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Lehrerzimmer

An jeder Schule gibt es genug mögliche Arbeitsplätze für Lehrer/innen 24.11.2008, 10:32

An vielen Schulen gibt es durch ein bisschen geschickte Räumerei die Möglichkeit, Arbeitsplätze für Lehrer/innen zu schaffen - zumindest für die, die tatsächlich an der Schule arbeiten wollen.

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  • (geändert: )

Lehrer/innen fordern von den Regierungen die Zuverfügungstellung von geeigneten Arbeitszimmern in Schulen - denn das heimische Arbeitszimmer kann steuerlich nicht mehr abgesetzt werden. Grundsätzlich hält man es für unmöglich, dass für alle Lehrkräfte ein Arbeitsplatz bereitgestellt wird - schon die Lehrerzimmer platzen meist aus allen Nähten. Für ein Kollegium von 80 Lehrer/innen bräuchte man dann 20-30 zusätzliche Zimmer - mit Strom, Heizung, Internetanschluss, Bürostuhl, Schreibtisch usw. Finanziell und baulich unmöglich. Deshalb wird diese Lösung zwar von Lehrer/innen und Lehrergewerkschaften gefordert, von der Politik aber nicht mal ansatzweise aufgenommen.
Aktuell raten Lehrergewerkschaften, das Arbeitszimmer abzusetzen und bei ablehnendem Bescheid vom Finanzamt das Ruhen des Verfahrens zu beantragen, bis die Musterprozesse zu einem Abschluss gekommen sind (mehr: Finanztest sieht Chancen in den Musterprozessen ums Arbeitszimmer).

Eine alternative Lösungsmöglichkeit

Wie es vielleicht doch gehen kann (und offensichtlich in einer - uns unbekannten - Schule praktiziert wird), beschreibt eine Lehrperson in einem Kommentar zu unserem Beitrag Lehrer-Arbeitszimmer ab 2007 steuerlich nicht mehr absetzbar:

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

dass die Einsprüche gegen den Steuerbescheid abgewiesen wurden, hat doch wohl keinen ernsthaft gewundert.

Dass jeder Lehrer ein eigenes Arbeitszimmer bekommt ist genauso wenig realistisch.

Jedoch:
Wir haben unsere Schule etwas “durchgesehen” und festgestellt, dass man bestimmte Räume zusammenfassen kann z.B. verschiedene Büchereien zu einer. Plötzlich existieren im Hause einige kleine Räume, die man sich gut mit anderen Kollegen teilen kann.

Den Internetanschluss bekommt man vom Schulnetz und Strom ist auch vorhanden. Jetzt nur noch die wichtigen Arbeitsmittel von zu Hause eingepackt und in der Schule in einen geeigneten Schrank in diesem Raum gestellt - schon kann man dort gut arbeiten.

Die meisten Kollegen wollen das gar nicht - für die, die wollen reicht der Platz aus. [...]

Kommentar von ‘Nordlicht’ zum Lehrerfreund-Beitrag ‘Lehrer-Arbeitszimmer ab 2007 steuerlich nicht mehr absetzbar’, 01.07.2006

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Kommentare

10

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  • #1

    Und selbst, wenn in der Schule irgendwo ein Arbeitsplätzchen für einen arbeitswilligen Lehrer vorhanden ist, erlaube ich mir darauf hinzuweisen, das dieses dann am Wochenende, am späteren Nachmittag, am Abend, in den Ferien, an Feiertagen usw. nicht aufgesucht werden kann, weil man beim Eintreten in die Schule direkt A l a r m auslösen würde und eine solche Räumlichkeit ja auch außerhalb der Unterrichtszeit beheitzt werden müsste, so denn Winter ist. So einfach ist dasleider alles nicht .... liebe Leute

    schrieb Joachim Matschke am

  • #2

    An unserer Schule teilen sich ca. 30 - 40 Kollegen (je nach Wochentag) ein Lehrerzimmer. Reicht oft nicht mal für alle zum Sitzen. Darin steht zwar nur ein Computer, dafür hat der aber Internetzugang und Schwarz-weiß-Drucker (die vereinzelten Computer in den Klassenzimmern haben nicht mal das).
    Blöd ist nur, wenn wie so oft die verschiedensten Beratungsdienste an der Schule sind. Die blockieren den dann (zumindest Internet und Drucker, wenn sie ihren Laptop schon mal dabei haben). Aber nur bis 12:45 Uhr. Dann machen sie Mittagspause - nicht ohne uns Lehrern vorher ihren Neid auszusprechen, weil wir nach Hause gehen dürfen und sie jetzt in ihre Zentrale und ihr Büro zurück müssen.
    Unser Lehrerzimmer sieht todschick aus - von “oben” wird sehr auf ansprechende Tischdekoration geachtet. Leider kann man dann keine Hefte mehr zum Korrigieren mehr aufschlagen. Bis zum nächsten Tag auf dem Tisch liegen lassen ist wegen der Optik auch verboten. Lehrerfächer sind zu klein - außerdem hat nicht jeder eines.

