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Technik-Hype

Alle reden über Moodle - und keiner benutzt es 08.12.2008, 19:54

Moodle Logo
Bild: moodle.org

Die Lehr-Lernplattform "Moodle" wird massiv von öffentlichen Bildungsinstitutionen gepusht - Fortbildungen, Erfolgsmeldungen, Handreichungen. Dabei hat Moodle im Jahr 2008 für den "normalen" Unterrichtsalltag nur marginale Bedeutung, denn keiner benutzt es.

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  • (geändert: )

Moodle ist nach Aussagen der offiziellen Moodle-Projektseite

eine Software für Online-Lernplattformen. Sie arbeiten in Kursräumen mit den Teilnehmer/innen zusammen. Besonders stark ist Moodle in der Förderung der Kooperation. Die Erarbeitung von Lerninhalten in der Gruppe verbessert das Lernergebnis. Moodle eignet sich daher auch für die Projektgruppenarbeit, als Knowledgebase und für den Mitarbeiter- und Kundensupport.

moodle.de, Hervorhebungen wie im Original

Moodle ist “Open Source”, d.h. kostenlos erhältlich und frei modifizierbar. In der Praxis wird Moodle meist an die Schulhomepage gehängt und z.B. zur passwortgeschützten Verbreitung des Vertretungsplans genutzt. Die wirklich interessanten Funktionen ...

Erweitern Sie Ihren Unterricht mit der Lernplattform Moodle. Stellen Sie Ihren Schüler/innen Materialien, zusätzliche Übungen und Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung. Organisieren Sie Projekte und fördern Sie selbstgesteuertes Lernen.”

lehrerfortbildung-bw.de - Moodle

... werden in der Praxis jedoch kaum genutzt - auch wenn ein gewaltiger, von der öffentlichen Hand inszenierter Medienhype das suggeriert. Minister und ihre Untergebenen ergehen sich in Wortorgien: “E-Learning”, “Projektarbeit”, “lebenslanges Lernen”, “Eigenverantwortlichkeit” und “Medienkompetenz” diktiert man den Journalist/inn/en strahlend in die Feder. Wie immer verwendet man mehr Energie darauf, neue Technologien zu pushen und die Öffentlichkeit mit Schlagworten einzulullen, als sinnvolle Konzepte zu entwickeln. Deshalb “haben” inzwischen viele Schulen Moodle, es gibt einen Moodle-Beauftragten und es gibt Fortbildungen - aber wie viele Lehrer/innen kennen Sie, die Moodle regelmäßig für unterrichtliche Belange nutzen? In Moodle-Fortbildungen steht ein Idealist vor den Powerpoint-Folien und erklärt, wie man einen virtuellen Kurs einrichtet, obwohl keiner der Anwesenden versteht, wozu man das überhaupt braucht. Wer den Kurs einzusetzen versucht, scheitert daran, dass das Internet wieder mal nicht geht (entweder in der Schule oder bei den SchülerInnen zu Hause).

Den Widerspruch zwischen Medienhype und Realität zeigt ein aktueller Artikel auf sueddeutsche.de, Pauken im Netz. Er trägt die Überschrift “E-Learning wird immer beliebter” (Lüge?) und schwelgt pathetisch von Schüler/innen, die Vokabeln mit dem iPod lernen, von Gruppenarbeit in Chaträumen usw. Unglaublich:

Was sich anhört wie Zukunftsmusik, ist längst Realität in einigen bayerischen Schulen [...]

sueddeutsche 08.12.2008: Pauken im Netz

Die Politik scheint alles richtig gemacht zu haben, Deutschlands Schulen sind offensichtlich gerade noch rechtzeitig auf den (für Erfolge bei internationalen Bildungsvergleichen) wichtigen E-Learning-Multimedia-Zug aufgesprungen!

Allerdings zitiert dann der letzte Abschnitt des Artikels den Kollegen Thomas Rau vom Blog “Lehrerzimmer”, der als Moodle-Beauftragter an seinem Gymnasium beschlossen hat,

das Projekt Moodle erst einmal ruhen zu lassen: “Bei uns ist die Zeit noch nicht reif dafür.”

sueddeutsche 08.12.2008: Pauken im Netz

Dazu muss man wissen, dass Thomas Rau der erste Lehrer in Deutschland war, der einen kompletten Deutschkurs der Oberstufe mit einem Weblog begleitet hat und in der Lehrersphäre für seine Innovationsbereitschaft und Medienkompetenz bekannt ist. Mal ehrlich: Wenn dieser Mann (an einem bayerischen(!) Gymnasium(!)) Moodle nicht in der Praxis verwenden kann - wer denn dann?!

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Kommentare

62

Zum Artikel "Alle reden über Moodle - und keiner benutzt es".

  • #1

    Auf den ersten Blick scheint moodle eine gute Lernplattform. Leider gibt es kein deutsches Spachpaket ohne “Gendersprech” mit “/innen”.
    Weder für den Admin noch für die Benutzer. Politisch motivierte Spracherziehung hat nichts in einer Lernplattform zu suchen. Ich habe moodle getestet und wieder deinstalliert, einfach weil die “/innen” tierisch nerven.
    Ulrich.

    schrieb Uli am

  • #2

    Es ist schon traurig zu sehen, dass Moodle immer noch propagiert wird. Mal ehrlich: wir haben immer noch Präsenzunterricht, die Schüler sind da, der Lehrer ist da. Wir sind nicht in Australien, wo die Schüler hunderte Kilometer entfernt von der Schule wohnen. Wozu brauche ich da Moodle? Mittags haben die Schüler keine Lust, sich in virtuelle Klassenräume zu begeben, mittags sind Facebook&Co;. angesagt oder einfach nur chillen.An meiner Schule soll Moodle eingeführt werden - allerdings nur in der Oberstufe. Eine Referendarin konfiguriert daran seit dem Beginn des Schuljahres, also seit fast 8 Monaten. Es ist so kompliziert, dass es kaum einer verwenden wird. Schüler diskutieren schon, wie man Moodle aushebeln kann - oder sollte ich hacken sagen? Das Internet hält tolle Tipps parat. Wenn das System nicht vom Profi eingerichtet wird, dann ist es nicht sicher. Dann ist es aber auch nicht kostenfrei. Wenn ich zusammenrechne, was meine Kollegin bekommt und mit der Anzahl der Monate multipliziere, dann ist Moodle mehr als teuer bezahlt.Die Eltern der Schule haben sich für ein System entschieden, dass die Kommunikation in den Vordergrund stellt, nicht die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern. Informationen werden über ein elektronisches Klassenbuch ausgetauscht, die Kommunikation findet geschützt in diesem System statt, der Datenschutz ist gewährleistet, kranke Schüler und Eltern sind jederzeit voll informiert. DAS ist der richtige Weg. Diesen Ansatz vertritt auch Prof. W. Fthenakis. Wer ihn auf der Didacta in Hannover erlebt hat, weiß wovon ich rede. Leider ist die Schulleitung dagegen, dieses System einzuführen, aber die Eltern organisieren sich jetzt mit diesem System und nehmen die Lehrer mit dazu, die gewillt sind, sich neuen Methoden zu öffnen. Liebe Kollegen, das machen die Eltern, obwohl die Nutzung des Systems nicht kostenfrei ist. Die Zustimmung lag bei über 90%. Allerdings ist der Obolus geradezu lächerlich gering. Zudem können es die ungefähr 10% an Migranteneltern der Schule in der Muttersprache bedienen und mit einen Klick meine Mitteilungen übersetzen. Auf einmal bekomme ich auch von ihnen Rückmeldungen, Nachfragen, Anregungen. Vorher waren sie unnahbar. Das nenne ich einen Riesenfortschritt. Meine Arbeitsblätter biete ich den Schülern und Eltern in diem System als Download an. Vorbei die Zeit, wo ich eine eigene Homepage pflegen musste. Hochladen, für einen Kurs freigeben, fertig. Ich spare mir damit viel Zeit. Derzeit nutzen etwa 30% der Kollegen dieses System, aber die positive Resonanz von Kollegen, Eltern und Schülern bricht die Reihen der Widerständler gerade auf.Lasst uns mal darüber diskutieren, wie wir die Eltern stärker einbinden können und nicht darüber, wie wir mit Moodle doch nichts bewirken. Natürlich erreichen wir nicht alle Eltern, aber die Mehrzahl mit Sicherheit.

    Wie heißt die Softwäre, für die sich die Eltern entschieden haben? Klingt genau wonach ich suche :)

    schrieb basti am

  • #3

    Hallo,
    das sehe ich vollkommen anders: wir setzen bei uns schon lange moodle als Lernplattform ein und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Nachfolgend der Link auf unsere Lernplattform (einige freie Kurs zur Mathematik sind auch dabei):
    http://dhs-aachen.lms.schulon.org

    Viele Grüße
    HG Gerhards

    schrieb Gerhards am

  • #4

    @hans-joachim Krüger:

    Wer es nicht nutzt ist selber Schuld!

    Irrtum. Das ist wieder die klassische Aussage von jemandem, der es nicht besser weiß ;-)
    Es gibt noch viele andere Systeme neben Moodle, einige davon komplizierter, andere hingegen viel einfacher und intuitiver.

    Einfach mal Chamilo ansehen; wesentlich komfortabler zu bedienen, mehr Funktionen, diese jedoch selbsterklärend.

