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Ein rascher Notenschlüssel…

*ohne Gewähr


Eldorado der Unterrichtsvorbereitung

Schreibtisch der Zukunft 21.01.2013, 23:46

iDesk von Adam Benton
Bild: Adam Benton

Eine Designstudie zeigt, wie Ihr Schreibtisch in zwei, drei Jahrzehnten aussehen wird: ein riesiger Touchscreen als Arbeitsfläche, kein einziges Blatt Papier.

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  • (geändert: )

Verwendung des Bildes mit freundlicher Genehmigung von Adam Benton - Danke!

Der Designer Adam Benton (Homepage: kromekat.com) hat eine Designstudie entwickelt, in der er Touchscreen-Technologien mit Apple-Ästhetik verbindet. Kurz: Er hat den Schreibtisch der Zukunft gefühlt und realisiert. Das sieht so aus (Klick aufs Bild für Großansicht (Bilddatei)):

iDesk - Designstudie von Adam Benton (Vorschaubild)

Auf den ersten Blick wirkt das utopische Modell nicht besonders gemütlich. Dabei hat Adam Benton hier - wahrscheinlich ohne es zu wissen - den heimlichen Traum aller Lehrer/innen abgebildet: eine Ära ohne Aktenordner, ohne Papierstapel und ohne Fresszettel. 

Denn selbstverständlich wird alles digital verwaltet. Links oben ist der virtuelle Aktenschrank, dort ordnet man alle Dokumente ein: Unterrichtsmaterialien, Arbeitsblätter, Klassenarbeiten, Elternbriefe, Rundschreiben und Notenlisten. 

iDesk von Adam Benton, Ausschnitt links

Etwas mit den Fingern dran rumgefummelt und schwupp - liegt das Dokument in beliebiger Größe vor einem. Arbeitsblätter bearbeitet man in 200%-Ansicht, ein bisschen ziehen hier, ein wenig schieben dort. Das ist nicht wesentlich anstrengender, als mit den Fingern auf einer Schreibtischoberfläche herumzuwischen.

Mit solchen Wischbewegungen verwaltet man auch die Fotos, Kalender und sonstigen Elemente - man schiebt die Fotos zu Stapeln zusammen, lässt sie in einem virtuellen Ordner verschwinden und zieht dann den Kalender zu sich heran, um einen Termin einzutragen.

iDesk von Adam Benton, Ausschnitt rechts

Notizen und Skizzen werden mit Stiften vorgenommen. Diese Stifte sind auch das Einzige, was sich außer der Kaffeetasse auf dem Tisch befindet. Ansonsten ist der Schreibtisch vollständig leer.

Manchmal will oder muss man natürlich doch mit Papier und Bleistift hantieren; dazu stellt man den Touchscreen ab, und man hat nichts vor sich als eine jungfräuliche Schreibtischplatte in edler Holzmaserung.

Möglicherweise hat dieser Schreibtisch auch Nachteile, wie Gizmodo meint:

Zum Beispiel würden auf der Schreibtischoberfläche dauernd Tweets (hoffentlich nicht von den Psychopathen!), Facebook-Nachrichten oder E-Mails aufploppen und schon versinkt der ordentliche Schreibtisch im Chaos [...]

GIzmodo 27.07.2012: Wunderschöne Design-Studie „iDesk“ von Adam Benton

Das alles mag lächerlich klingen - ist es aber nicht. In 20, 30 oder 40 Jahren werden wir an solchen Schreibtischen sitzen. In spätestens 80 Jahren werden wir solche Schreibtische in allen deutschen Lehrerzimmern haben, in 90 Jahren dann sogar mit Internetanschluss.

Wie sagt der Volksmund dazu?

Da rast die Zukunft in Windeseile,
Sie bringt uns Touchscreen-Tische, geile.
Sie hält nicht ein vor Schules Türe,
In Kürze werde mir des alle spüre!

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Kommentare

2

Zum Artikel "Schreibtisch der Zukunft".

  • #1

    Auf jeden Fall ist dies eine sehr interessante Studie - es bedeutet aber auch eine große Umstellung für all diejenigen, die noch papieraffin sind. Die Anmerkung “in 90 Jahren mit Internetanschluss” kann durchaus zutreffen.

    schrieb Bernhard am

  • #2

    Dass es sowas mal als Angebot für die privaten Arbeitsplätze technikaffiner Lehrer geben wird, vielleicht…

    Aber im Lehrerzimmer? Nö! Papierlose Verwaltung in der Schule? Jetzt kommen Sie aber…. Vom Prinzip her mögen Sie ja recht haben, aber so langsam, wie sich Schule bewegt, was die Verwaltung angeht, sollten Sie mal lieber von 500 Jahren ausgehen, bis das soweit ist.

    schrieb Peter am

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