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Checkliste

Worauf Sie beim Kauf eines interaktiven Whiteboards achten sollten 05.02.2010, 22:46

Interaktives Whiteboard mit vielen Fragezeichen, die die mögliche Schwierigkeiten bei der Kaufentscheidung symbolisieren
Bild: Shutterstock

Sie möchten ein interaktives Whiteboard kaufen, wissen aber nicht genau, welches Fabrikat. Zahlreiche Anbieter wie 3M, Hitachi, SMART oder Promethean ringen um die Gunst der Käuferschaft und erschweren durch viele Worte und umfangreiche Präsentationen die Kaufentscheidung. Sie finden hier eine Checkliste, worauf Sie bei der Anschaffung eines interaktiven Whiteboards achten sollten - und worum Sie sich nicht kümmern sollten.

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  • (geändert: )
Ausschnitt aus der Checkliste 'Kaufentscheidung interaktives Whiteboard'Die folgenden Ausführungen finden sich in komprimierter Form in dieser Checkliste: Worauf man beim Kauf eines interaktiven Whiteboards achten sollten (pdf) wieder. Sie können Sie für Whiteboard-Vorführungen (z.B. in Ihrer Schule, auf Messen o.ä.) ausdrucken und als Strukturierungshilfe benutzen - zu groß ist die Gefahr, dass man von der jeweiligen Whiteboard-Vertreter/in einfach über den Haufen geredet oder geklickt wird.

Grundsätzliches

Wir gehen davon aus, dass Sie ein festes System kaufen, bei dem der Beamer fest an der Tafel montiert ist. Modulare Lösungen (bei denen Sie jedesmal einen Beamer antransportieren und kalibrieren müssen) sind Schrott. Ob das Board höhenverstellbar sein soll, hängt von Ihrem Geschmack, der jeweiligen Befestigungssituation und Ihrem Geldbeutel ab.

Sie wissen außerdem, dass der Transport einer interaktiven Whiteboard-Einheit mit fahrbarem Untergestell nur von durchtrainierten, willensstarken Sportlehrern bewältigt werden kann - sofern das Teil durch die engen Türen passt.

Sie wissen auch, dass die Anbieter interaktiver Whiteboards auf Produktpräsentationen dazu neigen, eine Unzahl Features ihres Produkts anzupreisen - so dass man ohne konkrete Erfahrungen letztendlich gar nichts mehr weiß und seine Entscheidung aus dem Bauch trifft. Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg schreibt im Beitrag Interaktives Whiteboard im Unterricht? Entscheidungshilfen über Dinge wie “hartes Whiteboard”, “weiches Whiteboard”, “mobiles Whiteboard”, “festinstalliertes Whiteboard”, “Größe der Schüler als Bedingung”, “Lesbarkeit”, “Gesundheitsbestimmungen”, “Filterwechsel bei Beamer” etc. - danach wissen Sie weniger als vorher, wenn Sie nicht auf Unterrichtserfahrung zurückgreifen können.

Was Sie beim Kauf NICHT interessiert

Ihre Entscheidung wird fundierter, wenn Sie folgende Punkte nicht diskutieren (dazu müssen Sie den PR-Leuten häufig das Wort am Munde abschneiden, anders geht es nicht, bleiben Sie höflich dabei):