    Das soll Moodle dann mal nachmachen…

    schrieb Alexander Hu am

  • #5

    Stimmt nicht. Ich nutze es und hoffe bald alle Unterrichte auf moodle konvertiert zu haben.
    Wer es nicht nutzt ist selber Schuld!

    schrieb hans-joachim Krüger am

  • #6

    @Beobachter
    Ich denke, wir vergleichen hier Äpfel mit Birnen. Comjell dient in erster Linie der Komunikation und Organisation von Schulveranstaltungen, indem ich z. B. aus einer Vorlagenbibliothek verschiedene Anschreiben auswählen kann. Das einzige Feature, das es Lehrern im Unterricht bietet, ist eine Dateiablage. Moodle bildet interaktive Lernprozesse mit Assessmentmöglichkeiten ab, kann Lernprozesse individualisieren und gibt den Schülern über ein Gradebook die Möglichkeit ihren Lernprozess zu beobachten, zu kontrollieren und zu steuern. Wenn ich Moodle im Unterricht einsetze, dann will ich den Schülern die Möglichkeit eröffnen, ihren Lernpfad zu individualisieren. Nutze ich Moodle auf Dauer nur als simple Dateiablage, dann verschenke ich den Großteil der Einsatzmöglichkeiten. Dafür brauche ich aber auch Comjell nicht. Da reicht ein Samba-File-Server im Schulnetz. Da die Anforderungen und Einsatzmöglichkeiten von Comjell und Moodle sich deutlich unterscheiden, wird diese Diskussion auf Dauer wenig bringen.

    Um die Kosten auch noch etwas zu verdeutlichen: Bei 1 € pro Schüler und Monat kostet mich Comjell bei einer durchschnittlichen Schulgröße von 1000 Schülern 12.000 € im Jahr. Selbst der Einsatz von Fronter liegt (man mag mich korrigieren) bei 1 € pro Schüler und Schuljahr. Für 12.000 € im Jahr kann man auch 400 Schulen Moodle anbieten und ihnen die Sorgen der Administration und des Hostings ersparen. Für die Statistik: Auf diesem System arbeiten derzeit rund 120.000 Schüler. Alle Accounts sind schuljahresaktuell.

    Wenn ich sage, dass ein System ungeeignet ist, sobald es so erklärungsbedürftig ist, dann müsste ich an den Schulen alle Notenverwaltungsprogramme, ja selbst Word abschalten. Niemand wird wohl behaupten, dass Kolleginnen und Kollegen auf Anhieb damit zurechtkommen. Wer Moodle nicht auf Anhieb versteht und die vielfältigen Fortbildungsangebote nicht nutzen kann oder mag, wird trotzdem fündig, z. B. bei unseren Nachbarn in Baden-Württemberg: http://lehrerfortbildung-bw.de/moodle-info/grundlagen/aktuell/

    schrieb moodle am

  • #7

    Hallo nochmal:

    Moodle ist definitiv kostenlos, es entstehen durch die Nutzung keinerlei Lizenzkosten!
    Metager liefert die passende Seite:
    http://docs.moodle.org/20/de/Lizenz

    Ansonsten klinke ich mich hier jetzt aus.

     

    schrieb Pitt Leidner am

  • #8

    Mittlerweile sage ich: Moodle ist klasse!
    Klar, es macht viel Arbeit, seine Kursräume zu befüllen, aber hinterher profitiert man davon an anderer Stelle und spart wieder Arbeit ein.
    Meine Unterrichtsmaterialien sind dort hinterlegt (immer wieder mal ein Anlass für eine redaktionelle Überarbeitung) und weiterführende Quellen und Anreize sind ebenso zu finden. Es ist eine erstklassige Möglichkeit für Schüler, den roten Faden des Unterrichts nachzuvollziehen und sich für Klassenarbeiten und Tests vorzubereiten.
    Hausaufgaben über Moodle habe ich erst einmal von meinen Schülern eingefordert. Es hat auch geklappt - man bekommt sie per E-Mail zugesandt. Ich denke trotzdem, dafür brauche ich noch etwas Zeit, denn die eigenen Inhalte sind mir erst mal wichtiger.
    Man muss den Einsatz bei den Schülern forcieren, sonst bleibt der Zug auf halber Strecke stehen. Natürlich setzt man sich dadurch auch selbst unter Druck, denn wenn die Inhalte sich nicht ändern, bleiben auch die Schüler irgendwann fern. Ansonsten ist eine solche Plattform wie Moodle genau das Medium, was die meisten Schüler schätzen und viele von ihnen schauen auch aus purer Neugier immer wieder mal vorbei.
    Nachdem ich vorletztes Jahr noch sehr skeptisch war, bin ich mittlerweile sehr zuversichtlich, zumal nun auch einige Kollegen mitziehen.
    Wichtig ist natürlich auch das Konzept, wie die Kursräume und Kurse logisch-hierarchisch aufgebaut sind. Wir haben uns für das Lehrerraumprinzip entschieden, d.h. jeder Lehrer hat seinen eigenen Kursraum. Einige Kollegen machen nichts damit, andere bilden ihren Untericht dort ab, andere sorgen für begleitendes Material, wieder andere hinterlegen nur die Hausaufgaben für die Woche. Moodle ist mit dem Lehrerraumprinzip so flexibel, dass jeder damit machen kann, was er will.

    schrieb Rudolf Lucas am

  • #9

    Hallo,

    > ...
    > Wenn ich zusammenrechne, was meine Kollegin bekommt und
    > mit der Anzahl der Monate multipliziere, dann ist Moodle mehr als teuer bezahlt.
    >
    Dafür kann aber moodle nichts ;-)

    Moodle ist in der Administration recht anspruchsvoll. Das ist aber kein Hexen- sondern Handwerk und sollte von den Profis bedient werden. Bei uns wird die Heizung ja auch nicht von den Lehrern gewartet. Umgekehrt erwartet auch keiner vom hochgeschätzten Hausmeister, dass der nachmittags den Unterricht gestaltet ...

    Wenn die SuS in Australien über große Distanzen mit moodle unterrichtet werden können, ist das doch prima! Vermutlich ist das der Grund, warum bspw die Fernuni Hagen ebenfalls mit Moodle arbeitet. Soll man denn wegen moodle nun die Schulen abschaffen? Das erinnert mich an das “Papierlose Büro” der 80er - obwohl ich es genauso reizvoll fände, wieder Strukturen zu bekommen, die weniger Spritt verbrauchen :-)

    Ich finde es schade, mit wieviel Angst Lernplattformen besetzt zu sein scheinen. Und moodle mit den ‘a’-sozialen Netzwerken zu vergleichen, nun ja ... , auch dort wird man chatten und Bilder/Videos reinstellen können. Der Rest fehlt (noch?).

    Dennoch könnte man ein paar Dinge verbessern:
    ° die Log-Option sollte völlig abschaltbar und Log-Files zeitgesteuert löschbar sein,
    ° die Sicht auf Daten über SQL könnte ganz abgestellt werden, bspw durch ordentliche Verschlüsselung,
    ° die Dokumentation könnte ja auch endlich mal mit Staatsmitteln gefördert und aktualisiert werden! Klar kostet moodle nichts, dennoch spricht nichts gegen weitere Resourcen.

    ... und wenn man all das gar nicht will kann, man ja immer noch eine Webcam auf das Schwarze Brett richten und der Schule endlich einen Account bei gesichtsbuch einrichten.

    in diesem Sinne: lets moodle ;-)

    netzliche Grüße Pitt

    schrieb Pitt Leidner am

  • #10

    @Tim
    Ich hoffe, dass das hier erlaubt ist. Das System heißt Comjell. Du kannst nachschauen auf http://www.comjell,de oder einfach anrufen 0201 87918804. Es lohnt sich alleine schon, sich mit denen auszutauschen, die Möglichkeiten sind echt gut. Die Kosten liegen bei 1 Euro im Monat pro Schüler, zahlbar von den Eltern. Für Lehrer ist es kostenfrei,

    @moodle
    Klar muss investiert werden, aber es kann nicht sein, dass tausende Euros - und das kostet Moodle den Schulträger bzw das Land nur für unsere Schule bislang - als “kostenlos” bezeichnet werden. Wenn ein System so erklärungsbedürftig ist, dann ist es ungeeignet. Sorry, aber das ist meine Meinung.

    schrieb Beobachter am

  • #11

    Ohne wiederholen zu wollen, was hier schon mehr als einmal gesagt wurde, versuche ich es auf die zentralen Punkte zu reduzieren:
    - Ein gewinnbringender Einsatz von Moodle integriert es in den Präsenzunterricht nach dem Prinzip von Blended Learning. Wir sind eben nicht in Australien.
    - Moodle ist eine Lernplattform, dient in erster Linie also dem Lernen und nicht der Kommunikation mit den Eltern. Für diesen Zweck gibt es sicher Besseres. Dass Eltern sich für ein Kommunikationssystem entscheiden und nicht für die Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Lehrkräften und Schülern, spricht doch für ein ganz anderes Anforderungsprofil.
    - Moodle ist nicht Facebook. Und da bin ich auch sehr froh.
    - Um Moodle bedienen zu können, gibt es zahlreiche Fortbildungen. Und da kann man die zentralen Funktionen schon an einem Nachmittag erlernen inkl. kleinerer didaktischer Szenarien.
    - Moodle kann professionell, sicher und kostenlos sein. Voraussetzung ist natürlich, dass der Bildungsträger oder der Schulträger hier zu investieren bereit sind. Beispiele dafür gibt es auf Bundesland- oder kommunaler Ebene. Ansonsten gibt es auch professionelle Anbieter, die nicht nur hosten, sondern auch schulen und didaktische Möglichkeiten aufzeigen wie Eledia oder Moodleschule.

    schrieb moodle am

  • #12

    @Beobachter
    Von welchem System schreibst Du denn? Links bitte.

    schrieb Tim am

  • #13

    Es ist schon traurig zu sehen, dass Moodle immer noch propagiert wird. Mal ehrlich: wir haben immer noch Präsenzunterricht, die Schüler sind da, der Lehrer ist da. Wir sind nicht in Australien, wo die Schüler hunderte Kilometer entfernt von der Schule wohnen. Wozu brauche ich da Moodle? Mittags haben die Schüler keine Lust, sich in virtuelle Klassenräume zu begeben, mittags sind Facebook&Co;. angesagt oder einfach nur chillen.

