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Übersicht

Lehrergehälter im internationalen Vergleich 18.10.2008, 01:50

Ausschnitt der Statistik zum Vergleich des Gehalts der Lehrer in den OECD-Staaten

Sie finden hier eine Übersicht über Lehrergehälter der OECD-Staaten (Bruttogehälter, in Euro, Stand 2005). Die entsprechenden Ergebnisse der OECD-Studie "Education at a Glance 2007" sind grafisch aufbereitet und kommentiert.

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Lehrergehälter in der OECD-Studie "Education at a Glance 2007"

Die momentan aktuellste Darstellung zum Vergleich der Lehrergehälter in Europa/den OECD-Staaten ist in der OECD-Studie 'Education at a Glance 2008' (pdf, 5.5MB) zu finden (Gehälter: Stand 2006). Die Lehrergehälter sind dort nur in US-Dollar dargestellt, deshalb bezieht sich die folgende Auswertung auf die Education-at-a-Glance-Ausgabe von 2007 (Übersichtsseite), da für diese Studie auch Euro-Tabellen verfügbar sind. Die Lehrergehälter sind auf dem Stand von 2005.

Vergleich der Lehrergehälter in der OECD (2005) - Grafik

Das Diagramm zeigt Jahresgehälter. Der dunkle Balken des folgenden Diagramms bildet das Einstiegsgehalt ab, der helle das Gehalt nach 15 Jahren Berufserfahrung. Wir beschränken uns der Übersichtlichkeit halber auf die Gehälter für die Sekundarstufe I (die Bildung-auf-einen-Blick-Studien berücksichtigen auch Primarstufe und Sekundarstufe II). Alle Löhne sind Bruttolöhne.

Lehrergehälter im internationalen Vergleich

Brutto-/Nettolohn-Unterschiede bei Beamten und Angestellten in der BRD

Bei jeder Betrachtung der Gehälter in der BRD sollte man bedenken, dass sich für Beamte und Angestellte das Nettoeinkommen (bei gleichem Bruttolohn) stark unterscheidet. Bei Angestellten (unverheiratet, keine Kinder, gesetzliche Krankenversicherung) beträgt der Nettolohn ca. 50% des Bruttolohns; als Beamter erhält man ca. 75% des Bruttolohns ausgezahlt, muss davon aber noch die Beiträge für die private Krankenversicherung bezahlen (männlich, 35: >200 Euro/Monat). Das bedeutet für das angegebene Jahresgehalt von 45.000 Euro brutto ein Netto von 22.500 Euro (Angestellte) bzw. >30.000 Euro (Beamte).

Im internationalen Vergleich verdienen Lehrpersonen in Deutschland sehr gut

Die BRD liegt auf Platz 3 (Einstiegsgehalt) bzw. Platz 4 (Gehalt nach 15 Jahren) der OECD-Liste und damit knapp 40 bzw. 30% über dem OECD- Durchschnitt. Betrachtet man nur die EU-Staaten, belegt Deutschland nach Luxemburg den zweiten Platz. Besonders interessant wird dieser Punkt, wenn man die Unterschiede bei den Lebenshaltungskosten (pdf, Stand 2006) berücksichtigt: In Dänemark, Großbritannien, Schweden, Frankreich oder Italien sind die Lebenshaltungskosten 10-20% höher als in der BRD, die Lehrergehälter sind jedoch um bis zu 40% niedriger.

Gehaltsanstieg ist geringer als OECD-Schnitt

Im OECD-Schnitt steigt das Gehalt der Lehrer/innen in den ersten 15 Berufsjahren um 35%, in der BRD sind es 20%. Allerdings ist das Einstiegsgehalt in Deutschland schon sehr hoch (Platz 3 im OECD-Vergleich).

Tabelle der Lehrergehälter (OECD)

Die folgende Tabelle bezieht sich auf Lehrergehälter der Sekundarstufe I wie oben erläutert.

 Einstiegsgehalt15 Jahre Berufserfahrung
   
Ungarn10 37613 716
Mexiko14 35618 743
Tschechien16 37821 443
Island21 18923 965
Griechenland22 67327 603
Schweden23 49227 731
Italien22 92328 023
Portugal17 30028 337
Frankreich22 57429 609
Norwegen27 55430 781
Neuseeland16 74432 393
Finnland28 33533 504
Österreich24 91734 071
Dänemark30 30634 164
Begien (fr.)24 46534 537
Belgien (fl.)25 69936 004
USA28 29436 077
Spanien31 46836 514
England26 33338 487
Australien27 29839 093
Niederlande29 23540 353
Irland24 75841 010
Japan22 47042 017
Schottland26 52742 324
Deutschland36 55144 989
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Kommentare

40

Zum Artikel "Lehrergehälter im internationalen Vergleich".

  • #1

    Lieber Euler,

    wenn man Ausdruck und Rechtschreibung Ihres Posts betrachtet, wäre ein wenig mehr Deutschunterricht nicht schlecht gewesen… und vielleicht auch Ethik, um den nötigen Respekt zu lernen.