Tafelgröße
Die gängige Größe liegt bei 77 oder 78 Zoll (Diagonale). Manche Hersteller messen nur die Projektionsfläche, manche die Gesamtfläche. Daneben sind zahlreiche andere Größen erhältlich, die nur für spezielle Szenarien interessant sind - für den Schulbetrieb sind sie zu klein oder zu teuer. Kaufen Sie einfach die Standardgröße.
Mechanik: Stift oder Hand?
Die meisten interaktiven Whiteboards haben eine harte Oberfläche. Stifteingaben werden entweder über ins Board integrierte oder externe optische/akustische Sensoren übermittelt. Abweichend davon hat das Board von Marktführer SMART eine weiche Oberfläche und reagiert auf Druck. Das nehmen die anderen Hersteller freudig zum Anlass, um vor Vandalismus zu warnen. Außerdem würden die Schüler/innen beim Beschreiben des Boards durch Auflegen der Handkante unerwünschte Eingaben tätigen. Anhänger von SMART halten dagegen, dass man auf dem drucksensitiven SMART-Board mit den Fingern schreiben und tippen kann, während man bei den anderen Boards vom Stift abhängig ist - wehe, er geht verloren.
All das ist nicht interessant. SMART gibt eine fünfjährige Vandalismusgarantie und hat eine außerordentlich geringe Rückläuferquote (die sich nach eigenen Angaben im niedrigen Promillebereich befindet). Schüler/innen legen beim Schreiben an herkömmlichen Tafeln auch nie die Handkante auf. Die Abhängigkeit vom boardzugehörigen Stift lässt sich verschmerzen, zumal ein Ersatzstift kein empfindliches Loch in die Haushaltskasse reißt. Dass man sich überlegen muss, wo man den Ersatzstift lagert und wie man ihn verwaltet, sollte keine kaufentscheidende Frage sein. Die Eingabe funktioniert bei fast allen Boards ordentlich - wobei Sie hier unbedingt einen Test vornehmen sollten (siehe unten). Es gibt diesbezüglich keinen grundsätzlichen qualitativen Unterschied zwischen den einzelnen Technologien.
Beamer
Fast alle Vollsysteme kommen mit einem Nahdistanzbeamer; je nach Händler hat man manchmal die Auswahl zwischen zwei oder drei verschiedene Beamertypen. Der kurze Abstand des Beamers sorgt dafür, dass es bei der Arbeit an der Tafel keinen Schattenwurf gibt. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Beamern sind marginal: Beim einen ist die Ersatzbirne teurer, beim anderen kann man einen Schutz vor die Linse klappen - alles keine Punkte, die kaufentscheidend sein sollten.
Lehrer-Community, Unterrichtsmaterialien online
V.a. die internationalen Platzhirsche Promethean und SMART betonen unermüdlich die Wichtigkeit und Größe ihrer Communities - hier tauschen Lehrer/innen Unterrichtsmaterialien für das jeweilige Board, Schergen der Herstellerfirmen helfen mit eigenen Materialien nach. Abgesehen davon, dass die große Masse der Unterrichtsmaterialien englischsprachig ist, ist das Gros der eingestellten Materialien Futter für Frontalfetischisten (Beispiel: Unterrichtseinheit mit interaktivem Whiteboard). Letztendlich muss jede/r Lehrer/in ihren Unterricht selbst vorbereiten. Das Märchen, dass der Einsatz interaktiver Whiteboards die Zeit für die Unterrichtsvorbereitung minimiert, ist eine verbreitete Lüge, die von der Whiteboard-Lobby geduldig genährt wird (Interaktive Whiteboards - Technikfetisch oder Unterrichtserleichterung?).
Spezielle Features der Software
Die Boards werden mit unterschiedlicher Software betrieben - bspw. SMART Notebook, Promethean Activstudio/Activprimary, Hitachi StarBoard, Interwrite Workspace etc. Was die alles kann! Handgezeichnete Formen begradigen, dies abspeichern, jenes mailen, dort eine Folie drüberlegen, hier einen Screenshot anfertigen, perfekte Winkel zeichnen, Handschrifterkennung natürlich, alles bunt, Videokonferenz, Cliparts aus dem Internet, keine Installation, einfache Installation, offene Formate, Anbindung ans Netzwerk, kostenlose Addons ... Das ist alles uninteressant. Die wichtigsten Funktionalitäten für einen einigermaßen normalen Unterricht bieten ausnahmslos alle Produkte. Wenn die Mathelehrerin dringend ein digitales Geodreieck von Hersteller X braucht, dann wird der Deutschlehrer die Handschriftenerkennung von Hersteller Y fordern. Orientieren Sie sich (wenn überhaupt) daran - und nicht an den Feature-Katalogen der Hersteller.

