Bildung in Deutschland

“Deutschland spart sich dumm” - taz 14.09.2004, 10:32

Heute (14.09.2004) wird die OECD ihre neue Studie "Bildung auf einen Blick" vorstellen. In dieser Studie wird Deutschland weiter disqualifiziert: weniger Geld und weniger HochschulabsolventInnen als andere Industrienationen.

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Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, Thumbnail

Entsprechend findet sich heute auf der Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ganz oben folgende eilige Meldung:

Der Haushaltsentwurf 2005 zeigt den konsequenten Kurs der Bundesregierung die Innovationskraft Deutschlands durch Erhöhung der Mittel für Bildung und Forschung deutlich zu steigern. Bildung und Forschung sind entscheidend für die Zukunft unseres Landes.

Und wenige Zeilen weiter unten:

Bildung und Forschung haben für die Bundesregierung höchste Priorität. Dies zeigt sich erneut am Haushaltsentwurf 2005. Für Investitionen in die Zukunft soll das BMBF auch 2005 wieder mehr Mittel erhalten.

Beide Male wird auf den gleichen Artikel verlinkt. Es scheint gerade heute besonders wichtig zu sein, diese Überzeugungen und Pläne zu kommunizieren.

Im Gegensatz zu diesen Euphorien gibt sich die taz entrüstet: In den Schulen würde in erster Linie “herumgedoktert”, während die Wurzel des Übels (=die pädagogische Ungleichheit) nur im Vorübergehen behandelt würde. Das Problem daran ist die demographische Entwicklung - die Deutschen werden immer älter und brauchen gut ausgebildeten Nachwuchs. Doch

Deutschland produziert Schulabgänger mit gewaltigen Lernrückständen. Sollen das jene hochleistungsfähigen Supermänner und Superfrauen sein, die wir brauchen, um die Renten im Jahr 2020 bezahlen zu können?

OECD-Studie “Bildung auf einen Blick” - Deutschland wieder abgeschlagen

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