    schrieb One TrickPony am

  • #2

    Lieber #34,
    ganz einfach: Weil der Deutschlehrer für sein Fach sehr viel mehr Arbeitszeit aufwendet. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit lautet die Forderung. Mangelfächer sind oft von Schulform zu Schulform verschieden - am Berufskolleg sind zum Beispiel Englisch und Deutsch oft Mangelfächer, und sie werden es sowieso zunehmend, je mehr Schulpraktika die Studienanfänger absolvieren und dann schon im Vorhinein merken, worauf sie sich mit einem Fach wie Englisch oder Deutsch einlassen. Als ich 2009 wegen Burnout in einer Klinik war, hatten von 13 Kollegen, die ich in meiner Klinikgruppe näher kennenlernte, fast alle entweder das Fach Deutsch oder Englisch. Ich habe mich köstlich amüsiert, als ich in die Klinik ein Schreiben des Schulministeriums nachgesandt bekam mit der Anfrage, ob ich nicht meine vorher reduzierten Stunden wieder aufstocken wolle, da es fächerspezifischen Lehrermangel gäbe, und habe dem Ministerium zurückgeschrieben, wenn es diesen Mangel gäbe, solle man sich doch einmal überlegen, woran es liegt, dass so wenige Leute diese Fächer studieren wollen, und zitierte den spöttischen Kommentar, den ein Sportkollege angesichts meiner Klassenarbeitskorrekturen abgab: “Intelligenz fängt bei der Studienfachwahl an….” (Ich selbst war leider nicht so “intelligent” - aber natürlich mag ich mein Fach -mit auf eigene Kosten und auf eigenen Verlust reduzierter Stundenzahl -trotzdem.)
    Dennoch gebe ich Ihnen insofern recht, als es mit einem Lehrergehalt schwierig ist, in manchen Fächern mit der freien Wirtschaft zu konkurrieren, so dass nur wenige sich dafür entscheiden, in den Schuldienst statt in die Wirtschaft zu gehen.

    Liebe Kollegin,
    ist logisches Argumentieren nicht auch eine im Deutschunterricht zu vermittelnde Kompetenz? Dass fast alle Lehrer in Ihrer Klinikgruppe Deutsch oder Englisch unterrichteten, kann nicht als Begründung dafür herhalten, dass diese Fächer belastender sind. Zum einen ist ihr Erlebnis eine nicht repräsentative Stichprobe, also nicht signifikant - würde der Mathematiker sagen - bzw. Sie schließen vom Einzelnen auf das Ganze (fallacia compositionis) - würde der Philosoph sagen. Zum anderen liegt hier zunächst nur eine Korrelation vor, von dieser ohne Weiteres auf einen Kausalzusammenhang zu schließen, ist der nächste Fehlschluss (cum hoc ergo propter hoc). Ebenso könnte es sein, dass Menschen mit einem Interesse an Fächern aus dem sprachlichen Bereich eher zu Burnout neigen. Die Ursache wäre dann in der Person zu suchen, und nicht im Fach. Ich argumentiere mal genauso falsch wie Sie: Als Gymnasiallehrer für Mathematik und Deutsch kann ich zwischen beiden Fächern keinen großen Unterschied im Arbeitsaufwand finden.

    schrieb Euler am

  • #3

    Sind Sie wirklich Lehrerin oder nur ein sog. Troll, der Lehrer schlecht reden will? Kein Lehrer würde öffentlich Schüler oder Eltern als psychisch gestört bezeichnen. Wenn Sie wirklich 60 Stunden arbeiten, machen Sie was falsch. Wie sieht den ihr Kunstunterricht aus? An unserer Schule (Gymnasium in Hessen) ist der Kunstunterricht eher eine erweiterte Pause, was man schon an der Lautstärke merkt, wenn man während der Unterrichtszeit an den Kunsträumen vorbei läuft. Während die Schüler mit irgendeinem Kunstprojekt beschäftigt sind, kann der Lehrer während der Unterrichtszeit Klausuren seines anderen Faches korrigieren. Ich will ja nicht abstreiten, dass Sie Ihren Beruf dennoch als stressig und belastend empfinden, das ist dann aber ihre subjektive Sicht, die vor allem mit Ihrer Persönlichkeit zu tun hat und nicht mit dem Beruf als solchem. Jammern ist keine Alternative, schon gar nicht in der Öffentlichkeit, das wirft ein schlechtes Bild auf den Berufsstand. Ändern oder Akzeptieren! Gute Besserung!

    schrieb Euler am

  • #4

    Hi. Ich bin Lehrer für Metalltechnik und Ethik für berufliche Schulen. Hessen würde gerne so 100 Metalltechniklehrer einstellen (A13), es kommt aber keiner aus der freien Wirtschaft. Da läuft es grade super.
    Wenn es nach dir gingen, müsste dann so ein Metaller oder E-Techniker gleich mit A14 einsteigen. Was ich begrüßen würde.
    Aus einem ganze einfachen Grund, der deinen mit Angebot und Nachfrage bisschen weiter strickt: Wenn ich gehe, ist der Fachbereich platt. So einfach ist das. Wir fahren zweizügig und sind dieses Jahr mit mehr als 60 Leuten eingestiegen. D.h. ausgelastet bis zur Kappe. Und das über alle vier Lehrjahre hinweg. Ein Kollege im FB geht in 1 Jahr in Rente. Wenn ich mich dazu entschließen würde, wieder als Ingenieur zu arbeiten, können die den Laden dicht machen. Dann müssen die Schüler weiter an eine andere Berufsschule fahren. Ich seh das ehrlich gesagt nicht ein, warum ein Deutschlehrer, der jedes Jahr den gleichen Stiefel fährt und mal objektiv betrachtet gesellschaftlich kaum was durch seinen Bildungsauftrag beiträgt, genauso viel bekommt, wie einer, der in einem “echten” Fach arbeitet. Wir im Handwerk bilden nah an der beruflichen Wirklichkeit aus. Wir müssen die technologischen Entwicklungen immer mitgehen, erfassen, Fortbildungen bei den Unternehmen machen etc. pp. um fachlich state of the art zu bleiben. Ein Deutschlehrer dreht sich mehr oder minder im Kreis. Und das Argument des Korrigierens: Ja selbst ausgesucht. Sorry. Und wenn ich Kollegen/innen stöhnen höre, sie würden so viel Korrigieren, weil Deutsch und Geschi / Englisch / Spanisch / Ethik, dann frag ich mich echt, warum? Ich mein, das muss doch von vorne herein klar sein, dass man mit zwei Sprachenfächer nicht mehr aus Korrekturen raus kommt. Warum dann noch beschweren?
    Mir geht das ehrlich gesagt ziemlich auf den Keks, dass die Lehrer so verweichlicht sind. Die schleppen 3500€ nach Hause und sind nur am heulen. Wer mal als Ing. der Facharbeiter 3500€ haben möchte, der macht 24/7. Das verdienen manche Ärzte nicht.
    Also mal schön den Ball flach halten und den Auftrag am Kind / Jungendlichen ernst nehmen. Die Leute arbeiten sich den Arsch auf Schicht, im Handwerk und Fabriken ab und vertrauen uns das Wohl ihrer Kinder an. Also zusammen reißen und alles geben.

