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Pensionierungen

Pensionierungen von Lehrer/inne/n 2004 09.12.2005, 18:27

Die Zahl der pensionierten Lehrer/innen steigt von Jahr zu Jahr, der Anteil der Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit nimmt ab. Immer mehr Lehrer/innen halten bis Regelaltersgrenze durch (65. Lebensjahr).

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  • (geändert: )

Lehrer/innen waren und sind einer der am meisten belasteten Berufszweige - in keinem Beruf ist die Burnout-Quote so hoch. Es gibt keine Berufsunfähigkeitsversicherung, die Lehrer zwischen über das 60. Lebensjahr hinaus versichert (!). Bei den meisten Berufsunfähigkeitsversicherungen endet die Versicherungsdauer sogar mit dem 55. Lebensjahr.

Dabei war bis zum Jahr 2000 nicht jede durch Berufsunfähigkeit bedingte Frühpensionierung durch Dienstunfähigkeit bedingt. Man spielte dem Tierarzt des Dorfes ein martialisches Hinken vor, ließ sich wegen Dienstunfähigkeit vorzeitig pensionieren und kassierte bis zum Rentenalter die vollen Bezüge. Im Jahr 2000 waren 64% aller Pensionierungen von Lehrern wegen Dienstunfähigkeit erfolgt. Im Jahr 2001 mussten erstmals Abschläge auf die Versorgung in Kauf genommen werden, wenn der Ruhestandseintritt wegen Dienstunfähigkeit vor Vollendung des 63. Lebensjahres erfolgte. Umgehend sank die Zahl der Dienstunfähigkeitspensionierungen rapide, heute liegt sie bei 28%.

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr. 519 vom 9. Dezember 2005

Lehrer gehen mit durchschnittlich 62 Jahren in Pension

WIESBADEN - Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden im Jahr 2004 in Deutschland knapp 15 400 verbeamtete Lehrer in den Ruhestand versetzt. Dies waren 7% mehr als 2003. Dabei ist nach Ergebnissen der Versorgungsempfängerstatistik der Anteil der Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit von 34% im Jahr 2003 auf 28% im Jahr 2004 zurückgegangen. Durchschnittlich waren die im Jahr 2004 pensionierten Lehrer zum Zeitpunkt ihrer Pensionierung 62 Jahre alt. Im Jahr 2000 waren es 59 Jahre.

Seit der Einführung von Abschlägen bei der Pensionierung auf Grund von Dienstunfähigkeit vor Vollendung des 63. Lebensjahres ist die Zahl der Pensionierungen wegen Dienstunfähigkeit kontinuierlich gesunken. Im Jahr 2000, dem Jahr vor Einführung dieser Abschläge, waren noch 64% aller Pensionierungen von Lehrern wegen Dienstunfähigkeit erfolgt. Die Zahl der Beamten im Schuldienst, die Altersteilzeit machten, stieg von knapp 3 000 im Jahr 2000 auf gut 33 000 im Jahr 2004.

In anderen Aufgabenbereichen, in denen wie für Lehrer eine Regelaltersgrenze von 65 Jahren gilt, waren von rund 13 000 neupensionierten Beamten und Richtern der Gebietskörperschaften im Jahr
2004 rund 20% dienstunfähig (2003: 24%). Im Vollzugsdienst mit der Regelaltersgrenze von 60 Jahren wurden knapp 16% der Beamten wegen Dienstunfähigkeit pensioniert.

Der Anteil der Lehrer, die mit Erreichen der Regelaltersgrenze (65. Lebensjahr) in den Ruhestand gingen, stieg von gut 20% im Jahr 2003 auf gut 26% in 2004. Darin sind zum Teil auch Beamte enthalten, die zuvor von der Altersteilzeit Gebrauch gemacht haben.

36% der Lehrer traten nach Erreichen des 63. Lebensjahres unter Hinnahme von Abschlägen vorzeitig in den Ruhestand; dieser Anteil blieb im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Im Jahr 2000 waren es nur gut 22%.

Weitere Auskünfte gibt: Susan Kriete-Dodds, Telefon: (0611) 75-4105, E-Mail: personalstatistiken.oeffentlicher-dienst@destatis.de

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Kommentare

3

Zum Artikel "Pensionierungen von Lehrer/inne/n 2004".

  • #1

    Der Behauptung oben, es gäbe für Lehrer keine BU-Versicherung über das Alter 60 hinaus, muss widersprochen werden. Dies gibt es sehr wohl. Ein großer deutscher Versicherer bietet das an, sogar als Dienstunfähigkeitsversicherung mit echter Beamtenklausel oder Dienstunfähigkeitsklausel!
    Siehe unter:http://www.richterversorgung.de/Dienstunfaehigkeitlehrer.html

    schrieb Rik am

  • #2

    Nun ... als die massiven Kürzungen bei anstehenden Frühpensionierungen bekannt wurden, ist die Welle derer, die es gerade noch schaffen wollten rechtzeitig auszusteigen, besonders hoch gegangen. Allein in meiner Schule stiegen 2002 und 03 sechs Kollegen/innen aus. “Ich weiß nicht, eigentlich könnte ich noch ein, zwei Jahre durchhalten, aber wenn dann die Gesundheit endgültig ruiniert ist, dann habe ich weniger als wenn ich jetzt Schluss mache.” Ist doch logisch oder?? Da keinerlei Übergangsregelungen geschaffen worden sind, hat sich die Obrigkeit wieder einmal selbst ein Bein gestellt,zumindest in diesen Jahren ist die Zahl früher Pensionierungen deutlich hochgegangen. Von daher ist es auch nicht überraschend, dass nun die Zahl der Frühpensionierungen so drastisch zurückgeht. Der Traum aller Dienstherren besteht doch darin: Früher raus - na klar ... mit den Füßen zuerst in der Kiste 😡

    schrieb Keybert am

  • #3

    Von wegen “faule Säcke” - diese Statistik spricht doch Bände! Und jeder, der diesen Beruf länger als 10 Jahre ausübt, wird genau wissen, was ich meine. Mensch - da arbeitet man sein ganzes Leben lang und dreht sich im Kreis, und wenn man zusammenbricht, zahlt einem der Staat lumpige ~40% Frührente. Danke.

    schrieb Thomas S. am

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