Pisa

Was türkische Medien über PISA schreiben 24.11.2008, 12:09

Keine PISA-Studie bisher, aus der nicht hervorginge, dass MigrantInnen durch das deutsche Bildungssystem benachteiligt werden. Deshalb steht dieses Problem auch im Zentrum der PISA-Berichterstattung türkischer Medien.

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“Brauchen wir eine Ausländer-Quote für alle Schulklassen?”, proletete die Bild-Zeitung als Reaktion auf die Veröffentlichung der PISA-E 2006 im November 2008 (wir berichteten). Damit spielt die BILD darauf an, dass Kinder mit Migrationshintergrund auch diesmal erheblich schlechter bei PISA abschnitten als ihre deutschen KollegInnen. Gleichzeitig wird das Bundesland Sachsen - mit niedriger MigrantInnenquote - Spitzenreiter.

Wie der Tagesspiegel berichtet, interessieren sich türkische Medien weniger für die Rangunterschiede zwischen Niedersachsen und Bayern, sondern eher für die Benachteiligung türkischer SchülerInnen im deutschen Bildungssystem:

Die „Hürriyet“ beispielsweise ließ Münchner Elternvertreter zu Wort kommen, die das Ende aller Hauptschulen forderten. Außerdem befragte „Hürriyet“ den Vorsitzenden des Bundes der Türkischen Lehrervereine in Deutschland. „Statt die Migrantenkinder als ,die anderen‘ zu bezeichnen, sollte nach Lösungen gesucht werden“, sagte Mete Atay. Schuld an der Misere der Migranten sei nur die verfehlte Bildungspolitik.

tagesspiegel 24.11.2008: Türkische Medien berichten über Pisa

Es ist wahrscheinlich kein Zufall, dass Cem Özdemir, türkischstämmiger Vorsitzender der Grünen, ausgerechnet jetzt seinen Wunsch nach Türkisch-Unterricht als Schulfach kund tut. Denn auch er wird ab und an einen kleinen Blick in die Hürriyet oder die Milliyet werfen.

gefunden und weitere türkische Pressestimmen bei a href=“http://www.tagesspiegel.de/berlin/Pisa-Tuerkei;art270,2668485” title=“tagesspiegel 24.11.2008: Türkische Medien berichten über Pisa”>tagesspiegel 24.11.2008: Türkische Medien berichten über Pisa

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