    schrieb Robert am

  • #5

    Danke für den Hinweis - ist geändert!

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #6

    Lieber #34,
    ganz einfach: Weil der Deutschlehrer für sein Fach sehr viel mehr Arbeitszeit aufwendet. Gleicher Lohn für gleiche Arbeit lautet die Forderung. Mangelfächer sind oft von Schulform zu Schulform verschieden - am Berufskolleg sind zum Beispiel Englisch und Deutsch oft Mangelfächer, und sie werden es sowieso zunehmend, je mehr Schulpraktika die Studienanfänger absolvieren und dann schon im Vorhinein merken, worauf sie sich mit einem Fach wie Englisch oder Deutsch einlassen. Als ich 2009 wegen Burnout in einer Klinik war, hatten von 13 Kollegen, die ich in meiner Klinikgruppe näher kennenlernte, fast alle entweder das Fach Deutsch oder Englisch. Ich habe mich köstlich amüsiert, als ich in die Klinik ein Schreiben des Schulministeriums nachgesandt bekam mit der Anfrage, ob ich nicht meine vorher reduzierten Stunden wieder aufstocken wolle, da es fächerspezifischen Lehrermangel gäbe, und habe dem Ministerium zurückgeschrieben, wenn es diesen Mangel gäbe, solle man sich doch einmal überlegen, woran es liegt, dass so wenige Leute diese Fächer studieren wollen, und zitierte den spöttischen Kommentar, den ein Sportkollege angesichts meiner Klassenarbeitskorrekturen abgab: “Intelligenz fängt bei der Studienfachwahl an….” (Ich selbst war leider nicht so “intelligent” - aber natürlich mag ich mein Fach -mit auf eigene Kosten und auf eigenen Verlust reduzierter Stundenzahl -trotzdem.)
    Dennoch gebe ich Ihnen insofern recht, als es mit einem Lehrergehalt schwierig ist, in manchen Fächern mit der freien Wirtschaft zu konkurrieren, so dass nur wenige sich dafür entscheiden, in den Schuldienst statt in die Wirtschaft zu gehen.

    schrieb joana242 am

  • #7

    Liebe #33,
    sinnvoller wäre es, Lehrern in Mangelfächern ein höheres Gehalt zu geben. Angebot und Nachfrage. Warum soll ein Deutschlehrer das gleiche verdienen wie ein Mathelehrer?

    schrieb Angestellter am

  • #8

    Die vorliegende Studie zur Lehrerarbeitszeit lässt offensichtlich eines außer Acht: Ob die Lehrperson Korrekturfachlehrer ist oder nicht. Pro Schüler und Klassenarbeit muss ich im Fach Englisch mit einer halben Stunde Korrekturzeit rechnen - das macht bei 13 Klassen mit durchschnittlich geschätzt 26 Schülern (teilweise aber auch bis zu 36 Schülern!) und mindestens einer Klassenarbeit pro Halbjahr am Berufskolleg 676 Arbeitsstunden mehr pro Jahr. Dabei sind Tests, schriftliche Hausaufgaben etc nicht eingerechnet - diese entsprechen insgesamt im Arbeitsaufwand ungefähr den Klassenarbeiten, die ich damals in meinem nicht so korrekturintensiven berufsbildenden Fach habe schreiben lassen. Seit ich ausschließlich das Fach Englisch unterrichte (Klassen für mein berufsbildendes Fach gibt es an meinem Berufskolleg nicht, und die Abordnung an die Nachbarschule wurde gestrichen), musste ich meine Stundenzahl wegen Überlastung zunächst freiwillig auf 23 und dann nach einem Burnout mit amtsärztlichem Attest auf 20 reduzieren. Ich habe gehört, dass es in Dänemark ein gerechteres Entlohnungssystem gibt, in dem Lehrer für Aufgaben wie Klassenführungen oder die Korrekturen von Klassenarbeiten neben einem - im Vergleich zu Deutschland natürlich dann geringeren -  Grundgehalt zusätzlich entlohnt werden, so dass ein Korrekturfach automatisch zu einer höheren Entlohnung führt. Auch gibt es dort eine Wahlfreiheit, wie viele zusätzliche bezahlte Aufgaben wie zB Klassenführungen man übernehmen will.

    schrieb joana242 am

  • #9

    So richtig weit weg liegt Gysi damit nicht, wenn er das Nettogehalt gemeint hat (s. Tabelle oben: Griechenland - Einstiegsgehalt Sekundarstufe I 22.600 Euro/Jahr brutto).

    Die oben vorgestellten zahlen geben den Stand von 2005 wieder. Aktuellere Zahlen (Schuljahr 2009/2010) finden Sie hier: Lehrer-Gehälter in der EU im Vergleich, 2009/2010.

