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Die papierfreie Lehrer/in

Unterrichtsvorbereitung mit Evernote 18.05.2013, 19:52

Evernote Logo
Bild: Wikipedia: Evernote Logo.svg

Wie verwenden Lehrer/innen Evernote zur Unterrichtsvorbereitung? Ein Überblick über die wichtigen Praxisberichte von Thomas Kuban, Felix Schaumburg, Mandy Schütze und L. Ehrerfortbildungsserverbadenwürttemberg - alles im Dienste des papierfreien Schreibtisches.

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  • (geändert: )

Evernote ist 

eine Software- und Webanwendung, die das Sammeln, Ordnen und Finden von Notizen, Dokumenten und Fotos in verschiedenen Formaten unterstützt.

Wikipedia: Evernote

Man kann bspw. Themengebiete in Notizbücher einteilen, mit Schlagwörtern versehen, Dokumente wie PDFs, Bilder, Texte, handschriftliche Notizen, Audiofiles etc. per Drag & Drop ablegen u.v.m. Evernote lädt die Dokumente auf den Evernote-Server hoch und führt dort eine hoch qualitative Texterkennung durch, so dass fast alle hochgeladenen Dokumente (z.B. Scans als Bild) die dort vorhandenen Texte durchsucht werden können. Evernote ist kostenlos, einige Funktionen können nur von zahlenden Kunden in der Premiumversion benutzt werden, was mit 5 Euro pro Monat zu Buche schlägt (Feature-Übersicht Premium-Version).

Viele Lehrer/innen benutzen Evernote zur Unterrichtsvorbereitung / Unterrichtsplanung (auch das Alternativprodukt von Microsoft, OneNote, ist recht beliebt). Durch die vielfältigen Möglichkeiten, Informationen abzulegen und zu strukturieren, unterscheiden sich die Vorgehensweisen und die Intensität der Nutzung teilweise stark. Hier einige exemplarische Darstellungen:

Einer der wichtigsten Beiträge zur lehrerspezifischen Arbeit mit Evernote stammt von Thomas Kuban, dessen schulisches Leben ohne Evernote unweigerlich implodieren dürfte (siehe auch sein Beitrag: Papierlose Lehrertasche). Im Blog von meinunterricht.de beschreibt er unter dem Titel Digitaler Lehrerworkflow I detailliert und mit zahlreichen Screenshots gespickt, wie er mit Evernote sein Leben schöner macht. Auch hier findet die totale Synchronisation statt: "Alles wird über die Evernote-Cloud mit allen meinen anderen Endgeräten synchronisiert, außerdem habe [ich] in der Schule Zugriff über meinen Bürorechner." Der wichtigste Punkt im Fazit: "Meine Regale sind leerer."

(Bild: Thomas Kubans Unterrichtsvorbereitung mit Evernote, Klick zum Vergrößern)

Thomas Kubans Unterrichtsvorbereitung mit Evernote, Vorschaubild

Ebenfalls überaus inspirativ ist die Darstellung von Felix Schaumburg, in dessen Blog EduShift sich eine passende und stets lesenswerte Kategorie "PAPIERFREI" findet. Auf dem tumblr-Evernote-Blog erhält man bei Wie Lehrer Felix Schaumburg mit Evernote seinen Unterricht papierfrei hält eine grobe Übersicht über die Arbeit mit Evernote ("Ich nutze Evernote für ... meinen gesamten Workflow! Früher habe ich mit vielen verschiedenen Diensten gearbeitet, mittlerweile übernimmt Evernote die meisten Funktionen."). Sinnvoll ist dabei die Archivierung von abfotografierten Tafelbildern oder der Hinweis auf die Verschränkung anderer Dienste mit Evernote (z.B. ifttt, Dropbox).

(Bild: Ausschnitt Felix Schaumburgs Tafelbildersammlung in Evernote, Klick zum Vergrößern)

Felix Schaumburg: Sammlung von Tafelbildern in Evernote, Vorschaubild

Mandy Schütze (vielen bekannt als Vorständin in der ZUM) gibt Auskunft über ihr System, mit Evernote Unterrichtsvorbereitung zu betreiben, alles am Beispiel ihres aktuellen Deputats mit leider zu kleinen hübsch großen Screenshots. Jede Klasse bekommt ein eigenes Notizbuch, jede (Doppel-)Stunde eine eigene Seite in Tabellenform. Gesynct wird zwischen iPad und Laptop. ma.y2 19.03.2013: Unterrichtsvorbereitung mit Evernote

Sogar der Lehrerfortbildungsserver Baden-Württemberg propagiert unverhohlen die Arbeit mit Evernote - als Beispiele nennt man dort u.a. "Themenorientierte Materialsammlungen für den Untericht", "Projektordner" oder - sehr originell! - die Sammlung von Klassenarbeiten: "Ihre Klassenarbeiten usw. können sie geordnet in Evernote speichern und sie so portabel machen. Auch hier ist ein 'sicheres' Passwort besonders wichtig. Denken Sie bitte daran, dass Sie weder die Namen von Schüler/innen noch Noten bei Evernote speichern dürfen."

