Anzeige
Anzeige
🔑

Ein rascher Notenschlüssel…

*ohne Gewähr


Lehrermangel

Deutsche Lehrer/innen überrollen die Schweiz 25.04.2012, 11:41

Karte: Deutsche Lehrer überrennen die Schweiz
Bild: Wikimedia Commons: Schweiz (Montage)

Die Schweiz behebt ihren scharfen Lehrermangel durch die Anwerbung von Lehrer/innen aus Deutschland. Kein Wunder, dass immer mehr dem Ruf folgen: Die finanziellen Verlockungen sind gerade für Pendler groß, das Schulsystem der Schweiz ist nicht so verkrustet wie das deutsche.

Anzeige
Anzeige
  • (geändert: )

In den letzten Jahren hat sich auch in der Schweiz der Lehrermangel verschärft; betroffen sind die Sekundarstufe I und die Primarstufe. In einer 2009 erstellten Prognose zeichnet das Schweizer Bundesamt für Statistik ein düsteres Bild:

Prognose: Lehrermangel in der Schweiz 2009-2018

(Quelle und mehr: Lehrerfreund 15.06.2009: Lehrermangel in der Schweiz)

Als eine Gegenmaßnahme greifen gerade die deutschlandnahen Kantone auf Lehrer/innen aus Deutschland zu. Einige Kantone schalten Anzeigen in deutschen Zeitungen, um Lehrer/innen anzuwerben (mehr: Lehrerfreund 10.07.2011: Schweiz will Lehrermangel mit deutschen Lehrer/innen bekämpfen), so z.B. der Kanton Aargau.

Diese Maßnahmen hatten und haben Erfolg: "Zwölf Prozent mehr ausländische Lehrer in nur einem Jahr" meldet ein Internetorgan aus eben dem Kanton Aargau. Der Grund ist klar: Viele Kantone schalten Anzeigen in deutschen Medien und lassen über ihre Pressekanäle durchblicken, dass deutsche Lehrer/innen in der Schweiz gesucht und damit willkommen sind.

Weil hierzulande erheblich attraktivere Lehrer-Entlöhnung Tatsache ist, verläuft die Abwerbung erfolgreich: Gemäss Statistischem Amt sind derzeit (anfangs April 2012) 6‘240 Personen «aus dem nahen Ausland» in der Schweiz als Lehrerinnen und Lehrer tätig. Die Zahl der ausländischen Lehrkräfte in Schweizer Schulzimmern habe sich innert eines Jahres um zwölf Prozent vermehrt.

soaktuell.ch 24.04.2012: Zwölf Prozent mehr ausländische Lehrer in nur einem Jahr

Wer in Deutschland wohnt und in der Schweiz arbeitet, der erlebt nicht unerhebliche finanzielle Freuden. Allerdings ist eine hohe Arbeitsmoral Voraussetzung: Je nach Kanton und Schulform/-stufe sind die Arbeitszeiten für Lehrer/innen in der Schweiz deutlich höher als in Deutschland - in der Primarstufe sind bis zu 33 Unterrichtsstunden pro Woche fällig (Lehrerfreund 14.12.2009: Arbeitszeit von Lehrer/innen in der Schweiz).

Anzeige

Newsletter

14188 Empfänger/innen

Sie erhalten eine Mail mit Bestätigungslink und weiteren Informationen. Mehr dazu in unserer ausführlichen Datenschutzerklärung.

Kostenlos und etwa alle zwei Monate - seit 20 Jahren. Tragen Sie Ihre Mail-Adresse ein.
Ob sich das lohnt? Das schreibt einer auf Twitter:

Der Lehrerfreund-Newsletter ist der einzige, den ich regelmäßig lese und nicht ungeöffnet in den Papierkorb befördere.

Ihr Kommentar

zum Artikel "Deutsche Lehrer/innen überrollen die Schweiz".



Wir speichern Ihren Kommentar dauerhaft ab (was auch sonst?). Mehr dazu in unserer ausführlichen Datenschutzerklärung.

Kommentare

4

Zum Artikel "Deutsche Lehrer/innen überrollen die Schweiz".

  • #1

    ja super. Referendariat ebenfalls 2014 fertig.
    suche Wirtschaft und Deutsch in der Schweiz.
    Habt ihr eine Kantonsempfehlung?
    LG aus G’old Germany

    schrieb Schlori am

  • #2

    referendariat 2014 fertig.

    suche arbeitslehre (textil, elektro, kunststoff, metall, holz, lehrküche) und sozialkunde (politik) in der schweiz.klassen 7-10.

    ab 2014. welchen kanton könnte man empfehlen?
    suche was schönes im grünen, stadt sollte schon in der nähe sein. auch großstadt.

    lg aus berlin!

    schrieb brandt am

  • #3

    Die gleiche Problematik kenne ich aus dem Gesundheitsbereich. Eine Bekannte von arbeitet als Krankenschwester in der Schweiz und verdient dort so viel, wie Hierzulande ein Ingenieur mit einigen Jahren berufserfahrung. Grundsätzlich ist ada ja auch in Ordnung. Leider werden Lehrer wie Pflegepersonal im Gesundheitsbereich auch bei uns händeringend gesucht. Da macht halt der Standort das Rennen, der besser zahlt.

    schrieb Jan am

  • #4

    Ist doch logo, bei der Sturheit der Regierungspräsidien und der lächerlichen Entlohnung im ÖD. Ich lebe mit einer halben Stelle E13 an einer Hochschule nur wenige Euronen oberhalb der prekären Armutsgrenze. In der Schweiz würde ich nach meinen Informationen mehr als das doppelte für eine halbe Stelle bekommen.

    schrieb Wissenschaftssklave am

Andere Lehrerfreund/innen lasen auch:

Anzeige
Nach oben

 >  1682 Einträge, 14796 Kommentare. Seite generiert in 0.5515 Sekunden bei 137 MySQL-Queries. 62 Lehrer/innen online (3 min Timeout / 1674) |