Pisa-Studie

PISA-Studie nur Schrott? 11.11.2006, 11:56

Ein promovierter Physiker namens Joachim Wuttke hat herbste Kritik an der Seriosität der PISA-Studie geübt. Wenn diese Kritik zutreffen würde, könnte man die gesamte PISA-Studie in die Tonne treten.

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Der Aufsatz “Fehler, Verzerrungen, Unsicherheiten in der PISA-Auswertung” von Dr. Joachim Wuttke ist die Speerspitze des Buches “PISA & Co - Kritik eines Programms” (Hg. Thomas Jahnke und Wolfram Meyerhöfer, Hildesheim 2006). Hier üben neun Forscher Kritik an der PISA-Studie.

Am meisten schreit Wuttke, und damit erhält er auch die mediale Aufmerksamkeit. Organe wie Spiegel Online schnappen natürlich begeistert zu und titeln bildzeitungesk: DERBE FORSCHER-SCHELTE - ‘Pisa ist spektakulär gescheitert’.

Der mir bisher völlig unbekannte Wuttke kritisiert vor allem die angeblich falsche Auswertung (der Zentralrechner in Asien sei falsch programmiert worden); außerdem seien Stichproben falsch gezogen worden und die Studie somit insgesamt nicht repräsentativ.

Die PISA-Verantwortlichen wie z.B. Manfred Prenzel, Sprecher des deutschen PISA-Konsortiums, oder Andreas Schleicher, PISA-Koordinator, bleiben gelassen bis gelangweilt und konstatieren, dass Dr. Wuttke den PISA-Moloch einfach nicht verstanden hätte. Auch die GEW “hält die Argumente des PISA-Kritikers ebenfalls für nicht überzeugend”.

Schiefer wirst du, Turm von PISA,
umrauscht von vielen Winden.


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