oder zu SchülerInnen und KollegInnen keinen Draht mehr findet. Die viele Freizeit ist dann auch weg. Denn die wird mit einer der Verbeamtung gleichkommenden Sicherheit dann in der Therapie oder auf dem Sofa bei der Zwangsbetankung verbracht. Da hilft dann auch die Mitgliedschaft im Bematenbund und beim Philologenverband nicht mehr.
Eine an sich womöglich gering entlohnte Lehrperson mit 12WS Deputat in Anstellung kann der glücklichste Mensch der Welt sein, wenn sie
- die Zeit für die Familie (sofern selbige ernährt werden kann),
- die Zeit für den Sport, Ehrenamt oder sonstige Hobbies,
- die Freiheit, dem Chef auf die Aufforderung zu Zusatztätigkeit XY einfach "Nein" sagen zu können,
- den genehmigungsfreien 400EUR-Nebenjob, der eigentlich nur dem Enthusiasmus geschuldet ist, und
- die womöglich vorhandene Wertschätzung der KollegInnen, Schüler und Eltern
in die Kalkulation einbezieht. Man muß doch hoffentlich nicht erst religiös werden, um zu bemerken, daß nicht alles gekauft werden kann.
Zudem sollte auch bei verbeamteten Lehrern in einem Fünf-Jahres-Turnus eine Überprüfung der jeweiligen Tätigkeit erfolgen, und zwar bis zum Eintritt in die Pensionierung (mittels Unterrichtsbesuchen und eines "Leistungsprotokolls", das jeder Lehrer führen sollte). Somit käme wieder Schwung rein in die Beamtenlaufbahn, in der sich leider sehr viele Schwarze Schafe unseres Berufes bequem einrichten und meinen, sie müssten nichts mehr zusätzlich leisten.
Ich finde es schlicht ungerecht, dass engagierte Lehrer, die sich auch nach mehreren Jahren nachmittags hinsetzen und eine ausgefeilte Unterrichtsplanung durchführen, kreative AGs anbieten, sich sehr für einen engen Kontakt mit Eltern einsetzen etc. das gleiche Geld bekommen wie die Kollegen, die nicht mehr machen als notwendig. Es müssen mehr Anreize geschaffen werden, auch im Lehrerberuf muss sich Leistung lohnen! Um ein geeignetes Modell zu erarbeiten, sollte sich der Staat auch nicht davor drücken, sich mit der freien Wirtschaft abzustimmen.
Viele Grüße von Mike
 
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