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Lesekompetenztraining/Sachtextanalyse

Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde zu Fukushima (Arbeitsblatt) 05.06.2011, 21:36

Explosion
Bild: code404 / pixabay [CC0 (Public Domain)]

Die IAEA (Internationale Atomenergiebehörde) zeigt mit ihrem Bericht zum Fukushima-GAU, dass ihr nicht an Aufklärung und Sicherheit der Bevölkerung gelegen ist, sondern sie mit der Atomlobby unter einer Decke steckt. Ein hintergründiger Text von Florian Rötzer (telepolis) als Arbeitsblatt mit Arbeitsfragen. Niveau Ende Sekundarstufe I/Sekundarstufe II.

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  • (geändert: )
Der Text ist im Original beim Online-Magazin telepolis erschienen: Der groteske Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde. Wir danken für die Erlaubnis zur Verwendung und empfehlen aus Überzeugung, den telepolis-Newsletter zu abonnieren.

Die Bearbeitung des Textes (3954 Anschläge (ohne Leerzeichen), 650 Wörter) setzt gewisse Hintergrundkenntnisse über die Fukushima-Katastrophe bzw. atomare GAUs voraus. Besonders passend wäre im Vorlauf eine Behandlung der Thematik z.B. im Physikunterricht.

Wenn die Ressourcen vorhanden sind, sollte vor Bearbeitung des Textes eine Informationsphase zur IAEA und zum Fukushima-GAU, evtl. auch der Rolle der Betreiberfirma TEPCO durchgeführt werden (Referat, Internetrecherche + Präsentation o.ä.).

Das Arbeitsblatt: Sachtext zur Rolle der IAEA beim Fukushima-GAU 2011 (PDF) enthält fünf Fragen zur genauen Bearbeitung des Textes. Bei Fragen 3 und 5 ist es notwendig, aus dem Text zu zitieren. Fragen 4 und 5 gehen über das reine Textverständnis hinaus und sollten nur in der Oberstufe behandelt werden.

Inhalt des Arbeitsblattes Sachtext zur Rolle der IAEA beim Fukushima-GAU 2011 (PDF)

Florian Rötzer:

Der groteske Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde

Anstatt kritisch zu prüfen, hilft die IAEA unverhohlen mit, die Pannen und Schlampereien rund um Fukushima zu verschleiern
Die Internationale Atomenergieorganisation IAEA ist bekanntlich Teil der Atomlobby. Das wurde im Umgang mit dem Unfall im japanischen AKW Fukushima wieder deutlich vor Augen geführt. Die IAEA, die auch für Sicherheit im Umgang mit Atomenergie verantwortlich ist, stand unter dem aus Japan stammenden Generaldirektor Yukiya Amano sowohl den Vertuschungsaktionen und dem planlosen Reparaturarbeiten des Betreibers Tepco als auch der japanischen Regierung weitgehend unkritisch gegenüber. Man sah dem Treiben zu, verschloss wohlwollend die Augen und veröffentlichte nur die wenigen Daten, die man von Japan erhielt, anstatt deutlich zumindest die mangelnde Transparenz und das katastrophale Krisenmanagement zu rügen und auf Verbesserung zu dringen.
 
Jetzt legte die IAEA den Entwurf eines Berichts vor, der noch dem letzten Zweifler bestätigen sollte, dass die Organisation die Sicherheit der Atomenergie und damit die der Menschen nicht sonderlich ernst nimmt. Gerade einmal eine Woche war jetzt, zweieinhalb Monate nach der Havarie, ein Team vor Ort, um die Lage und die Ursachen zu erkunden und Lehren aus dem Unfall zu ziehen. Vorgelegt wird der endgültige Bericht am 20. Juni in Wien während eines Treffens.

Offenbar waren die Inspektoren nicht einmal willens, in ihren Bericht aufzunehmen, dass zumindest Reaktor 1 nicht erst durch die Flutwelle, sondern bereits durch das Erdbeben schwer beschädigt worden war, so dass das Kühlwasser auslief. Schon Stunden nach der Naturkatastrophe hatte sich die völlige Kernschmelze ereignet, was Tepco erst vor ein paar Tagen aufgrund von nicht verheimlichbaren Daten einräumen musste, zuvor war nur die Rede von einer möglichen und auch nur teilweisen Kernschmelze (Tepco konnte die Kernschmelze in Echtzeit verfolgen). Überdies hatte der Konzern mit der Duldung der japanischen Atomaufsicht bei der Kontrolle der Sicherheitssysteme geschlampt und getäuscht. Und die Regierung war vor schweren Erdbeben und Flutwellen gewarnt worden, denen Fukushima 1 nicht standhalten würden. Davon liest man im Bericht nichts, sondern nur, dass die Flutwelle die Sicherheitsvorkehrungen, die für eine maximale Welle von 5,7 m ausgelegt gewesen waren, überwunden haben.