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #10

    Herr Gysi hat heute, am 27,10.2011 im ZDF bei Maybrit Illner behauptet, daß eine Lehrerin in Griechenland lediglich 2011, 1200,00 € verdient, die
    mit den Sparmaßnamen auf 550,00 € heruntergestuft werden. So eine
    erlogene Aussage kann man natürlich in einer Fernsehsendung nicht widerlegen.Gut, daß es diese Seite gibt, um solche Scharklatane zu überführen.

    schrieb Karl-Heinz Gerlach am

  • #11

    @gastlehrer:
    Und? Ein Richter (vergleichbare Ausbildung wie ein Lehrer) im ersten Beförderungsamt R2 (entspricht somit A14) bekommt im Jahr sogar noch 10.000 Euro mehr.

    Nebenbei: Ihre Zahlen sind um mehrere tausend Euro zu hoch, je nach Bundesland um bis zu 5000 Euro, was den Abstand zum Richter auf bis zu 15.000 Euro erhöht.

    schrieb Mister M. am

  • #12

    Ein Lehrer mit A14 in Deutschland bekommt mit Kinder- (2) und Ehezuschlag auch fast 65000 Euro. Mit 3 Kinder ist er auch schon fast an den 70000 Euro im Jahr dran. Mit A15 sinds dann schon 75000 und Als OStD sinds dann weit über 80000 Eur0.

    schrieb gastlehrer am

  • #13

    LUXEMBURG ist EXTREM TEUER. Extrem hohe Mietkosten, es lohnt sich gar nicht hier zu arbeiten.
    Luxemburger sind genau so arm oder reich wie Deutsche am Ende.
    Ich bin Luxemburger und arbeite in der Schweiz.
    In der Schweiz lohnt sich Arbeit noch, hier habe ich am Ende wirklich mehr Geld.

    AWAR!

    schrieb Jean-Claude am

  • #14

    Hier die Gehaltsentwicklung der Tarifverträge im öffentlichen Dienst im Vergleich zur “Industrie” (Bereich des Tarifvertrages der IG Metall) seit 1993-2007:
    http://oeffentlicher-dienst.info/vergleich/entwicklung1/

    Danach ist es im öffentlichen Dienst dank TVöD für die Angestellten und Besoldungshoheit der Länder für die Beamten eher noch schlechter geworden: Insbesondere die Länder drücken die Gehälter/Besoldungen. Bund und Kommunen waren insbesondere in der letzten Tarifrunde großzügiger zu ihren Beschäftigten.

    Bei den Beamten sieht es NOCH düsterer aus als bei den Angestellten, und zwar wegen der Streichungen bei den Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld: überall zumindest teilweise und in vielen Bundesländern sogar KOMPLETT gestrichen). Dazu kommen Besoldungserhöhungen UNTERHALB der Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst wegen des Aufbaus von “Pensionsfonds”, die im Zuge der Finanzkrise teilweise komplett aufgelöst und in die regulären Haushalte eingestellt wurden (wohlgemerkt von den Beamten durch Besoldungsverzicht selbst bezahlte Pensionsfonds wurden aufgelöst und die Gelder “für andere Zwecke” verwendet!)

    “Goldene Zeiten” sehen anders aus!

    Und vom “Netto” des verbeamteten Lehrers immer mind. 200 Euro (in jungen Jahren; im Alter und bei Familie DEUTLICH mehr) abziehen wegen des Eigenbeitrags zur Krankenversicherung.

    Und hier die Reallohnentwicklung seit 1990 für diverse Berufsgruppen:
    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,670474,00.html

    Verallgemeinernd kann man sagen, dass alle, die nicht in den Bereichen “Finanzen”, “Verkaufen” und “exportorientierte Industrien” (und wenigen anderen Bereichen) arbeiten, seit 1990 massive Gehaltseinbußen hinnehmen mussten. Egal, ob beim Staat beschäftigt oder nicht.

    Und @NeuesProletariat: Ob sie es glauben oder nicht, auch Beamte zahlen Steuern und zwar nicht zu knapp. Wenn sich einige über ihre 200-300 Euro Einkommenssteuer im Monat aufregen, kann ich nur lachen (oder besser weinen…).

    schrieb Mister M. am

  • #15

    „lecke ich mir alle 10 Finger nach dem Gymnasiallehrergehalt und deren Arbeitszeit und deren Arbeitsbedingungen.“

    Merke: Einen von Dir geforderten Traumberuf mit optimalen Gehalt, optimaler Arbeitszeit und optimalen Arbeitsbedingungen (!) gibt es wirklich nur noch in (d)einer Traumwelt. Der Lehrerberuf ist es sicherlich nicht. Falls doch, hätte es sich schon längst rumgesprochen…

    „immer über Gehalt und Bedingungen beschweren: Lehrer und Ärzte.“

    Ich kenne sehr, sehr wenige verbeamtete Gymnasiallehrer, die sich über ihr Gehalt beschweren, genauer gesagt: gar keinen. Du musst einen eigenartigen Bekanntenkreis haben.
     
    Die Einzigen, die sich zu Recht beschweren, sind die angestellten Lehrer, die die selbe Arbeit wie die verbeamteten Kollegen leisten und ca 600€ Netto weniger verdienen.

    „Sie werden aus einem Säckel bezahlt, der von Volk direkt vom Bruttogehalt abgebucht wird.“

    Von was denn sonst?

    „D. h. schreit ein Lehrer nach mehr fällt mein Nettogehalt“

    Logisch! Dennoch haben auch Lehrer ab und zu eine Gehaltserhöhung verdient und die ist wirklich sehr selten, also keine Panik.

    „Lehrer haben meinen Respekt, es ist ein wichtiger und harter Beruf, sicher!“

    Sehr wichtige Aussage, besonders von einem Ingenieur, vielen Dank!

