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Ein rascher Notenschlüssel…

*ohne Gewähr


Hass und Liebe

6 Punkte, wie man auf Gerlinde unverzagt reagieren kann 12.03.2006, 04:28

Das Lehrerhasser-Buch, die Lehrerhasser-Polemik bei SpOn: viel Wind um eine Frau, deren Tagewerk das Hassen ist. 6 Punkte, wie wir uns der Lehrerhasserin gegenüber verhalten können.

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  • (geändert: )
  1. Wir können Gerlinde unverzagt hassen. Der naheliegendste Punkt. Sie hasst uns, wir hassen sie. Vorteil: - Nachteil: Generiert zu viel Hass. Zu anstrengend.
  2. Wir können Gerlinde unverzagt Briefe und E-Mails schreiben. Vorteil: Wir machen uns Luft. Unverzagt bekommt Feedback und hat zwischenmenschliche Kommunikation. Nachteil: Zu langweilig.
  3. Wir können Gerlinde unverzagt vollständig ignorieren. Vorteil: Wir minimieren ihren Hasseinfluss auf uns maximal. Nachteil: Es wird nicht ganz funktionieren, da sie uns in den Populärmedien unverzagt wieder und wieder anspringen wird.
  4. Wir können Gerlinde unverzagt juristisch belangen, die GEW gibt uns Rechtsbeistand. Vorteil: Für Ihren Hass büßt Gerlinde unverzagt. Nachteil: Zu viel Stress, zu viel Hass.
  5. Wir können lesenswerte Rezensionen publizieren. Vorteil: Die Welt erfährt, wie hassenswert die Publikationen von Gerlinde unverzagt sind. Nachteil: Es labt sich an der Aufmerksamkeit die Gerlinde Unverzagt und noch mehr Menschen werden für das Buch aus dem Knaur-Verlag 6,95€ hinlegen.
  6. Wir können Gerlinde unverzagt lieben. Vorteil: Wir tun etwas Gutes, und Gerlinde Unverzagt kann noch mehr hassen (denn sie liebt es offensichtlich zu hassen, wahrscheinlich hasst sie es deshalb auch zu lieben). Nachteil: Es wird schwer.
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Kommentare

38

Zum Artikel "6 Punkte, wie man auf Gerlinde unverzagt reagieren kann".

  • #1

    Warum ist Frau Unverzagt eigentlich nicht Lehrerin geworden?
    Warum schaut sie so “verbiestert” in die Welt?
    Sollte die Frau vielleicht frustriert sein aus irgendwelchen Gründen?
    Ich finde es jedenfalls dreist und dumm solch ein Buch zu schreiben.Frau Unverzagt benötigt dringend therapeutische Hilfe, damit sie von ihren Frustationen befreit wird.
    Ich bin froh, dass Frau U. nicht den Lehrerberuf(vielleicht erfüllt sie ja auch nicht die Voraussetzungen, die dafür nötig sind)ergriffen hat, denn als Schülerin wäre ich unglücklich gewesen, täglich in dieses unzufriedene Gesicht
    schauen zu müssen.
    Wenn sie doch Lehrerin geworden wäre, hätte sie einen gutbezahlten , unkündbaren Job und schon wieder 6 Wochen Ferien - wie ich.
    #Ich denke,es ist der Neid und die Langeweile dieser Hausfrauen, denen dann nichts anderes einfällt als mobbing gegen Lehrer zu betreiben.

    Angelika Post

    schrieb Angelika Post am

  • #2

    Pauschale Beschuldigungen sind nicht mein Ding bezogen auf die Lehrerschaft - allenfalls auf das System Schule von oben nach unten gesehen bezogen. Denn das ist schlicht eine Katastrophe aus der Bildungspolitik der klammen Kassen durch die Forderung nach dem “schlanken Staat”.
    Hallo, Bertelsmann-Stiftung! :-(

    Was mir allerdings in meiner eigenen Schulzeit, bei Tochter und Enkel immer wieder aufgefallen ist:

    1. Nicht jeder Lehrer kann mit jedem Kind (Professionalität hin oder her - dazu gibt es seit Jahrzehnten Studien und auch die Herkunft ist dabei wichtig, wie Kinder eingeordnet werden).

    2. Nicht jedes Kind kann mit jedem Lehrer.

    3. Wechsel der Personen bringt oftmals Leistungsschübe und Verhaltensprobleme können sich reduzieren (und umgekehrt).

    4. Insbesondere Jungs haben in den Grundschulen des öfteren Probleme der Akzeptanz von weiblichen Lehrkräften (die aber gerade in Grundschulen wohl 80% des Lehrkörpers stellen).

    5. Mädchen sind gleichaltrigen Jungs in vielen Belangen voran und werden daher gerne besser beurteilt im sozialen Verhalten, welches dem System “Kuschelpädagogik” entspricht. Hingegen werden die offensiveren und aktiveren Verhaltensmuster von Jungs gerne gemaßregelt.

    Es scheint also auch auf die gegenseitige Akzeptanz der jeweils aufeinander trefenden Persönlichkeiten anzukommen.