    An meiner Schule soll Moodle eingeführt werden - allerdings nur in der Oberstufe. Eine Referendarin konfiguriert daran seit dem Beginn des Schuljahres, also seit fast 8 Monaten. Es ist so kompliziert, dass es kaum einer verwenden wird. Schüler diskutieren schon, wie man Moodle aushebeln kann - oder sollte ich hacken sagen? Das Internet hält tolle Tipps parat. Wenn das System nicht vom Profi eingerichtet wird, dann ist es nicht sicher. Dann ist es aber auch nicht kostenfrei. Wenn ich zusammenrechne, was meine Kollegin bekommt und mit der Anzahl der Monate multipliziere, dann ist Moodle mehr als teuer bezahlt.

    Die Eltern der Schule haben sich für ein System entschieden, dass die Kommunikation in den Vordergrund stellt, nicht die Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Schülern. Informationen werden über ein elektronisches Klassenbuch ausgetauscht, die Kommunikation findet geschützt in diesem System statt, der Datenschutz ist gewährleistet, kranke Schüler und Eltern sind jederzeit voll informiert. DAS ist der richtige Weg. Diesen Ansatz vertritt auch Prof. W. Fthenakis. Wer ihn auf der Didacta in Hannover erlebt hat, weiß wovon ich rede. Leider ist die Schulleitung dagegen, dieses System einzuführen, aber die Eltern organisieren sich jetzt mit diesem System und nehmen die Lehrer mit dazu, die gewillt sind, sich neuen Methoden zu öffnen. Liebe Kollegen, das machen die Eltern, obwohl die Nutzung des Systems nicht kostenfrei ist. Die Zustimmung lag bei über 90%. Allerdings ist der Obolus geradezu lächerlich gering. Zudem können es die ungefähr 10% an Migranteneltern der Schule in der Muttersprache bedienen und mit einen Klick meine Mitteilungen übersetzen. Auf einmal bekomme ich auch von ihnen Rückmeldungen, Nachfragen, Anregungen. Vorher waren sie unnahbar. Das nenne ich einen Riesenfortschritt. Meine Arbeitsblätter biete ich den Schülern und Eltern in diem System als Download an. Vorbei die Zeit, wo ich eine eigene Homepage pflegen musste. Hochladen, für einen Kurs freigeben, fertig. Ich spare mir damit viel Zeit. Derzeit nutzen etwa 30% der Kollegen dieses System, aber die positive Resonanz von Kollegen, Eltern und Schülern bricht die Reihen der Widerständler gerade auf.

    Lasst uns mal darüber diskutieren, wie wir die Eltern stärker einbinden können und nicht darüber, wie wir mit Moodle doch nichts bewirken. Natürlich erreichen wir nicht alle Eltern, aber die Mehrzahl mit Sicherheit.

    schrieb Beobachter am

  • #14

    Oh weh, was für eine Generation wächst da heran, die die deutsche Rechtschreibung nicht beherrscht, sich keine langen Kennwörter merken kann und alles nur sch…. findet?
    Klar, sobald etwas nicht von alleine in den Schoß fliegt, taugt es nichts. Nur ein bisschen Anstrengung ist schon zuviel.
    Aber Schuld daran haben ja eben großteils diese Medien, in deren Welt dies Generation hineingeboren wurde.
    Ich selbst nutze Moodle, bin über 50, habe mich mit viel Elan und der Bereitschaft Zeit und Energie zu investieren eingearbeitet und bin begeistert von den vielen Möglichkeiten. Moodle ist ein ideales Mittel zur Binnendifferenzierung, die ja immer mehr gefordert wird.
    Nur fordert es halt am Anfang wie schon erwähnt viel Zeit und Energie, die sich aber letztlich lohnt zu investieren, wozu jedoch die jüngere Generation nicht mehr bereit ist. Leider.

    schrieb Corina am

  • #15

    Als ein Schüler welcher sich stark für Informatik Interessiert, E-learning als die Zukunft ansieht und direkt in das digitale Zeitalter hineingeboren wurde kann ich nur sagen: “FINGER WEGG VON MOODEL!!!11elf”

    Meine Lehrerin hypt Moodel und versucht es für alles mögliche zu nutzen doch die Platform ist alles mögliche außer Schüler freundlich fördert in keinster weise die Zusammenarbeit mit anderen Schülern und ist einfach nur zum Scheitern verurteilt!

    Hinzu kommt noch das bei uns die Schüler loggin Namen erhalten haben welche aus (moment ich zähle mal…) 29(!!) Zeichen bestehen. Da wirden sämtliche vorteile von Digitalen Medien über Bord geworfen alles was mit Computern zu tun hat soll möglichts schnell ablaufen verdamt, kein Hinterwältler will solch einen langen loginnamen aufgezwungen bekommen. Das ist meine kostbare Zeit die hier beansprucht wird (allein schon das Suchen nach dem login Namen welches ich aufjedenfall NICHT auswendig lernen werde kozt mich an).

    schrieb Y am

  • #16

    Zwar ist dieser Thread schon etwas älter, dennoch in paar Anmerkungen:

    @LO-Net² vs Moodle
    Beide Systeme zeigen ja immerhin ein Pro-LMS/CMS!
    Ich kann beiden Systemen Vorteile abgewinnen. In beide hatte ich mich eingearbeitet (jeweils etwa ein Wochenende) und in beiden versucht, meinen (Informatik-)Unterricht damit zu begleiten. Warum habe ich mich am Ende für Moodle entschieden? LO-Net² ist fremdgehostet und Noten, Bewertungen, etc, sind höchst schützenswerte Daten. Der Mehrwert im LO-net² durch institutionsübergreifende Funktionen ist über die letzen 3 Jahre beobachtet doch eher gering -um nicht null schreiben zu müssen. Moodle bietet mir “gefühlt” mehr Möglichkeiten, jedenfalls komme _ich_ damit einfach besser zurecht.

    @Technische Erfordernisse
    ... gehören ausgeräumt! Wenn ein PC-Raum über zu wenig Arbeitsplätze verfügt, macht kein LMS auf Dauer für den Unterricht Sinn. Hier teile ich die Beobachtungen der Kollegin, dass SuS sich beim Teilen eines PCs anderweitig “unterhalten” und ablenken lassen. Das gleiche gilt für Recherchen, Mathematikprogramme oder Lern-Viedeos, etc..
    Der allen sicher bekannte Flaschenhals beim DSL-Upload dürfte mit VDSL inzwischen kein Argument mehr bleiben.
    Viel schwieriger scheint mir die Umsetzung, “spontan” derartige Medien im Unterricht zu nutzen. Helfen hier die Smartboards? Müssen wir aus dieser Not, mehr PCs mit den SuS nutzen zu können, WLan anbieten oder welche Lösung sollte man da anstreben? Praktisch kann ich beobachten, dass nahezu alle unsere (reine Oberstufe) SuS inzwischen über einen Internetanschluss verfügen. Das ist wenig repräsentativ und hier teile ich die obige Auffassung, ohne Sus-eigenes Internet versandet die Moodle-Quelle.

    Die SuS haben uns alle vermutlich längst bei den neuen Medien mit ihren Netbooks und Smartphones überholt. Jedenfalls nutzen sie bedenkenlos Chats, Messengers, SocialNetworks und Datendownloads, etc.. Ich meine, hier sollte und muss Schule auch mal einen Akzent dagegen halten und das wäre bspw. die Schaffung und Förderung eines LMS/CMS ala Moodle (oder LO-net², u.a.).

    Ja zur Moodle-Option im Klassenzimmer und zuhause! Doch: Wo bleibt da das Zwiegespräch, auf der Strecke oder verliert es sich im Zeitfenster?

    schrieb Pitt Leidner am

  • #17

    Ganz ehrlich - nach jahrelanger Arbeit mit lo-net habe ich wenig Lust auf weitere Internetplatformen. Das funktioniert alles, so lange jeder Schüler einen Rechner hat und der Zugang zum Internet in akzeptabler Zeit erreicht werden kann. Super, wenn es Schulen gibt, an denen das funktioniert. Mir ist allerdings an einem normalen staatlichen Gymnasium weder der Luxus einer Laptopklasse noch ein Computerraum mit PC-Plätzen für alle Schüler meiner Klassen beschieden. Den öffentlich zugänglichen Raum teile ich mit 86 Kollegen - da können Sie sich ausrechnen, auf welcher Basis E-Learning stattfinden kann. Wir gelten übrigens als gut ausgestattete Schule. Nicht alle meine Schüler haben einen Internetzugang zuhause (die Zahl derer, die über einen verfügen, sinkt, wenn es im Internet Aufgaben zu erledigen gilt…), also muss solche Arbeit in der Schule erledigt werden.
    Ich persönlich finde Internet-Platformen wie moodle oder lo-net spannend, habe aber festgestellt, dass ich diese virtuellen Klassenzimmer gar nicht so abschotten kann, wie ich gern möchte. Was im normalen Klassenzimmer das Fenster, das ist im Internet das Spiel oder die Porno-Seite und auf Dauer finde ich es höchst nervig, dass ich mehr damit beschäftigt bin, meine Schüler am Arbeiten zu halten, als kleine Gruppen zu betreuen. Am Ende habe ich immer eine Teilgruppe mit konservativer Schreibarbeit, die das Privileg, am PC zu arbeiten, “verzockt” hat, auf die ich aufpassen muss. Meist sind das Schüler, die sich mit einem anderen einen PC hätten teilen sollen. Wir können hier lange über die Vorteile von Softwarevarianten diskutieren. So lange die Hardware nicht vorhanden ist, nützt mir das Ganze überhaupt nichts. Das Geld, die Schulen auf diesen Stand zu bringen (nicht zu reden davon, dass man diesen Stand ja technisch auch halten sollte, was alle drei-vier Jahre neue PCs heißen würde), will man aus meiner Sicht aber nicht in die Hand nehmen. Und wenn ich genau überlege, was die Internet-Platform zum Verständnis eines deutschen Textes beiträgt, dann fällt mir manches ein, was meine Schule dringlicher braucht als eine weitere Software…

    schrieb Desiree am

  • #18

    Leider bin ich gerade erst auf diese interessante Diskussion gestossen.

