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Verbot von Videohandys für Personen unter 16 Jahren? 27.03.2006, 13:13

Es häufen sich die Funde von pornographischem oder gewaltverherrlichendem Material auf den Videohandys von minderjährigen SchülerInnen. CSU-Politiker schlagen vor, Videohandys generell für unter 16-Jährige zu verbieten.

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Die Polizei hat der jüngsten Razzia in München mehrere Videos auf SchülerInnenhandys gefunden,

‘... die leider schon länger im Umlauf sind ... Etwa die Enthauptung eines Soldaten, wohl im Tschetschenien-Krieg, einen Tierporno und das Video von einer Frau, der in den Kopf geschossen wird.’ Nicht der Besitz, aber die Weitergabe solchen Materials ist verboten.

taz 27.03.2006: Wer schützt Schüler vor solchen Bildern?

CSU-Politiker haben sich als Reaktion dafür ausgesprochen, ein generelles Verbot von Videohandys für Personen unter 16 Jahren zu erlassen. Die alte Verbotsschiene, die noch nie funktioniert hat: weder beim Whiskey noch beim Crack, weder bei Film- und mp3-Tauschereien noch bei Computerspielen. Egal - in Bayern neigen hochrangige PolitikerInnen traditionsgemäß zu eher hitzköpfigen Reaktionen (Beckstein!), die große Masse reagiert besonnener - wie soll man ein solches Verbot denn auch durchsetzen? Videohandys sind klein, leicht und gut zu verstecken. Welche Lehrer/in greift der Schüler/in tief in die Hosentasche oder in den Büstenhalter?

Deshalb sieht man nach ersten hysterischen Reaktionen von einem Verbot ab. Es ginge darum, 

die tieferen Ursachen anzugehen. Denn das Abspielen solcher Videos im Kreise der Klassenkameraden sei ebenso Ausdruck eine schwachen Persönlichkeit wie Drogenkonsum oder Mobbing.

taz 27.03.2006: Wer schützt Schüler vor solchen Bildern?

Das sagt Albin Dannhäuser, Präsident des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbands.

Die Schulleiterin der oben erwähnten Münchner Volksschule hat übrigens nach einer spontanen LehrerInnenkonferenz die Polizei gerufen, die “die Telefone der Jahrgangsstufen sieben bis neun untersuchte”. Wahrscheinlich schlauer, als sich den Stress selbst aufzuladen.

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