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Schulsysteme

Schule in Schweden - Bericht eines Ausgewanderten 29.09.2007, 17:10

Schwedische Flagge + Victoryzeichen
Bild: Pixabay [CC0 (Public Domain)]

Ein interessanter Bericht über Tagesablauf und Unterrichtsatmosphäre an schwedischen Schulen - von einem Vater, der auszog, seiner 12-jährigen Tochter das deutsche Schulsystem zu ersparen.

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  • (geändert: )
Dieser Beitrag wurde von einem Leser als Kommentar auf den Beitrag Lehrer-Arbeitsraum in der Schule: Bericht aus Schweden geschrieben. Er ist jedoch so lesenswert, dass er hier als eigener Beitrag veröffentlicht wird.

Vor etwas mehr als einem Jahr sind auch wir nach Schweden ausgewandert. Unsere 12jährige Tochter besucht die 6.Klasse und lernt ihre Englisch/Spanisch Vokabeln in schwedischer Sprache. Einwandererkinder bekommen speziellen Schwedischunterricht. 
Fast alles ist kostenlos -  Schulbus, Mittagessen, Schulbücher, Papier und Bleistift.

Es gibt auch hier Regeln, an die sich die Schüler halten müssen, aber die Lehrer werden mit Vor- oder Spitznamen angeredet.

Insgesamt herrscht eine lockere Unterrichtsatmosphäre. Fächerübergreifender Unterricht und viele Projekte beherrschen den Alltag. Erst werden an einer Kreuzung Autos gezählt und anschließend wird überlegt, ob man aus den Zahlen ein Diagramm erstellen kann. Mathe auf schwedisch!

In Gesprächen mit schwedischen Lehrern/Lehrerinnen schütteln diese nur den Kopf über das deutsche Schulsystem!

Wir sind froh unserer Tochter ein deutsches Schulsystem ersparen zu können.In D besuchte sie ein Gymnasium und hatte gute Noten, aber auch oft Kopf-u.Bauchschmerzen, Erkältung und Grippe. Hier in S wird sie wahrscheinlich auch gute Noten bekommen, aber bei bester Gesundheit!

Auch ihren Widerwillen zur Schule zu fahren und ihre regelmäßige schlechte Laune am Frühstückstisch hat sie in D gelassen.

Ein Journalist (Namen habe vergessen, tyvärr) bezeichnete die schwedische Schule einmal als

    - eine Verabredung zum Leben -

und so haben auch wir sie bisher kennengelernt.

Übrigens kann auch jeder erwachsene Einwanderer am Schwedischkurs der Kommunen kostenlos (auch Lehrbücher sind kostenlos) teilnehmen -‘ne super Sache.

In Schweden dürfen Kinder noch Kinder sein!

Kommentar des Lesers “Stefan” zum Beitrag Lehrer-Arbeitsraum in der Schule: Bericht aus Schweden

Das alles liest sich wirklich idyllisch und positiv - als wäre es ein Märchen. Aber wahrscheinlich ist es keines.

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Kommentare

48

Zum Artikel "Schule in Schweden - Bericht eines Ausgewanderten".

  • #1

    Aufgrund einer beruflichen Veränderung meines Mannes stehen wir kurz davor, mit unseren beiden Buben nach Schweden zu ziehen. Ich würde mich sehr über Austausch freuen, wie ihr euch integriert habt und wie die Kinder mit der Schulumstellung zurecht kamen. Unser großer Sohn ist 8 Jahre alt. Danke schön und viele Grüße

    schrieb Doris am

  • #2

    Hallo Clair,
    seit 2012 sind schon ein paar Jahre vergangen. Bist du nach Schweden gegangen, um deinen Schulabschluss zu machen?

    schrieb Stella am

  • #3

    hallo,
    ich bin gerade im netzt unterwegs um etwas über das Schulsystem usw in schweden zu erfahren. genauer gesagt: mein sohn möchte in schweden ein auslandsschuljahr mache und ich würde gerne wissen, wie wir das organisieren können, ohne dabei die “hilfe” einer organisation in anspruch zu nehmen. ich habe gehört, dass das durchaus machbar ist - selbst eine schule suchen und dann über die schule evt. zu einer gastfamilie kommen.
    vielleicht kann mir ja hier jemand ein paar tips geben.
    danke
    birgit

    schrieb Birgit am

  • #4

    @Clair Break

    Wenn Du eine Berufsausbildung mit einem bestimmten Notendurchschnitt abschließt, dann erhälst Du auch
    gleichzeitig die “Mittlere Reife”. Das ist ein gangbarer Weg,
    den ich Dir in Deiner besonderen Situation sehr ans Herz legen
    möchte.

    schrieb Paul Weber am

  • #5

    Hallöchen,
    Ich habe in diesem Jahr 2012 mit 17 Jahren meine 10 Klasse an einer Deutschen Realschule absolviert.
    Das Problem ist ich habe diese nicht bestanden .
    Ich habe keinen Schulabschluss ( den MSA nicht bestanden) weder den Erweiternden Schulabschluss aufgrund schlechter Noten .
    Dannach musste ich mich auf einer neuen Schule bewerben um die 10 klasse zu wiederholen da musste ich erfahren, da ich meine 10 jahre schon fast voll habe (werde nächstes Jahr 18 )
    ...ich solle meinen Erweiternden Schulabschluss wiederholen (1 jahr) und dann nochmal extra meinen MSA wiederholen(1Jahr) um einen Realabschluss zu erhalten.
    Ich fühle mich leicht verarscht weil ich mir dachte ich mache einfach die 10 Klasse noch einmal und das viel besser um auf eine Gesamtschule zu wechseln und mein Abi endlich hinter mich zu bringen.
    Das kann ich ja auch alles erreichen aber ich bekomme Bauchschmerzen wenn ich nur daran denke wie zurückgeblieben ich da stehen muss das heist ich habe meine 10 klasse mit ungefähr 20 Jahren erreicht Spitzen Leistung alles nur wegen einem derart druckbereicherndem Test .
    Sowieso muss ich dem zustimmen ,dass das Deutsche Schulsystem einfach nur SCH````ist ich durfte diese Erfahrungen sehr gut machen : Nach der 6 Klasse bin ich auf ein Gymnasium gegangen.
    Leider in der 8 klasse sitzen geblieben die Lehrer wollten mich regelrecht runter haben wegen 2 schlechter Noten… wurde runtergemacht wenn ich die richtige Antwort nicht wusste habe angefangen zu schwänzen weil ich dachte ich sei dümmer als alle andern und und und . Das war ein sehr großer Schock für mich da ich mich gerade sehr gut eingelebt hatte daraufhin habe ich auf eine Realschule gewechselt und bin überhaupt nicht mit der Situation klar gekommen ich bin abgerutscht hatte unwahre Freunde und habe gar nichts mehr für die Schule getan bin ins Schwänzen immer mehr reingeraten.
    Auch wegen dem Unterricht die Lehrer und Schüler dazu der Englisch unterricht grotten schlecht !!!! das ganze Schulsystem ist komplett im Arsch die haben sich einen Dreck gekehrt wie es den Schülern geht ( halbes jahr war ich dort) .  Für das 2 Halbjahr habe ich mich auf einem Gymnasium beworben, einer Privat Schule und diese hat mich auch aufgenommen und ich hatte ja auch das Recht die 8 Klasse auf einem Gymnasium wiederholen zu dürfen.Da ich sehr sehr schlechte Noten in dem vorherrigem Halbjahr ergattert hatte darunter auch 6 war es auf dem Gym umso schwerer diese zu verbessern .
    Der Schulleiter meinte wenn du es schaffst diese Noten zu verbessern.. dann kannst du weiterhin auf unsere Schule gehen es war halt ein sogenanntes Probehalbjahr und wiedermal habe ich es nicht bestanden wegen einer 6 in Musik wobei ich in Musik immer sehr gut war ( BIN!) . Das war einfach die Krönung der Schulleiter meinte zu meiner Mutter ich könne mich in die 9 Klasse kaufen mehr Money und ich werde versetzt darauf ist meine Mutter aber nicht eingegangen.
    Also bin ich wieder auf eine Realschule gegangen dort habe ich meine 9 klasse halbwegs überstanden aber auch mit Vorurteilen das ich ja mal geschwänzt habe schlecht bin ich wurde runter gemacht und fast von der Schule geworfen weil ich wieder ins schwänzen geraten bin aber habe mich zusammengerissen und es durchgezogen!
    Aber dort lief genau die gleiche prozedur runtergemacht schlechte Laune bei den Lehrern und Schülern .
    Und jetzt wieder diese Kacke mit der 10 Klasse ich will einfach nur weg hier aus Deutschland alles zu hecktisch und viel zu viel druck und unhöflichkeit Vorurteile ect. Machtkämpfe…
    desswegen Frage ich mich ob es überhaupt eine Möglichkeit gibt in Schweden die 10 klasse zu machen .. möchte nur alles besser machen und mich wohl fühlen und da ich in Schweden fast aufgewachsen bin und mein Papa dort wohnt wäre das alles kein Problem frage mich halt nur ob man mich dort überhaupt annehmen würde weil ich ja schon 10 klasse bin und dort wäre das ja Gym und hier bin ich auf einer Realschule und ich bin schon 17 -.- ?? Wäre nett wenn mir jemand weiter helfen könnte.