Die drei wichtigen Fragen zur Kaufentscheidung

Die folgenden Punkte betreffen Aspekte, die für die Integration des Whiteboards in alltägliche Unterrichtsszenarien äußerst wichtig sind - und bei denen es zwischen einzelnen Herstellern teilweise deutliche qualitative Unterschiede gibt. Für Produktpräsentationen finden Sie eine komprimierte Form dieser drei Aspekte in der Checkliste: Worauf man beim Kauf eines interaktiven Whiteboards achten sollten (pdf)

1) Handschrifterkennung

Fast alle erhältlichen Boards verfügen über die Möglichkeit der Handschrifterkennung. Entweder bringt die Boardsoftware eine mit, oder es gibt einfache ergänzende Lösungen (z.B. Windows-Handschrifterkennung, Open-Source-Zusatzprogramm o.ä.). Das interessiert Sie nicht. Was Sie interessiert: Wie gut funktioniert die Handschrifterkennung? Sie werden kein Gerät kaufen, bei dem die Handschrifterkennung nicht einwandfrei funktioniert. Recht haarig ist das bspw. bei einigen Boards, die mit Infrarot-Technologie arbeiten. Beachten Sie dabei, dass bei Infrarot auch starke direkte Sonneneinstrahlung die Erkennungsgenauigkeit behindern kann.

Probieren Sie es einfach aus. Versuchen Sie verschiedene Schreibertypen zu imitieren (unterschiedliche Auflagewinkel des Stifts, Stift stark oder kaum abheben zwischen den einzelnen Buchstaben usw.).

2) Bedienungsergonomie

Alle Hersteller betonen, wie einfach die jeweilige Software (und damit: das Board) sich doch bedienen lässt. Wer Ihnen ein Board vorführt, ist i.d.R. auch mit wenigen kurzen Klicks beim gewünschten Punkt. Aber Sie wollen das selbst erfahren. Viel wichtiger, als einem Profi beim Klicken zuzusehen, ist es deshalb, dass Sie beim Testen selbst das Board ausführlich bedienen. Auch Filme sind ein beliebter Stolperstein für viele Anbieter - bei der Arbeit mit einem Film möchte man Standbilder anfertigen und weiterverwenden, eine Serie von Screenshots erstellen und in ein Word-Dokument einfügen, den Film anhalten und Markierung von Hand anzeichnen, während der Wiedergabe Aufzeichnungen anfertigen etc.

Folgende drei Aktivitäten sollten Sie sich zeigen lassen und selbst vollständig nachvollziehen können:

  1. Öffnen Sie eine Präsentation, malen Sie etwas darin herum und speichern Sie das Ganze ab.
  2. Lassen Sie einen YouTube-Film ablaufen und fügen Sie drei verschiedene Standbilder in ein Word-Dokument ein.
  3. Surfen Sie zu Ihrer Schulhomepage. Machen Sie einen Kringel um das Logo Ihrer Schule, fertigen Sie einen Screenshot an und speichern Sie ihn ab.

Nach diesen drei Aktionen werden Sie schon ziemlich genau wissen, ob das Board überhaupt in Frage kommt.

3) Integration von der Whiteboard-Software und Standard-Applikationen

Bei Einsatz eines interaktiven Whiteboards dominieren Standard-Applikationen den Unterrichtsalltag: Office (Textverarbeitung, Präsentationssoftware, Tabellenkalkulation), Browser (Firefox, Internet Explorer o.ä.), Programme zur Anzeige bzw. Wiedergabe von Bild-, Audio- und Filmdateien. Wenn das interaktive Whiteboard in der Schule zum Einsatz kommt, wird es zu 80% der Zeit mit solchen Programmen benutzt. Der wesentliche Unterschied zum PC mit Beamer besteht darin, dass man mit diesen Programmen auf dem interaktiven Whiteboard unkompliziert interagieren kann - auf einer Landkarte etwas einkreisen, ein Bild mit Text versehen, Schüleräußerungen auf einer Powerpointfolie sammeln, ein Standbild von einem Film anfertigen. Das könnte man zwar mit PC+Beamer auch, der Vorteil beim interaktiven Whiteboard liegt jedoch darin, dass das Whiteboard auf Interaktivität optimiert sein sollte - wie der Name schon sagt.

