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Infografik

Lehrer/innen in Deutschland: 585 Euro jährlich für Unterrichtsmaterial 20.09.2013, 21:02

Ausschnitt: Infografik 'Ausgaben für Unterrichtsmaterial'
Bild: Lehrerfreund-Infografik 'Ausgaben für Unterrichtsmaterial'

Ergebnis der Lehrerfreund-Umfrage vom August: Pro Jahr investieren Lehrer/innen in Deutschland fast 600 Euro in Unterrichtsmaterialien - aus ihrer privaten Kasse. Das sind 200 Euro mehr als in den USA. Das meiste Geld geben Lehrkräfte aus dem allgemein bildenden Gymnasium aus.

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  • (geändert: )

Im August 2013 berichteten wir, dass Lehrer/innen in den USA pro Jahr 366 Euro für Unterrichtsmaterialien ausgeben. Wir fragten in diesem Beitrag deutsche Lehrer/innen, wie hoch ihre jährlichen Ausgaben für Unterrichtsmaterialien, Schulbücher usw. sind. Außerdem erfragten wir das Bundesland und den Schultyp (Grundschule, Grundschule/Sekundarstufe I, Sekundarstufe II allgemein bildend, Sekundarstufe II beruflich, Sonderpädagogik).

An der Umfrage beteiligten sich 147 Personen. Damit ist sie nicht repräsentativ, zeigt aber klare Tendenzen. Die Ergebnisse finden Sie in der Infografik unten; diese können Sie auch hier als Bilddatei herunterladen: Infografik 'Lehrer/innen in Deutschland - Ausgaben für Unterrichtsmaterialien' (öffnet in neuem Fenster).

Infografik 'Lehrer/innen in Deutschland - Ausgaben für Unterrichtsmaterialien'

 

Die Ergebnisse in etwas differenzierter Darstellung

Im Schnitt geben Lehrer/innen in Deutschland 585 Euro pro Jahr für Unterrichtsmaterialien aus. Bei 17 Prozent sind es mehr als 1.000 Euro jährlich (diese Quote ist bei Lehrer/innen in den USA wesentlich geringer: 10% geben pro Jahr mehr als 1.000 US-Dollar aus), bei 18 Prozent weniger als 200 Euro/Jahr.

Diagramm: Jährliche Lehrer-Ausgaben für Unterrichtsmaterialien

Am meisten investieren Lehrer/innen an allgemein bildenden Gymnasien (697 Euro) und Grundschullehrer/innen (675 Euro) in Unterrichtsmaterialien. In der Sekundarstufe I werden durchschnittlich 408 Euro jährlich angelegt.

Diagramm: Lehrer-Ausgaben für Unterrichtsmaterialien, nach Schultypen

Was die Bundesländer betrifft, liegt Baden-Württemberg ein Viertel über dem Durchschnitt - hier geben die Lehrer/innen 721 Euro jährlich aus.  In Österreich liegen die Ausgaben bei 688 Euro jährlich und damit knapp 20% über den Ausgaben der Deutschen.

Private Lehrer-Ausgaben für Unterrichtsmaterial nach Bundesländern

Gerade im Vergleich mit den privaten Unterrichtsmaterial-Ausgaben der US-amerikanischen Lehrer/innen ist zu erkennen, dass Lehrer/innen in Deutschland zwar überdurchschnittlich verdienen, aber offensichtlich auch überdurchschnittlich investieren. Dass die Ausgaben gerade im Gymnasial- und Primarbereich besonders hoch sind, verwundert nicht: In der gymnasialen Oberstufe spielt für ständig wechselnde Schwerpunktthemen Fachliteratur eine wichtige Rolle, in der Grundschule werden u.a. viele Bastelmaterialien benötigt.

Download: Infografik 'Lehrer/innen in Deutschland - Ausgaben für Unterrichtsmaterialien' (neues Fenster)

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Kommentare

4

Zum Artikel "Lehrer/innen in Deutschland: 585 Euro jährlich für Unterrichtsmaterial".

  • #1

    Woher wissen Sie, dass Gymnasiallehrer es so machen und Grundschullehrer es ganz anders? Das ist reine Spekulation. Natürlich gehören auch Druckerpatronen zu den Ausgaben, oder etwa nicht??? Ausgaben für Fachbücher? Ausgaben für Unterrichtsmaterial usw.

    schrieb GriasDi am

  • #2

    Grundschullehrer, die kein Geld in Unterrichtsmaterial investieren, können eigentlich kaum unterrichten. Meine Vermutung ist, dass die Gym-Lehrer auch Büro Anschaffung wie PC und Drucker etc. mitgerechnet haben, die GS-Lehrer tendenziell eher nur das, was sie an Material verbrauchen bzw. Ins die Klasse tragen. In meinen ersten Arbeitsjahren (NRW) habe ich locker über 1000€ für meinen Unterricht und Klassenraum ausgegeben. Mit der Zeit wird es weniger, da einige Anschaffungen an Material bei pfleglichem Umgang ja bleibend sind.

    schrieb GS Lehrer am

  • #3

    Zitat:
    “Die 5 Gymnasiallehrer, die ich privat kenne und menschlich sehr schätze, inverstieren ihre Bezüge auch eher gar nicht Arbeitsmaterial.”

    Warum sollte ein Lehrer sein Gehalt in schulisches Arbeitsmaterial investieren?

    Investiert der Lokführer sein Gehalt in schönere Sitzbezüge für die Fahrgäste?

    Investiert der Ingenieur sein Gehalt in neue CAD-Software, damit sein Arbeitgeber und damit dessen Kunden zufriedener sind?

    Investiert ein Krankenhausarzt sein Gehalt in medizintechnische Geräte, damit seine Patienten die beste Behandlung erhalten?

    Lehrer sind abhängig Beschäftigte, keine Freiberufler. Wieso sollten sie etwas von ihrem privaten Geld “investieren”? Damit der Arbeitgeber dies nicht tun muss???

    schrieb Mister M. am

  • #4

    Wie lustig, ich finde mich in dieser Umfrage gar nicht wieder!

    Ich arbeite in Niedersachsen an der Grundschule und gebe mehr als 1000 € pro Schuljahr für die Schule bzw. im Rahmen meiner Tätigkeit aus.
    Und das Gymnasiallehrer so viel ausgeben, halte ich ja echt für ein Gerücht! Erstmal hatte ich in meinem Unterricht selten das Gefühl, dass meine Lehrer dafür Geld ausgegeben hatten, zumindest gab es außer Arbeitsblättern eher kein Material, höchstens ein paar Rollen Packpapier und Filzstifte kamen noch zum Einsatz. Ist allerdings schon 13 Jahre her, aber meine Schwester hat ihre Schulzeit grad erst hinter sich gebracht und bestätigt mir meinen Eindruck. Wenn die Schüler den Geldeinsatz also nicht zu Gesicht bekommen, wohin fließt dann die Kohle? In die teuren Unterrichtshilfen? Wieso gibt es dann nur schrottige Kopiervorlagen, zusammengeschnippelt und in äußerst schlechter Qualität? Damit ist keineswegs die inhaltliche Qualität gemeint, es bezieht sich nur auf die äußere Erscheinung! Oder lassen die Kollegen vom Gymnasium etwas heimlich ihre Klausuren gegen Bezahlung korriegieren? Das könnte teuer werden…
    Die 5 Gymnasiallehrer, die ich privat kenne und menschlich sehr schätze, inverstieren ihre Bezüge auch eher gar nicht Arbeitsmaterial.

    Seltsam, was bei Umfragen so rum kommt… Ich bin ehrlich überrascht!!!

    schrieb Britta am

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