Fazit

Eines ist allen Evernote-Lehrer/innen gemeinsam: Sie kämpfen gegen die Papierflut, und die Nutzung eines Tools wie Evernote hilft dabei immens. Man muss sich aber auch mit Haut und Haar darauf einlassen - halbherzig ein bisschen Klicken macht die Papierstapel nicht kleiner.

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Kommentare

14

Zum Artikel "Unterrichtsvorbereitung mit Evernote".

  • #1

    Hallo,
    ich habe mit One Note gute Erfahrungen gemacht.
    Allerdings habe ich für bestimmte Anlässe immer noch lieber einen Ordner mit Papier in der Hand, denn WLAN und UMTS im Klassenzimmer für Lehrer und Smartphone-Verbot für die Schülerschaft vertragen sich leider nicht so gut.
    Ein Verbot von Clouddiensten finde ich nicht angemessen. Zum Synchronisieren kann man sich auch Mailkonten anlegen und Material an kategoriespezifische Mailadressen senden. Moodle braucht einen Vertrauensvorschuss der Administration. Allerdings ist dann auch die Frage zu klären, wie die Daten der Schülerschaft in den fragilen Schulnezwerken gesichert werden können.

    schrieb Anonym am

  • #2

    @dowel: Ich weiß ja nicht, welche Moodle-Version allgemeinhin genutzt wird, aber die, die bei uns lizensiert ist, ist ein ganz hässliches Gebilde, das aussieht, als sei es unter Windows 3.1 geschrieben worden. Noch dazu kann ich als regulärer Lehrer in meinem Kurs den Schülern so gut wie gar keine Rechte geben, es ist nicht mal möglich, dass die Schüler zentral irgendwo Dateien in einem Ordner ablegen. Stattdessen geht lediglich das übliche Anhängen von Dateien an eine Nachricht. Das ist in der Form viel zu umständlich…

    schrieb herr_mess am

  • #3

    @herr_mess: Danke für die Info. Ich behaupte - sicherlich ohne feste Rechtskenntnis - dass schon die Vornamen ein datenschutzrechtliches Problem darstellen. So ist z.B. in BaWü das Lehrerkürzel schon ein persönliches Datum.

    Zu Moodle: Warum dann den SuS nicht einfach mehr Rechte für die Aktivität geben? Ist nicht schwer und geht ebenso auf Ebene eines Kursraumes wie auch auf der Ebene eines einzelnen Ordners.

    schrieb dowel am

  • #4

    @dowel: Studenkreuze, ist das wieder ein Begriff, den es nur wieder im Freistaat gibt? Das ist bei mir geläufige Bezeichnung für den Wisch, auf dem draufsteht, was mein Einstieg ist, wen ich ausfrage (nur Vorname!), was für eine Hausaufgabe ich verbessere, mit welchen Leitfragen ich an ein neues Thema heranführe etc. Auf gut Deutsch eine Art Drehbuch.
    Moodle hab ich gerade für ein Seminar in der Oberstufe im Einsatz. Das geht irgendwie drunter und drüber. Vor allem haben die Schüler riesige Beschränkungen, die es verbieten, zB. eigenes Material hochzuladen. Schade…

    schrieb herr_mess am

  • #5

    @herr_mess: ... sofern die “Stundenkreuze” (ich weiß nicht, was das ist) keine Schülernamen, Schülerbilder etc. enthalten kann man hierüber im Prinzip nachdenken.

    Ich halte Clouddienste für Lehrer weiterhin für sehr kritisch. Als Beamter meine Dateien “fremden Diensten” (so klingt das vor dem Hintergrund von PRISM erst richtig gut :-) ) anzuvertrauen ist wohl keine gute Idee. Das KM sollte eine dienstliche Nutzung schlicht verbieten.

    Was ginge und was sich mit Hilfe eines patenten schulischen Netzwerkberaters auch umsetzen lassen würde wäre OwnCloud als Schulinstallation. OwnCloud liefert aber nicht den rundum-sorglos Service von Evernote. Da wäre - mit Abstrichen - wohl nur Wikisoftware, Tomboy und dergleichen möglich. Aber evtl. schafft es die Moodle-App ja auch eines Tages hier mit zu spielen ...