    Kurz zu mir. Ich arbeite seit 2002 mit Moodle, bin für die Übersetzung, Handbücher und viele Entwicklungen mit verantwortlich und zudem Betreiber von Moodle.de und deutscher Moodle-Partner.

    Moodle und lo.net verfolgen unterschiedliche Strategien. lo.net ist eine zentral verwaltete Plattform, die grundlegende Funktionen zur Verfügung stellt. Ihr Vorteil ist sicher, dass alles fertig ist. Ihr Nachteil ist der beschränkte Funktionsumfang und die geringe Beeinflussbarkeit. Aber - völlig richtig - das will auch nicht jeder.

    Moodle ist für mich ein zusätzliches methodisches Werkzeug für den Lehrer. Grundsätzlich sind methodische Werkzeuge nur so gut oder so schlecht wie die Menschen, die sie einsetzen. Es kommt also darauf an, was ich damit mache. Ich kann mit Moodle lehrerzentrierten (Frontal-)Unterricht fortsetzen oder interaktiven selbstgesteuerten Unterricht gestalten. Beides hat seine Berechtigung.

    Ich will das an drei Beispielen verdeutlichen.

    Diskussion: Die meisten Diskussionen im Klassenraum leiden daran, dass drei aufgerufen werden und etwas sagen, fünfe sich dem anschließen und weitere fünfzehn eifrig etwas aufschreiben oder unbeteiligt aus dem Fenster schauen. Das gilt auch für die Forentypen in den meisten Lernplattformen. Moodle kennt einen Forentyp ‘Frage-und-Antwort-Forum’. Dabei werden die Antworten der Mitschüler solange verborgen bis der jeweilige Schüler selber eine Antwort formuliert hat.

    Worterklärungen: Wörterbücher können von Schülern selber erstellt und direkt automatisch mit den Inhalten des ganzen Kursraums verbunden werden.

    Leistungsdifferenzierter Unterricht: Über Gruppen und Gruppierungen können alle Lernaktivitäten und Arbeitsmaterialien direkt Schülergruppen im Kurs zugeordnet werden. Mit der gleichen Funktion können sehr spannende Rollenspielszanarien aufgebaut werden (z. B. für Projektwochen).

    Noch ein paar Worte zur Einführung in Lehrerkollegien. Lehrerkollegien sind sehr spannende Mikrokosmen mit ganz besonderen Dynamiken. Man wird es nicht erleben, dass sich ein Lehrerkollegium vollständig mit irgendeinem Inhalt, Thema oder einer Methode identifiziert und dieses einmütig und konsequent umsetzt. Es ist ein ‘geheimes Gesetz’, dass mindestens ein Drittel feststellt, das geht in meinem Fach nicht, das geht mit meiner Klasse nicht, das geht mit mir nicht.

    Das ist auch ok. Oder gibt es Gegenbeispiele? Würde ich gerne mal erleben.

    Online Lerninstrumente können den Unterricht ergänzen und bereichern. Sie ersetzen den Lehrer nicht. Geschickt eingesetzt erleichtern sie dem Lehrer jedoch das Leben. Z.B. sich wiederholende Tätigkeiten (z.B. einfache Korrekturarbeiten bei Tests, vergessene Arbeitsmaterialien der Schüler verteilen) werden zeitoptimiert.

    Ich verstehe bis heute nicht, warum in der Sek II nicht konsequent die Lernformen der Primarstufe (Wochenplanarbeit, Gruppenarbeit) fortgesetzt und weiterentwickelt werden. Genau diese Arbeitsweise wird durch eine Plattform optimal unterstützt. Sie ermöglich zudem dem Lehrer im Idealfall 25-50 % der Unterrichtszeit zur gezielten Förderung kleiner Gruppen einzusetzen. Das ist im täglichen Unterricht weniger belastend.

    Ich verstehe ebenfalls nicht, warum Fachkonferenzen nicht wirklich genutzt werden, um systematisch Unterricht und Materialien so abzustimmen, damit gegenseitige Arbeitserleichterungen entstehen. Wie das aussehen kann?  Bsp.: Klasse 5 Englisch. Man stimmt sich ab, wie die Plattform im Fachunterricht eingesetzt werden soll. Die Lehrer, die dieses Schuljahr in Klasse 5 unterrichten, erstellen arbeitsteilig Material und stellen es allen zur Verfügung. Dieses wird in den folgenden Schuljahren fortgesetzt. So entsteht nach und nach ein Pool auf den alle zugreifen können. Prinzip sollte sein, nicht den vollen Unterrichtsstoff abzubilden, sondern bewusst Teilbereiche herauszusuchen.

    Aber vielleicht müssen Lehrerkollegien ja Systeme bleiben in denen jeder Lehrer seine eigene Insel ist.

    schrieb Ralf Hilgenstock am

  • #19

    Ich nutze moodle seit Jahren im gymnasialen Bereich. Erste E-Learning-Erfahrungen machte ich mit lo-net, welches ganz nett ist, Moodle ermöglicht jedoch viel komplexere Lernszenarien. Ein Grund für die mangelnde Akzeptanz in Kollegenkreisen sehe ich insbesondere im zeitlichen Aufwand. Wenn moodle eingeführt ist und von Schülern und Lehrern nicht als exotische und daher leider nicht ernst zu nehmende Ausnahme wahrgenommen wird, sinkt der Zeitaufwand enorm. Ich kann zwar ein Lied davon singen, dass man mit moodle nicht gerade offene Türen einrennt, aber dennoch kann ich jeden dazu ermuntern es einfach mal zu versuchen. Übrigens: Mit moodle kann man auch ohne kostspielige Fortbildungen arbeiten ...

    schrieb Moodle nutzender Pauker am

  • #20

    Und nun? Die Hoffnung auf eine sachliche Diskussion stirbt zuletzt…

    schrieb moodle am

  • #21

    Immer mit der Ruhe… ;-)

    Manchmal nimmt einen das reale Leben auch noch in Anspruch. Und bitte keine Vorurteile und rhetorisch fragwürdige Bewertungen, wir setzen mal voraus, dass wir alle wissen, was wir tun und warum wir es tun. Und dass wir normale Menshen sind. Deswegen sollten wir auch normal miteinander reden. Ich erkläre es gerne, manchmal dauert es etwas. Ein Muss ist das nicht. Und mein Selbstwertgefühl hängt auch nicht daran.

    Der Unterschied zwischen Feature und Anwendung erschließt sich mir nicht ganz. Ein Feature kann ich anwenden. Oder ist das LMS die Anwendung? Das kann man aber sicher klären.

    Ein konkretes Beispiel? Beschreiben kann ich es, zeigen kann ich es Gründen des Datenschutzes nicht. Dafür bitte ich um Verständnis, denn das ist realer Unterricht mit realen Schülern.

    Es handelt sich um eine Stunde im Fremdsprachen-Unterricht, genauer gesagt im Lateinischen. Aus Erfahrung machen hier aber alte und neue Fremdsprachen wenig Unterschied.

    Arbeitsumfeld: Laptopklasse

    1. Einstieg: Rechenschaftsablage zum neu gelernten Wortschatz. Die Schüler bearbeiten ein interaktives Kreuzworträtsel, erstellt mit HotPotatoes, eingebettet in den Moodle-Raum. Die detaillierte Auswertung übernimmt Moodle, inkl. einer Aufzeichnung nicht gewerteter Fehleingaben. Die abschließenden Eingaben der Schüler werden automatisch bewertet, mit Feedback versehen (das ich voher eingegeben habe, kann automatisiert werden) und benotet.

    2. Hausaufgabenkontrolle: Die Arbeiten sind im System hochgeladen, so entsteht ein schneller Überblick über fehlende Arbeiten. Die Schüler können ihre hochgeladene Lösung online verbessern.

    3. Erarbeitungsphase neuer Grammatik: Die Präsentation ist online gestellt und kann von den Schülern anschließend (zuhause) erneut betrachtet werden.

    4. Übungsphase: unterschiedliche Ausprägung je nach Komplexität. HotPotatoes-Übung, größere Einheit mit exeLearning, moodle-eigene Module wie Lektion (mit Verzweigung und Schleifen bei Fehlern des Schülers), Multiple-Choice.

    5. Als Lernzielkontrolle ist ein Test möglich, der als Modul in Moodle implementiert ist. Fragen und Feedback werden vom Lehrer eingegeben, Auswertung erfolgt durch das System.

    Normalerweise gebe ich die Tests und Übungenn später zur Wiederholung frei, d.h. die Schüler können sie imemr wieder durchlaufen und ihren Lernstand kontrollieren. Was sie erstaunlich oft machen, nicht nur vor Klassenarbeiten.

    Interessant sind bei Moodle z.B. auch die Tests. Wir haben hier bundeslandweit einen Fragenpool zur Grundwissenkontrolle im Fach Geschichte realisiert. Durch die Zusammenarbeit der Lehrkräfte entstehen hier Hunderte gewichteter Fragen, die sich ein einzelner Lehrer per Mausklick zusammenstellen kann und als benoteten Test einsetzen kann. Die Gewichtung wird von Moodle bei der Benotung berücksichtigt. Auch Schülern stehen die Fragen zum Training offen.