    „Doch kann es nicht sein dass sich die Gehälter von “Industrieakademikern” und Akademiker-Beamten genau gegensätzlich entwickeln“

    Schade, dass Du dafür keine Belege anführst. Ich befürchte, die Lohnentwicklung von Lehrern ist auch im Vergleich sehr viel schlechter als Du denkst.

    „Industrie-Berufsgruppen NICHTS mehr zum leben bleibt“

    Bei allem Respekt: Das halte ich für stark übertrieben, es klingt geradezu nach dem was Lehrern immer vorgeworfen wird: nach Jammern.

    „Gerne sollten unzufriedenen Lehrer die Möglichkeit haben in die Industrie zu wechseln, und Akademiker sollten einfacher Lehrer werden dürfen.“

    Finde ich einen sehr guten Vorschlag! Ich finde es gerade auch für Lehrer wichtig, dass sie einen Notausstieg haben (das wäre einer der wenigen guten Gründe, das Beamtentum abzuschaffen). Momentan ist es übrigens ziemlich einfach in den Lehrerjob zu wechseln, als Naturwissenschaftler allemal. Also los!

    „Und wenn ich noch einmal die typische Lehreraussage: “die gehen um 17 Uhr nach hause und haben frei” höre könnte ich echt zum Hulk werden“

    Endlich mal ein Ingenieur, der die Lehrer versteht! So fühlt man sich, wenn seine eigene Arbeitszeit andauernd falsch eingeschätzt wird!

    „Zum einen kenne ich genug Lehrer welche 1-2 Tage die Woche - volles Deputat - FREI haben“

    Ich gehe davon aus, dass Du damit das Wochenende meinst. Bei sehr straffer Organisation kann man durchaus mal den Samstag oder Sonntag, in Extremfällen sogar beide Tage frei haben. Dafür muss man sich aber nicht schämen.
    Und ein Lehrer der unter der Woche 1-2 Tage frei hat ist mir nicht bekannt, bei vollem Deputat.

    „sämtliche Akademiker - hier übrigens besonders Ärzte - haben auch wenns auf Papier steht KEINE 35h Woche“

    Die Aussage ist sicherlich viel zu pauschal, genau wie die Aussage, dass jeder Gymnasiallehrer mindestens 60 Stunden arbeitet. Es gibt genug Leute, die auch in der Industrie bei sehr ordentlicher Bezahlung mit 40 Stunden hinkommen, es ist aber bei weitem nicht mehr die Regel.
    Insgesamt sind die Arbeitsbedingungen in der Industrie mit Sicherheit viel viel härter geworden, die goldenen 80er sind definitiv vorbei. Es sind aber nicht die Lehrer die daran Schuld sind und es sind auch nicht die Lehrer, die sich die Taschen voll stopfen (auch wenn ein Gym.Lehrer ordentlich verdient und darüber nicht Jammern sollte!!!), das sind definitiv andere, deshalb schließe ich mit einem Zitat von Dir:

    „Bei aller Liebe, es nutzt zwar nichts dass sich das Volk gegenseitig an die Gurgel geht“

    schrieb mosch12 am

  • #16

    Erstmal: als Ingenieur in der Wirtschaft > Jahr 2000 (eigentlich schon seit den 80gern) lecke ich mir alle 10 Finger nach dem Gymnasiallehrergehalt und deren Arbeitszeit und deren Arbeitsbedingungen.

    Bei aller Liebe, es nutzt zwar nichts dass sich das Volk gegenseitig an die Gurgel geht, aber was mir stinkt ist dass die beiden bestverdienenden Berufsgruppen mit den sichersten Jobs - so sie mit Stichtag heute einen haben - immer über Gehalt und Bedingungen beschweren: Lehrer und Ärzte.

    Und was haben beide Berufe gemeinsam und beantwortet somit die fast-Frage von Poster #2?
    Sie werden aus einem Säckel bezahlt, der von Volk direkt vom Bruttogehalt abgebucht wird. D. h. schreit ein Lehrer nach mehr fällt mein Nettogehalt, so einfach ist das. Deshalb ist es wurscht ob man die Ingenieure international vergleicht - was selbst kleine Unternehmen und schon gar Konzerne übrigens selbstverständlich tun - mit dem Ergebnis massiven Lohndumpings!

    Lehrer haben meinen Respekt, es ist ein wichtiger und harter Beruf, sicher! Es ist ein Akademikerberuf, man hat ein Studium hinter sich. Doch kann es nicht sein dass sich die Gehälter von “Industrieakademikern” und Akademiker-Beamten genau gegensätzlich entwickeln und den Industrie-Berufsgruppen NICHTS mehr zum leben bleibt. Als Gymnasiallehrer hat man mindestens 3 Vorteile (Sicherheit, Gehalt, Pension; außerdem noch Privatversicherung mit Teilbezahlung vom Staat!?), in der Industrie würde z. B. ein sicherer Job sich negativ auf das Gehalt auswirken. Ich hab’s nicht erfunden, ich muss es erleiden und dabei noch die durchfüttern denen es nicht so geht!