    schrieb Clair Break am

  • #6

    ohw ich hab gedacht die wird angezeigt..

    [E-Mail-Adresse gelöscht]
    das ist sie ;))

    schrieb Sharon am

  • #7

    Hej, Sharon!

    Du solltest schon eine Mailadresse angeben, wenn man Dir antworten soll. Oder schreibe mir: [E-Mail-Adresse gelöscht, Redaktion]

    mvh - sk.

    Wir entfernen i.d.R. E-Mail-Adressen aus Kommentaren, da wir einerseits nicht verifizieren können, ob die tatsächlich zum Verfasser des Kommentars gehören und es andererseits etwas diffizil ist, wenn Kontakt zu Minderjährigen hergestellt werden kann - sorry! Sharon, stell deine Fragen doch einfach hier. Redaktion, 05.04.2012

    schrieb skogstroll am

  • #8

    Hey,
    ich wollte fragen ob sie mir etwas über ihr auswandern nach Schweden erzählen können. Ich bin dreizehn und informiere mich etwas für meinen Vater.
    Könnte ich ihnen vielleicht ein paar Fragen stellen?

    DANKE :)

    schrieb Sharon am

  • #9

    hallöchen zusammen,
    mein schwager hat in stockholm einen Laden gekauft und will jetzt dass mein Mann unsere Tochter (11 J.) und ich nach Schweden kommen um dort zu arbeiten und zu leben. Damit es für unsere Tochter nicht so schwer wird mit Schule und dem Erlernen der schwedischen Sprache, wollte ich eigentlich dass sie auf eine deutsche Schule geht. Aber so wie ich hier im Forum gelesen hab, ist das gar nicht nötig, oder? weil die Schüler extra schwedisch Unterricht bekommen und so leichter die Sprache lernen. Kann mir also jemand, welcher seine Kinder nicht auf eine deutsche sondern eine normale schwedische Schule geschickt hat,  von seinen Erfahrungen berichten? Ist es wirklich so “einfach” wie auf einer deutschen Schule? Vielen Dank für Eure Antworten.
    tschüssi conny

    schrieb conny am

  • #10

    Hallo,

    ich bin bei Recherchen im Internet auf Sie gestoßen und wollte Sie für ein deutsches TV Projekt anfragen bzw. um Ihre Hilfe bitten.
    Ich arbeite als Autorin bei der 99pro Media GmbH in Leipzig, die im Auftrag des Fernsehsenders VOX u.a. die Sendung „Goodbye Deutschland – Die Auswanderer“ produziert und bin deswegen immer auf der Suche nach tollen Auswanderergeschichten … 

    Wir planen gerade ein Schweden-Spezial und suchen dafür noch sympathische Protagonisten aus Deutschland. Vor allem suchen wir einen Mentor, der im besten Fall schon ewige Zeiten in Schweden lebt, dort angekommen ist und aus seiner langen Erfahrung berichten kann. Gerade auch Familien, die schon länger vor Ort sind, würden wir gerne näher kennenlernen.

    Noch ein paar Infos zu unserer Arbeit: Unsere Dreharbeiten dauern meisten 3 – 7 Tage, je nachdem, worum es in der Geschichte geht. „Goodbye Deutschland“ ist ein Doku-Format, sodass wir wenig in das Geschehen eingreifen, sondern die Protagonisten hauptsächlich in ihrem Alltag begleiten. Uns ist Authentizität sehr wichtig. Toll ist deshalb immer, wenn die Protagonisten ein Ziel haben, das sie erreichen möchten. Aber das ganz normale Leben bietet in der Regel ja genug Hürden und Aufgaben. Die Protagonisten bekommen auch eine Aufwandsentschädigung, die variiert, je nachdem, wie aufwendig der Dreh ist.  Unsere Erfahrung hat außerdem gezeigt, dass der Werbeeffekt eines Fernsehauftritts nicht zu unterschätzen ist. Viele Protagonisten konnten nach Ausstrahlung bei VOX ihren Umsatz stark steigern.

    Falls Sie selber Interesse haben oder vielleicht jemanden kennen, der Lust auf ein solches Projekt hat, dann würde ich mich sehr über eine Nachricht freuen. Keine falsche Scheu, bei Fragen stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung:-)

    Herzliche Grüße

    stefanie dettmar                  

    .(JavaScript must be enabled to view this email address)

    schrieb 99pro am

  • #11

    Hallo Stefanie,
    Vielen Dank für deine Nachricht. Meine emailad—> .(JavaScript must be enabled to view this email address)

    Ich bin derzeit noch Referendarin in BAyern, aber die Chancen für eine Stelle ab nächstem Jahr schauen nicht wirklich gut aus und ich war nach dem Abitur für ein Jahr als Aupair in Kanada, dann 2,5 Monate während der Semesterferien noch einmal und jetzt für einen Monat und habe schon immer mal drüber nach gedacht, wie es wäre dort für ein paar Jahre zu arbeiten und nun habe ich mir überlegt, falls es irgendwie eine Chance geben würde, dies nächstes Jahr, wenn ich mein zweites Staatsexamen abgelegt habe, für ein paar Jahre zu versuchen. Sollte viell noch dazu sagen, dass ich in Manitoba war und gern in der Nähe von Winnipeg, wo ich mittlerweile auch viele Freunde habe, arbeiten würde.