Angeblich seien die japanische Regierung, die Aufsichtsbehörden und die KKW-Betreiber gegenüber dem IAEA-Team “extrem offen” gewesen, was man für Tepco und die japanische Regierung während der letzten Monate wirklich nicht sagen kann. Noch besser ist, dass das IAEA-Team das Krisenmanagement von Tepco vor Ort als “beispielhaft” bezeichnet, es habe “unter den außergewöhnlichen Umständen zu dem besten Ansatz zum Schutz der Sicherheit” geführt. Die japanischen Regierung wird gelobt, obgleich sie die Evakuierung hinausgezögert hatte, dass der von ihr gewährte Schutz der Menschen und die Evakuierung “beeindruckend und extrem gut organisiert” gewesen sei.
Schön ist auch, dass man noch der “Road-Map” zur “Wiederherstellung der havarierten Reaktoren” zustimmt, was zur Dekontamination der betroffenen Regionen führe, die wiederum erlaube, dass die Evakuierten zurückkehren können: “Damit wird der Welt demonstriert, was man als Antwort auf solche extremen nuklearen Ereignisse erreichen kann”, heißt es in dem Bericht, wo natürlich das Wort Atomkatastrophe nicht verwendet wird, aber auch nicht erwähnt wird, dass Tepco gerade einräumen müsste, die Sicherung der Reaktoren nicht bis zum Ende des Jahres realisieren zu können, wie man zunächst angekündigt hatte, sondern dass dies mitunter sehr viel länger dauern könne [...].
Milde wird nur im Bericht angeführt, dass die von Tsunami-Risiken ausgehenden Gefahren unterschätzt worden seien, dass zumindest Reaktor 1 bereits durch das Erdbeben beschädigt wurde, wird lieber verschwiegen. Natürlich wird ziemlich unkonkret auf die Verbesserung und die Kontrolle der Sicherheits- und Notfallsysteme durch die Atomaufsichtsbehörde hingewiesen. Der in Japan - und anderswo - existierende Filz zwischen Betreibern und Behörden (und Politikern) ist hingegen der Rede nicht wert, man muss sowieso vermuten, dass er auch bis in die IAEA hineinreicht, was dieser Bericht mit greller Deutlichkeit belegt. Geradezu grotesk ist der letzte Satz des Berichts:

Die IAEA-Mission fordert die internationale Atomgemeinschaft auf, aus der einzigartigen Gelegenheit, die vom Fukushima-Unglück geschaffen wurde, Nutzen zu ziehen, um zu lernen und die weltweite nukleare Sicherheit zu verbessern.

Quelle: telepolis 03.06.2011 ( http://www.heise.de/tp/artikel/34/34872/1.html )

Arbeitsfragen

  1. Nennen Sie drei konkrete Vorwürfe, die im Haupttext gegen die IAEA erhoben werden.
  2. Ordnen Sie diese Vorwürfe den Inhalten des Vorspanns zu.
  3. Aus welchen Gründen hilft die IAEA bei der Vertuschung? Belegen Sie Ihre Aussagen mit Zitaten aus dem Text.
  4. Wieso ist der der letzte Satz des Berichts “grotesk”? (Z. 58ff)
  5. Finden Sie zwei Beispiele für die Verwendung von Ironie und erläutern Sie die Funktion dieses Stilmittels im Text.
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Kommentare

3

Zum Artikel "Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde zu Fukushima (Arbeitsblatt)".

  • #1

    Danke für den Hinweis. Tatsächlich sollen die Schüler/innen in der Schule lernen, kritisch zu denken - und nicht einfach irgendein Arbeitsblatt runterschlucken.
    Das Unterrichtskonzept erweitert sich deshalb in der Oberstufe um diese Alternative.