    Nur leider werden in solchen Bashing-Situationen Eltern <->Lehrer (und umgekehrt) immer genau diese Punkte ausgeklammert und viele Schulleiter verstecken sich gerne hinter den Schulgesetzen (behördliche Verwaltung) und ihren Ordnungskriterien.

    Hier stellt sich dann die Frage, was an Pädagogik im mehrjährigen Studium da überhaupt vermittelt wird bzw. kann und was diese Ausbildung nützt, wenn möglicherweise die Persönlichkeitsstruktur einer Lehrkraft diese für ein Lehramt eher als ungeignet erscheinen läßt.

    Gerade letzteres merken Kinder verdammt fix und verhalten sich entsprechend.

    Da kommt dann gerne auch einseitiges und/oder gegenseitiges Mobbing auf.

    schrieb Brandenburger am

  • #3

    Nachdem der letzte Eintrag vor fast einem Jahr war weiß ich nicht, ob das Thema noch aktuell iat. Den Buchtitel finde ich nicht so glücklich gewählt, der provoziert zu sehr, manchmal auch ungerecht.Aber, die Ungerechtigkeit hält sich in Grenzen. Mein Sohn,inzwischen 16, hat, seit der 3. Klasse, vor allem eine Aversion gegen Lehrerinnen. Wurde er doch in der 3. und 4. Klasse von der Lehrerin dermaßen gemoppt, daß er nicht mehr in die Schule gehen wollte. Wir ließen ihn dann Ende der 4.Klasse krankschreiben, um dies zu verhindern.
    Heute, in der 10. Realschule, ist es nicht besser. Es gibt 1 - 3 Leherer/innen, die´i. O. sind, den Rest kann man in der Pfeife rauchen.
    Inkompenz, Unsicherheit, Unlust, Überforderung sind an der Tagesordnung, von Pädagogik ganz zu schweigen. Im Zweifelsfall ist das Elternhaus schuld. Ich bin Jahrgang 1953, die Zeiten haben sich geändert, gut, aber die Ende 60er Schüler waren für die damaligen Lehrer bestimmt nicht leichter als unsere Jugend für die Lehrer von heute, nur, die hatten mehr Ahnung oder was auch immer.
    Auf jeden Fall möchte ich heute keine Schülerin mehr sein und unsere Kinder tun mir zu Teil sehr, sehr Leid. Gute Lehrer sind, bis auf wenige, ausgestorben oder arbeitslos.
    Traurig aber wahr.

    schrieb Pandora am

  • #4

    Also ich möchte mal eine Lanze für die Lehrer brechen. Als Vater von vier Kindern habe ich bislang überwiegend sehr positive Erfahrungen gemacht.
    Dazu muss ich jedoch sagen, dass sich diese überwiegend auf die weiterführenden Schulen bezogen, ohne damit die Grundschullehrer abwerten zu wollen.
    Bei teilweise unzumutbaren Arbeitsbedingungen, Kopierer drei Wochen lang kaputt, kein Geld für Papier… waren die Lehrer immer sehr freundlich und offen, auch gegenüber mir als Vater. Sie nahmen sich, trotz Zehnstundentag (Morgens sechs Stunden, mittags nochmal vier) Zeit für mich und besprachen sehr detailliert und gut vorbereitet mit mir die Fähigkeiten meiner Kinder.
    Alle vier Kinder sind inzwischen erwachsen und haben studiert oder eine Ausbildung gemacht.
    Da frage ich mich doch, wie das möglich war, wo doch so viele grauenhafte Stümper an den Schulen herumgeistern sollen?!
    Es ist immer einfach pauschal zu kritisieren- hätten doch alle, die es viel besser wissen und können, Lehrer werden sollen… dann hätte ich meine Kinder sicher selbst unterrichtet;-)

    schrieb Ingo Schöne am

  • #5

    “So ist es auch in der freien Wirtschaft (jedenfalls meine Erfahrung)!”

    Nein, nein, nein, wie oft muss ich eigentlich diese Legendenbildung um die “perfekte freie Wirtschaft” noch lesen? Wäre sie perfekt, dann hätten nicht eine Menge Spekulanten das amerikanische Bankenwesen derart verzockt, dass wir schon wieder eine Rezession befürchten müssen, nachdem gerade mal Deutschland aus dem Jammertal herausgekommen ist.
    Lassen Sie doch endlich diese Überhöhungen. Sie sind nicht wahr, auch bei der tausendsten Wiederholung nicht.

    Mit freundlichen Grüßen
    Meier (der in der “freien Wirtschaft” arbeitet)

    schrieb Ernst Meier am

  • #6

    Ich finde, “Mama” hat einen sehr netten Ton angeschlagen. Sie hat in ihrem Beitrag gesagt, dass ihre Aussage nicht auf alle Lehrer und Lehrerinnen zutreffen (vgl. die ersten Zeilen)”

    Ja, es gab eine Zeit, da sagte man “es gibt auch gute Indianer ... “

    Mit freundlichen Grüßen
    Meier

    schrieb Ernst Meier am

  • #7

    Sehr geehrte Mama,

    beim besten Willen, sehr geehrte Frau Mama, Ihre Kritikpunkte vermag ich nicht zu erkennen, allerdings sehr wohl Ihren Drang, grundsätzlich alles madig zu machen, was Lehrer gestalten. Das also ist es, was Das Hasserbuch anprangert? Gut, dass ich den Schund nicht gekauft habe. Ich hätte mich ja endlos gelangweilt.
    Wenn Sie meinen, dass es nur einen guten Lehrer auf der Welt gibt, weshalb unterrichten Sie dann Ihre Kinder nicht selbst, ja, weshalb sind Sie nicht Lehrerin geworden? Denn der Mangel an Lehrern ist dann ja grenzenlos.