    DAnke schon mal.

    Viele Grüße,

    Susann

    schrieb Susann am

  • #12

    Susann,
    womit kann ich dir helfen ? Ziehst du nach Kanada und wenn ja, in welche Provinz ? Vielleicht kannst du mir deine email-Adresse geben, dann koennen wir off-Forum schreiben. Wir sind auch grad in Deutschland, falls telefonieren gut waere.
    Liebe Gruesse von
    Stefanie

    schrieb Stefanie am

  • #13

    @ Rainman

    Da haben Sie absolut recht, dasselbe hab ich gerade auch gedacht. Ich musste diesen Beitrag sehr schnell verfassen, daher diese Vertipperei. Ich bin eigentlich sehr gut in Deutsch und werde demnächst wohl auch Germanistik studieren. Keine Sorge, Es gibt allerdings wirklich Waldorfschulen, an denen die Kinder schlecht lesen können im Gegensatz zu staatlichen Einrichtungen. Dies liegt meistens an dessen Klassenlehrer. Es gibt da so Kandidaten, die sowas gern schleifen lassen und daraus resultiert oft das Ergebnis, dass diese Kinder erst später schnell und betont lesen oder fehlerfrei schreiben lernen. Dennoch kann ich hier in Deutschland Waldorfschulen nur empfehlen. Es gibt ja nicht nur negative Seiten. Die Waldorfschule ist eine der wenigen Schulen, die nicht nur für’s Abitur, sondern auch für’s Leben bildet. Und wir haben meistens mit Abstand das beste Abitur in NRW gemacht. Und zwar Zentralabitur. Also können wir so schlecht ja gar nicht sein ;)

    Liebe Grüße,
    Helena

    schrieb Helena am

  • #14

    @ Stefanie———als Lehrer in Kanada

    Hallo an alle,
    ich weiß mit meinem Betreff Pass ich nicht ganz in euren Blog aber auf der Suche nach Themen und Links zu"als dt Lehrer in Kanada” bin ich mit google hier gelandet und wollte mal Nachfragen, ob mir Stefanie viell ein paar Infos, Tipps und Hilfen geben kann, wie ich evtl als Lehrer in Kanada arbeiten koennte. Das waere super, danke schon mal

    schrieb Susann am

  • #15

    @ Helena:
    Ganz kurz!

    Liebe Helena,
    ich habe durch Zufall Ihren Beitrag gelesen. Hier mein durchaus direkt ausgedrückte Meinung dazu.
    Wenn ich mir Ihre Rechtschreibfähigkeiten und Ihren Ausdruck vor Augen führe(n lasse), sinkt meine leider bereits vorher eher geringe Meinung über die deutschen Waldorfschulen nur noch umso mehr! Das sogar Abiturienten von Lehrern Ihren Kalibers ausgebildet werden lässt mich erschaudern! Welches pädagogische Konzept dabei genutzt wird ist wahrscheinlich vollkommen egal. Ich hoffe inständig, dass Ihre Fachkompetenz nicht den “steinerschen” Standard an Waldorfschulen abbildet oder Sie sich aufgrund Ihres Elans vollkommen im Schreiben haben gehen lassen.

    MfG
    Rainman

    schrieb Rainman am

  • #16

    Wir wohnen seit 14 Jahren hier in Schweden. Meine zwei Töchter haben hier die Schule besucht, die kleinere tut das immer noch, sie ist ab September in der 9. Klasse.
    Mein Kommentar: Keinerlei Einwände, völlig richtig beurteilt.
    Meine Frage an mich selbst: Wozu reisen deutsche Politiker mit Hilfe deutscher Steuergelder wochenlang durch die Welt, um sich anzusehen, wie man dies und jenes besser machen könnte, wenn dann doch nix bei rauskommt?
    Antwort bleibt offen.
    skogstroll

    schrieb skogstroll am

  • #17

    hej!
    ich bin in Deutschland auf einer Waldorfschule in der Nähe von Köln, also im bildungspolitisch absolut dämlichen NRW. Ich habe versucht mir das alles hier durchzulesen und irgendjemand hatte hier etwas davon geschreiben, es sei falsch von der einen Schile in Deutschland zu sprechen. Das ist es aber nicht ganz. Die Waldorfschule versucht ähnlich zu arbeiten wie die schwedischen Schulen, bzw. ähneln letztere der Waldorfschule sehr. Trotzdem kontrolliert werden wir vom deutschen Ministerium ganz genau und vieles unserer pädagogik ist nicht mehr umsetzbar durch das deutsche bildungs-gesetz, welches mit der zeit immer schwachsinniger wird. dass im ausland alles besser ist, gehört zum zeitgeist, kann ich aber auch nicht voll und ganz unterschreiben. es ist nur so, dass unsere regierung offensichtlich nicht weiß was sie tut. ich finde, was das wichtigste ist, ist dass wir endlich verstehen, dass individuelle Menschen, individuelle Lerntypen haben und somit individuell unterrichtet werden müssen. es gibt nicht das perfekte schulsystem für jeden schüler, auch aus schweden habe ich schon schlechte meinungen gehört. aber es gibt schulsysteme die jedenfalls zu einem immens großen teil funktionieren und es gibt pädagogische ansätze, von denen man lange weiß, dass sie gut sind und das zeigt uns schweden sehr deutschlich, finde ich. ich finde die entscheidung nach schweden auszuwandern großartig und wünschte, ich hätte dasselbe glück gehabt. anderseits gilt es auch etwas zu verändern für unsere zukunft, und nicht mehr wegzurennen (allerdings wenn man kinder hat ist das etwas anderes, man verändert schließlich nicht in fünf minuten das deutsche bildungssystem). deswegen fänd ich es schön, wenn meine generation sich mit den lehrern für ein sinnvolles bildungssystem einsetzen würde, was mit den bildungsstreiks ja schon angefangen wurde. denn dann könenn wir vielleicht auch irgendwann einmal von unseren schulen behaupten, dass sie uns etwas anderes als hass, demütigung und lebensunlust gelehrt hätten. allerdings bin ich nicht der ansicht, dass das schwedische system so einfach auf deutschland übertragbar ist. deutschland ist und bleibt ein völlig anderes land als schweden. wir müssten überhaupt erst einmal die gesellschaft ändern, um die schulen zu ändern. jedenfalls ist das meine meinung.
    hälsingar,
    helena

    schrieb Helena am

  • #18

    Danke für deine Antwort.
    Ich muss sagen, dass es mir schon besser geht.
    Ne ich war noch nie in Schweden, deswegen diese Sorgen. Aber mein Mann war schon dort. Wir haben dort Verwandte in der der Nähe, also seine Schwester wohnt dort. Ich habe auch demnächst vor, in den Schulen nachzufragen, hoffe dass sie sich melden. Wünsche dir auch viel Glück.

    LG
    Mairah

    schrieb Mairah am

  • #19

    Hallo Mairah,

    ich verstehe Deine Bedenken, aber ich glaube auch, dass Du Dir keine Sorgen wegen Deiner Tochter machen musst.