    Es ist ein Graus ...

    schrieb dowel am

  • #6

    @dowel: Das stimmt schon, aber es ist eine Frage, was man hochlädt. Ich denke, dass es erst dann datenschutzrechtlich problematisch wird, sobald ich Noten- oder Adressenlisten von Schülern hochlade. Aber solange ich meine Stundenkreuze mit dem einen oder anderen Arbeitsblatt hochlade, sehe ich da eigentlich kein Problem. Auch Verträge oder Kontoauszüge würde ich tunlichst irgendwo abheften statt lustig hoch in die Cloud zu laden.

    schrieb herr_mess am

  • #7

    Das “propagiert unverholen” für die Evernote-Seite auf dem Lehrerfortbildungsserver ist so nicht richtig. Vielmehr warnt dieser mit dem folgenden Absatz vor einer zu schlichten Nutzung:

    Bitte beachten Sie: Wir stellen Ihnen auf den folgenden Seiten einen Cloud-Dienst ausschließlich für Ihre private Nutzung vor. Für die dienstliche Verwendung dieses Dienstes gibt es nach unserer Einschätzung eine Vielzahl datenschutzrechtlicher Hindernisse, so dass wir im Moment abraten müssen. (Stand Januar 2012)

    Propaganda sieht anders aus.

    Rechtlich wirft dies die Frage auf, ob Unterrichtsvorbereitung für Lehrkräfte überhaupt “privat” sein kann. Wer dies als Lehrer bejaht, hat plötzlich sehr viel “Freizeit”. Wer dies verneint, darf aus meiner Sicht Evernote nicht einsetzen.

    Mit Everpad und Nevernote stehen übrigens auch Linux Clients für Evernote zur Verfügung, was jedoch nichts daran ändert, dass man seine private (!) Arbeit mit derartigen Programmen den US Diensten und der Werbeindustrie direkt zum Fraß hinwirft, was selbstverständlich auch für Dropbox etc. gilt.

    schrieb dowel am

  • #8

    Wer interessiert ist, hab ich ein paar Reflexionen zur ersten Evernote-Stunde meines Lebens aufgeschrieben: http://cogitationes.latein-lk.de/?p=629

    schrieb herr_mess am

  • #9

    Vielen Dank für den Interessanten Artikel. Ich bin immer daran meinen workflow zu verbessern. Ich marschiere schon ein paar Jahre mit einen Linux-Netbook durch meine Klassen und nutze es in jeder einzelnen Stunde. Dort habe ich meine Stundenzettel (LibreOffice Writer), meine Cds für Englisch, meine Präsentationen, meine Noten, meine todo Liste, meinen Terminkalender ... sprich ALLES. Synchronisiert wird das alles über Dropbox, um auch zuhause am PC zur Verfügung zu stehen.
    Da an der Schule nicht überall gleichermaßen WLAN verfügbar ist und auch nicht voll mit Linux kompatibel ist, kommt Evernote nicht in Frage.

    Daher nutze und füttere ich ZIM Wiki mit meinem gesammelten Wissen und auch den alltäglichen Aufgaben. Interessant sind die Links zwischen den Seiten (z.B. Schüler, Stundenzettel, Aufgaben, Stoffsammlung, Gliederung des Jahresstoffes ...) nur noch eine Notenverwaltung fehlt. Dieses Tool ist sehr klein und verbraucht nur wenig Resourcen, weil es Textdateien sind. Aber es ist ein Riesenschritt zum papierlosen Schultag.

    Wenn jemand hier Anmerkungen und auch Erfahrungen mit ZIM Wiki hat, würde ich mich über einen Post hier freuen.

    @verschiedene Tools für den Unterricht : So schwer es ist mit fremden Unterrichtsvorbereitungen umzugehen und diese zu übernehmen, so ist es auch mit den allgemeinen Arbeitsweisen. Da hat jeder seine Trampelpfade.

    schrieb Sisyphos am

  • #10

    Sehr inspirierend. Ich werd’s mir echt mal anschauen. Klingt alles in allem sehr überzeugend. Allein um der ganzen Stundenkreuze Herr zu werden, die man eigentlich nach der gehaltenen Stunde wieder wegschmeißen kann…

    schrieb herr_mess am

  • #11

    Danke für den Hinweis - ist im Beitrag angepasst!

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #12

    Ich habe die Screenshots in meinem (oben verlinkten) Post vergrößert. Wordpress hatte die Bilder automatisch kleiner gemacht.

    schrieb Mandy Schütze am

  • #13

    Da ich selbst in der Hochschullehre tätig bin, zeige ich bei meinem Blog zu Evernotetipps auch immer wieder Beispiele für die Unterrichtsvorbereitung auf. Ich halte vor allem den automatischen PDF-Import für eine ausgesprochen nützliche Sache.

    schrieb Herbert am

  • #14

    Schade, die Beispiele beziehen sich auf sehr traditionelle Unterrichtsmodelle (Tafelbild, erwartere Antworten usw). Ein Beispiel,  wie man individualisierten Unterricht mit Evernote planen kann wäre gut….

    schrieb Nicole Marchetti am

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