G8 vs. G9

20% der G8-Schüler/innen brauchen im Jahr 2008 kommerzielle Nachhilfe 04.12.2008, 22:34

Die LEV des Saarlandes (Elternvertretung Saarland) befragte Schüler/innen des Doppeljahrgangs G8/G9 nach ihrem Lernverhalten. Die G8-Schüler/innen waren signifikant gestresster: mehr Zeitaufwand für Hausaufgaben, mehr gesundheitliche Beschwerden, mehr (bezahlte) Nachhilfestunden.

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Die Vergleichsstudie wird dadurch ermöglicht, dass sowohl das G8- wie auch das (alte) G9-Konzept am diesjährigen saarländischen Abitur beteiligt sind. Befragt wurden 1720 Schüler/innen (755 aus G8, 965 aus G9).

Während von den G8 Schülern 22,3 % kommerzielle Nachhilfe in Anspruch nehmen, liegt diese Quote bei den G9 Schülern bei 13,7 %. Mehr G8 Schüler gaben an, ohne Nachhilfe das Abitur nicht zu schaffen. Allgemein empfinden die G8 Schüler die Leistungsanforderungen in der Oberstufe und die Arbeitsanforderungen durch Hausaufgaben und Lernen als stärker belastend. Sie fühlen sich in der Schule häufiger überlastet, was sich dann auch in einer höheren Quote von gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Kopfschmerzen und Übelkeit zeigt. Erschreckend hoch ist bei beiden Gruppen der Nachhilfebedarf im Fach Mathematik. “

bildungsklick.de 04.12.2008: Größerer Nachhilfebedarf und stärkere schulische Belastung bei G8 Schülern

Ganz richtig fordert die LEV Gymnasien deshalb, dass die Lerninhalte überarbeitet und ausgemistet werden müssen. Das Problem ist altbekannt: Durch die Verkürzung der gymnasialen Schulzeit auf acht Jahre (“G8”) ist die Belastung gestiegen, obwohl die Kultusministerien versucht haben, den Bildungsplan zu entrümpeln. Das scheint nicht vollständig gelungen zu sein.

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