    Mit freundlichen Grüßen
    Meier

    schrieb Ernst Meier am

  • #8

    Nachtrag

    Muecke, Sie nannten noch zwei Punkte:

    1.“Ständig neue Probleme schnell, einfach und kompetent lösen.”

    Das müssen Lehrer täglich.

    2.“Wissen erweitern und dies weitergeben.”

    Meine Mutter ist Hauptschullehrerin und hat Deutsch und Textilgestaltung studiert. Sie unterrichtet inzwischen neben diesen Fächern Geschichte, Erdkunde, Biologie, Hauswirtschaft, Mathe, Englisch und Kunst.
    Das ist nichts Außergewöhnliches. In der Sek I. gibt es sehr viele solcher “Zehnkämpfer”, die sich im Laufe ihrer Karriere in viele Fächer einarbeiten.
    Aber auch Lehrer in der Oberstufe müssen stets ihr Wissen erweitern und eigenständig Material zu aktuellen Themen suchen, für die es in den oft veralteten Büchern nichts gibt.

    schrieb Marcel am

  • #9

    @Muecke

    Sie schrieben: “Dann muss sich was ändern, und zwar nicht, indem Lehrer weinen das Umfeld ist ja so schlecht, sondern konstruktiv. So ist es auch in der freien Wirtschaft (jedenfalls meine Erfahrung)!”

    Konstruktiv ist die pauschale Kritik an Lehrern nie. Vielleicht sollte das Umfeld mal aufhören über angeblich faule Lehrer zu weinen und ihnen Arbeitsbedingungen (Ausstattung an Material und Personal an Schulen, Klassengröße, Arbeitszimmer) geben, wie sie in den PISA-Siegerländern vorzufinden sind. Vielleicht sollten Lehrer wie in der “freien Wirtschaft” ihre Fortbildung bezahlt bekommen.

    Welche Firma würde einen Ingenieur einstellen, ihm kein Büro zu Verfügung stellen, überdurchschnittlich viele Aufträge erteilen, keinerlei Arbeits- und Büromaterial zur Verfügung stellen und gleichzeitig Spitzenergebnisse verlangen?

    Zur Qualitätskontrolle: hier in NRW gibt es schon Lernstandserhebungen, Vergleichsarbeiten, Schulinspektionen und nun auch zentrale Abschlussprüfungen. Eltern achten sehr wohl darauf, dass ihre Kinder gut auf das Abitur vorbereitet werden.

    schrieb Marcel am

  • #10

    Gerlinde Unverzagt ,sagt nur die wahrheit !! das sagt euch ein ex schulhausmeister !!

    schrieb Marco am

  • #11

    @Ideeenjäger: Die Regelungen sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Auskunft erhält man bei den jeweiligen Kultusministerien, auf deren Webseiten man auch recherchieren kann. Dort lässt sich z.B. teilweise in den Lehrerrundbriefen der letzten Monate stöbern, in denen solche Informationen oft stehen.

    Ich freu mich schon auf das Buch.

    schrieb Klytemnestra am

  • #12

    @Klytemnestra: Hey, coole Idee, da bin ich sofort dabei! Ich schreib auch ein Buch drüber, versprochen. Brauch jetzt nur noch Tipps, welche Schulverwaltungen auch Fachkräfte einstellen.

    schrieb Ideeenjäger am

  • #13

    Ich schätze, der Vorwurf, dass Lehrer nichts anderes als gut bezahlte Profijammerer sind, die in der freien Wirtschaft ihre Probezeit nicht überstanden hätten, ist unausrottbar. Ob das nun daran liegt, dass sich der erwachsene Ex-Schüler durch solcherlei Beschuldigung einbilden kann, er oder seine Kinder wären viel erfolgreicher (gewesen), wenn nur die Lehrer nicht so schlecht (gewesen) wären, oder an ein paar tatsächlichen schwarzen Schafen unter den Pädagogen, ist eigentlich egal.
    Was ich vermisse, ist ein Journalist, der mal schreibt, was wirklich Sache ist, anstatt nur immer die üblichen billigen Standard-Anklagen von sich zu geben, bei denen er sich sicher sein kann, dass sie vom Durchschnittsleser dankbar auch zum hundertsten Mal gelesen werden.
    Da lobe ich mir Günther Wallraff. Der stieg in die Sache, über die er herzog, richtig ein, und wusste wenigstens, wovon er redete. Warum kommt kein Journalist auf die Idee, sich mal wenigstens ein halbes Jahr als Lehrer zu verdingen? Mit allem Drum und Dran, versteht sich. Deutsch könnte er gut genug und Englisch sicher auch. Lehrer werden derzeit gesucht und oft werden inzwischen wieder Fachkräfte eingestellt, die keine Lehramtsausbildung besitzen. Also los! Wer traut sich? Wer zeigt uns mal so richtig, wie man’s besser macht?
    Ich bin sicher, dass sich Reportagen, die so hart an der Realität sind, ebenfalls ganz gut verkaufen lassen. Sicherlich langweilt manch einen Leser die alte Leier mittlerweile doch langsam.

    schrieb Klytemnestra am

  • #14

    @Claudia: Pauschalkritik kann man nicht “annehmen”. Mit konstruktiver Kritik könnte man in der Tat etwas anfangen, aber nicht mit einem Buch, das sich der pauschalen Verunglimpfung eines ganzen Berufsstandes widmet.