    schrieb klaustro am

  • #3

    Auch an meine Schule lad ich euch gerne ein.
    Die Heizung wird in Nicht-Klassenzimmern nicht erst Freitags abgestellt, sondern gar nicht erst angedreht (Thermonstat blockiert).
    Ein einmal eingerichteter Arbeitsraum dient inzwischen einigen offensichtlich nicht Betroffenen als Rumpelkammer, der Schulleitung andererseits als Quelle, wenn irgendwo noch Regale gebraucht werden. Die Folge: Unsere Unterlagen werden aus den Regalen geholt und auf die Tische gepackt. Bin gespannt, was man als nächstes braucht, es sind nur noch ein paar Tische und Stühle da. Hoffentlich fehlen als erstes die Tische, denn dann kann man ja noch auf den Knien arbeiten, wenn die Stühle weg sind, geht das nicht, es sei denn, man setzt sich auf den Tisch.

    schrieb Erhard am

  • #4

    Bei uns an einer Gesamtschule ist zwar hier und dort etwas Platz zum Sitzen, allerdings zu wenig Platz für eigene Fachbücher usw. Was am hinderlichsten ist: man wird wenige Minuten nach Unterrichtsschluss vom Hausmeister hinausgebeten, die Heizung wird heruntergedreht, das Licht gelöscht, die Sirene eingeschaltet.
    Alles andere würde als Überstunden für die Hausmeister zählen (was ich nachvollziehen kann) und muss 1 Woche vorher angemeldet werden (dito).

    schrieb sBremner am

  • #5

    In unserer Schule gibt es tatsächlich ein paar Klassenzimmer, die nachmittags nur von den Putzfrauen genutzt werden. Darin sind aber keine Schränke, in die ich meine vielen Bücher oder Hefte laufender Korrekturen einschließen könnte. Außerdem wird am Freitagabend die Heizung ausgeschaltet. Da wird es dann mit der üblichen Wochenendarbeit noch unangenehmer. Wenn ich mich nicht bald krankmelden will, werden sich meine Korrekturen (auch fürs Abitur) gefährlich in die Länge ziehen. Ist das vom Gesetzgeber so gewollt?

    schrieb Michael67 am

  • #6

    :ahhh: Wer nicht zu den engeren Kreisen der Etablierten, sondern zum Vertretungsprekariat zählt, bringe sein Dreibein mit, andernfalls: Arbeiten im Stehen und auf jeden Fall: Ausgeschlossen vom informell-dienstlichen Nachrichtenkanal und Verhaltenskodex.

    schrieb linda68 am

  • #7

    Vielleicht sollten diese Tatsachen den ständigen Lehrerkritikern auch einmal zugeführt werden…

    Es soll ja Bürohengste geben, die sich beim Betriebsrat beschweren, wenn ihr Einzelbüro in ein Doppelbüro umgemodelt wird (ich kenne tatsächlich zwei solche Fälle!)

    Wahrscheinlich aus Wut, weil täglich drei Stunden Lehrerfreund-Kritisierarbeit nicht mehr möglich sind..

    schrieb smart am

  • #8

    Schülerbibliothek? Aufgelöst -> ist jetzt Klassenraum.
    “Minibibliothek” (Lagerraum für Wörterbücher etc.)? Aufgelöst -> ist jetzt Kursraum.
    Aufenthaltsraum für Schüler? Aufgelöst -> ist jetzt Klassenraum.
    Filmraum? Aufgelöst -> ist jetzt Klassenraum.
    Computerraum? Wird als Unterrichtsraum genutzt.
    Aula? Wird als Unterrichtsraum genutzt.
    Lehrerzimmer? Bietet nicht jedem Kollegen einen Sitzplatz.

    Folgen wir doch dem Vorschlag - und arbeiten im Stehen auf den Gängen. So schlimm ist das doch nicht. Immer dieses ständige Jammern.

    schrieb Skylla am

  • #9

    Ich lade die Entscheider gerne in unsere Schule in und wünsche viel Glück bei der Suche nach freiem Raum! Selbst die oben genannten, freien Kellerräume haben wir nicht. Schön wärs…
    So teilen wir uns weiter mit ca. 15 Kollegen ein Lehrerzimmerchen mit ca. 4m x 6m und einem PC…

    schrieb smart am

  • #10

    Hallo,

    was dort beschrieben wird klingt plausibel. Allein wird dort eine Situation beschrieben, die bei uns eben DOCH an den Räumlichkeiten mangelt. Es gibt bei uns z. B. keine Bücherei, weder für Lehrer, noch für Schüler, denn es fehlen auch dafür die Räume. Und das an einer Schule mit rund 1700 Schülern. Nun wurde eine Lager im Keller frei, dort denkt man an die Einrichtung von 4 - 6 Arbeitsplätzen. Im Keller ... ohne Tageslicht und richtige Belüftung. Ich stelle mir den Verwaltungsangestellten eines RP oder KuMis vor, der dort arbeiten müsste. Wie lange würde es dauern, bis er klagt?

    Die zuständige Stadt steckt das Geld lieber in PR-wirksame Projekte wie Verschönerungen der Ortseinfahrten mit mediterranen Pfalzen. Geld bekommen allenfalls Grundschulen und Gesamtschulen - das ist medienwirksamer.

    schrieb MichaelSchm am

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