    Ich kann nicht fuer das Leben in Schweden sprechen, weil wir mit unserer damals zweijaehrigen Tochter nach Kanada gegangen sind, aber alle “auslaendischen” Kinder, die wir hier in Kanada kennen gelernt haben, verarbeiten generell Umzug/Sprache/neue Kultur viel schneller als wir Erwachsenen. Ich habe mich eine Zeit lang auch beruflich mit Bilinguismus-Studien beschaeftigt, die damals sehr stark den positiven Aspekt auf die neurologische Entwicklung (Sprachenzentrum) des Kindes betonten. Das konnten wir bei unseren beiden Kindern bestaetigt finden und bei anderen auch. Und wenn es in Schweden auch so ist wie hier in Kanada, dass anderssprachige Kinder am Anfang Unterstuetzung in der Schule bekommen, dann sollte es nach ein paar Monaten fuer Deine Tochter die ersten Erfolgserlebnisse geben. Gut ist natuerlich, wenn Ihr auch die Landessprache sprecht, um an Eure Umgebung anknuepfen zu koennen und so ausserhalb der Familie vorleben koennt, was die Kinder von alleine lernen werden.

    Wir haben den Kontakt zu deutschen Spielgruppen/Schulklassen (alle privat organisiert) ueber die sechs Jahre gehalten und es hat den Kindern bisher gut getan. Unsere Groessere verliert allmaechlich die Lust daran, ist aber jetzt auch hier in der (kanadischen) Schule gut eingespannt (3. Klasse). Und wir lesen/singen/spielen viel auf deutsch und sprechen zuhause auch nur deutsch (ausser mit dem Hund ;-).

    Wir ueberlegen immer mal wieder zurueck nach Europa, vielleicht auch Deutschland, zu gehen, ich glaube, das wuerden die Kinder auch noch gut schaffen. Freunde und Bekannte von uns haben es gemacht und haben als einzigen Stressfaktor empfunden, in Deutschland eine gute Schule zu finden, die mit diesen “besonderen” Kindern mithalten kann (nicht nur auf akademischer Ebene).
    Wenn Kinder dann anfangen, eigene soziale Beziehungen aufzubauen, soll es anscheinend nicht mehr ganz so leicht sein, darueber mache ich mir oft Gedanken. Dann tut Abschied etc. mehr weh und die Umstellung dauert anscheinend oefter laenger - aber das haengt ja auch von der einzelnen Person ab.

    Es muss glaube ich nicht die deutsche Schule sein. Vielleicht ist es sogar besser, sich gleich ganz zu integrieren, es sei denn Ihr wisst 100%, dass Ihr sowieso wieder zurueck geht und Eure Kleine von Anfang im deutschen Schulsystem lernen soll. Es waere auch gut, mit den entsprechenden Grundschulen in Deutschland Kontakt aufzubauen, dann koennten die Dir auch helfen (mit Unterrichtsmaterial, Anforderungen etc.) bevor Ihr wieder zurueck ginget.

    Wart Ihr schon mal in Lulea ? Witzig, mein Mann hat grad interessante Stellenanzeigen aus Umea bekommen, aber ich kann mich auch grad nicht durchringen, so mir nichts Dir nichts von Kanada nach Schweden umzuziehen. Es waere bestimmt gut, vielleicht ein, zwei mal vorher nach Lulea zu fahren und Kontakte zu knuepfen, auch wenn Du noch kein Schwedisch sprechen solltest.

    Ich finde all diese Fragen sehr spannend und eher aufregend als beunruhigend, das ist doch auch Abenteuer fuer Eure Familie. Solange man Arbeit hat und (fuer uns wichtig geworden) ein gutes Krankenhaus in der Naehe, hat man ja eine Basis. Ohne Arbeit waere ich zu feige irgendwohin zu gehen. Das ist dann zu abenteuerlich fuer mich.

    Ich hoffe, dass ich Dir ein wenig Sorge nehmen kann, auch wenn ich nicht in Schweden wohne. Ich wuerde immer noch gerne mit deutschen Lehrern in Schweden Kontakt aufnehmen, leider hatte ich bisher noch kein Glueck (obwohl ich schon in Stockholm und Goeteborg an den Schulen nachgefragt habe, aber da scheint keiner meine email-Adresse weiterzureichen, hm).

    Alles Gute fuer heute, gerne mehr Austausch,
    Stefanie mit Lovis in meinem Herzen

    schrieb Stefanie am

  • #20

    Hallo,

    mein Mann möchte gerne nach Schweden auswandern. Er möchte erst mal, dass wir für 2 Jahre dort leben und dann weiterschauen, je nachdem wie es uns gefallen wird.Er versucht mich zu überzeugen.Da wir aber auch eine 5 jährige Tochter haben die nächstes Jahr eingeschult wird habe ich Bedenken!
    Ich bin mir nicht sicher ob sie damit klar kommen wird.
    Immerhin kann sie die Sprache nicht und außerdem ist es ihr 1. Schuljahr.
    Wenn sie nichts versteht, kann sie nichts lernen.
    Oder mache ich mir zu viele Sorgen?
    Wir haben vor in der nähe von Lulea zu wohnen.
    Eine deutsche Schule gibt es jedoch nur in Stockholm.
    ich bin momentan sehr verwirrt und versteh nicht welche Entscheidung die bessere ist.
    Erzählt mir doch einfach von euren Erfahrungen.
    Mache ich mir unnötig sorgen?
    Es heißt ja auch, dass Kinder schnell lernen.
    Aber so schnell???Und was wenn wir nach 2 Jharen doch zurück kommen?Kann ein Kind sowas verarbeiten?

    Liebe Grüße
    Mairah

    schrieb Mairah am

  • #21

    Hallo,

    ich wollte nochmal fragen, ob es deutsche Lehrer unter Euch gibt, die mit ihren Familien in Schweden leben und arbeiten und Lust haetten, mit mir in email-Austausch ueber verschiedene Fragen zu treten ?

    Ich wuerde mich ueber Antworten freuen,
    Gruesse aus Kanada von
    Stefanie

    schrieb Stefanie am

  • #22

    Hallo Leute,
    auch wir denken daran nach Schweden Auszuwandern. Da wir zwei Kinder im Alter von 7 und 9 haben, sind wir natürlich daran interessiert wie das mit der Schule in Schweden so läuft. Sehr interessieren würden uns Webseiten auf denen wir lesen könnten, wo es die besten Schulen gibt, wie es aussieht mit Zusatzunterricht bei Lernschwierigkeiten, wann der Unterricht anfängt,wie lange, wie oft und wann Urlaub ist, und so weiter, und so weiter.
    Vielen dank für Eure Hilfe.
    Liebe Grüsse

    schrieb maai am

  • #23

    Hallo ihr Lieben

    Ich bin Referendarin an einer Grundschule und bekomme aufgrund verschiedener Gründe auch Lust später in Schweden zu unterrichten und vorher dort ein Praktikum zu machen. Ähnlich wie Carina (#13)würde ich mich sehr freuen, Tipps von euch zu erhalten, an wen ich mich so wenden muss und welche Links hilfreich sind.
    Ich würde mich sehr über Antworten freuen.
    Danke

    schrieb Lisa am

  • #24

    Ja, für das schwedische Schulsysem könnte man sich begeistern. Stimmt es aber, dass schwedische Kinder zu Hause noch relativ häufig etwas auf den Po bekommen?