    Reicht das fürs Erste? Konkret genug?

    schrieb moodle am

  • #22

    Nun, ehrlich gesagt habe ich mir das schon gedacht: Ein Haufen Schwätzer, die von didaktischer Relevanz, selbstorganisiertem Lernen und Feedback-Features blubbern. Aber wo ist das Beispiel? Warum redet man hier nur über Features, nicht aber über konkrete Anwendungen? Ich sag’s euch: Weil die tatsächlichen Anwendungen so banal sind, dass man sie auch ohne den ganzen Medienschnickschnack durchführen kann - oder sie sind so komplex, dass sie kein normaler Mensch nachahmen kann.

    Schlussfolgerungen bitte jeder selber ziehen :-)

    schrieb Schabb am

  • #23

    Könntet Ihr die Diskussion nicht vielleicht an einem konkreten Beispiel führen? Mir als Laie geht ehrlich gesagt völlig der “rote Faden” verloren, da ich vieles von dem, was gesagt wird, auch nicht vollständig verstehe. Eine Beurteilung der Vor- und Nachteile von Moodle- oder Lonet wird mir deshalb unmöglich gemacht.

    Also: Bitte mal ein konkretes Beispiel, wo die jeweiligen Vorzüge voll zum Tragen kommen. Danke :-)

    schrieb Schabb am

  • #24

    Da kommt mir das Sprichwort mit dem Wald in den Sinn. Sei’s drum.

    Dann können wir jetzt über unterrichtliche Einsatzmöglichkeiten, didaktische Szenarien, deren Relevanz, mögliche Lernprozesse der Schüler etc. reden?

    Wie wichtig ist es, dass ich mit lo-net die Schulstruktur und -verwaltung leicht abbilden kann? Wie hoch sind die interaktiven Lernprozesse bei Moodle zu bewerten? Welche Lernpfade ermögliche ich dem Schüler? Welche Beeinflussungsmöglichkeit des Lernprozesses hat der Schüler?

    schrieb moodle am

  • #25

    @moodle: “zu Antwort 2: Wenn mir als Lehrer die Frage, ob das, was meine Schüler lernen, wie sie es lernen und ob es relevant ist, auf den Senkel geht, dann sollte ich mein Berufsverständnis reflektieren.

    Was bleibt? Lo-net ist viel schöner. Sic.”

    Wow! Das hat aber gesessen! :cheese:

    schrieb michaelo am

  • #26

    Hi!
    Wenn ich mir die Kommentare hier so ansehe, dann kann ich schon verstehen, warum es mit der Bildung in Informatik und verwandten Themen momentan nicht so gut bestellt ist.

    Ingnoranz und Borniertheit sind doch wohl nicht ein wesentliches Merkmal eines Lehrer, oder doch?

    Moodle ist kein Allheilmittel für oder gegen irgendetwas, es ist ein Werkzeug, wie eine Tafel und ein Stück Kreide, oder, wer’s moderner mag: Laptop und Beamer, respektive Präsentationsprogramm.

    Zitat von ‘(#36) moodle meinte am 27.01.2009 dazu:’
    > Wenn mir als Lehrer die Frage, ob das, was meine Schüler lernen, wie sie es lernen und ob es
    > relevant ist, auf den Senkel geht, dann sollte ich mein Berufsverständnis reflektieren.

    Genau.
    In diesem Sinne!

    Hans

    schrieb vorbei_ziehender_Surfer am

  • #27

    Die Einarbeitung in Moodle als Lehrer sollte man nicht mit der Installation und Administration gleichsetzen. Als normalen Lehrer betreffen mich solche Probleme nicht, dafür gibt es Moodle-Plattformen, die schon eingerichtet sind und administriert werden.
    Schön ist, dass ich es selber machen kann, wenn ich das möchte. dann kann ich auch ein bisschen tüfteln, wenn ich Spaß daran habe. Bei anderen LMS habe ich diese Möglichekit gar nicht.

    Aus der Praxis: An meiner Schule arbeiten täglich ca. 180 Notebooks und 150 normale Rechner mit Moodle. Und es gibt keine Engpässe trotz eines normalen DSL6000-Anschlusses.

    zu Antwort 1: D.h. im Extremfall, ich mache jede Stunde eine Webseite? Das ist schön, aber was lerne ich daraus, außer dass ich eine gewisse Routine entwickle. Und wie kann ich genau diesen einen Lernprozess wiederholen und vertiefen?

    zu Antwort 2: Wenn mir als Lehrer die Frage, ob das, was meine Schüler lernen, wie sie es lernen und ob es relevant ist, auf den Senkel geht, dann sollte ich mein Berufsverständnis reflektieren.

    Was bleibt? Lo-net ist viel schöner. Sic.

    schrieb moodle am

  • #28

    @ Rudolf Lucas:
    “Wenn allerdings jemand während der Schulzeit, beispielsweise ein erkrankter Schüler, einen Materialdownload macht, ist schnell die Uploadrate des Internetzugangs ausgeschöpft”
    “Die Installation bei 1&1 ist mir übrigens mit Hilfe der technischen Hotline gelungen.”
    “Im Hauptpfad muss eine php.ini existieren mit dem Inhalt “register_globals=off” und noch ein paar Kleinigkeiten”

    Genau das sind nur einige der Gründe, warum der “Normalverbraucher” keine Lust hat, sich in Moodle einzuarbeiten!

    “Wie oft erstellt man Webseiten im Unterricht? Ist das ein relevanter Lehr- bzw. Lernprozess?”

    Antwort 1: Sooft man selbst oder die Schüler gute Ideen hat!
    Antwort 2: Geht die Frage nach der Relevanz nur mir auf den ...? Typische Pädagogenfrage…

    schrieb michaelo am

  • #29

    Seien wir mal spitzfindisch: Bei Moodle kann ich eine fertige Webseite in einer Sekunde online stellen…

    Im Ernst:
    Wie oft erstellt man Webseiten im Unterricht? Ist das ein relevanter Lehr- bzw. Lernprozess? Und wenn: Kann man den Erstellungsprozess noch einmal durchlaufen im Zuge der Selbstorganisation des Lernprozesses? Gibt lo-net2 dabei ein automatisches Feedback?...
    Moodle ist prozessorientiert, eine Webseite in wenigen Stunden zu erstellen ist ergebnisorientiert. Es geht hier um zwei völlig verschiedene Arten zu lernen.

    Es gäbe sicherlich noch die Möglichkeit ein paar Features als Alleinstellungsmerkmale zu präsentieren, aber das langweilt, weil man das auch nachlesen kann.
    Um diese Diskussion abzukürzen empfehle ich:
    http://googlefight.com/index.php?lang=en_GB&word1=lo-net2&word2=moodle

    Eine Einschätzung zu lo-net2 aus Baden-Württemberg:
    http://lehrerfortbildung-bw.de/elearning/lonet/lonet_4.html

    Also reden wir über E-Learning?

    schrieb moodle am

  • #30

    @Pauker
    Im Einzelnen weiß ich nicht mehr ganz genau, wo ich etwas angepasst habe. Im Hauptpfad muss eine php.ini existieren mit dem Inhalt “register_globals=off” und noch ein paar Kleinigkeiten, an die ich mich aber leider nicht mehr erinnern kann. Ich hätte es lieber dokumentieren sollen. ;-)
    Der Service von 1&1 kennt aber die Stellschrauben und hat mir kompetent geholfen.

    Rudolf

    schrieb Rudolf Lucas am

  • #31

    :coolsmile:  Mal eine Bemerkung am Rande: Geht das bei Moodle auch, dass Schüler innerhalb weniger Stunden eine komplette Website online stellen, wie z.B. diese:
    http://hhg-ostfildern.bw.lo-net2.de/e11  ?

    schrieb michaelo am

  • #32

    @Rudolf
    Alles klar. Naja, die Stick-Variante ist für Lehrer (wie mich), die Moodle alleine nutzen. Da kann man halt mit dem Stick umherziehen und die Schüler arbeiten gleich auf dem Stick. Man hat sozusagen Aufgaben und Lösungen “am Mann”. Zur Zeit nutze ich aber Moodle auf dem Webspace meines privaten Providers. Es gibt zwar in Sachsen auch eine begrenzte Möglichkeit auf dem Bildungsserver, aber der administrative Aufwand ist mir zu groß bzw. habe ich da als Admin zu wenige Möglichkeiten. Aus Datenschutzgründen muss von jedem Schüler eine Einwilligung vorliegen, diese muss schriftlich (ggf. von den Eltern unterzeichnet) beim Schulserver vorliegen. Das ist Mehraufwand.

    Was gibt es denn für “Tricks”, damit es bei 1&1 läuft???

    schrieb Pauker am

  • #33

    @Pauker
    Ich hatte schon weiter gedacht und das auf dem Schulserver laufende Moodle mit dyndns ins Internet gestellt, so dass einerseits von außen darauf zugegriffen werden kann und zweitens die Benutzerverwaltung bereits geregelt ist.
    Wenn allerdings jemand während der Schulzeit, beispielsweise ein erkrankter Schüler, einen Materialdownload macht, ist schnell die Uploadrate des Internetzugangs ausgeschöpft, was man dann in der Schule am schleppenden Internetzugriff spüren dürfte.
    Für eine Installation auf dem USB-Stick fällt mir für meine Praxis keine sinnvolle Nutzung ein, weswegen ich mir darüber bisher keine Gedanken gemacht habe. Das wäre vielleicht eher etwas für einen Moderator, oder?
    Die Installation bei 1&1 ist mir übrigens mit Hilfe der technischen Hotline gelungen. Allerdings hat man bei einem Provider eben nicht so wahnsinnig viel Speicherplatz zum Befüllen der Plattform zur Verfügung.

