Lehrereinstellung

1.800 offene Lehrerstellen in Baden-Württemberg - Online-Bewerbung möglich 20.11.2008, 13:02

Nach NRW hat nun auch Baden-Württemberg das Einstellungsverfahren für Lehrer/innen vorgezogen; ab sofort kann man sich online auf mehr als 1.800 Stellen (Stand: 20.11.2008) bewerben.

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Angesichts des aktuellen und steigenden Lehrermangels werden die Kultusministerien hektisch. Schon die Abordnung an eine Auslandsschule wird inzwischen von den Ministerien nach Möglichkeit verhindert, um qualifizierte Lehrkräfte im Land zu halten (die Auslandsschulen müssen verstärkt auf Ortskräfte zurückgreifen).

Nachdem Nordrhein-Westfalen ein Online-Bewerbungsverfahren für mehr als 5.000 Lehrerstellen auch für Fachfremde und Seiteneinsteiger eröffnet hat (wir berichteten), zieht Baden-Württemberg nach: Das Einstellungsverfahren beginnt bereits im November 2008, unter lehrereinstellung-bw.de sind mehr als 1.800 offene Stellen zu finden. Wer als (schon beschäftigte/r) Lehrer/in das Bundesland wechseln muss, erhält unter Ländertauschverfahren weitere ausführliche Informationen zum Thema.

Auch wenn solche Tauschverfahren zwischen den Bundesländern stets stellenneutral durchgeführt werden müssen (d.h.: Es darf durch Abwanderung nicht zu Stellendefiziten im einen und Stellenüberschüssen im anderen Bundesland kommen), treten befinden sich die Bundesländer zunehmend in einer Konkurrenzsituation. Das betrifft vor allem Neubewerber.

Vorschaubild: Screenshot der Lehrereinstellungsseite lehrereinstellung-bw.de, Bereich 'Schulbezogene Stellen'

Das Bewerbungsverfahren soll noch vor den Pfingstferien abgeschlossen werden.

Mit der Novemberausschreibung reagiere das Land auf den gestiegenen Lehrerbedarf durch die beschlossene Qualitätsoffensive Bildung und auf den schärfer gewordenen Wettbewerb, erklärte Rau. Mit den frühen Zusagen gebe es sowohl für die Bewerber als auch für die Schulen schnell Planungssicherheit.

ad hoc news 20.11.2008: Wettbewerb um Lehrer

Es ist definitiv ein Fortschritt, dass die Stellenvergabe zunehmend direkt erfolgt und nicht der Filter einer undurchschaubaren Bürokratie dem Schulwesen den letzten Rest an Flexibilität nimmt.

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