Gesund oder geburnt?

Tipps: Lehrer-Gesundheit erhalten und fördern 24.11.2008, 11:35

Der Schulpsychologe Prof. Andreas Krause sprach auf dem Landeslehrertag des Landesverband Schulpsychologen Baden-Württemberg über Burnout, Lehrer-Gesundheit und mögliche Präventionsmaßnahmen.

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Etwa 30% aller Lehrer/innen in Deutschland werden wegen Dienstunfähigkeit frühpensioniert (mehr). Nach Schaarschmidt zählt der Lehrerberuf zu den beanspruchendsten überhaupt - die Arbeit als Lehrperson ist für weit mehr als die Hälfte der LehrerInnen gesundheitsschädlich (mehr).

Prof. Andreas Krause von der Fachhochschule Nordwestschweiz gab in seinem Vortrag Tipps, wie Lehrer/innen ihre Gesundheit erhalten und fördern können. Hebel seien vor allem im eigenen Umfeld und den dortigen Stresspotenzialen anzusetzen: im Kollegium, bei den Eltern, bei der Schulleitung - und natürlich spielten auch Schulreformen eine Rolle, was Stresssteigerung betrifft.

Krause appellierte, Konflikte wirklich zu bearbeiten, »gemeinsam am Strang zu ziehen« und den »Bezug zur Qualität zu prüfen«. Krause: »Ich frage mich, warum das so wenig passiert. Jede Schule hat Gestaltungsspielraum.«

Reutlinger General-Anzeiger 24.11.2008: ‘Gesundheitsbrille für Lehrer’

Sicherlich sind Faktoren wie Mobbing im Lehrerzimmer, Unzufriedenheit mit der eigenen Inkompetenz usw. für die gesundheitliche Entwicklung einer Lehrperson relevant. Nicht zu vernachlässigen ist bei solchen Überlegungen, dass das wirklich Anstrengende an der Arbeit als Lehrperson der Kampf im Klassenzimmer ist - gegen Horden renitenter Lernpersonen. Prof. Krause vermeidet es, an Symptomen herumzudoktorn, sondern rät dazu, unter der Haube zu manipulieren: Lehrer/innen müssen sich über ihr Handeln, ihre Einstellung zu ihrem Arbeitgeber und ihrer Einstellung zur eigenen gesundheitlichen Situation im Klaren sein - nur dann kann frühzeitig erkannt und reagiert werden.

gefunden bei Reutlinger General-Anzeiger 24.11.2008: ‘Gesundheitsbrille für Lehrer’

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