Lassen Sie sich also genau erklären, wie sich diese Programme mit der Whiteboard-Software verknüpfen lassen. Sehr wichtig ist die Frage, wie leicht Sie Zugriff auf entsprechende Funktionen haben. Wenn Sie 8 Mal auf die Tafel klicken müssen, bis Sie in einem Untermenü ein entsprechendes Tool gefunden haben, hat das Fabrikat schon verloren.

Ebenfalls eine wichtige Fragestellung: In welchem Format können während des Unterrichts bearbeitete Dateien abgespeichert werden? In einigen Fällen ist das nur im proprietären Format der Whiteboard-Software möglich, was suboptimal ist. Bei einigen Systemen können Sie zwar auf einer Powerpoint-Folie herummalen, die Änderung aber nur als Bilddatei auf Basis einzelner Folien speichern. Andere Systeme wandeln Ihre Eingaben (z.B. handgemalte Pfeile oder Markierungen) in Powerpoint-Formen um, was für die Weiterverwendung ungleich nützlicher ist. Probieren Sie das alles aus.

Man wird Ihnen sagen, dass die XY-Software kostenlos und quelloffen ist und jede/r Lehrer/in sie zu Hause auf dem Rechner haben kann. Dabei handelt es sich jedoch um proprietäre Formate, die man nur mit einer bestimmten Software lesen kann - unkomplizierte Weitergabe (z.B. an Schüler/innen) oder Veröffentlichung (im Web, auf einer Lehr-Lern-Plattform) ist nicht möglich.

Zusammenfassung: Wie Sie beim Kauf eines interaktiven Whiteboards vorgehen

Im Vorfeld klären Sie ab, welche Sonderwünsche das interaktive Whiteboard + seine Software erfüllen können muss (z.B. Anschluss von USB-Mikroskopen, Kamera+Mikrofon für Video-Konferenzen, fachspezifische Anwendungen). Gibt es solche Sonderwünsche, müssen evtl. in anderer Hinsicht Abstriche gemacht werden. Meist sind bei der Anschaffung eines neuen Whiteboards aber nur wenige dezidierten Vorstellungen vorhanden. Fragen Sie den Biolehrer auch nicht: “Brauchst du die Möglichkeit, an unser neues Whiteboard ein Mikroskop anzuschließen, um das vergrößerte Objekt vorne zeigen zu können?” - denn er wird sofort begeistert sein. Fragen Sie: “Wir kaufen ein neues interaktives Whiteboard. Gibt es da etwas Bestimmtes, was du damit machen möchtest?” Ein USB-Mikroskop können Sie später immer noch anschließen - das funktioniert (besser oder schlechter) mit jedem interaktiven Whiteboard.

1) Bedienen Sie bei einer Produktpräsentation einige interaktiven Whiteboards, wobei Sie nur die drei genannten Punkte im Fokus Ihrer Aufmerksamkeit haben (Checkliste (pdf)). Bitten Sie die zuständige Vermarktungsperson, Ihnen nicht das Ohr vollzuquasseln oder hysterisch alle Features durchzuklicken, sondern stellen Sie die Fragen und bedienen Sie das Board ausgiebig (!) selbst.

2) Fragen Sie davor und danach einige Kolleg/innen, die sich auskennen, nach Tipps zur Anschaffung. Achtung: Anhänger interaktiver Whiteboards tendieren zu fundamentalistischen Urteilen (ähnlich wie es bei der Diskussion um Betriebssysteme der Fall ist - Microsoft, Apple, Linux). Wenn Ihnen jemand schwört, dass Board XY das allerbeste sei und die anderen aus diesem oder jenem Grund nichts taugen - glauben Sie es ihm/ihr nicht. Das tun Sie ja auch nicht, wenn jemand Ihnen sagt, dass Windows das beste Betriebssystem sei.