    Rudolf

    schrieb Rudolf Lucas am

  • #34

    @Rudolf
    Sie haben die 3. M?glichkeit nicht erw?hnt - Moodle l?uft auch auf einem USB-Stick. Besser nat?rlich auf einer mobilen, externen HDD. Man kann sie bei sich tragen und in den Unterricht mitnehmen, danach hat man alle Materialien gleich beisammen. Nachteil: die Sch?ler k?nnen nicht von zu Hause darauf zugreifen. Aus diesem Grund w?re die Alternative bei einem externen Provider besser. Aber Vorsicht, nicht alle Provider gestatten die Moodle-Nutzung. Bei 1&1 z.B. ist mir eine Installation nicht gelungen. Ich verstehe nicht ganz, warum Moodle ein Schulnetz lahm legen soll.  Und wieso hat das Einfluss auf das Internet, wenn es lokal im Schulnetz l?uft?

    @michaelo
    Ein Vergleich beider Systeme w?re sicher objektiv(er), aber Sie wissen ja selbst, auch Vorlieben spielen eine Rolle. Und warum soll es bei LMS anders sein. Aber zugegeben, ein Blick ?ber den Tellerrand lohnt sich immer. Aber wenn man sich auf ein System “eingeschworen” hat, f?llt der Wechsel eh schwer. Wichtig ist doch eigentlich, dass man ein System hat, mit dem man zufrieden ist und technische Spielereien in den Hintergrund treten. Ich habe mich f?r moodle entschieden, lo-net kenne ich auch.

    schrieb Pauker am

  • #35

    Zu den Kosten: Natürlich kostet lo-net etwas. Nur werden die Kosten vom Bund getragen, nachdem die Telekom als Hauptsponsor ausgestiegen ist. Der momentane Eigentümer ist übrigens die Bertelsmann AG. Da Bildung Ländersache ist und immer mehr Bundesländer eigene Moodle-Instanzen betreiben, wird sich zeigen, wie lange der Bund in Zeiten der Finanzkrise hier noch zahlt.

    Ich würde gerne auf pädagogisch-didaktischer Ebene weiterdiskutieren, die momentanen Kriterien sind mir etwas zu schwammig. Ein Showdown ist uninteressant, da bei einem konstruktivistischen Ansatz nicht der Lehrer an einem Beamer und einem PC interessant ist, sondern die Lernaktivitäten der Schüler auf dem Weg zu SOL im Vordergrund stehen.

    Und mit demselben Augenzwinkern: Wo nichts ist, muss man nicht lange suchen… ;-)

    schrieb moodle am

  • #36

    lo-net ist selbstverständlich auch kostenlos, auch dort gibt es “zahlreiche offene Räume” und Tutorials. Ich wüsste nicht, was man an Tools bei lo-net vermissen würde, auf jeden Fall reicht es für eine anspruchsvolle Arbeit mit meinem 13er Englischkurs bei Weitem! lo-net wird von Lehrern für Lehrer gemacht und das merkt man!!! Ich fände einen “Showdown” Moodle gegen lo-net interessant: Zwei Beamer, zwei PCs, einer mit Moodle, einer mit lo-net. Ich wette, bei gleicher Aufgabenstellung ist lo-net a) schneller und b) viiiiel schöner! Und dann nochmal mit begabten Laien: Während die Moodler noch rumsuchen, arbeiten die lo-netler schon ! ;-)

    schrieb michaelo am

  • #37

    Moodle gibt es nicht nur für Gymnasien. Das Medienzentrum im Landkreis München betreibt einen Moodleserver und über 100 Schulen aus Bayern und sogar anderen Gebieten sind dort vertreten. Nun auch mehr und mehr Volksschulen. Hinter all dem steckt die “Digitale Schule Bayern e. V.”.
    Dies kann geprüft werden unter:
    http://moodle.mzml.de
    Die Teilnahme ist kostenlos und man kann sich hier für die Schule oder die Klasse einen Kursraum auf Anfrage einrichten lassen. Außerdem gibt es zahlreiche offene Räume u. a. mit Tutorials zur Verwendung von Moodle.
    LG E. Frank

    schrieb Evelyn Frank am

  • #38

    Vieles ist schon gesagt. Als einem, der viel mit Moodle in Bayern zu tun hat, seien mir dennoch ein paar Anmerkungen erlaubt.

    1. Bildung ist Sache der öffentlichen Hand. Etliche LMS gehören Wirtschaftsunternehmen. Und die wollen irgendwie Geld verdienen. Wer es nicht glaubt, betrachte die Bahnpreise seit der Privatisierung…
    2. Moodle in Bayern ist keine Initiative des Kultusministeriums, sondern einer untergeordneten Ebene. Deswegen steht es momentan nur Gymnasien zur Verfügung. Für Realschulen ist ähnliches im Entstehen.
    3. Niemand wird von oben gezwungen, Moodle im Unterricht einzusetzen. Es gibt sehr guten Unterricht auch auf traditionellem Weg. Allerdings hat jedes LMS “exklusive” didaktische Möglichkeiten, die man nutzen kann, wenn man möchte. Dafür steht ein kostenloses Moodle zur Verfügung.
    4. Die Nutzerzahlen in Bayern sprechen für sich. Und die damit verbundene (noch höhere) Zahl an Arbeitsmaterialien zeigt, dass hier auch Unterricht stattfindet.

    Der Moodle-Hype erklärt sich wohl aus mehreren Faktoren. Es ist kostenlos, ich kann die Instanz selbst betreiben und es bringt durch seine Modularität vielfältige didaktische Szenarien mit. Dazu sei auch die vorhandene wissenschaftliche Literatur empfohlen.

    schrieb moodle am

  • #39

    Wo sollte man Moodle installieren: auf dem Webserver der Schulhomepage, also bei einem externen Provider oder auf dem Server des Schulnetzes?
    Bei ersterem hat man zwar einen vernünftigen Datendurchsatz beim Seitenaufbau und vor allem beim Download sowie mehr Sicherheit, hat dann aber dafür nur wenige Megabyte für die Inhalte zur Verfügung.
    Bei zweiterem ist der Speicherplatz für Inhalte nahezu unbegrenzt (eine zusätzliche Festplatte lässt sich leicht einhängen ins System), aber die Geschwindigkeit im Internet ist extrem dürftig und Zugriffe beeinträchtigen während der Schulzeit stark die Internetgeschwindigkeit der ganzen Schule.
    Wofür habt ihr euch entschieden?

    Rudolf

    schrieb Rudolf Lucas am

  • #40

    @michaelo

    Ich glaube, die Antwort haben Sie selbst gegeben: der Funktionsumfang von lo-net ist nicht mit dem von Moodle zu vergleichen. Deswegen ziehe ich mir persönlich moodle (dem lo-net) vor. Es ist wohl eher subjektiv und liegt nicht an moodle, ansonsten müssten Sie das oben gesagte genauer begründen.

    schrieb Pauker am

  • #41

    An unserer Schule (Gymnasium) wurde auch Moodle eingeführt, aber die meisten Lehrer wollen nicht damit arbeiten und die Schüler, die damit arbeiten müssen, mögen es überhaupt nicht!
    Ich habe daraufhin auf lo-net umgestellt und mache durchweg gute Erfahrungen damit: Viel höhere Akzeptanz bei Schülern und Kolleginnen und Kollegen! Woran das wohl liegt? Eine Referendarin berichtete mir, dass sie am Seminar ebenfalls mit Moodle arbeiten müssen, “heimlich” aber das lo-net benutzen! Das sagt doch alles! Ich finde es ziemlich nervend, wie Moodle “von oben” gepusht wird (anscheinend erfolgreich!), es gibt dreitägige Fortbildungen dazu, schulinterne nachmittagelange Einweisungen, lo-net dagegen hat man sich in drei Stunden selbst beigebracht! Ich finde den Moodle-Hype höchst verdächtig, aber wenn um die Entscheidungsstrukturen in den Verwaltungen weiß, wundert einen das auch wieder nicht.

    schrieb michaelo am

  • #42

    20 Beiträge in 2 Monaten sind nicht überwältigend, aber alle sind interessant zu lesen.
    Ich habe unter Nr. 4 schon einmal ein Statement abgegeben und möchte zur Nr. 20 von Christian S. noch etwas ergänzen:
    Moodle ermöglich - und erfordert! - einen anderen Unterricht. Der Lehrer bereitet auf Moodle vor, dass die Schüler/innen selbstständig arbeiten können, sammelt dann die Ergebnisse, überarbeitet und (wenn unbedingt nötig) bewertet sie.
    Es geht also nicht nur darum, die Bedienung und Logik von Moodle zu verstehen, sondern auch darum, den eigenen Unterrichtsstil zu überdenken und ggf. anzupassen. Ich sehe hier das zentrale Problem, aber auch die große Chance. Wenn jemand mehr Eigenverantwortung auf die Schüler/innen übertragen und ihnen beim Arbeiten zusehen möchte, dann hat er mit Moodle ein geeignetes Hilfsmitttel zur Hand und dann wird er sich auch sehr schnell in die Möglichkeiten dieser Lernplattform einarbeiten.
    Im Rahmen der schulinternen Fortbildung habe ich etwa 1/3 der Kolleg/innen in Moodle eingeführt. Als Administrator sehe ich, dass alle Kursräume genutzt werden. An den Gesprächen der Kolleg/innen merke ich, dass Moodle weiter empfohlen wird. Inzwischen hat sich ein Kollege angeboten, eine schulinterne Fortbildung für Fortgeschrittene (Wiki, Workshop) anzubieten. Ich bin froh, dass es Moodle gibt, und ich bin zuversichtlich, dass sich mittelfristig damit eine Verschiebung zu mehr Schüleraktivität im Unterricht ergeben wird.

    schrieb Peter S. am

  • #43

    @Christian S.
    Ich gebe Ihnen in großen Teilen Recht, z.B.
    “Wenn die Kultusbürokratie die Zeichen der Zeit erkannt hat und hier etwas wirklich sinnvolles unterstützt - um so besser.”