    Gerne sollten unzufriedenen Lehrer die Möglichkeit haben in die Industrie zu wechseln, und Akademiker sollten einfacher Lehrer werden dürfen. Wäre gespannt in welche Richtung die Jobentwicklung gehen würde, für mich ist die Frage klar…

    Und wenn ich noch einmal die typische Lehreraussage: “die gehen um 17 Uhr nach hause und haben frei” höre könnte ich echt zum Hulk werden. Zum einen kenne ich genug Lehrer welche 1-2 Tage die Woche - volles Deputat - FREI haben, aber natürlich IMMER arbeiten müssten (es dann aber prokrastinieren und eben in einer Nachtschicht durchziehen). Zum anderen: sämtliche Akademiker - hier übrigens besonders Ärzte - haben auch wenns auf Papier steht KEINE 35h Woche und haben üblicherweise am Wochenende nicht frei, es gibt IMMER was zu tun und man hat IMMER ein schlechtes gewissen, weil man ganz systemisch immer überfordert wird im heutigen Akademikerjob. Wenn ihr also bei solchen Aussagen auf gereizte nicht-Lehrer trefft selbst schuld. Da hilft auch nicht dass ihr ab 21 Uhr Euch nochmal zum korrigieren hinsetzt.

    schrieb NeuesProletariat am

  • #17

    Und ganz wichtig:
    Beamten dürfen nicht als Streikbrecher eingesetzt werden! Dies gilt selbstverständlich auch für die Schule!

    http://www.gew-hb.de/Binaries/Binary10088/Kein_Einsatz_von_Beamt_innen_als_Streikbrecher.pdf

    schrieb Mister M. am

  • #18

    Ja, das Streikrecht für angestellte Lehrkräfte war lange Zeit ein eher theoretisches Privileg den verbeamteten Kolleginnen und Kollegen gegenüber. Inzwischen habe ich es Anfang des letzten Jahres zum ersten Mal in meinem Leben in Anspruch genommen. Und es war eine gute Erfahrung, zu sehen, wie viele andere angestellte Lehrerinnen und Lehrer es (zumindest hier in NRW) gibt; und die Tatsache, dass es in den ja nicht mehr ganz so neuen Bundesländern nahezu ausschließlich angestellte Lehrkräfte gibt, hat in der Tarifrunde Anfang 2009 die Kraft der Warnstreiks doch deutlich gestärkt.

    Wichtig ist mir aber, dass bei allen Gehaltsunterschieden wir Lehrpersonen doch grundsätzlich die gleiche Arbeit leisten. Und im Arbeitsalltag führt der Gehaltsunterschied auch zu keinen wesentlichen Reibungen untereinander. Seit im letzten Jahr im Zuge der Warnstreiks die Frage der unterschiedlichen Besoldung zum ersten Mal auch in der Berichterstattung in Presse und Fernsehen kommuniziert wurde, hat sich, so ist meine Wahrnehmung, auch erstmals so etwas wie ein breiteres Verständnis für unsere Lage und unsere Forderungen im Kollegium und auch darüber hinaus eingestellt.

    Dass die ungerechten Gehaltsunterschiede in absehbarer Zeit verringert oder gar ausgeglichen werden, halte ich für unwahrscheinlich. Aber ich gehe dafür gerne wieder auf die Straße oder beteilige mich an Streikaktionen. Denn die Entwicklung der letzten zwei Jahre hat doch gezeigt, dass es vor allem eine Frage des politischen Willens ist, wofür wie viel öffentliches Geld ausgegeben wird. Und dies sehen wohl inzwischen viele so, wie eben die Aktionen im Januar und Februar 2009 hier gezeigt haben (siehe http://wiki.zum.de/Lehrer_im_Angestelltenverhältnis#Aktuelles).

    schrieb Karl Kirst am

  • #19

    Ach ja, ich habe 3 Freundinnen, die als Sekretärinnen in der freien Wirtschaft arbeiten. Die verdienen mehr als ich und haben um 17 Uhr Schluss! Keine Arbeit zu Hause wie ich.

    schrieb malin am

  • #20

    Bin seit 15 Jahren als Angestellte im Schuldienst, war mit 45 zu alt für die Verbeamtung. Habe zwar die gleichen Pflichten wie die verbeamteten Lehrer aber nicht die selben Rechte. In Bayern arbeiten angestellte Lehrer genau die gleiche Stundenzahl wie verbeamtetet Kollegen, bekommen aber weniger Gehalt. Meine Wochenarbeitszeit beträgt 29 Std. weil ich dummerweise unter anderem Kunsterziehung unterrichte und dieses Fach als “nicht wissenschaftlich” gilt, obwohl ich es an einer Universität studiert habe, genauso Schulaufgaben und Abschlussprüfungen zu korrigieren habe. Ich kann nur immer hoffen, in meinen so genannten “wissenschaftlichen” Fächern, Englisch und Französisch, eingesetzt zu werden, um weniger Wochenstunden arbeiten zu müssen. Kollegen mit so genannten “wissenschaftlichen” Fächern haben nur 25 Stunden Unterrichtszeit. Mit den 29 Stunden ist es natürlich nicht getan. Der Aufwand für den Kunstunterricht ist um einiges größer als für die Fremdsprachen. Für Englisch und Französisch gibt es Lehrwerke, die einen systematischen Ablauf des Unterrichts bereits vorgeben, im Fach Kunst gibt es das nicht. Alle Informationen (gemäß Lehrplan)  müssen recherchiert und Arbeitsblätter selbst erstellt werden, es gibt kein vom Ministerium zugelassenes Lehrbuch. Unser Kollegium besteht aus 43 Lehrern, nur eine weitere Kollegin ist im Angestelltenverhältnis - soll ich etwa als einzige streiken? Die negativen Sanktionen sind absehbar!  Zudem bin ich eine der wenigen Frauen, die Vollzeit arbeiten (weil ich es muss) - meine 34 bis zu 20 Jahren jüngeren verbeamteten Kolleginnen arbeiten Teilzeit weil der Job zu stressig ist. Mir ist der Schulalltag auch zu stressig ( immer mehr psychisch gestörte Schüler und Eltern, die das nicht wahrnehmen), muss auch täglich 100 km zur Arbeitsstelle fahren - kann aus Rentengründen aber auch nicht auf Teilzeit gehen. Ich arbeite gerne, aber bei Klassenstärken von bis zu 35 Schülern ist das kein Spaß mehr und individuelle Betreuung, wie es gefordert wird, ist nicht möglich. 45 Arbeitsstunden pro Woche ist auch zu niedrig gegriffen, ich arbeite mindestens 60 Stunden und habe nur in den Ferien etwas Privatleben.