    @Muecke: “Tagtäglicher Erfolgsdruck/Ständige Kontrolle nicht nur durch den Vorgesetzten, sondern durch den Endabnehmer/Ständig neue Probleme schnell, einfach und kompetent lösen/
    Wissen erweitern und dies weitergeben” - ich finde damit mein Leben als Lehrer für Englisch und Deutsch an einem bayerischen Gymnasium schön beschrieben. Die “acht Stunden” habe ich jetzt mal weggelassen, denn am Stück habe ich diese acht Stunden nicht. Dafür sind es aber meist mehr Stunden, und es sind die Korrekturen von Deutsch-Aufsätzen in die Nacht hinein, die niemand von den Eltern sieht.

    @Neutrale: Ich stimme in den Applaus für “stiefel” ein.

    @Paganini01: Schön formuliert ;-)

    @Inge Plieninger: Genau diese arrogante Art von Erbsenklauberei Einzelner ist es, die dann uns Lehrern insgesamt angelastet wird. Ich distanziere mich von einer derart bornierten Pingeligkeit ganz energisch. - “Mama” hat einen intelligenten, sprachlich und stilistisch ansprechenden Beitrag geliefert. Das wird durch die Feststellung eines läppischen Rechtschreibfehlers durch Eure Tintenfassität nicht anders.

    @all: Ich finde die Diskussion sehr interessant.

    schrieb Rudi Ratlos am

  • #15

    Punkt 7:

    Vielleicht sollte ein Großteil der Lehrer
    mal Kritik annehmen können ?

    Zum ersten Mal Kritiken erfahren und gleich geht
    die Welt unter…...?

    Was sind die Lehrer doch arm dran !

    schrieb Claudia am

  • #16

    @stiefel

    *APPLAUS*

    schrieb Neutrale am

  • #17

    Was „es“ ist?

    Ganz einfach:

    Tagtäglicher Erfolgsdruck
    Acht Stunden hintereinander mit einer, vielleicht 2 Pausen zwischendurch.
    Ständige Kontrolle nicht nur durch den Vorgesetzten, sondern durch den Endabnehmer.
    Ständiger Erfolgsdruck
    Ständig neue Probleme schnell, einfach und kompetent lösen.
    Wissen erweitern und dies weitergeben.

    Noch mehr?

    Wer nicht diskutiert ist mit dem einverstanden was vorhanden ist. Wenn Deutschland in den Pisa-Studien immer schlechter wird, deutsche Schulabgänger erst rechnen und schreiben lernen müssen. Dann muss sich was ändern, und zwar nicht, indem Lehrer weinen das Umfeld ist ja so schlecht, sondern konstruktiv. So ist es auch in der freien Wirtschaft (jedenfalls meine Erfahrung)!

    Ich kann das Lehrerhasser-Buch nut unterstützen. Es sind bei weiten nicht alle Pädagogen so, aber ein Großteil versteckt und vergraucht sich in Positionen, die in diesem Buch satirisch dargestllt werden. und so wie sich die Lehrer darüber äußern kann ich nur ein “schlechtes” Gewissen diagnostizieren. ;-(

    schrieb Muecke am

  • #18

    Es lebe der Mensch, der in der Lage ist, mehr zu sehen als nur seine kleine Welt.

    Warum zerfleischen sich hier und anderswo Eltern wie Lehrer gegenseitig, alles im Zuge der Bildung und Erziehung der Kinder? Da existiert eine “Bildungsmisere” in Deutschland und es gäbe wahrlich jede Menge zu tun, um daran ernsthaft etwas zu ändern. Aber die, die es betrifft, haben nichts Besseres zu tun, als sich gegenseitig Vorwürfe zu machen: Die Lehrer sind faul, die Eltern karrieregeil, die einen sind nicht motiviert genug, die anderen so motiviert, das sie gleich alles in Grund und Boden argumentieren müssen. Ich bin weder Lehrer noch Elternteil und ich verstehe das nicht. Wenn es doch um die Kinder geht, was ja kaum jemand wirklich in Abrede stellt, dann frage ich mich, wieso niemand ernsthaft an dem Problem arbeitet?

    Wem nützt es was, wenn der andere Schuld hat? Kein Kind lernt mehr oder besser durch ein “Lehrerhasserbuch”. Und sollte jemand auf die wahnwitzige Idee kommen und ein “Elternhasserbuch” nachschieben, weil es sicher genauso viel Umsatz macht, dann wäre damit auch nichts verbessert. All die Energie, die Erwachsene in diese gegenseitigen Schuldzuweisungen stecken, fehlt am Ende da, wo sie eigentlich gebraucht würde.