    schrieb Irina am

  • #25

    Hallo ich habe ihren Artikel mit Begeisterung gelesen. Da ich im Schulelternbeirat in der Hauptschule Konz bin habe ich ein sehr großes Interesse daran mehr darüber zu erfahren. Es würde mich freuen wenn einer von euch mit mir Kontakt aufnehmen könnte.
    Mfg

    Hans-Josef Fries

    schrieb Hans-Josef Fries am

  • #26

    @willgerninschwedenstudieren
    Grundsätzlich wird das Lehramt gem. EU-Recht anerkannt. Niveauunterschiede müssen ggf. durch eine Prüfung oder einen Anpassungslehrgang (dann ohne Prüfung) nachgewiesen bzw. ausgeglichen werden. Ausserdem wird hier auch EU-ausländische Unterrichts- (Berufs-) Erfahrung angerechnet.
    Am besten informierst Du Dich bei der schwed. Botschaft in D nach Erfahrungen (Die deutschen haben kaum Ahnung, weiss das genau, da ich selber “Opfer” bin und mein Fall im letzten Jahr in einer Studie eines D-Bundesministeriums mehrfach Beachtung (für misslungene Strukturen im Anerkennungsverfahren) fand. Letztlich zahlt sich auf jeden Fall Hartnäckigkeit aus, Buckelei ist hier erwünscht - führt aber nicht zum Ziel.

    schrieb ausländer-lehrer am

  • #27

    Hey rip und Stefan
    Wir sind nur einzig und allein, nur ausgewandert, um unseren Kindern nicht nur das deutsche Schulsystem zu ersparen sondern auch noch die deutsche KITA. Die ist der Anfang allen Übels und war für uns Anlass so schnell als möglich auszuwandern, so schnell wie es mit drei kleineren Kindern geht ohne das jemand bei der Aktion auf der Strecke bleibt. Kinder sind in Schweden Zukunft, Hoffnung, Quell der Freude auch für die Nachbarn, sie sind die, die weiter machen, ohne Kinder hat alles keinen Sinn. Was sind Kinder in Deutschland? „Last eure Kinder auf der Strasse spielen, da lernen sie wenigstens die STVO, was soll dieser ständige Lärm hier vorm Haus?“, so waren unsere Nachbarn in einer kleinen Wohnsiedlung am Rande von Berlin. Unsere Kinder waren damals 2 und 3 Jahre alt und es war ein Wochentag 11:00 Uhr. Nur ein Satz von einer Nachbarin der widerspiegelt was Kinder in Deutschland sind, wir haben bei 3 Kindern viele solcher entwürdigenden Sätze gehört, leider, mir war Deutschland –Ostdeutschland—eine gute Heimat und ich hoffe Schweden wird meinen Kindern eine eben so gute Heimat, nach 9 Monaten hier sieht es immer noch so aus.
    Hey da die Tina aus Sverige

    schrieb Tina am

  • #28

    wie ist es eigentlich wenn man lehramt in schweden studiert, ist es dann möglich auch in deutschland als lehrer zu arbeiten?

    schrieb willgerninschwedenstudieren am

  • #29

    Leider ist da schon in dem Sinne “Pflicht”, wenn es alle anderen Kinder der gleichen Klasse (normales Gymnasium) auch machen. Sie haben Recht, eigentlich ist vieles davon unnötig. Sehe ich auch so. Wenn wir nicht Großeltern hätten, die zuschustern gar keine Chance. Solche Schulveranstaltungen sollten verboten werden, da Kinder ausgegrent werden.
    Wenn wir in den Elternabenden dagegen sind, werden wir als blöd oder bedauernswert hingestellt. Normal kann das nicht sein.
    Da ich beruflich viel mit Kindern aus armen Verhältnissen zu tun habe, die aus Hartz IV-Familien kommen, muss ich sagen, dass diese Familien oft mehr Geld zur Verfügung haben, als etliche Familien, wo die Eltern arbeiten gehen.
    Das Problem ist, dass das Geld falsch ausgegeben
    wird. Für Alkohol, Zigaretten, technischen Schnickschnack aller Art - und die Kinder kommen
    am Nachmittag hungrig und haben den ganzen Tag noch nichts gegessen.Was macht man dann in so einem Kindertreff - Tee und Kekse backen. Wer bezahlt es? Die Mitarbeiter am Ende wenn die Imbißkasse eh nichts mehr hergibt.
    Dann kommt man nach Hause und dort warten schon die eigenen Kinder und man guckt ins Portemonaise
    und sieht noch 5 Euro für die Woche oder zehn und ich weiß mein Mann braucht noch Benzingeld für die nächsten Tage, da er 20 km Arbeitsweg hat.
    Da kriegt man die Krise. Und so eine bescheuerte Lehrerin, die keine Geld-Probleme hat und Skilager ganz toll findet.Und man darf doch die reicheren Kinder nicht dafür bestrafen, wenn es Ärmere gibt. Das hat mir mein Mann vom letzten Elternabend erzählt, ich gehe nicht mehr dahin
    Ist das noch normal? Und das in einer Region wo es weit über 20 Prozent Arbeitslose gibt.

    Das Ergebnis ist, dass die ärmeren Familien selbst ihre sehr klugen Kinder (so was kommt doch häufiger vor - eine Freundin meiner älteren Tochter z.B.) oft nicht aufs Gymnasium gehen lassen, weil sie wissen, dass sie diesen finanziellen Ansprüchen nicht gewachsen sind oder der Familienfrieden erheblich darunter leiden wird. Besonders wenn auch noch andere Kinder im Haus sind.
    Das hat sich unter den Familien schon herum gesprochen. Schade drum. Auch um die ganze Arbeit, die man sich mit den Kindern gibt und versucht sie in der Freizeit zu fördern.

    Also wir halten die Lage hier nicht mehr lange durch und wir wollen, dass aus unseren Kindern etwas wird. Und das wir nicht entscheiden müssen zwischen Essen, Benzin und guter Schulbildung. Ist das für Deutschland zuviel verlangt? Wir geben der Gesellschaft schließlich auch was - wir ziehen drei Kinder groß, erziehen sie so, das sie was für die Allgemeinheit tun und selbst sind wir gesellschaftlich sehr aktiv. Wir kümmern uns fast rein ehrenamtlich um benachteiligte Kinder, Behinderte, organisieren Veranstaltungen usw. Da hilft bei größeren Aktionen die ganze Familie mit. Das macht mir sehr viel Spaß, ich arbeite 30-40 Stunden die woche dafür für 180,00 €.
    Eine besser bezahlte Arbeit finde ich nicht. Aber so geht es leider nicht weiter. Obwohl ich sehr an meinen Kindern auf Arbeit hänge usw.
    eigentlich brauchen sie mich oder jemanden anderen. Aber mit nem Hungerlohn funnktioniert das nicht.
    Deshalb auswandern. Und das Hauptproblem ob und wie Legasthenikerkinder in Schweden gefördert werden. Also wer darüber bescheid weiß, bitte schreiben!!! Die sozialen Probleme zu diskutieren bringt sowieso nichts. Ich habe es aufgegeben. In Deutschland wird sowieso alles nur totgelabert und es passiert nichts.
    Also Lehrer, die inSchweden arbeiten oder gearbeitet haben, bitte antworten!!!
    Danke silvia

    schrieb Silvia am

  • #30

    Hallo Schwedenfreunde!