    schrieb malin am

  • #21

    Hallo Karl K.,

    dass ist eine SUPER-Antwort und spendet der “armen Seele” eines (seit 36 Jahren) angestellten Lehrers etwas Trost!
    Dass ich mit inzwischen 46 Jahren Diabetes (Typ 1) n i c h t verbeamtet werde, war mir schon klar!
    Doch dass ich nun, mit ca. 400 € mtl. weniger, den Weg in die Altersarmut schon vor mir sehen muss, ist bedrückend!
    Wäre ich doch nur für ein paar Jahre in die Politik gegangen !!!!!!!!!!!!!!!!!!

    schrieb 3xOpa am

  • #22

    Mittlerweile geht sogar die nordrhein-westfälische Landesregierung von bis zu 500 Euro Gehaltsunterschied (netto! und das jeden Monat!) zwischen verbeamteten und angestellten Lehrkräften (für die gleiche Arbeit) aus.

    Da ist es ein schwacher Trost, dass es den tarifbeschäftigten (angestellten) Lehrkräften jetzt Anfang des Jahres möglich war zu streiken, für einen Tarifabschluss, der dann (ohne Streikbeteiligung) für die beamteten Lehrkräften übernommen wurde.

    schrieb Karl Kirst am

  • #23

    @Warum sind Lehrer Beamte?

    Lehrer stehen in einem besonderen Dienst- und Treueverhältnis zum Staat: Sie dürfen z.B. nicht streiken und unterliegen (ähnlich wie Soldaten) einem besonderen Disziplinarverhältnis. Dies gilt alles nicht für Angestellte.

    Gerade der Verzicht auf das Streikrecht wiegt heutzutage schwer: Seit Jahren werden die Beamten der Länder bei den Besoldungserhöhungen im Vergleich zu den Angestellten systematisch benachteiligt: Besoldungserhöhungen fallen aus, Sonderzahlungen (Weihnachts- und Urlaubsgeld) werden ohne Verhandlung gekürzt oder komplett gestrichen. Zudem arbeiten die Beamten der Länder fasst überall 40 Stunden die Woche, während die Angestellten nur 38,5 Stunden arbeiten. Bei Lehrern wirkt sich das in erhöhter Unterrichtsstundenverpflichtung aus. Überstunden werden für Beamte erst bei Überschreitung einer bestimmten Grenze bezahlt, so müssen beamtete Lehrer i.d.R. bis zu 4 Unterrichtsstunden im Monat kostenlos ableisten. In der Realität sind es aber oft viel mehr Überstunden, da der Dienstherr gerade in der Schule einen weiten Interpretationsspielraum bzgl. des Begriffs “Überstunden” hat.

    Man muss es ganz klar sagen: Angestellte Lehrer haben als Arbeitnehmer deutlich mehr Rechte als beamtete Lehrer was die Gestaltung des Arbeitsverhältnisses angeht: Wenn der Staat bei Angestellten die Arbeitsbedingungen ändern will, muss er mit den Gewerkschaften verhandeln, das braucht er bei den Beamten nicht. Die Verbände der Beamten müssen zwar “angehört” werden, aber die Entscheidung trifft der Dienstherr ganz allein mittels Erlass bzw. Rechtsverordnung.

    Und “Freiheit der Lehre” gibt’s an den Schulen nicht. Lehrer sind an die von den Kultusministerien vorgebenen Lehrpläne sowie an die Konferenzbeschlüsse der Schulen gebunden. Ein Lehrer hat höchstens Freiheiten bei der Wahl der Unterrichtsmethode, aber er hat keine Freiheit bei den vorgegeben Inhalten oder Bewertungsstandards.

    Ich hoffe, hiermit einige Irrtümer und Vorurteile aufgeklärt zu haben!

    schrieb Mister M. am

  • #24

    Warum sind Lehrer Beamte? Für mich darf ein Lehrer kein Beamter werden - denn ein Beamter als eine zu Dienst- und Treueverhältnis berufene Person kann sich nicht mehr auf dem Grundrecht der Lehrefreiheit berufen. Insofern sollen Lehrer lediglich nur Angestellte sein.

    schrieb Warum sind Lehrer Beamte? Ist das nicht verfassung am

  • #25

    ich stimme gilla zu. Wer in Luxemburg arbeitet und dort lebt hat am Ende nicht mehr Geld als ein Deutscher oder ein Belgier. Lediglich als Grenzgänger lohnt sich das… Zudem finde ich, dass in Deutschland viel zu lange ALLE Lehrer zu schnell verbeamtet worden sind und nun schon jahrzehntelang ihren Hintern ausruhen. Lehrer zu sein sollte ein Berufung sein. Klar spielt Geld eine Rolle, aber in erster Linie soll der Beruf Spaß machen und man sollte nie vergessen,dass man die Zukunft der Schüler zum Teil “in der Hand” hat. Ich investiere gerne die Zeit zu Hause für die Schule, auch wenn ich wenig verdiene.
    Lg

    schrieb girl am

  • #26

    Lehrer in Luxemburg sind Beamte. Um Lehrer zu werden muss man einen Master im jeweiligen Fach haben und dann ein Examen machen. Dieses Examen können auch Ausländer machen. Zu bedenken ist aber dass man in den 3 Sprachen Deutsch, Französisch und Luxemburgisch getestet wird und diese auch PERFEKT beherrschen muss. Danach beginnt dann das zweijährige Referandariat.

