Pensionierung

2005: 16.000 verbeamtete LehrerInnen pensioniert, 30% davon wegen Dienstunfähigkeit 13.03.2007, 10:49

Die Zahl der Frühpensionierungen unter verbeamteten LehrerInnen sinkt, "nur" noch 30% aller Pensionierungen erfolgten 2005 auf Grund von Dienstunfähigkeit. Im Schnitt waren die pensionierten verbeamteten LehrerInnen im Jahr 2005 knapp 62 Jahre alt.

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Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilt, wurden im Jahr 2005 knapp 16.000 verbeamtete LehrerInnen in den Ruhestand versetzt; davon waren 30% dienstunfähig (=leichter Anstieg). Interessant wäre zu erfahren, wie der Prozentsatz bei den nicht verbeamteten Lehrkräften aussieht. Ich vermute intuitiv: weniger Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit. Bei anderen BeamtInnen und RichterInnen: 18% dienstunfähig.

Seit dem Jahr 2000, wo noch 64% aller Pensionierungen verbeamteter Lehrkräfte wegen Dienstunfähigkeit erfolgten, sind die Zahlen gesunken und scheinen sich nun auf einen Wert um 30% einzupendeln (ausführlicher dazu: Lehrerfreund 09.12.2005: Pensionierungen von Lehrer/inne/n 2004). Interessant ist in diesem Zusammenhaug auch, dass die Zahl der LehrerInnen, die bis zum Ende (=Regelsaltergrenze) durchhalten, kontinuierlich ansteigt.

Warum gehen LehrerInnen später in Pension als noch vor fünf Jahren?

Die Modalitäten vorzeitiger Pensionierung verschlechtern sich beständig (= verringerte Pensionsansprüche), das Leben wird gleichzeitig teurer. Dies stärkt die Durchhaltemoral. Es ist angesichts des zu erwartenden Lehrermangels in den nächsten Jahren damit zu rechnen, dass seitens der Arbeitgeber (=Kultusministerien) noch an der Schraube gedreht wird, um die Durchhaltemoral noch mehr zu stärken.


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Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 13.03.2007 im Wortlaut (Quelle):

Lehrerinnen und Lehrer gehen im Schnitt mit 62 Jahren in Pension

WIESBADEN – Im Jahr 2005 wurden nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes in Deutschland knapp 16.000 verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer in den Ruhestand versetzt. Dies waren 4% mehr als 2004. Die im Jahr 2005 pensionierten Lehrerinnen und Lehrer waren zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung im Durchschnitt knapp 62 Jahre alt. Der Anteil der Lehrerinnen und Lehrer, die mit Erreichen der Regelaltersgrenze (65. Lebensjahr) in den Ruhestand gingen, ist von 26% im Jahr 2004 auf 35% im Jahr 2005 gestiegen. In 2000 waren 6% der Pensionierungen mit der Regelaltersgrenze erfolgt. Diese Entwicklung geht mit einer stetigen Zunahme der Altersteilzeit einher, die ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem aktiven Dienst ermöglicht; die eigentliche Pensionierung erfolgt dann mit dem 65. Lebensjahr.

27% der Lehrerinnen und Lehrer traten im Jahr 2005 nach Erreichen des 63. Lebensjahres unter Hinnahme von Abschlägen vorzeitig in den Ruhestand, im Vorjahr waren es 36% gewesen. Der Anteil der Pensionierungen von Lehrerinnen und Lehrern aufgrund von Dienstunfähigkeit ist erstmals seit dem Jahr 2000 wieder leicht von 28% im Jahr 2004 auf rund 30% im Jahr 2005 angestiegen. Nach der Einführung von Abschlägen bei der Pensionierung aufgrund von Dienstunfähigkeit vor Vollendung des 63. Lebensjahres war die Zahl der Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2000, dem Jahr vor Einführung dieser Abschläge, waren noch 64% aller Pensionierungen von Lehrerinnen und Lehrern wegen Dienstunfähigkeit erfolgt.

In anderen Aufgabenbereichen des öffentlichen Dienstes, in denen wie für Lehrerinnen und Lehrer eine Regelaltersgrenze von 65 Jahren gilt, waren von 14.000 neupensionierten Beamtinnen und Beamten sowie Richterinnen und Richtern der Gebiets körperschaften im Jahr 2005 rund 18% dienstunfähig (2004: 20%).

Umfangreiches Zahlenmaterial zu diesem Thema enthält die Fachserie 14 / Reihe 6.1 „Versorgungsempfänger des öffentlichen Dienstes“, die im Internet unter http://www.destatis.de/shop, Suchwort “Versorgungsempfänger“, kostenlos erhältlich ist.


Weitere Auskünfte gibt:
Florian Schwahn,
Telefon: (0611) 75-4105,
E-Mail: personalstatistiken.oeffentlicher-dienst@destatis.de


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