    Meine Tochter möchte das Schuljahr 2009/10 in Schweden zur Schule gehen - also Austauschschuljahr. Sie geht zur Zeit in die 10 Klasse eines Gymnasiums in Deutschland und hat gute Leistungen. Das Jahr in Schweden will sie u.a.nutzen um sportlich Erfahrungen zu sammeln, sie spielt seit 8 Jahren Unihockey.
    Ich möchte ihr diesen Traum erfüllen, jedoch nicht über irgendeine Organisation, sondern privat.
    Kann mir jemand helfen? Gastfamilie wäre ein wichtiges Thema!
    Ich bin über jegliche Ratschläge und Hinweise erfreut!
    Vielen Dank!

    schrieb Yvonne am

  • #31

    http://www.zeit.de/2007/50/Pisa-Ausland
    Schon bekannt?

    Es kommt immer darauf an, wie man etwas betrachtet / betrachten will.

    Und @Silvia:
    “Allein 340,00 € Fahrgeld im letzten September für die Kinder, für die Jüngste 100,00 € Lehrmaterialien allein, Taschenrechner für 160,00 € für 1 Kind - Austausch, Klassenfahrten, Wandertage, Skiwoche im Gymnasium, Probelager Chor - da kommt was für 3 Kinder zusammen - und ich verdiene im Monat nur 180,00 € für die Leitung eines Kinder- und Jugendtreffs.”

    Wegen der ersten drei Posten beschweren Sie sich bitte bei Ihrem zuständigen Kultusministerium. Dafür, dass es keine Lehrmittel- oder Beförderungsfreiheit gibt, können die Schulen nichts. Und die Taschenrechner sind mittlerweile ebenso zentral vorgeschrieben.

    Und “Austausch, Skilager, Probelager Chor” sind bestimmt keine Pflichtveranstaltungen, so etwas macht in der Regel nur ein Bruchteil der Schüler/Schülerinnnen mit.

    Tut mir leid, aber das klingt alles nach “Jammern auf hohem Niveau”. Sie wollen alles, aber es darf nichts kosten…

    schrieb Mister M. am

  • #32

    Hallo,
    wir haben ein Problem mit unseren Kindern betreff Auswandern nach Schweden. Wir würden gern auswandern, weil es bei uns einfach keine vernünftige Arbeit und schon gar nicht für Frauen gibt. Und wenn verdient man sowenig, dass man nicht davon leben kann mit drei Kindern.
    Wir hatten erst an die Schweiz oder Österreich gedacht wegen der Sprache. Mein Mann ist leider nicht sehr sprachbegabt und mit den Kindern gibt es auch Probleme. Aber Schweden würde unserer Mentalität sehr entgegen kommen.

    Unser Sohn ist zur Zeit in der 11. Klasse eines beruflichen Gymasiums - Fachrichtung Metalltechnik
    - da würde sich hier in Deutschland logischerweise ein Ingenieur-Studium oder so was ähnliches anschließen.
    Gibt es so etwas in Schweden? Leider ist er relativ sprachunbegabt, aber sonst ganz fit.

    Unsere älteste Tochter geht in die 8. Klasse Gymnasium und ist zum Glück sehr sprachbegabt.

    Unsere jüngste Tochter ist unser Sorgenkind - sie geht zur Zeit das 2. Jahr in eine spezielle Schule für Legastheniekinder, das gibt es hier in Sachsen. 2 Jahre hat sie die normale Grundschule besucht, dann spätestens war nach einigen Spezialtests klar - sie hat eine stärkere Legasthenie - leider dazu noch eine Konzentrationsschwäche, weil sie ADS hat.
    Jetzt besucht sie das 2. Jahr die Spezialschule, danach muß sie die 4. Klasse wieder an der alten Grundschule machen. Die Kinder haben also die 3. Klasse im Prinzip 2 Mal gemacht. Und das mit speziellen Methoden, die schon wirklich Fortschritte und auch mehr Selbstsicherheit bringen. Zumal die Kinder sehen, dass auch andere Kinder solche Probleme haben und sie nicht allein sind.
    Später muss dann in den Normalschulen in Deutsch usw. Rücksicht auf diese Kinder genommen werden - meines Wissens dürfen Rechtschreibfehler usw. nicht zensiert werden bzw. Rechtschreibung wird nicht zensiert, sonst hätten die Kinder ja gar keine Chance auf gute Zensuren und würden nie versetzt werden.
    Also Sachsen ist da wirklich Klasse!
    (Kein Wunder das Sachsen im letzten PISA-Test so gut abgeschnitten hat. Man hat Neues - Gymnasium etc. mit den alten Förderschulen aus der DDR-Zeit, die sich ja sehr bewährt haben, gekoppelt und das System flächendeckend ausgebaut und kann fast alle Kinder damit erfassen, weil die Grundschullehrer sehr sensibilisiert sind und lieber mehr Schüler zum Test anmelden.

    Aber ohne Geld nutzt uns das leider wenig. Wir sind gut ausgebildet, haben jeder 2 Berufe - verdienen aber sowenig trotz Überstunden, dass wir Streß haben, die Schulausgaben neben den Lebenshaltungskosten noch zu begleichen. Und die sind sehr hoch. Allein 340,00 € Fahrgeld im letzten September für die Kinder, für die Jüngste 100,00 € Lehrmaterialien allein, Taschenrechner für 160,00 € für 1 Kind - Austausch, Klassenfahrten, Wandertage, Skiwoche im Gymnasium, Probelager Chor - da kommt was für 3 Kinder zusammen - und ich verdiene im Monat nur 180,00 € für die Leitung eines Kinder- und Jugendtreffs. So geht das nicht weiter. Mein Mann ist Kundendienstleiter bei einem Bosch-Service.
    Die Firma verdient gut, das nützt den Angestellten aber nichts. Mein Mann hatte den Posten übrigens bekommen nach längerer Zeit Arbeitslosigkeit, weil sein Vorgänger nach Schweden ausgewandert ist. Ist etwas makaber.

    Ich will nicht jammern, aber es interessiert mich, was andere Leute aus Deutschland und auch welche, die Erfahrung mit Schweden haben, dazu sagen.

    Also unsere Josi käme ab September wieder in die normale Grundschule 4.Klasse.
    Aber ob sie eine Chance hat mit Schwedisch zurecht zu kommen - sehr komplizierte Frage.

    Gibt es in Schweden Förderungen und spezielle Regelungen für Legastheniker?
    Sonst ist das garantiert ein hoffnungsloser Fall.
    Ich mach mir ja schon Sorgen um unseren Sohn.
    Oder gibt es andere Arten von vernünftigen Förderschulen? Also die Förderschulen für im Prinzip nicht intelligente Kinder ist auch in Sachsen eine Katastrophe, dort ballen sich die Probleme extrem heftig, die meisten Kinder sind aus assozialen Familien oder und sind verhaltensgestört - gruselig was sich da zum Teil abspielt. Da darf man kein Kind hinschicken, aus dem noch irgendwas werden soll!

    Hat jemand Erfahrung???
    Bitte helft uns mit einer Antwort - sonst müssen wir andere Wege finden.

