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Schulsystem

»Hurra, die Schule brennt« - Härteres Durchgreifen gegen Lernverweigerer? 03.04.2006, 09:38

'Regelschulen im Ausnahmezustand' - sehr lesenswerter telepolis-Artikel über den aktuellen Gewalthype an Schulen, in dem ein Ende der Stricksockenpädagogik und ein härteres Durchgreifen gefordert wird.

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  • (geändert: )

“Hurra, hurra, die Schule brennt” - ausgehend von diesem Song der 80s kommt der Autor Rudolf Maresch auf die beiden großen Pleiten des Bildungssystems seit den 68ern zu sprechen. Ausführlich stellt er das Ausmaß der Katastrophe dar (“Bei Lichte besehen ist Rütli nämlich nur die Spitze des Eisberges. Im Prinzip ist Rütli, mehr oder weniger, überall.”), beleuchtet die Interessen und Ansätze der verschiedenen Lobbygruppen und stellt sie den Maßnahmen der Schulen gegenüber.

Das Interessante an diesem Artikel: R. Maresch rechnet mit der “permissiven Gesellschaft” ab, ohne sich dabei in das Lager der Konservativen oder gar Reaktionäre zu begeben. Auch eine ultraharte Gangart müsse zu den Optionen in der Konfrontation mit LernverweigererInnen zählen:

Erfahrungen in New York mit gewalttätigen Schülern zeigen, dass hartes Durchgreifen sehr wohl etwas bringen kann, wenn kleinste Vergehen wie das Beschmieren von Wänden oder das Anzetteln einer Schlägerei mit drastischen Suspendierungen geahndet werden [...]

Ausgrenzung statt Integration muss auch eine Devise sein. Entzug der Schulpflicht zugunsten eines geordneten Betriebs an der Schule. Man muss der Institution Schule den Rücken stärken, damit Erziehung überhaupt wieder möglich wird.

telepolis 03.04.2006: Regelschule im Ausnahmezustand

Der aktuelle Trend zeigt in die gegenteilige Richtung - die "permissive Gesellschaft" muss laut Maresch den Mut aufbringen, durch hartes Durchgreifen Bildung  zu ermöglichen - sonst "schafft sie sich über kurz oder lang selbst ab".

Harte Zeiten - harte Thesen.


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Kommentare

1

Zum Artikel "»Hurra, die Schule brennt« - Härteres Durchgreifen gegen Lernverweigerer?".

  • #1

    ...bisschen weniger profilstark- doch vielleicht befördert ja aktuell derlei berichterstattung die wieder etwas mehr ans licht, die langjährige erfahrungen und fachliches know how mitbringen um diese probleme an schulen, in stadtteilen gemeinsam mit den schulen anzugehen. in der öffentlichen diskussione wird gerade so getan, als müssten hier völlig neue methoden und maßnahmen entwickelt werden. schulsozialarbeit / jugendsozialarbeit hat mannigfaltige gute und bewährte mittel, benachteiligte kinder und jugendliche adäquat zu fördern! gegen den rat verschiedenster fachleute wurden jedoch die mittel für die integration massiv gekürzt. Die kürzerInnen schreien jetzt nach einem integrationsgipfel!

    http://news.jugendsozialarbeit.de/jsa/bagkjs/bagkjs.nsf klick: die rütlischule und der integrationsaufschrei

    schrieb schulsozialarbeit am

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