    schrieb Free am

  • #27

    Frage an Gilla , seit ihr dann Beamte oder Angestellte ? Und man kann als deutscher Lehrer genauso in Luxemburg arbeiten wie die Einheimischen auch ?

    schrieb Markus am

  • #28

    Die Unterscheidung lautet hier: lycée classique und lycée technique, beide gehen aber von der 7. bis zur 13. Klasse also zum Abitur.( Grundschule: 6 Schuljahre). Als Deutscher meldet man sich nach dem abgeschlossenen Studium beim Ministère de l’Education Nationale (http://www.men.lu) und muss (wie alle Inländer auch) einen Concours machen um beim Staat angestellt zu werden. Die Privatschulen veranstalten keinen Concours, dort läuft’s über ein persönliches Einstellungsgespräch. Das Unidiplom muss in Luxemburg homologiert werden (auch durch’s Ministerium).

    schrieb gilla am

  • #29

    Wie wird man eigentlich Lehrer in Luxemburg ?
    Geht dass auch für einen Lehrer der Sekundarstufe 1?

    schrieb Kock am

  • #30

    Also, wir studieren im Ausland (und zwar Sprachenlehrer jeweils im entsprechenden Ausland, also Englischlehrer in einem englischsprachigen Land…, sonst wird unser Examen nicht homologiert. Unsere eigene Uni ist erst im Aufbau, man kann bislang meist nur die ersten zwei Semester dort machen. Die Referendarausbildung findet aber integral hier im Land statt. Leute, die ihre Referendarzeit im Ausland gemacht haben, müssen hier das lux. Referendariat nachholen, bekommen allerdings Erleichterungen/Verkürzungen.

    schrieb gilla am

  • #31

    zu #8 Hier hat der Fehlerteufel zugeschlagen. Es muss natürlich richtig heißen Tschechische Republik!

    schrieb apple am

  • #32

    Ich bin’s nochmal , aber wenn ich nochmal fragen darf , wo macht ihr (luxemburgische lehrer) eigentlich eure Asubildung , denn in Luxemburg ist ja keine Ausbildungsstätte , oder ???

    schrieb Markus am

  • #33

    Dies ist eine Bemerkung zur Form der Tabelle: Ich bin der Meinung, dass man den Begriff “Tschechei” aufgrund seiner Verwendung in der Vergangenheit vermeiden sollte und stattdessen den heute üblichen Namen Tschechien bzw. Tschechiche Republik benutzen sollte!

    schrieb apple am

  • #34

    @MuPL
    “ohne eine Angabe der Arbeitszeit ist die Angabe des Gehaltes überhaupt nicht vergleichbar”

    Das stimmt, deshalb haben wir das in diesem Beitrag nachgeholt:
    Lehrer-Arbeitszeit im internationalen Vergleich. Dort auch Näheres zu den Arbeitszeiten in Finnland.

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #35

    Ja,Markus,
    wir verdienen tatsächlich so viel. Aber was nicht in der Tabelle steht, ist, dass die Lebenshaltungskosten in Luxemburg so hoch sind, dass bei uns unterm Strich auch nicht mehr übrig bleibt als bei euch. Deshalb ist die Aussagekraft der Grafik wirklich nicht objektiv

    schrieb gilla am

  • #36

    ... vielleicht habe ich das jetzt übersehen, aber ohne eine Angabe der Arbeitszeit ist die Angabe des Gehaltes überhaupt nicht vergleichbar.
    ich habe z.B. bei Finnland eine Arbeitszeit von 75% im Verleich zu den Deutschen Lehrern im Kopf….

    und gibt es dort nicht sogar kleinere Klassen, oder sind da auch 33 Schüler zusammen?

    und sind da nicht auch eine zusätzliche bedreuende Personen in einer Klasse


    “Glaube keiner Studie, die du nicht selbst ...”

    schrieb MuPL am

  • #37

    @Markus
    Ja, der Wert ist korrekt. Die OECD bietet die Tabelle hier (xls) zum Download (dort Blatt “X2.6c (D3.2b-Euro)”).

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #38

    Ich kann das Argument “Ausbildungszeit” echt nicht mehr hören. Ich bin dankbar dafür, dass ich nicht schon mit 16 anfangen musste zu malochen, sondern mich richtig solide qualifizieren konnte, ohne dass dabei der Spaß zu kurz kam. Ich halte das Ausbildungsdauerargument für ein Scheinargument, mit dem man die hohen Lehrergehälter in Deutschland zu rechtfertigen versucht. Mensch - ist doch o.k., wenn sie hoch sind. Was regt ihr euch auf? :)

    schrieb S.D. am

  • #39

    Solche Tabellen vergessen immer zwei wesentliche Einflussfaktoren:

    Wie lange dauert die Ausbildung zum Lehrer, also auf welches Lebensalter bezieht sich das Einstiegsgehalt?

    Wie hoch ist die absolute Höhe des Verdienstes in Bezug auf den Durschschnittsverdienst vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer in demselben Land mit ähnlicher Qualifikation (also für Deutschland: Hochschulabschluss).

    Ohne Antwort auf diese beiden Fragen taugen solche Statistiken nichts. Man vergleicht ja auch nicht das Gehalt eines deutschen Ingenieurs mit dem eines griechischen oder spanischen Ingenieurs.

    schrieb Mister M. am

  • #40

    Stimmt es wirklich das ein Lehrer in Luxemburg soooooo gut verdient , wie die Tabelle zeigt ? Den das Gehalt ist ja mehr als doppelt so hoch als z. B. in Österreich!!

    schrieb Markus am

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