    In der realen Welt, Mücke, wären beide Seiten längst gefeuert, denn was eine Kosten-Nutzen-Rechnung bei diesem Thema angeht, die sähe in jeder Hinsicht und für alle mehr als bescheiden aus!

    schrieb Stiefel am

  • #19

    “Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass Lehrer i.A. nie was anderes sehen als Lehranstalten.”

    Genau das ist es. Es. Alle reden über das “es”. Aber was ist es denn?

    schrieb B. Schnauf am

  • #20

    Absolut stereotypisch,
    man kann an diesem Blogg sehr gut erkennen aus welcher Haltung heraus hier diskutiert wird. Auf der einen Seiten unsere armen Lehrer, die ja schon immer die Prügelknaben der Nation sind (oder seinen wollen). Die zuwenig verdienen, nicht geachtet werden, zu große Klassen haben, zu viele Aufgaben und zuwenig Ferien. Mit ihren Forderungen, es kann sich nur etwas an der jetzigen Schulsituation ändern, wenn mehr und noch mehr Geld ausgegeben werden kann.
    Auf der anderen Seite wir als besorgte Eltern, die trotz nicht studierter Pädagogik ihre Kinder erziehen müssen, können und es auch wollen. Erziehung und Wissensvermittlung ist ein Thema, mit dem sich ALLE Eltern beschäftigen müssen, nicht nur Lehrer, im Gegensatz zu ärztlichen Themen …..
    Vielleicht liegt es einfach nur daran, dass Lehrer i.A. nie was anderes sehen als Lehranstalten. Erst die eigene Schulbildung, dann die Uni und dann wieder zurück. Kennen Lehrer eigentlich das Innenleben, die Qualitätssicherung und die Anforderungen in der Welt?

    schrieb Muecke am

  • #21

    @ingo

    das ist eben der feine unterschied: paganini wird kein elternhasserbuch schreiben, weil er die eltern nicht HASST.

    @charles schüchtern
    ich kenne die kultusministerialen vorgaben nicht genau. in diesem zusammenhang eine fürsorgepflicht einzuklagen fände ich aber wirklich genial!

    schrieb Jan am

  • #22

    Hab’ mir gleich das Buch gekauft gehabt und gelesen.
    Eindruck: Z.T. gefällig formulierte Banalitäten, nicht ganz ernst zu nehmen, 6,95-Euro-Buch halt…
    Dabei hatte die Autorin wohl nur eine gute, hier ausgleichende, Lektorin gehabt!
    Denn was diese Dame im SWR 3 am Donnerstag von sich gab, war entlarvend und jenseits jeder Dis-
    kussion. Z.B. “Die Höhe der Fehlzeiten der Lehrer ist ihr Generalstreik.” oder “Den Lehrer hätte ich am liebsten geohrfeigt.”(Er hatte sich erlaubt, dem 18jährigen Mädchen - da sie sich gefühls-
    mäßig außerstande sah, ein bestimmtes Aufsatz- thema zu bearbeiten - wg. Leistungsverweigerung eine Sechs zu geben.)usw. Man bekam eine Ahnung, wie sie wohl schon als Mädchen gerne aneckte.
    Außerdem differenzierte sie nie, sprach immer nur
    von “den Lehrern” im Ganzen… Eine Brandstif- terin…
    Spontane Eingabe: Müsste hier nicht das Kultus-
    ministerium “wg. Fürsorgepflicht” einschreiten?

    schrieb Charles Schüchtern am

  • #23

    Ich kenne nur die SpOn-Auszuege, nicht das ganze Buch, dafuer habe ich auch nicht die Zeit. Ich finde das Ganze jedoch extrem unterhaltsam - und genau das soll es auch sein - Unterhaltung! SpOn titelt selbst immer “Polemik”, ein eigentlich abwertender Begriff, der an dieser Stelle ein gewisses Augenzwinkern symbolisiert. Hier soll doch gar nicht eine objektive Beschreibung der Verhaeltnisse gegeben, sondern einfach mal in ueberzogener und wirklich amuesanter Weise drauflosgedroschen werden. Was mich offen gestanden entsetzt ist, wie wenig das verstanden wird. Und die hysterischen Reaktionen vieler Lehrer zeigen nur, dass sie in dieser Polemik viel Wahres entdecken, und das schmeckt ihnen gar nicht.
    Ich finde auch Paganini01’s Rezension koestlich, er macht naemlich ganz genau dasselbe, auch stilistisch. Er kann das ja schliesslich auch nicht alles ganz ernst meinen (pseudointellektuelle Hausmutti, gescheiterte Existenzen etc.), denn das waere wahrlich unverschaemt. Das Beste waere, er schreibt ein Elternhasser-Buch, warum eigentlich nicht?

    schrieb Ingo am

  • #24

    @Paganini 01

    Das ist mit Abstand die beste Rezension, die ich bis jetzt zu dem Buch gelesen habe! Berücksichtigt beide Seiten, wägt differenziert ab und kommt zu einem Urteil, ohne den Pfad der Seriosität zu verlassen. Spitze!

    schrieb Unverzagter am

  • #25

    Das Lehrerhasserbuch! Motto: Getretener Quark wird breit, nicht stark! € 6,95 – zum Fenster herausgeworfen…

