Schiller im Film

Kabale und Liebe - Neue Verfilmung 2005 28.09.2005, 19:35

Kabale und Liebe, neu und spritzig verfilmt von Leander Haußmann, mit Starbesetzung: am 3. Oktober (3sat) und 9. Oktober (ZDF).

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Beachten Sie auch:

Der Regisseur Leander Haußmann hat sich bereits durch die Kinofilme “Sonnenalle” (1999) und “Herr Lehmann” (2002) einen Namen gemacht. Dieses Jahr hat er zum 200. Todesjahr Schillers “Kabale und Liebe” mit Starbesetzung verfilmt, allen voran Götz George (“Schimanski”) als machtwütiger, absolutistischer Präsident. “Mit viel Schmackes und hart am Rande der Komödie, wie es sich gehört.” (cineastentreff.de).

Man kann sicher auf die Verfilmung gespannt sein, und für den Einsatz im Unterricht wird sie sich allemal eignen - zumal sprachliche Angleichungen vorgenommen wurden, schön ausgedrückt auf 3sat:

Zwar gibt es einige Straffungen und Umstellungen bei der Figurenführung und Dramaturgie, aber die Sprache ist echt Schiller und wirkt doch aufregend heutig.

3sat

Gerade dieser Punkt ist wichtig, da viele Schüler/innen - wie Deutschlehrer/innen aus Erfahrung wissen - die Originalversionen häufig als altertümelnd und schwer verständlich empfinden.

Wahrscheinlich wird sich diese Theaterverfilmung von “Kabale und Liebe” an der Grenze zur Trivialität bewegen, ohne sie jedoch zu überschreiten: 

Schön ist sie und saftig, diese TV-Version, wenngleich es den vielen Gesichts-Close-ups zuweilen an psychologischer Tiefenschärfe fehlt.

cineastentreff

Das "schön und saftig" bezieht sich auf das Ende, an dem Ferdinand und Luise nach ihrem Tode (kein Happy-End) gemeinsam über eine saftige Wiese rauschen (Happy-End).

Sendezeiten

3sat: 3. Oktober 2005, 20.15 Uhr
ZDF: 9. Oktober 2005, 22.40 Uhr
ZDFtheaterkanal: 3. Dezember 2005
Dauer des Films: 110 Minuten

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