    1. Zentrale Vorwürfe gegenüber der IAEA von F. Rötzer formulieren.
    2. Zentrale Vorwürfe von Dr. Schmidt gegenüber F. Rötzer formulieren.
    3. Webrecherche zum Thema (http://fur.ly/5ss6). Im Englischunterricht die Website und das Statut der IAEA bearbeiten und natürlich den erwähnten Fukushima-Bericht.
    4. Gruppenarbeit: Schüler/innen beziehen Stellung und bewerten die Vorwürfe von Dr. Schmidt/F. Rötzer hinsichtlich ihrer Sachrichtigkeit und Sachbezogenheit.
    5. Diskussion der Ergebnisse.
    6. Aus welchen Gründen haben Dr. Schmidt/F. Rötzer ihren jeweiligen Text verfasst?

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #2

    Liebe Kollegen,

    wenn Sie eine weitere Generation von Journalisten möchten, die die neutrale Berichterstattung verlernt hat, machen Sie bitte weiter so.

    Wie wäre es mit folgenden Arbeitsaufträgen zum Artikel von Florian Rötzer:

    1.) Vergleiche den verfassten Artikel von Florian Rötzer mit dem Originalbericht der IAEA (http://www.iaea.org/newscenter/focus/fukushima/missionsummary010611.pdf)

    2.) Welche Position bezieht Florian Rötzer

    3.) Erläutere, in wiefern der Original-Bericht auf den Adressaten “japanische Regierung” zugeschnitten ist - beziehe in Deine Überlegung kulturelle Unterschiede ein.

    4.) Welche Lehren zieht die IAEA laut “Originalbericht” - in wieweit hat sie Fehler eingestanden?

    undsoweiterundsoweiter


    Ich kann, lieber “Verfasser der Arbeitsblattes”, verstehen, dass Sie (wie wir alle) tief betroffen sind von dem Leid, was den Menschen in Japan widerfahren ist. Florian Rötzer greift den in seinen Augen schuldigen an, der Verfasser des Arbeitsblattes nutzt m.E. die Gelegenheit, um die Informationen durch Rötzers Brille an die Schüler weiterzueben. Die nehmen Rötzers Position gerne als ihre Eigene, ohne über die notwendigen Kenntniste zu verfügen, um sie beurteilen zu können.

    Im Gegensatz zum Autor des Artikels geht die IAEA pragmatisch mit der Situation um. An deren Bericht hätte man mehr lernen können, als an dem Artikel von Florian Rötzer.

    Blinde Wut, Angst und Ignoranz führten selten zu guten Wendungen der Geschichte, sie werden es auch diesmal nicht tun.

    schrieb Dr. Schmidt am

  • #3

    Fukushima und die Konsequenzen
    Warum trotzdem immer noch so viele Länder AKWs haben wollen

    Vor allem auch die “Drittstaaten” schielen nach der Atomenergie. 
    Angst vor Energieknappheit?  Nein!
    Sie wissen sehr genau, dass ein AKW vielmehr Geld kostet, als sie haben.
    Und was ein Kredit bei den westlichen Staaten kostet, - das wissen sie auch.
    Ein AKW-Bau in den armen Ländern ruiniert deren eh schon geschwächtes Finanzsystem völlig. Es kommt fast einem “staatlichen Selbstmord” gleich.
    Es gibt also keinen vernünftigen Grund diese Dinosaurier der Energiegewin-nung ins Land zu holen.
    Sie wissen aber auch, dass Solarenergie, Biomasse, Windräder und Block-heizkraftwerke wesentlich billiger und schneller die benötigte Energie lie-fern.
    Sie wissen auch, dass die alternativen Energien, ein Vielfaches an Arbeits-plätzen sichern würde.

    Warum aber wollen sie trotzdem Atomkraftwerke?
    Sie haben Angst!
    Angst vor Energieknappheit? Nein!
    Sie haben Angst, - dass sie von anderen Mächten vereinnahmt werden; - politisch, wirtschaftlich und militärisch.

    Davor, - so glauben sie, kann sie nur die Atombombe schützen.
    Gute Beispiele dafür sind ja Nordkorea, Indien und Pakistan - auch Israel.
    Diese scheinen unangreifbar, weil sie die Bombe haben.
    Selbst die USA oder andere Großmächte, die sehr wohl Gelüste nach Boden-schätzen oder militärisch-strategischen Stützpunkten haben, wagen es nicht - ... nein, - sie wagen es nicht! - Nicht so schnell!

    Diese Länder haben ein Droh- und Abschreckungsmittel erster Güte.
    Schließlich wird ja auch bei uns ständig behauptet, dass die Atombombe ei-nen großen dritten Weltkrieg verhindert hat. - Nun, - wenn sie das konnte, dann kann sie doch erst recht vor Übergriffen der Nachbarstaaten oder ande-rer Großmächte schützen. Zumal dann, wenn man sehr deutlich durch-blicken lässt, dass man nicht davor zurückschrecken wird, sie auch ein-zusetzen.