    In dem Artikel steht jedoch nirgends, dass Moodle nichts taugt. Es tut mir leid, wenn dieser Eindruck bei Ihnen erweckt wurde. Im Artikel wird lediglich die Aussage getroffen, dass Moodle im Unterrichtsalltag (trotz weiter Verbreitung an Schulen) sehr wenig benutzt wird - trotz gegenteiliger Medienberichte.

    Beachten Sie auch, dass die meisten Personen, die hier einen Kommentar geschrieben haben, Expert/inn/en sind (die anderen stehen dem Thema “Moodle” eher gleichgültig gegenüber). Gehen Sie in eine Hauptschule oder ein Gymnasium Ihrer Wahl und bringen Sie in Erfahrung, wie viele Lehrkräfte Moodle in ihrem Unterricht benutzen. Sie werden überrascht sein. An den meisten Schulen sind es nämlich nicht einmal wenige.

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #44

    Natürlich wird Moodle noch nicht von der Mehrheit der Lehrer genutzt - nur ist das nicht auf das LMS zurückzuführen.
    Ich benutze Moodle bereits seit ca. dreieinhalb Jahren - zuvor waren andere LMS wirklich schwer erlernbar oder auch technisch unausgereift.

    Moodle bereichert - sinnvoll eingesetzt - den Unterricht von der siebten Klasse Gymnasium aufwärts in unterschiedlichen Einsatzszenarien.

    Dass es noch keine papierne Moodledidaktik gibt, ist zwar bedauerlich, sollte aber den neugierigen und experimentierfreudigen Lehrer nicht daran hindern, sich über Foren im Netz, per Fortbildungen (Bayern: ALP) schlau zu machen und sich mit den mittlerweile tatsächlich mehrerern Tausend aktivern Moodlern alleine bei uns im Süden auszutauschen.
    Apropos Süden - Österreich hat hierzu sogar eine Akademie: eLISA - http://www.e-lisa-academy.at/.
    Nebenbei, es arbeiten schon mehrere Kollegen an didaktischen Publikationen!

    Dass aufgrund infrastruktureller Engpässe (lückenhafte Internetverfügbarkeit auf dem Land, schlecht oder ungeschickt administrierte Computerräume in den Schulen,...) der Gebrauch internetbasierter Anwendungen gehemmt wird, und deshalb von den zu Recht frustrierten Kollegen lieber ausgesetzt wird, ist sehr bedauerlich und ein Verlust für die Schüler, aber eben nicht Schuld des LMS.

    Nun zum Artikel als solches:
    Insgesamt ist der Artikel nicht sehr gründlich recherchiert: eLearning und Moodle waren bis vor ca. zwei Jahren eher Fremdwörter und vergleichsweise ungeliebte Themen bei der “öffentlichen Hand”. Moodle ist definitiv eine Bottom-Up-Initiative fachkundiger Kollegen - NICHT unterbeschäftigter Nerds.
    Wenn die Kultusbürokratie die Zeichen der Zeit erkannt hat und hier etwas wirklich sinnvolles unterstützt - um so besser.
    Dass der Autor wie auch ein Kommentator das Cobocards-Projekt als Alternative anführen, zeigt mir leider, dass beide sich nicht die Mühe gemacht haben, Moodle genauer in Augenschein zu nehmen: Moodle ist weitaus mehr als nur eine virtuelle Lernkartei und trotzdem nicht allzu kompliziert.
    Denn wie ja schon oben erwähnt wurde, werden Schulen (in Bayern) mit Moodlemultiplikatoren, die interessierten Kollegen mit Rat und Tat zur Seite stehen, ausgestattet. Dann ist Moodle wirklich leicht zu beherrschen.

    Auch ein letzter Trugschluss hinsichtlich des “unnötigen schulischen Einsatzes” soll hier noch kurz angesprochen werden: Wenn LMS-Kompetenzen an den Unis gefordert sind - was tatsächlich in zunehmendem Maße der Fall ist, wer, wenn nicht das Gymnasium soll sie den Schülern denn dann vermitteln?

    schrieb Christian S. am

  • #45

    Ich arbeite sowohl mit moodle als auch seit etwa 2 Jahren mit fronter aus Norwegen und teletop aus den Niederlanden. Ein Blick auf das kostenpflichtige fronter (1€ pro Jahr und Schüler) lohnt sich. Es ist erheblich bedienungsfreundlicher und damit auch für die Kollegen attraktiv, die nicht so fit im Umgang mit dem PC sind. Voraussetzung für eine schulweite Einführung einer derartigen Plattform. Unsere Schüler der Jahrgänge 7 - 13 sind begeistert. So um die bisher 20 von 140 Lehrern, die seit zwei Wochen fronter nutzen können, auch.

    schrieb Wolfgang Vogelsaenger am

  • #46

    Aus meiner Sicht kann ich nur sagen, dass ich Moodle für meine Schularbeit (Fachbereich KtB und Informatik) sehr gerne als virtuelles Klassenzimmer zum Präsenzunterricht miteinsetze. Es wird von den Schülern gerne angenommen. Wir verwenden Moodle nicht nur als Dateiablage (das wird dem Programm nicht gerecht) sondern als Kommunikations- und Lernplattform, indem wir die unterschiedlichsten Module verwenden. Ich gebe zu, dass es einen zusätzlichen Zeitaufwand bedeutet (so wie übrigens die Einarbeitung in jedes Programm), sich in das Programm einzuarbeiten, aber es lohnt sich.
    Andernteils fehlt vielen Schulen immer noch eine entsprechenden Computer-Ausstattung, viele Lehrkräfte sind überlastet und ich muss fairerweise sagen, dass Moodle nicht alles ist (auch kenne ich nicht alle anderen Lernplattformen wie Lo-Net, Ilias, Blackboard, Fonter…).
    Wikis, Blogs und weitere Web2.0 Anwendungen können ebensogut für digitales Lernen eingesetzt werden. Allerdings können viele Web2.0 Inhalte in Moodle eingestellt und verwendet werden und die Schüler bleiben in einem geschützten Rahmen.
    LG E. F.

    schrieb Evelyn Frank am

  • #47

    Ich arbeite sehr gern mit moodle, es ist Teil (m)eines pädagogischen Gesamtkonzeptes. Es macht vor allem dann Sinn, wenn man über einen längeren Zeitraum gleiche oder ähnliche Unterrichtssituationen zu meistern hat, denn das Einarbeiten und die Materialbereitstellung ist aufwendig. Aus meiner Sicht ist es wichtig, gerade im gymnasialen Bereich den Schülern auch außerhalb der regulären Unterrichtszeit Zugriffsmöglichkeiten auf Materialien zu geben. Schüler laden beispielsweise Teile von Projektarbeiten regelmäßig (auch von zu Hause aus) in moodle hoch - mir ist es als Lehrer dann einfach möglich, die Ergebnisse individuell zu begleiten und gezielt auf den Schüler Einfluss zu nehmen, indem ich direkt in Moodle meine Kommentare schreibe, die nur der Schüler lesen kann. Auch ist Gruppenarbeit mit moodle sehr gut möglich.

    Ein Allheilmittel für Pädagogik gibt es nicht, moodle erhebt keinen Anspruch darauf.

    schrieb Pauker am

  • #48

    Moin @ll,

    ich arbeite seit ca. 1,5 Jahren mit Moodle - in meinen Augen eine gute Arbeitsplattform.
    Erst diente uns diese lediglich zur systematischen Materialablage für eine gute Lernfeldübergabe. Langsam haben wir angefangen die Auszubildenden (drittes Lehrjahr) an die neue Art des Lernens und Arbeitens heranzuführen. Sie ist in zwischen von Schülern und vielen Kollegen angenommen - insbesondere seitdem die Kollegen erfahren haben, dass bei der richtigen Erstellung von Moodle-Test diese sofort bewertet werden. Der Nachkorrekturaufwand ist sehr gering - so ein Argument zieht bei vielen Kollegen :-)

    Klar bedeutet es arbeit sich seine Strukturen zu schaffen und ein wenig in die Software zu arbeiten - aber das Geschaffene ist langfristig, erleichtert den Lernfeldunterricht ungemein und bietet eine Vielzahl von Lernmöglichkeiten für unsere Schüler - im gezielten sinnvollen Einsatz natürlich.

    (Lehrkraft an einer Berufsbildenden Schule)

    schrieb Surf am

  • #49

    Eine sehr gute Alternative ist auch das Klassennetz.de , [Bericht unter ]http://www.schulezwonull.de/organisation/virtuelle-arbeitsplattform/]. Die Plattform hat zwar nicht alle Funktionen, ist aber so einfach zu bedienen, dass sich nicht nur “Experten” zurechtfinden

    schrieb Leo am

  • #50

    Ich persönlich habe überhaupt nichts gegen den Einsatz von Moodle oder sonstiger Lernprozesse unterstützender Software - im Gegenteil. Im Beitrag oben drücke ich meine Verwirrung darüber aus, dass ich sehr häufig Erfolgsmeldungen über Moodle (u.ä.) lese, erstaunlicherweise aber nur sehr selten Lehrer/innen treffe oder von Lehrer/innen höre, die Moodle wirklich zur Unterstützung des Lernens benutzen (und ich treffe viele).

