Schulsystem BRD

GEW macht der KMK Druck 29.09.2004, 21:10

Symbolbild: Megafon und roter Ordner auf leerem Konferenztisch
Bild: Generiert mit Ideogram

Die GEW fordert die KMK (Kultusministerkonferenz) in einer deutlich formulierten Pressemitteilung (29.09.2004) auf, endlich notwendige Veränderungen am Schulsystem vorzuehmen.

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Hauptkritikpunkt ist die enge Verknüpfung von sozialer Herkunft und schulischem Erfolg der Kinder. Die GEW fordert die Abschaffung des Halbtagesschulwesens, wettert gegen das drei(fünf-)gliedrige Schulsystem und die Bildungsstandards (wir berichteten). Dabei betont die GEW ein weiteres Mal ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der KMK.

Besonders gefällt uns die Forderung nach professioneller Unterstützung und Beratung: Supervision, Evaluation und sozialpädagogische Anlaufstellen werden von Dem Lehrerfreund schon seit Jahr und Tag als Mittel der Wahl gepriesen.

Stange erneuerte das Angebot der GEW an die KMK, die Weiterentwicklung des Schulsystems in einer konzertierten Aktion gemeinsam voranzutreiben. Dazu gehöre vor allem “ganz massiv” Lehrerfortbildung in Lerndiagnostik und im Umgang mit sozial- und leistungsgemischten Gruppen. Außerdem brauchten die Schulen Unterstützung durch Sozialpädagogen, Schulpsychologen und medizinisches Personal.

Da hat es die KMK schwer, sitzt sie doch zwischen allen Stühlen: Von links drückt die GEW, von unten das Volk; im Norden droht man mit dem Ausstieg aus der KMK, während im Süden die bayerische Kultusministerin Monika Hohlmeier eine Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems für ziemliche schwachsinnig hält. Wir werden weiter berichten ...

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