Aufbaustudium

Umfrage: Kosten-Nutzen-Analyse der Rechtschreibreform 13.05.2006, 18:22

Im Rahmen eines Aufbaustudiums in Wirtschaftsingenieurwesen veranstaltet W. Denk eine Umfrage, um "den im Zusammenhang mit der Rechtschreibreform entstandenen zeitlichen und finanziellen Aufwand zu quantifizieren." Ob sich der Aufwand zur Beteiligung lohnt, ist fraglich.

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Der Fragebogen (19 Fragen) kann online ausgefüllt werden oder ausgedruckt und an den zukünftigen Autor der Studie “Vorüberlegungen zu einer Kosten-Nutzen-Analyse der Rechtschreibreform” gefaxt/geschickt werden.
Gefragt werden Dinge wie

  • Frage 2: Nun zum Thema Rechtschreibreform: Wie schreiben Sie privat?
  • Frage 4: Wie viele Rechtschreibwörterbücher haben Sie seit 1996 gekauft?
  • Frage 5: Können Sie schätzen, welchen Betrag Sie seit 1996 wegen der Rechtschreibreform etwa ausgegeben haben (für Wörter- und Lehrbücher, Kurse, Software, Telefonate, Briefe etc.)?
  • Frage 15: Fällt Ihnen das Lesen von Texten in reformierter Schreibung leichter? [Alle Reformbefürworter und Reformagnostikerinnen kreuzen natürlich “kein Unterscheid” an, da es wirklich keinen Unterschied macht. Alle Reformgegner kreuzen “nein” an, da sie bei jedem Doppel-s brechen müssen. Was kommt unterm Strich raus?]

reformkosten.de - Umfrage zur Erhebung des Kosten-Nutzen-Effekts der Rechtschreibreform

Ich bin kein Wirtschaftsingenieur. Insgesamt dünkt mich die Auswahl der Fragen als nicht ganz objektiv. Wie soll man aus diesen Fragen einen Nutzen erkennen können? Natürlich wird der ein oder andere ankreuzen, dass die Schreibung leichter geworden ist (die einzige Frage übrigens, die einen realistischen, potenziellen Nutzen abfragt). Die meisten werden ankreuzen, dass die Schreibung schwerer geworden ist - denn viele von ihnen kommen direkt von Deutsche Sprachwelt, einem reaktionären Organ “... für alle, die Sprache lieben” (gemeint ist natürlich: für alle, die die alte Rechtschreibung lieben).


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