    Tschüß und Danke
    Silvia

    schrieb Silvia am

  • #33

    Hallo Diana,

    bin nur zufällig hier und habe Deine Frage gelesen!

    Unsere Tochter haben wir an der örtlichen Schule angemeldet und sie ein Jahr wiederholen lassen, um die Sprache zu lernen. Im nachhinein betrachtet, war das aber nicht erforderlich. In D war sie ein “Kann-Kind” und ist somit mit gleichaltrigen Kindern in der Klasse.

    Grundsätzlich aber gilt:

    Grundskolan   1 bis 4 Klasse
    Centralskolan 5 bis 9 Klasse
    Gymnasium   10 bis 12 Klasse

    Das Gymnasium ist gleichzeitig Berufsausbildung und mit bestimmten Fächern Zugangsvorraussetzung zum Studium.

    Für die Anmeldung einfach die letzten Zeugnisse, Schulabmeldung und vielleicht Pässe (brauchten wir nicht) mitbringen.

    Fremdsprachen sind ab der zweiten Klasse Englisch
    und ab der sechsten Klasse zusätzlich Deutsch o. Französisch o. Spanisch.
    Für Einwandererkinder gibt es Schwedischunterricht bis zum Abwinken.
    Als Elternteil sollte man unbedingt die SFI-Kurse (schwedisch für Einwanderer) der Kommunen
    besuchen, auch wenn die Schweden ein gutes Englisch und manche sogar Deutsch sprechen.

    Vor unserem Umzug waren wir noch nie in Schweden und sprachen auch kein Wort schwedisch. Jetzt, nach gut zwei Jahren,  sprechen wir schon ziemlich und unsere Tochter sehr gut schwedisch.

    Hier gehen die Kinder mit Freude zur Schule, so etwas habe ich aus D noch nie gehört.
    Bei Klassengrössen von 18-25 Schülern lernt jeder das, was er schafft, und nicht das, was er schaffen muß. Auf Individualität wird hier großen Wert gelegt.
    Vor Chemie, Bio und Physik braucht hier keiner Angst zu haben, denn hier heißt es nur: Heute Frösche, morgen Mittelalter, nächste Woche Waschmittel, dann Strom, Photosynthese, Feuerwehr oder Erderwärmung.
         
    Auch braucht hier niemand Hefter in rot mit Klarsichtfolie (dreifach) und grünen Noppen oder Heft Nr.4 mit Rand und gleichbleibendem Zeilenabstand in grün, gelb und orange zu besorgen. Den deutschen Schulranzen hat unsere Tochter gegen eine handliche Umhängetasche ausgetauscht.

    Jede Klasse hat übrigens einen Klassenlehrer und eine Klassenlehrerin. 

    Abschließend ist noch zu sagen, daß unsere Tochter auf gar keinen Fall auf eine deutsche Schule gehen wollen würde!

    Übrigens ist die Kommune Lund in diesem Jahr schon zum zweitenmal als Kommune mit den besten Schulen ausgezeichnet worden.(Google: Bästa skolan)

    Also Diana, ich hoffe Dir ein bißchen weitergeholfen zu haben und vielleicht bis bald in Sverige

    Stefan

    schrieb Stefan am

  • #34

    Hallo allerseits,

    ich bin auch Lehrerin (Englisch, Franzoesisch) und vor vier Jahren mit meiner Familie nach Kanada ausgewandert. Wir denken darueber nach, mittelfristig nach Schweden zu ziehen. Ich suche Kontakt zu Deutschen, die bereits umgezogen sind und als Lehrer in Schweden arbeiten. Ich wuerde mich sehr ueber Austauschmoeglichkeiten freuen, die ich weder ueber das Goethe-Institut noch ueber die Deutsche Schule in Stockholm habe herstellen koennen.

    Danke schonmal,
    lieben Gruss von Stefanie

    schrieb Stefanie am

  • #35

    Hallo Stefan und Familie,
    da ich mich seit längerem für einen Aufenthalt in Schweden interessiere, bin ich bei der Recherche nach geeigneten Informationen u. a. auf Ihren Bericht gestoßen. Über das Schulsystem in Deutschland möchte ich mich hier nicht weiter kommentierend äußern. Ich finde es toll, dass Sie als Eltern gleichermaßen das Wohl Ihres Kindes/Ihrer Kinder so in den Mittelpunkt rücken und offensichtlich nach den besten (Ausbildungs-)Möglichkeiten gesucht haben. Wenn sich alle Eltern in diesem Punkt so einig wären, würde sich vielleicht an deutschen Schulen auch eher etwas bewegen…
    Mich interessiert vor allem, wie Sie im Vorfeld die Schule für Ihr Kind in Schweden (aus-)gesucht haben, wie Sie sich an dieser Schule beworben bzw. Ihr Kind angemeldet haben, welche Voraussetzungen zu erfüllen sind, was beizubringen ist etc.?
    Wenn Sie mir ein paar Hinweise zum Thema Schulauswahl geben könnten, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
    Herzliche Grüße nach Schweden!
    Diana

    schrieb Charleo am

  • #36

    Liebe Schwedenfreunde,
    hallo, Alex, hallo Jan,
    ich interessiere mich als Grundschullehrerin ebf. für die Möglichkeiten, im schwedischen Schulsystem zu praktizieren, zu hospitieren etc. und freue mich natürlich sehr über diese positiven Erfahrungen.
    Welche Tipps könnt ihr mir geben?
    An wen kann ich mich wenden, welche Links sind hilfreich?
    Danke für eure Informationen!
    Carina

    schrieb Carina We am

  • #37

    Hallo!
    Meine Tochter muss gerade ein Referat über Schweden vorgereiten, und wir wissen wirklich nicht, was es für geschichtliche Fakten gibt, und da hier ja sehr viele reinschreiben, die aus Schweden sind, wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie uns ein paare Tipps geben könnten!!
    Schon mal im vorraus Danke!
    Hildegard Maritz”

    schrieb besorgte mutter am

  • #38

    Hallo,ich bin mit meiner Familie auch nach Schweden ausgewandert aus Beruflichen Gründen.Ich hatte am Anfang grosse Bedenken da mein Sohn mit 6Jahren jetzt Schulpflichtig ist,und ich kann nur sagen alle Ängste und Sorgen waren unbegründet.Durch die lockere und offene Art der Schweden und gerade bei den Lehrern wird es einem Schüler (Kind!!!) leicht gemacht.Meine Tochter ist 18 Monate und geht in die Vorschule (Kindergarten) und da gibt es schon enorme possitive Unterschiede zu Deutschland.
    Auch der Arbeitgeber meines Mannes waren mehr als Hilfsbereit um uns den Start hier zu erleichtern.