    Also werden alle jene Staaten, die sich bedroht fühlen, versuchen,  in den Besitz einer solchen taktischen Waffe zu kommen, die ihnen die Macht gibt, sich gegen die Gelüste anderer Staaten wirkungsvoll zur Wehr zu setzen.

    Wie sehr ihre Befürchtungen vor eine Okkupation berechtigt sind, sieht man am Bestreben so ziemlich aller Staaten, die immer mehr Gelder für Rüstung ausgeben.

    Warum sind die Etats für “Verteidigung” oder besser die “Kriegsetats” - fast aller Länder - so drastisch in die Höhe gestiegen?
    Warum gaben und geben die USA Hunderte von Milliarden im Irak und in Afghanistan aus?
    Wie viele Milliarden fließen in andere Kriegsgebiete?
    Warum hatte schon vor Jahren England Milliardenaufträge für militärische Mannschaftswagen vergeben?
    Warum z.B. will Deutschland so viele “Truppentransport-Flugzeuge, die vie-le Milliarden kosten, - obwohl unsere Staatskassen von den Banken leerge-räumt sind?
    Warum setzt Frankreich immer noch auf Atomkraftwerke, obwohl diese nicht einmal in der Lage sind, die sogenannte Grundlast zu sichern! Denn - bei Hitzeperioden und langanhaltender Kälte haben sie nicht genug Wasser aus den Flüssen zur Kühlung (wie gerade jetzt) und müssen dann teuren Strom aus Deutschland oder anderen Staaten kaufen.
    Warum nutzen Frankreich und andere Länder nicht die Windkraft? Der Schi-rokko in Frankreich z.B. bläst vom Frühjahr bis in den Herbst recht gleich-mäßig. Und die anderen Winde, wie Marin, Tramontane, Favonio und Bise, blieben bislang weitgehend ungenutzt.

    Warum - wollen Frankreich, England, Deutschland und andere Staaten, trotz genügend anderer Energien, dennoch die saugefährlichen und sündhaft teueren Atomkraftwerke? ... ... ...

    Sie wollen die Bombe!
    Sie brauchen dafür Plutonium!
    Und das produzieren die AKWs!

    Deshalb - meine Damen und Herren, liebe Freunde -
    deshalb - wurden und werden Atomkraftwerke gebaut.

    Es geht nicht um billige Energie - es geht um die Bombe.
    Wie aber kann ein Land den Bau der Bombe vor den Bürgern rechtfertigen?
    Indem es sich bedroht fühlt. - Oder ...
    Indem es dem Volk diese Bedrohung - glaubhaft macht.
    Sie muss nicht real sein. Aber das Volk muss es glauben.
    Und damit es glaubt, - werden alle möglichen Lügenmärchen erfunden, -
    die die Bosheit des angeblichen Feindes drastisch vor Augen führen sollen.

    Wie das geht?
    Man macht den anderen, sich-bedroht-fühlenden Ländern den Bau von AKW zur Energiegewinnung schmackhaft, und sichert gleichzeitig durch “Her-mesbürgschaften” deren Fertigstellung. Später dann kommt der Aspekt der Schurkenstaaten oder Terroranschläge mit atomarem Material ins Spiel, wogegen man sich nun ja schützen muss. Und das dann auch wirklich.


    Wer die Atom-Bombe aber verhindern will -
    Der muss sich für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen einsetzen.
    Denn jedes AKW - birgt in sich - das Potential der Bombe.


    Dazu eine Meldung von Mitte März 2010
    Gefährlicher Atommüll = Bombenstoff
    Bis zum Jahr 2022 (das war der gesetzlich
    vorgeschriebene Atomausstieg)
    haben wir allein in Deutschland
      127 Tonnen Plutonium,
      6 Tonnen Neptunium und
      14 Tonnen Americium.
    Bis zum Jahr 2022 haben wir in Deutschland rund 127.000 kg Plutonium angesammelt. Und schon 4 - 8 kg Plutonium reichen für eine Atombombe!
    Das Material reicht also für 15.000 - 30.000 Plutonium-Bomben.

    “Das ist Overkill” in unvorstellbaren Ausmaß!

