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Zweifelhaft

Aberglaube unter Lehrer/innen weit verbreitet? 24.05.2009, 10:53

Die Skeptikervereinigung GWUP glaubt erkannt zu haben, dass besonders viele Lehrer/innen und Erzieher/innen an "obskure Theorien" wie Wünschelruten, Horoskope oder Erdgeister glauben.

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  • (geändert: )

Welt Online berichtet, dass - nach Meinung der GWUP - Aberglaube eher als Wohlstandsphänomen denn als Eskapismus der Armen und Ungebildeten zu interpretieren ist:

Gerade die Beschäftigung mit esoterischen Heilslehren setzt oft einen regelrechten Bildungsaberglauben voraus. Deshalb finden sich nach Erkenntnissen der GWUP heute auffällig viele Lehrer und Erzieher unter den Anhängern obskurer Theorien.

Welt Online 24.05.2009: Vor allem Lehrer und Erzieher glauben an Hokuspokus

Die GWUP - Die Skeptiker (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.) ist ein Verein, der sich der Untersuchung von “Parawissenschaften” verschrieben hat. Man beschäftigt sich aus “wissenschaftlicher” Perspektive mit Fragen wie:

  • Können so genannte alternative Arzneimittel heilen?
  • Steht unser Schicksal in den Sternen?
  • Helfen Magnete bei der Wasserenthärtung?
  • Gibt es Menschen, die Gedanken lesen oder in die Zukunft sehen können?
  • Müssen wir uns vor Erdstrahlen schützen?

GWUP - Über uns

Im Zentrum der Arbeit stehen also neben UFOs, Wünschelruten und Okkultismus auch Gesundheitsthemen wie die (freudsche) Psychoanalyse oder die Homöopathie, die die GWUP für Scharlatanerie hält  (vgl. aber Möllinger: Die große Kraft der kleinen Kugeln (amazon)).

Dass gerade Lehrer/innen und Erzieher/innen an obskure Theorien glauben, überrascht auf den ersten Blick. Da die GWUP grundsätzlich alles in einen Topf wirft, was nicht in einer mathematischen Formel dargestellt werden kann, ist nicht klar, ob nun jede/r zweite Lehrer/in mittags mit der Wünschelrute über den Tennisplatz spaziert - oder ob Lehrer/innen einfach häufiger zum Homöopathen gehen als bildungsferne Personen.

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Kommentare

4

Zum Artikel "Aberglaube unter Lehrer/innen weit verbreitet?".

  • #1

    Interessante Diskussion, aber kurz. Vielleicht sollte man noch anfügen, dass es auch sehr engagierte Lehrer gibt, die ihren Schülern eine gesunde Portion Skepsis und wissenschaftliches Denken mit auf den Weg geben - und das auch noch mit großem Erfolg, siehe:

    http://blog.gwup.net/2009/09/06/skeptiker-schule-teenager-mythbuster/

    schrieb Stefan am

  • #2

    Abgesehen davon, dass es darum ja gar nicht ging, folgende Anmerkungen:

    1. Die meisten Krankenkassen bezahlen Homöopathie. Das wäre mir persönlich schon Indiz genug dafür, diese Richtung nicht mit Wünschelruten in eine Ecke zu stellen.

    2. Mich überrascht der aggressive Ton. Mir persönlich ist schnurz, ob jemand abergläubisch ist, solange er nicht mein Leben versaut. Und das tut die Homöopathie eindeutig nicht. Die Kosten der Homöopathie belaufen sich auf einen winzigen Bruchteil dessen, was die traditionellen Chemiekeulen kosten. Wenn es sich um einen Placebo-Effekt handelt, wie ihr impliziert, dann kann auch nichts passieren. Also: Warum diese Aggression?! Es gibt keine Industrie, die sich daran dumm und dämlich verdient (im Gegensatz zur nicht homöopathischen Pharma-Industrie).

    3. @Rau Surfe einmal nach Studien zur Wirksamkeit der Homöopathie. Du wirst überrascht sein. Dass die Pharmaindustrie natürlich auch Studien gepusht hat, in denen die Wirkungslosigkeit bescheinigt wurde, ist klar. Ein 5-Euro-Fläschchen Globuli ersetzt traditionelle Medikamente im Wert von leicht mal mehreren 100 Euro oder mehr.

    schrieb Hanz am

  • #3

    Lustig, der Artikel hier. Im Ton und zwischen den Zeilen, zum Teil auch in den Zeilen, bestätigt er gerade die Aussage, die er angreift. Der Autor lasse sich seine Homöopathie nicht nehmen - solange er sie nicht seinen Schülern als Wissenschaft verkauft, wohl gemerkt!

    schrieb Rene am

  • #4

    “Da die GWUP grundsätzlich alles in einen Topf wirft, was nicht in einer mathematischen Formel dargestellt werden kann,”

    Ja und? Es geht den Skeptikern übrigens nicht darum, alles in mathematische Formeln (ah, die Wissenschaftsfeindlichkeit dieser Floskel!) zu packen, sondern nur um diese Dinge, bei denen es eigentlich möglich sein müsste: und die Wirksamkeit von Medikamenten gehört ja wohl dazu.

    Der verlinkte Möllinger unbenommen: Homöopathie gehört nun mal in dieselbe Ecke wie Wünschelruten, und diejenigen meiner Kollegen, die an das eine glauben, glauben auch an das andere. Ist leider so. Insofern überrascht mich das gar nicht.

    schrieb Herr Rau am

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