    schrieb sonja schmidt am

  • #39

    Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man sich vor Lachen schütteln.
    Da wendet eine Landesregierung Millionen auf, um der Welt mitzuteilen, dass die Deutschen ihre eigene Sprache nicht beherrschen, nachdem der Einzelhandel schon Deutsch gänzlich aus seinen Räumen verbannt hat, und eben diese Deutschen scheuen keine Mühen, jegliche Fremdsprache zu erlernen, damit sie ihre Kinder in die Lage versetzen können, ihre Lehrer beim Vornamen anzusprechen. Über Baden lacht die Sonne, über Deutschland die ganze Welt.
    Menschen, die in die Festung Europa “eindringen” wollen, um ihre Kinder vor dem Verhungern zu bewahren, nennt man Sozialschmarotzer, während die gleichen Leute keine Kosten scheuen, um ihren Kindern Lehrer zu verschaffen, die ihren Launen gerecht werden.
    Wer Bootsflüchtlinge vor dem Ertrinken rettet, landet im Gefängnis, wer Luxusproblemchen löst, wird für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.
    Mit PISA hat sich Europa ein Alibi geschaffen, das die Komfortprobleme der Reichen riesengross und die Not der Armen klitzeklein erscheinen lässt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Meier

    schrieb Ernst Meier am

  • #40

    Ob das skandinavische Schulsystem besser ist als die deutschen, das kann ich schon deshalb nicht beurteilen, weil ich den konkreten Unterschied nicht kenne. Was machen Skandinavier anders bis auf die Tatsache, dass sie schon bedingt durch die erheblich geringere Einwohnerzahl kleinere Klassenstärken haben? Damit, dass selbstverständlich im Ausland immer alles besser ist als in Deutschland, will ich mich nicht zufrieden geben, auch wenn das dem Zeitgeist entsprechen sollte. Auch unsere Lehrer verlegten den Unterricht ins Freie, sofern es dem Stoff gemäss sinnvoll erschien. Mithin kann mich der “Mathematikunterricht auf Schwedisch”, bei dem Autos gezählt werden, nicht überzeugen. Dass Lehrer mit dem Vornamen angeredet werden dürfen, na ja, ob das nun etwas mit der Unterrichtsqualität zu tun hat? Vergessen wurde zu erwähnen, dass man sich in Schweden immer mit “Du” anredet. Dass die Menschen sich deshalb näher stehen als bei uns, das wird man doch wohl nicht an den sprachlichen Besonderheiten festmachen wollen. Die Briten kennen auch kein “Sie”. Dafür müssen die Kinder ihre Lehrer, so weit ich weiss, mit “Sir” ansprechen und das mit gedachtem Hackenknallen.

    Man kann ja versuchen, Deutschland zu entvölkern, indem alle Deutschen nach Schweden auswandern, sofern sich die Schweden das gefallen lassen. Aber man gehe davon aus, dass spätestens dann, wenn der 80Millionste Deutsche in jenem schönen Land angekommen ist, erstens dieses Land nicht mehr so schön ist und zweitens die gleichen Probleme hat wie Deutschland heute. Möglicherweise entfliehen die Schweden dann in das frei gewordene Deutschland.

    Mit freundlichen Grüßen
    Meier

    schrieb Ernst Meier am

  • #41

    @Jan meinte am 04.10.2007 dazu:

    Hallo Jan, auch wenn es nicht ganz hier her passt. Ich bin angehender Lehrer in Deutschland und spiele mit dem Gedanken nach Schweden zu gehn. Wo bekomme ich mehr brauchbare Infos her, wie und wo ich arbeiten kann, an wenn man sich wendet usw. Man findet zwar viele Seiten, aber irgendwie werd ich daraus nicht schlau. Wie bist du vorgegangen?
    Bin Lehrer für berufliche Schulen Fächer: Metalltechnik Bereich + Mathematik

    schrieb Alex am

  • #42

    Das deutsche Schulsystem, sowie auch andere europäische, sind sehr reformbedürftig, was aber nicht von heute auf morgen machbar ist. Die skandinavischen Länder waren schon immer gesundheits- und bildungsbetreffend vorbildlich. Ein Lehreraustauschprogramm zwischen den Ländern wäre vielleicht der Beginn einer umdenkenden Mentalität, die den zukünftigen Schülern nur zu Gute käme.

    schrieb Eine in Portugal lebende deutsche Lehrerin am

  • #43

    @Harald: Die Attribute “lieblos und kenntnisarm” richten sich ja offensichtlich an mich. Dazu nur soviel: So allgemein von “der” deutschen Schule zu sprechen, ist nicht sinnvoll. Die Kulturhoheit der Länder und das Angebot von Privatschulen führen dazu, dass sich höchst unterschiedliche Ausprägungen von Schule im deutschen Schulwesen zeigen.
    Ich kann nur von meinen eigenen Erfahrungen sprechen, und die sind so, dass ich meine Kinder jederzeit wieder in Deutschland in die Schule schicken würde (in meinem Fall: Bayern).
    Falls ich aus beruflichen Gründen ohnehin nach Schweden ziehen müsste, würden sich die Kinder dort zweifelsohne auch wohlfühlen.

    schrieb rip am

  • #44

    Ich befinde mich derzeit in einem Anpassungslehrgang für die Anerkennung meines ausländischen Lehramtes in Deutschland.
    Die Ausbildung in einem Zweitfach ist etwas vom Schlimmsten, was ich in meinem Leben durchmachte.
    Nach zahlreichen Jahren verschiedenster pädagogischer und nichtpädagogischer Arbeiten (mit behinderten Jugendlichen, Schülern aller Klassenstufen und verschiedener Schulformen sowie erwachsener Fachleute, teilweise Führungskräfte) ist es mit Abstand die schlimmste Erfahrung, die ich mache.
    Das System (Ausbilder, Schulleiter, Tagesablauf, ministeriale Rahmenbedingungen) scheren sich einen Dreck um die Möglichkeiten, die der einzelne Lehrer anbieten könnte.
    Die interne Wertschätzung (erschreckend gering) und die mangelnde Unterstützung von unkonventionellen Maßnahmen (trotz vorhandener Referenzen) zeugen von einer unübertrffbaren Ignoranz.
    Die gegenwärtige Zentralisierung in NRW fördert dieses stupide Gleichmachen (Nach-Unten-Nivellieren) zusätzlich. PISA wird’s zeigen.

    Ein Bsp: Ich würde gerne eine Bildungsreise nach Finnland oder Schweden machen. Wird aber nicht bewilligt, da ich als “sich in Ausbildung befindender” keine Fortbildungen machen kann.
    Ist doch irrwitzig, oder?

    schrieb EU-Ausländer am

  • #45

    Ich möchte anmerken, dass es selbstverständlich nicht übertrieben ist zum Wohle eines Kindes einen Wohnortwechsel vorzunehmen, auch nicht nach Schweden. Wie lieblos und kenntnisarm muss einer sein, der das infrage stellt?
    Wie kindeswohlgefärdend müssen die deutschen Schulen denn noch werden, bevor niemand mehr freiwillig sein Kind hinschickt?

    schrieb Harald am

  • #46

    Wir sind nicht “nur” nach Schweden ausgewandert,um unserer Tochter das deutsche Schulsystem zu ersparen. Gründe dafür gab es viele.
    Das sich aber das schwedische Schulsystem so positiv vom deutschen unterscheidet, damit haben wir in der Form nicht gerechnet.

    schrieb Stefan am

  • #47

    Sehr interessant. Allerdings finde ich eine Auswanderung nach Schweden, nur um der Tochter “das deutsche Schulwesen zu ersparen”, leicht übertrieben, um es milde zu formulieren.

    schrieb rip am

  • #48

    Ich arbeite seit einem Jahr in Schweden als Lehrer und ich kann die Erfahrungen nur bestätigen! Kein Märchen!!!

    schrieb Jan am

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