    Lotte Kühn rechnet als Lehrerkind offenbar nicht nur mit ihrer eigenen Vergangenheit ab. Endloses, dreistes, sich permanent wiederholendes Gefasel über die Schlechtigkeit der Lehrer, ihre Dummheit sowie die verkannte Genialität der stets hochbegabten Kinder ist das Charakteristikum des Buches. Die Metapher als nahezu alleiniges Stilmerkmal verkommt zum „Beweis“ für unsubstantiierte Behauptungen und Vorurteile. Allein die – zugegeben: treffsicheren - Beobachtungen von Fehlern, Misständen und Mängel im System Schule machen diese Defizite nicht wett, es bereitet Mühe, mehr als drei Seiten ohne Langeweileanfälle durchzuhalten. Die Autorin profitiert hinsichtlich ihres Erfolges alleine von Folgendem: Jeder hat die Schule durchlaufen und einige der geschilderten Situationen im Lehrer- Schüler- Beziehungskomplex erlebt, jeder hat auch mehr als nur eine Ungerechtigkeit im Laufe seiner eigenen Schulkarriere erfahren. Zweitens ist es opportun, auf Lehrer einzuprügeln (auch wenn sie sich selber ihren Ruf versaut haben). Drittens erfährt der Leser aufgrund der polarisierten Betrachtungsweise Zustimmung, er findet hier Jahre nach seinem eigenen Schulabschluss (so vorhanden) in Lotte Kühn eine Person, die indirekt Mitgefühl mit ihm hat und ihm im Nachhinein auf die Schulter klopft.

    Kühn unterschlägt die Tatsache, dass es neben den „Lehrerdeppen“ – die vielleicht einen grossen Teil der Lehrerschaft ausmachen – auch engagierte Lehrer gibt, oder Leute, die einfach nur „ihren Job machen“. Kühn verkennt vor allem, dass gerade enttäuschte „Muttis“ wie sie, die leidvoll mit ansehen müssen, wie die “Höchstbegabung” ihrer Kinder mit Füssen getreten wird, ein konstruktives Miteinander von Schule und Elternhaus aufgrund ihrer „Besserwisserei“ schwafelnd vereiteln.

    Die einseitige Betrachtungsweise langweilt schon ab der zweiten Seite. Die – notabene: richtigen – Beobachtungen von Schule und Lehrerverhalten gehen unter in einem Wust von Behauptungen, plakativen, schier endlosen Darstellungen der Dummheit der Spezies „Lehrer“ und Lobeshymnen auf die Kühnschen Kinder, die offenbar schon die Lese- und Rechtschreibkompetenz im Embrionalzustand entwickelt haben.

    Sicher, dem Rezensenten sind sie bekannt, die meist birkenstockbewehrten Typen, die in die Kanzlei kommen, den Beck´schen Rechtsberater unter dem Arm, den missbilligenden, allwissenden und belehrenden Blick im Gesicht. Die dem Arzt sagen, wie er eine Herzoperation durchzuführen hat. Deren Gutmenschlichkeit die Umgebung terrorisiert. Die aus Allem ein Problem, nie jedoch eine Lösung machen. Die in Parlamenten, Stadträten oder Vereinen dicke Reden schwingen, ohne Geist, Wissen und Verstand. Die gegen Fluglärm demonstrieren und zweimal im Jahr Fernreisen durchführen. In Siggikid - Klamotten oder Jack Wolfskin. Deren Gehässigkeit jeden Machiavell schier vor Neid erblassen lassen. Die viel tun, aber nie etwas erreichen. Die das Leben ausserhalb ihres Kokons nicht begreifen. Etc., etc…

    Sie sind eine ekelhafte Plage, das stimmt. Und sie sind zum Kotzen.

    Jedoch: Vielleicht haben sie ebensowenig Ahnung von Pädagogik wie Frau Kühn, das mag sein.

    Aber genau diese Spezies wird durch die schwülstig- überdrehte Kritik Lotte Kühn´s nicht getroffen, sondern es werden letztinstanzlich vornehmlich diejenigen durch die überzogenen monotonen Kühn´schen Monologe niedergemäht, die Arbeitsgemeinschaften organisieren, Kinder fördern, Wissen vermitteln und versuchen, Kinder fair zu behandeln. Diese kleine Minderheit von Lehrern wird nicht gesehen und an diese erinnert sich der Rezensent – selbst Lehrerhasser in manchen Breichen – trotz vieler negativer Erlebnisse gerne zurück.

    Zum Buch von Lotte Kühn: Behauptungen alleine sind kein Beweis. Kinder gebären ist noch kein Freischein für Wissen um Erziehung. Effekthascherei noch kein Qualitätsmerkmal. Ein Buch für die pseudo- intellektuelle Hausmutti, ausgestattet mit dem Einkommen ihres Mannes, viel freier Zeit, “Befindlichkeitsbewusstsein”, Unzufriedenheit und Kindern mit einsteinscher Intelligenz sowie unbefriedigter Erfolgsgier gepaart mit Geltungsdrang und verklemmtem, von Tucholski treffend karikiertem Standesdünkel. Da trifft das Buch den Kern: Die Bild- Zeitung für die Möchtegern- Wissenselite, Selbstfindungsliteratur für Egomanen und gescheiterte Existenzen, unreflektiert, unsachlich und unerträglich. Für die, deren Wunschdenken der Erfolg der Kinder ist, wobei der Erfolg die eigene Inkompetenz, die eigenen Defizite, ersetzen soll.

