Selbstevaluation

Evaluation an Schulen - professionelle Messinstrumente 27.04.2006, 14:27

Die Bertelsmann-Stiftung stellt fast kostenlos ein umfassendes, professionelles Konzept zur Selbstevaluation von Schulen bereit: das Steuerungsinstrument "SEIS" (Selbstevaluation in Schulen).

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Unter das-macht-schule.de stellt die Bertelsmann-Stiftung eine integrierte, vollständige Lösung für die Selbstevaluation von Schulen zur Verfügung. Alle Punkte, die für Schulentwicklung und Qualitätssicherung von Wichtigkeit sind, werden abgedeckt: Bildungs- und Erziehungsauftrag, Lernen und Lehren, Führung und Management, Schulklima und Schulkultur, Zufriedenheit. Befragt werden je nach Bedarf SchülerInnen, LehrerInnen,  Eltern und (nicht pädagogische) MitarbeiterInnen.

Ablauf der Evaluation

Man hat sich als Schule zu registrieren und bekommt dann Zugriffe auf die “Messinstrumente” (=Fragebögen). Die Evaluationen können online oder auf Papier durchgeführt werden. Vom SEIS-Projekt wird ein außerordentlich umfangreicher, differenzierter Bericht erstellt (Beispiel für einen anonymisierten, 136seitigen Standardbericht (pdf)).

Kosten

Die Durchführung der Evaluation kostet ein Nasenwasser. Wird die Evaluation online vorgenommen, kostet eine komplette Erhebung schlappe 80 Euro. Entschließt man sich für die Papierform, werden je nach SchülerInnenzahl und Kollegiumsgröße zwischen 100 und 650 Euro zzgl. MwSt. fällig (-> Kostenübersicht (pdf)). Dafür werden die ausgefüllten Fragebögen abgeholt, eingescannt und automatisch ausgewertet.

Warum macht die Bertelsmann-Stiftung das alles für uns?

Die Bertelsmann-Stiftung ist eine durchwachsene Angelegenheit. Einerseits gibt sie Unsummen für Studien und Erhebungen aus, die alle im weitesten Sinne der Weiterentwicklung Deutschlands dienen. Andererseits manipuliert sie druckvoll politische Prozesse und greift somit in “innere Staatsangelegenheiten ein, ohne dass sie ein politisches Mandat dazu berechtigen würde” (telepolis: Die neue Weltordnung aus Gütersloh). Die politische Ausrichtung, die zugrunde liegt: neoliberal (=Totaldominanz des Marktes, jeder kämpft für sich selbst).
Im konkreten Fall des SEIS-Projekts bedeutet das: Die Bertelsmann-Stiftung wird die erhobenen Daten - in welcher Form auch immer - für Lobbyarbeit benutzen und manipulierend in bildungssystemische Prozesse eingreifen. Ob die Daten hierzu subtil-parteiisch ausgewertet werden (und damit die Auswertungsberichte an Objektivität verlieren), oder ob die verfügbaren Daten einfach als harte Währung des Lobbyismus verwendet werden, wäre genauer zu untersuchen. Die Fragebögen sind auf jeden Fall professionell und u.E. weder tendenziös noch suggestiv.

Interessantes Material

Wenn Sie sich für das Projekt SEIS, Schulentwicklung und Qualitätsentwicklung interessieren, sind folgende Links auf der SEIS-Seite für Sie interessant:

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