Jugend-Gesundheit

Studie: Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland 09.12.2008, 23:43

Die BZgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung) stellte im Jahr 2008 eine Studie zur Gesundheit von Kinder/Jugendlichen in Deutschland vor. Diese zeigt, dass nicht nur Bildung an die soziale Herkunft gekoppelt ist, sondern auch Gesundheit ("Arme Kinder sind häufiger krank"). Und dass 10% aller Kinder und Jugendlichen ADHS-verdächtig sind.

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Die meisten der 14,2 Mio. Kinder und Jugendlichen zwischen 0 und 17 Jahren in Deutschland sind gesund. Bei Kindern aus Familien mit sehr niedrigem Einkommen, insbesondere wenn es mit niedriger Schulbildung einhergeht, und bei Kindern aus Familien mit doppeltem Migrationshintergrund gibt es eine deutliche Häufung an Gesundheitsproblemen.

BZgA, Pressemitteilung vom 09.12.2008: Erkennen - Bewerten - Handeln

Neben dieser zentralen Erkenntnis (die allerdings auch auf die meisten anderen Staaten zutreffen dürfte) hat die BZgA-Studie: Erkennen - Bewerten - Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland (pdf) auf prallen 178 Seiten noch mehr zu bieten, eine Auswahl:

  • Schüler/innen an Hauptschulen haben einen schlechteren Gesundheitszustand als ihre KollegInnen an Gymnasien (S. 155).
  • 9% der Kinder/Jugendlichen in Deutschland leiden an Heuschnupfen, 7% an Neurodermitis und 3% an Asthma (S. 15).
  • Bei 15% der Kinder und Jugendlichen Deutschlands finden sich “Anhaltspunkte für psychische Probleme”, bei Jungen häufiger als bei Mädchen. Häufigste Auffälligkeit ist aggressives und dissoziales Verhalten, v.a. 11- bis 13-Jährige (S. 21).
  • 15% der deutschen Kinder und Jugendlichen haben Übergewicht; bei 5% ist das Übergewicht so ausgeprägt, dass man von Adipositas spricht (S. 41).
  • 20% der 11- bis 17-Jährigen zeigen Hinweise auf ein gestörtes Essverhalten, Mädchen doppelt so häufig wie Jungen. Das Risiko für eine Essstörung nimmt bei Mädchen während der Pubertät zu, bei Jungen ab (S. 51).
  • Bei 5% der Kinder und Jugendlichen wurde von einer ÄrztIn oder einer PsychologIn ADHS diagnostiziert, bei weiteren 5% liegen entsprechende Verdachtsmomente vor (S. 57).

gefunden bei AN-Online.de 09.12.2008: Studie: Armut und Krankheit hängen zusammen

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