    Allein die Beherrschung der deutschen Sprache ersetzt noch keinen Geist. Schade um´s Geld… deshalb: Sechs, setzen, Frau Kühn!

    schrieb Paganini 01 am

  • #26

    Vielleicht sollte Mama erst einmal selber richtig schreiben lernen? Ein alltägliches Wort wie “morgendlich” sollte man einfach schreiben können, bevor man in der Schule Nachhilfe geben darf.
    Ich bestehe auf altmodischer Solidität und bin nicht nur Lehrerin, sondern dazu hin Mutter von zwei Kindern, die beide die Grundschule überstanden haben und lesen, rechnen, schreiben und sonst noch allerhand gelernt haben.

    schrieb Inge Plieninger am

  • #27

    @Eva Fischer: Das würde ich als sehr bildungsinteressierter Vater natürlich begrüßen—wenn das Wort “schülergerecht” etwas genauer definiert wäre ;-)

    @Andreas: ein morgendlicher Stuhlkreis muss ja nicht zur Posse werden. Das kann ein ziemlich sinnvolles Ritual sein. Im Kindergarten meines kleinen Sohnes gibt es eine Kinderkonferenz (ohne Stühle), in der die Kinder so nebenbei eine Menge Dinge lernen, wenn sie vordergründig über ihre Projekte und ihren Tag diskutieren. Und soweit ich mich erinnere, hat der große Sohn in der fünften Klasse (Beginn der Zeit am Gymnasium) zumindest an einem Tag in der Woche ein ähnliches Ritual absolviert.

    schrieb stefanolix am

  • #28

    Oder wir lehrer könnten uns mit der kritik ausseinander setzen und strategien erarbeiten, die lehrer befähigen, wieder vermehrt schülergerecht zu agieren.

    schrieb eva fischer am

  • #29

    Die Wiewörter Thematik und der morgentliche Stuhlkreis! Klasse!

    schrieb Andreas am

  • #30

    Ich finde, “Mama” hat einen sehr netten Ton angeschlagen. Sie hat in ihrem Beitrag gesagt, dass ihre Aussage nicht auf alle Lehrer und Lehrerinnen zutreffen (vgl. die ersten Zeilen). Ich finde die nachfolgenden Beiträge nicht sehr treffen, da sie nicht auf Mamas Beitrag nicht richtig eingehen.
    Ich selbst bin Lehramtsstudent und dürfte dann wohl auch mitreden (nach Meinung von Dr. A. Walter).
    Was hackt ihr denn alle auf dieser “Mama” rum, die doch einfach nur mal sagt wie es wirklich ist. Sie sagt aber auch, dass es nicht überall so ist. Und dann kommt “Nestbeschmutzer” und muss alles auf sich beziehen. Ja, natürlich gibt es auch solche Schüler. Aber wo führt denn unsere Bildungspolitik hin? Es werden doch keine extra Lehrer und Lehrerinnen eingestellt. Es kommen immer mehr Studenten in die Schulen, um den Unterrichtsbedarf aufzufangen. Und erst recht schreiben viele Schulen Eltern an, ob sie nicht mal unterrichten könnten. Es müssen mehr Lehrer und Lehrerinnen eingestellt werden, auch solche mit Teilzeitverträgen.
    Und wo kommen wir überhaupt hin, wenn sich niemand mehr in irgendwas hereinhängen darf. Warum sollen denn die Eltern nicht ihren Mund aufmachen, wenn ihnen etwas nicht behagt? Sollen wir alle schweigen und in unserer Duckmäusergesellschaft weiterleben. Wir sollten stolz auf die Eltern sein, die vertretbare Ansichten haben und die Mängel in unserem Schulsystem aufzeigen. solche eltern habe ich viel lieber als die, die sich nicht um ihre kinder kümmern. deren kinder draußen rumfliegen, vorm fernseh sitzen und wenig für die schule machen. vielleicht auch, weil die mutter oder der vater alleinerziehend ist oder weil es gravierende problem gibt. aber sollten wir nicht unsere schüler zum diskutieren erziehen, zu mündigen bürgern? und bekommt man das als kind nicht am besten von seinen eltern vorgelebt, die sich über neue gesetze in der bildungspolitik aufregen, welche die profesionalität des lehrkörpers untergraben?

