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Bibliothek

Nutzung guter Schulbibliotheken = bessere Ergebnisse bei Leistungstests 26.11.2008, 10:36

Eine groß angelegte Studie in den USA und Kanada zeigt: Schüler/innen, die gute (und nur die) Schulbibliotheken nutzen, schneiden bei Leistungstests besser ab.

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  • (geändert: )

Die “Colorado-Studie” wurde seit 1993 in mehr als 10.000 Schulen mit über einer Million SchülerInnen durchgeführt. Dabei geht es besonders um das Ergebnis bei Lesetests:

Schüler/innen an Schulen mit guten - wohlgemerkt: guten! - Schulbibliotheken schneiden in den nationalen Leistungstests, insbesondere den Lesetests, bis zu 20% besser ab als Schüler/innen in Schulen mit weniger guten Schulbibliotheken.

Die Forscher haben Indikatoren für gute Schulbibliotheken aufgestellt:

- Gut ausgebildetes Personal
- Lange Öffnungszeiten
- Qualität des Medienbestandes
- Zusammenarbeit der Bibliotheksleitung (library media specialist) mit den Fachlehrern,
- Training von Arbeitstechniken in der Bibliothek (information literacy skills)
- Integration neuer Medien

bildungsklick 25.11.2008: Schülerinnen und Schüler, die gute Schulbibliotheken benutzen, schneiden in Leistungstests besser ab

Die Ergebnisse der Studie sind im Studienreport Colorado-Studie: School Libraries Work, 2008 (pdf) zu finden. Allerdings stellt sich auch hier wieder einmal die Frage nach der Henne und dem Ei: Benutzen vielleicht nur die SchülerInnen die Schulbibliothek, die von Haus aus gerne/viel lesen? Werden durch GUTE Schulbibliotheken vielleicht nur sowieso schon lesestarke SchülerInnen zum Lesen motiviert?

Wie auch immer: Ganz sicher ist es sinnvoll, wenn an Schulen ein interessantes Angebot an Büchern und sonstigen Medien vorhanden ist. Das wird sich sicher auch für viele SchülerInnen als vorteilhaft erweisen, bei denen zuhause nur ein Medium steht: eine riesengroße Glotze, die den ganzen Tag läuft.

 

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Kommentare

4

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  • #1

    😡 Eine kleine Stadt in Norddeutschland. Ein Gymnasium mit Schulbibliothek seit 20 Jahren.
    Hell, freundlich, betreut von einer Fachkraft.
    Fast ideal. Aber nicht wirklich gewünscht.
    Die Stelle wird gestrichen, nachdem die Bibliothekarin in Rente geht.
    Die Qualität der Arbeit steht nicht zur Debatte,
    überall werden Schulbibliotheken ohne Fachpersonal
    gemacht. Das Schulsekretariat wird nicht von
    Lehrern und Eltern betreut.
    Für mich unlogisch.  Rückschritt statt Anpassung an Schulen im Angloamerikanischen Raum.
    Schade.
    Viele Grüße Amanda Flor

    schrieb Amanda Flor am

  • #2

    Ich stelle nur fest, dass man offensichtlich in den USA und Kanada Räume und Geld dafür hat.

    Wir haben eine Pausenleseraum (Ganztagesschule) eingeführt und eine Mini-Bibliothek aus abgelegten Privatbüchern unserer Schüler eingerichtet. Dieser wird von etwa 10-15 Schülern in Anspruch genommen.

    Allerdings legen wir im Rahmen des Faches Deutsch massiv Wert auf die Arbeit mit Büchern, so konnte die Lust auf Bücher aller Art bei vielen Schüler geweckt oder wieder geweckt werden.

    schrieb smart am

  • #3

    Eine Lösung wäre doch Folgendes:

    Man richtet die Bibliothek im Lehrerzimmer ein, dort kann man sowieso nicht vernünftig arbeiten. Zudem könnte man dann als Lehrer seine Freistunden sinnvoll verbringen (Aufsicht über lesende Schüler / Buchausleihe / Buchkatalogisierung). Und das Problem der fehlenden Bücher ist auch schnell gelöst: Da Lehrer in der Regel über einen großen Bestand privater Fachliteratur verfügen (der Dienstherr bezahlt ja nichts), könnten sie diese Bücher einfach mitbringen und den Schülern kostenlos zur Verfügung stellen.

    “Bildung neu denken” nenne ich das.

    schrieb Mister M. am

  • #4

    Das ist schön .... leider gibt es in unserer Schule mit rund 1600 Schülern keine Schulbibliothek für Schüler. Für Lehrer liegen ein paar Bücher in einem Schrank, die aber nicht wirklich aktuell sind.
    Warum gibt es keine Schülerbibliothek? Weil wir nicht genug Räume haben. Die Raumkapazität reicht nicht einmal für den Unterricht - wo soll da eine Biblitohek her bzw. hin?

    Ach ja, der Schulträger kann aber kurzfristig einer von der Insolvenz bedrohten Privatschule einen Zuschuss im sechsstelligen Bereich geben. Wie schön.

    Ich muss sagen solche Meldungen klingen für mich nur noch zynisch.

    schrieb MichaelSchm am

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