    Aus meiner Sicht ist die Zeit noch nicht reif für Moodle im regulären Schulbetrieb (in der Uni (s.o. #5) hingegen schon). Dass (wenige) ExpertInnen mit einer vorbildlichen technischen Infrastruktur und politischer Unterstützung Moodle mit Spaß und Erfolg einsetzen, bezweifle ich nicht. Für die Allgemeinheit der Lehrer/innen würde ich mir jedoch wünschen, dass man einfache, sinnvolle Projekte pusht (wie z.B. aktuell das Cobocards-Projekt von Stephan Holze).

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #51

    BTW zwei Anmerkungen:

    > Moodle ist nach Aussagen der offiziellen Moodle-Projektseite [Quelle: Moodle.de]

    Moodle.de ist der offizielle deutsche Moodle-Partner. Die Community tummelt sich auf Moodle.org

    >das Projekt Moodle erst einmal ruhen zu lassen: “Bei uns ist die Zeit noch nicht reif dafür.”
    >Wenn dieser Mann (an einem bayerischen(!) Gymnasium(!)) Moodle nicht in der Praxis verwenden kann - wer denn dann?!

    Jemand, der mehr Schüler hat, die über eine vernünftige Internetanbindung verfügen. Schließlich verteufelt er Moodle ja nicht, sondern geht in dem verlinkten Artikel auf den Grund des derzeit einmal ruhen lassen ein:
    “Er hält die Plattformen zwar für eine gute Idee. Allerdings habe er noch keine Klasse bekommen, in der jedes Kind zuhause einen vernünftigen Internetzugang zur Verfügung gehabt hätte.”

    Und was ist das für ein Argument, wenn ER es schon nicht kann, kann es eh keiner?

    Kommen Sie doch im März einfach zur Moodlemoot nach Bamberg und machen Sie sich vor Ort ein Bild. Treffen Sie Menschen, die wirklich mit Moodle arbeiten ;-)

    schrieb Mark am

  • #52

    Das ist ja schön, dass sich jetzt mal diejenigen zu Wort melden dürfen, die moodle nicht nutzen können oder wollen oder die nicht verstanden haben, wie moodle funktioniert oder wie man moodle sinnvoll nutzt, aber ob derjenige tatsächlich ein “Lehrerfreund” ist, der so denkt?

    Diejenigen, die glauben, dass moodle ein Allheilmittel ist, haben wahrscheinlich auch vorher nicht verstanden, dass es keine Rezepte für guten Unterricht gibt. Wer glaubt moodle würde die Probleme lösen, die vorher auch schon nicht gelöst werden konnten, der liegt natürlich falsch.

    ABER: moodle ermöglicht Vieles, was ohne moodle nicht oder nicht so einfach oder nicht so ohne Weiteres möglich wäre. Sei es die einfache Auswertung von Feedback-Formularen (benutze ich regelmäßig in jedem (!) meiner Oberstufenkurse), die einfache Präsentation von web-links und Medien aller Art (zum Anhören und Ansehen), ein individualisiertes Arbeiten in eigenem Tempo, eine Arbeitserleichterung unter Kollegen (die natürlich auch ohne moodle funktioniert, aber mit moodle noch etwas komfortabler wird) und so fort, einige andere Beispiele wurden hier ja schon ausreichend diskriminiert!

    Sicher gehöre ich zu den angesprochenen Idealisten, aber genauso sicher ist, dass nur diejenigen, die moodle intensiv und regelmäßig nutzen, die damit auch weniger Aufwand haben einen moodle-Kurs zu erstellen, wirklich einschätzen können, welche Vorteile moodle bietet und welche Synergie-Effekte mit moodle möglich sind. Im übrigen nutze ich moodle im Fach Geschichte und Deutsch in der Oberstufe, nicht das jemand mir unterstellen will, ich sei ein abgedrehter Informatiker mit tiefgreifenden Programmierkenntnissen ...

    Wer’s genauer wissen will: Meine Kurse finden sich auf kurse.bvsdormagen.de, empfehlenswert für die Zweifler am didaktischen Nutzen auch die Didaktik-Seite von moodleschule.de mit einigen Examensarbeiten zum Moodle-Einsatz im Unterricht.

    Marc Albrecht-Hermanns

    schrieb Marc Albrecht-Hermanns am

  • #53

    Moodle ist keine Wundertüte, es ersetzt sicher auch keinen Präsenzunterricht und vermag unter den Schülern keine Begeistungsstürme hervorzurufen. Unter den Kollegen natürlich auch nicht. Ich habe aber gute Erfahrungen bei der Projektbegleitung gemacht, auch um Fragen zu sammeln oder einfach für Fragen nach Unterrichtsschluss zur Verfügung zu stehen. Ich setze es ferner im Seminarbetrieb ein(große Zustimmung bei den Referendaren) und bin auch in der Lehrerfortbildung tätig (Moderierte Online-Seminare). Es ist wie mit vielen Methoden, es ist eben ein Weg unter vielen, die zum Ziel führen. Man könnte hier auch den Wert von Gruppenarbeit, den handlungsorientierten Umgang mit Balladen oder das Trainieren von Referaten diskutieren - da würden ähnliche Meinungen aufschlagen. Sicher ist es aber für Laptopklassen eine echte Bereicherung und Vereinfachung des Arbeitens mit digitalen Medien.

    schrieb Markus Märkl am

  • #54

    Hallo, ich benutze seit 2 Jahren Moodle für meinen Unterricht. Ich unterrichte an einer Hauptschule die Klassen 5 - 9,  u.a. die Fächer Erdkunde, Biologie, Arbeitslehre und ITG. Dabei habe das Glück, ständig einen PC-Raum zur Verfügung zu haben. Ich benutze Moodle, um den Verlauf des Unterrichts zu strukturieren,  Arbeitsmaterialien und Links zur Verfügung zu stellen, ich veröffentliche Hot-Potatoes-Übungen oder erstelle Tests. Die Schüler mögen diese ganz besonders, weil gleich das Ergebnis ersichtlich und ein Vergleich möglich ist. Die Einarbeitung in das System hat mich schon viele Stunden Mehrarbeit gekostet, mittlerweile profitiere ich aber auch davon.

    schrieb Petra Thomas am

  • #55

    Das hier aufgegriffene Thema wird im Augenblick auch in den Blogs von Stephan Holze ( http://herrholze.de/?p=224 ; http://herrholze.de/?p=232 ) und mir ( http://herrlarbig.de/2008/12/15/diskussion-ueber-lern-management-systeme-lms/ ) diskutiert, wobei dieser Artikel des Lehrerfreunds eine wichtige Grundlage darstellt.

    schrieb Herr Larbig am

  • #56

    In Siegen

    schrieb Marcus am

  • #57

    @ Marcus: Heieiei, wo studierst du armes Kind denn?

    schrieb Der Audiofilmkritiker am

  • #58

    Hallo, bin Lehramtsstudent im 1.Semester und ohne Moodle kommt man an der Uni nicht mehr weit, weil die Folien in den Vorlesungen nur so durchgepresst werden und man kaum noch eine möglichkeit hat, der Thematik zu folgen.

    Grüße

    schrieb Marcus am

  • #59

    Als wir an unserem Gymnasium eine Laptopklasse eingerichtet haben, kam Moodle genau richtig. Diente die Plattform anfangs eher dem Bereitstellen von Material (bequem von zu Hause, die Schüler haben es sich dann zu Beginn der Stunde geholt), wurden die Möglichkeiten im Laufe der Zeit immer weiter genutzt.
    Unerlässlich für dezentrale Gruppenarbeit sind mittlerweile die Wikis - und als Lehrer kann man immer dabei zusehen, wie die Schüler arbeiten.
    Jetzt bin ich an einer anderen Schule. Dort wurde Moodle zu Beginn des Schuljahres eingeführt und wird von ca. einem Viertel der Kollegiums bereits genutzt. So findet z.B. der Wahlvorgang für die Kollegstufe auf Moodle statt und im Diskussionsforum werden eifrig Fragen gestellt (und beantwortet - nicht nur vom Lehrer).
    Meine Meinung: Moodle ist für viele mittlerweile ein unerlässliches Hilfsmittel. Und mir hat es lieber ein paar Funktionalitäten, die ich erst im Laufe der Zeit entdecke, als dass es zu wenig kann.
    In diesem Sinne - beste Grüße an alle Moodler

    PS: In Bayern sind allen in Schwaben bereits 5.500 Lehrer und Schüler bei Moodle registriert.

    schrieb Peter S. am

  • #60

    Das Problem bei Lern-Management-Systemen (LMS) wie Moodle ist, dass sie sich nicht nach den Bedürfnissen der Lehrer orientieren. Wie Martin Ragg kommentiert, sie sind zu groß. Der Lehrer braucht meist nur einen Teil davon. Leider gibt es auch noch nicht so viele Lehrer wie Herrn Rau. Es ist auch recht schwer, Ministerien mit neuen, sinnvollen Entwicklungen zu überzeugen. Man kriegt oft die Antwort: Wir haben da schon etwas!

    schrieb Beyin am

  • #61

    Es scheitert doch in der Praxis daran, dass (wieder einmal) implizit erwartet wird, dass die Lehrerinnen und Lehrer die tollen “E-Learning”-Materialien kostenlos in ihrer Freizeit erstellen, nebenbei noch Projektmanagement betreiben, die “Knowledgebase” verwalten und den Schüler"support” per individueller Betreuung leisten sollen. Wer hat dafür schon die Zeit?

    schrieb Mister M. am

  • #62

    Das ist schön, danke - endlich sagt das mal jemand kurz und knapp :-)
    Dabei betrifft das aber glaube ich weniger Moodle als ganz allgemein das Thema “E-Learning”. Häufig wird eben nicht mehr als Dokumentenaustausch und Diskussionsmöglichkeit gefragt. Das ist nur zu einem Bruchteil E-Learning und die ganzen E-Learningplattformen sind da einfach eine Nummer zu groß.

    Viele Grüße,
    Martin

    schrieb Martin Ragg am

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