    schrieb dijeridoo am

  • #31

    PS: Ich bin noch nicht müde genug, um beim Lesen des Satzbeginns “Wir Eltern machen 5 Ag´s ...” keine Schmerzen zu empfinden ;-)

    schrieb stefanolix am

  • #32

    Danke für das Link, ich habe diese Diskussion unter meinem Artikel jetzt auch verlinkt. Aber ich wollte in meinem Blog /nicht/ darstellen, dass die Publikationen von Frau Unverzagt allgemein hassenswert sind. Mit solchen Ratgeberbüchern kann ich einfach nicht viel anfangen. Ich würde auch dieses Buch nicht direkt hassen: zum Hassen nutzloser Bücher fehlt mir die Zeit ;-)

    gemeint ist der oben im Artikel erwähnte Link zur Rezension bei stefanolix.
    Anmerkung eines Administrators, 16.03.2006

    schrieb stefanolix am

  • #33

    Also erst mal zu Mama: Klassenspiegel sind einfach nicht sinnvoll, da überhaupt nicht objektiv. In einer generell schwachen Klasse, sind auf einmal die Mittelmäßigen die Guten. Spätestens in der vierten Klasse stehen dann die Mütter auf der Matte und beschweren sich über die Grundschulempfehlung( O-Ton: Mein Kind war immer besser als der Durchschnitt). Meiner Ansicht nach, ist das Problem, dass wirklich jeder meint, mitreden zu können. Diese Hausfrauenpädagogik nervt. Wozu studieren wir eigentlich, wenn doch jeder schon alles weiß?? Ich kann auch keinen Blinddarm entnehmen, nur weil ich auch schon mal im Krankenhaus war.
    Vielleicht sollten sich die Eltern darüber mal Gedanken machen. (Was nicht heißt, alles gut zu heißen.)

    schrieb Dr.A.Walter am

  • #34

    Mama hat Recht!! Wie könnten Mütter irren! Als Lehrer an einer weiterführenden Schule höre ich ich von meinen Lieblingen, die von der Grundschule kommen, immer die gleiche Jeremiade: Unterforderung, Langeweile, Verblödung,aber wir spielen mit, damit die Lehrerin uns nicht mit Missachtung straft.Danke, Mama!

    schrieb Nestbeschmutzer am

  • #35

    ;-) Liebe Lehrer,
    es mag sein, dass es natürlich auch solche unter Euch gibt, die ihren Job gerne und gut machen!Ich selber hatte in meiner Schulzeit (13 Jahre) genau einen von diesen! In 13 Jahren!!!

    Aber das Buch trägt sehr viel Wahres in sich und ich als Mutter habe wohl eine Grundschule gewählt, an der genau das gelebt wird betr. der Lehrer, wie es dort im Buch beschrieben wird!

    Finden Sie das normal: wenn man bei einer Klassenstärke von 18 Kindern in der 1. Klasse
    als Mutter morgens in die Schule kommen soll um 1ne Stunde den Kleinen Lesenachhilfe geben soll, damit die anderen 7 Kinder ( die bereits bei Einschulung lesen konnten) mit der Lehrerin weitermachen!

    So geht es munter in unserer Schule weiter. Es gibt keinen Klassennotenspiegel unter den Arbeiten, die Wiewörter Thematik lassen wir mal so stehen, und die Kuschelecke und den morgentlichen Stuhlkreis in der 3. Klasse findet auch nur noch der Lehrer toll! Ich hätte noch mehr parat….!

    Ja, es ist also nicht ganz so böse und an den Haaren herbeigezogen…

    in diesem Sinne, denke ich gehört hier der Punkt 7 hin:

    Lehrer räumt Eure Lehrerzimmer auf und befreit Euch von den Kollegen, die Euch solche Bücher zu Recht einbringen! Die meisten Eltern sind ja willig, ihre neue Rolle in der Schule einzunehmen…

    Wir Eltern machen 5 Ag´s für die Kinder am Nachmittag, wo sich keiner der Lehrkörper mal zeigt, wir sammeln Geld bei Sponsoren und kaufen das Zubehör dafür und wir streichen Klassenzimmer etc.! Wir backen die Kuchen f. die Feste, wir geben Nachhilfe im Unterricht, gehen mit zu Wandertagen u. fahren sogar mit zur Klassenfahrt auf eigene Kosten, wir lassen uns sagen, das unsere Kinder nicht gut erzogen sind (weil se mit dem Radierer trommeln) und nicht sofort damit aufhören und wir gehen zur Ergo, weil der Lehrer meint 4 von 8 Jungen aus der Klasse haben ADS!
    PRIMA!!

    So läuft es jedenfalls bei uns in der Grundschule. Und wir denken wir tun das für unsere Kids, aber wir sind mittlerweile Hilfslehrer. So was gibt es in der freien Wirtschaft nirgendwo! 

    Und was kommt zurück? Wo sind die Lehrer, wenn man Rat braucht oder einen Klassenspiegel wünscht, oder einen anderen Umgangston für seine Kinder wünscht. Sie gehen in Deckung, wiegeln ab oder das Kind ist Schuld…!

    Und aus diesem Grunde verstehe ich auch die Autorin, das sie solches Buch geschrieben hat. Es hätte von mir sein können - nur schon nach 3 Jahren Grundschule.

    Gruß von einer Mama, deren Sohn bereits in der 2. Klasse nicht mehr zur Schule gehen will - Dank solcher Lehrer! ;-)

    schrieb Mama am

  • #36

    Ich präferiere Punkt 3. Alles andere führt zu noch mehr Wind um diese aggressive Frau.

    schrieb D. Ott am

  • #37

    Um Gottes Willen ... denk nicht mal dran ... :sick:

    schrieb Gernot am

  • #38

    Punkt sechs gefällt mir… oha… da könnte man doch glatt auf Ideen kommen…

    schrieb Hokey am

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