Lehrer-Anwerbung

»Lehrer werden« - Motivationsportal des Deutschen Bildungsservers 08.12.2008, 17:31

Der Lehrermangel der nächsten Jahre wird immer bedrohlicher, und so launcht der Deutsche Bildungsserver ein Informationsportal für alle, die Lehrer/in werden wollen (und es vielleicht noch gar nicht wissen).

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Der Deutsche Bildungsserver ist ein Serviceportal für alle am Bildungswesen beteiligten Personen (Lehrer/innen, Schüler/innen, Eltern, Wissenschaftler/innen, Journalist/inn/en usw.). Er wird betrieben vom DIPF (Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung) und der FWU und damit von Bund und Ländern finanziert.

Das neue Portal Lehrer werden

möchte angehende Lehrerinnen und Lehrer auf ihrem Weg von der Studienentscheidung bis zu den ersten Berufsjahren begleiten. Es bietet für die Vielzahl von Fragen erste Informationen über Länder- und Universitätsgrenzen hinweg.

Lehrer werden - Portal des Deutschen Bildungsservers zur Lehrerausbildung

Neben Informationen für Seiteneinsteiger (“Bei entsprechendem Bedarf werden auch Bewerber ohne Staatsexamen in den Schuldienst eingestellt.”) gibt es Informationen zu den einzelnen Schulformen (Primarstufe, Sekundarstufe I/II, Berufliche Bildung, Sonderpädagogik) oder zum Vorbereitungsdienst.

Die meisten Informationen haben einführenden Charakter. In der Abteilung Berufswunsch Lehrer gibt es Links zu Selbsterkundungsverfahren “Fit für den Lehrerberuf” oder Informationen zum Lehramtsstudium. Unter Berufsstart -> Stellenausschreibungen der Bundesländer finden sich Online-Job-Portale der einzelnen Bundesländer.

Die Inhalte sind nüchtern dargestellt, Motivationsparolen suchen wir vergebens - ein gut gemachtes Angebot für alle, die über eine Zukunft im Lehramt nachdenken. Dennoch beweist die pure Existenz des Portals, dass der öffentlichen Hand angesichts des zu erwartenden Lehrermangels langsam die Hose rutscht. Dummerweise ist es jetzt zu spät, um effizient gegenzusteuern. Hektisch werden die Massen fürs Lehramtstudium motiviert - um damit einfach eine weitere Runde des Schweinezyklus’ einzuleiten. Denn 50.000 arbeitslose Deutschlehrer/innen werden das Jahr 2020 auch nicht gemütlicher machen.

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