    Und mit jedem KW AtomStrom bezahlen wir auch die Bombe.
    Deshalb wechseln Sie bitte den Anbieter. Kaufen Sie Öko-Strom nur bei Firmen, die keinen AtomstromAnteil haben,  z.B. Greenpeace, Öko-Power. EWS-Schönau, und Lichtblick.
    Inzwischen bieten nämlich auch die Atomstromer Öko-Tarife an. Doch die kaufen nur die CO2-Certifikate auf, um noch mehr Dreck in die Umwelt bla-sen zu dürfen. Außerdem wird durch deren Aufkauf, der echte Ökostrom bewusst verknappt und damit künstlich verteuert.
    Und dann nutzen sie das Argument vom teuerem Ökostrom für sich.
    ..................
    In der Monitor-Sendung vom 28.01.2010 wurde Folgendes berichtet:
    Der von Umweltminister Röttgen bestellte neue Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit Gerald Hennenhöfer hält alle genehmigten Atomreaktoren in Deutschland für sicher genug, - egal wie alt sie sind.
    Gerald Hennenhöfer vertritt deshalb auch eine ganz eigene Meinung, wenn es um die Übertragung von Strommengen, von neueren auf ältere Atomkraftwerke geht, die eigentlich nicht zulasten der Sicherheit gehen darf.
    In einem Rechtsgutachten stellte Gerald Hennenhöfer hierzu fest:

    Zitat:
    “Maßgeblich sind vom Betreiber darzulegende
    betriebswirtschaftliche Gründe.
    Sicherheitsfragen sind hingegen nicht maßgeblich.”

    Ein Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit, für den Sicherheitsfragen nicht immer maßgeblich sind?
    Soweit Monitor.

    Hier noch ein Zitat vom Abteilungsleiter für Reaktorsicherheit, Gerald Hennenhöfer:
    “Maßgeblich sind vom Betreiber darzulegende
    betriebswirtschaftliche Gründe.
    Sicherheitsfragen sind hingegen nicht maßgeblich.”
    ————————————————

    Was soll man dazu sagen?
    Wo die Sicherheit der Bevölkerung keine Rolle mehr spielt - - -
    da steckt höchstwahrscheinlich das Militär dahinter.
    ====================================================


    Plutonium und Plutokratie

    “Die Plutokratie (plutokratía, von Plutos = „Reichtum“ - und kratín = „herrschen“) ist eine Herrschaftsform, in der Herrschaft durch Vermögen legitimiert wird,
    also die Herrschaft des Geldes (auch „Geldadel“ genannt).
    Politische Rechte werden anhand des Einkommens vergeben
    (das so genannte Zensuswahlrecht).

    Die Plutokratie ist eine Unterform der Oligarchie.”
    “Die Oligarchie bei Platon ist die gesetzlose Herrschaft der Reichen, -
    die nur an ihrem Eigennutz interessiert sind.”
    “In einem plutokratischen System gibt es einen
    hohen Grad an sozialer Ungleichheit.
    ——————————-

    Man hat Pluto, den Gott der Totenwelt und des Hades,
    auch Höllenhund genannt,
    aus den Tiefen der Erde geholt,
    weil man sich Reichtum und militärische Macht erhofft hat.

    Nun hat man - Reichtum und Macht, -
    aber - kein Herz. 

    Die Menschheit ist zunehmend gottlos geworden.
    Und wo ohne Gott regiert oder gehandelt wird,
    da gewinnt das Böse immer mehr an Macht.
    ————————————————————

    Machen wir Schluss mit diesem
    gottwidrigen Wahnsinn!

    Keine Laufzeitverlängerung
    Keine neuen AKWs

    Alle Atomanlagen abschalten!
    sofort!

    Die Konsequenz:
    Fukushima muss das Finale sein!

    Was wir dafür tun können?
    Mahnwachen, Demos, Leserbriefe, Schreiben an die Politiker,
    bei den Wahlen und ...
    fast noch wichtiger:
    Das Gespräch mit den Nachbarn und Arbeitskollegen.
    Damit aber diese Gespräche geführt werden können,
    müssen wir uns informieren. ...

    Aber - bitte -
    nicht bei denen, die dafür von der Atomlobby bezahlt werden,
    sondern bei denen, die selbst ihr privates Geld dafür ausgeben ...
    und sogar ihre Karriere aufs Spiel setzen.
    Diese allein sind auch wirklich glaubwürdig.

    Danke für Ihre Geduld!

    Hinweis der Red.: Es scheint sich bei diesem Kommentar um das Transkript eines Vortrags zu handeln, abgedruckt auch hier.

    schrieb Ambrosius Theis am

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