3) Mit den Produktbeschreibungen Ihrer Favoriten gehen Sie zum Netzwerkverwalter Ihrer Schule. Fragen Sie ihn, ob er mit diesen Lösungen leben kann. Wenn nicht, soll er einen verbindlichen und fundierten Alternativvorschlag machen. Zur Not muss er in den sauren Apfel beißen und eben ein windowsbasiertes System akzeptieren. In der Regel stellt dieser Punkt aber kein Problem dar.

4) Vergessen Sie nie: Für welche Marke Sie sich auch entscheiden - den Unterricht machen immer noch die Lehrer/innen.

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Kommentare

12

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  • #1

    Wir haben auch vor kurzem in unserem Büro ein Interaktives Whiteboard gekauft (von Hitachi) sind bis jetzt zufrieden. Ich kann nur Empfehlen wenn es irgendwie möglich ist einige Whiteboards auszuprobieren. Denn es gibt bei der Anwendung (wie oben im Artikel schon beschrieben) große unterscheide. Wir haben uns aber von einem externen Dienstleister beraten lassen.

    schrieb inik am

  • #2

    Beamer war gestern! Die Helligkeit in Klassenräumen ist ein völlig unterbewerteter Aspekt in aktuell allen Ausschreibungen. Die vorgeschriebene Mindesthelligkeit von 500 bis 1000 Lux im Raum kann ein Beamer nicht mehr ordentlich funktionieren. Lichtstarke Beamer schaffen 1000 bis 1500 Lux an die Projektionsfläche, das macht einen Kontrast von 1:2 dunkelweiß/weiß. Durch den krassen Helligkeitsunterschied im Raum durch Abdunkeln müssen die Pupillen oft auf- und zu gehen, insbesondere beim Lehrer. Das ermüdet unweigerlich. Oft wird auch noch abgedunkelt, damit das Beamerbild besser gelesen werden kann. Die Grundhelligkeit im Raum unter 500 Lux aktiviert die Zirbeldrüse und der Körper geht in den “Dämmerungsmodus”. Bei Sonnenschein im Raum mit 1.000 bis einigen 10.000 Lux ist jeder Beamer blind.
    LCD-Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung, integrierter Touch-Funktion und integriertem PC sind die modernen digitalen Tafeln, z.B. WALDENtouch WT65 http://4l8.de/waldentouch. Mit 165 cm Bilddiagonale ist WT65 optisch jedem IWB mit Beamer auch über 220 cm Bilddiagonale überlegen. Präzise unverzögerte Touch-Funktion und wartungsfreier Betrieb über viele Jahre bei deutlich weniger Stromverbrauch überzeugen bei Haptik und TCO.

    schrieb Peter Walden am

  • #3

    Was spricht eigentlich gegen die mittlerweile preiswerten Touchscreens (19-24”), ob als Solobildschirm, PC oder im Notebook? Ausstattung: Beamer, Touchscreen, PC oder Notebook, Software wie gehabt. Vorteile: Günstige Kosten, Blick zu den Teilnehmern/Schülern. Ich kenne Schulen, die dieses Konzept erfolgreich einsetzen.

    schrieb wdr am

  • #4

    Warum setzen so viele auf die Handschrifterkennung?
    Sicher ist eine gut funktionierende Handschrifterkennung eine nette Funktion, aber wie nützlich ist diese im täglichen Einsatz?
    Die handschriftlichen Tafelanschriebe sollen doch nicht verloren gehen?

    schrieb Thomas am

  • #5

    Hallo ! Ich habe für meine Musikschule so eine Tafel angeschafft und mich nun auch eifrig in die Software eingearbeitet. Geht eigentlich alles sehr gut und der Unterricht (in meinem Fall Gitarre) hat eine wirkliche Bereicherung erfahren. So hat sich der Standard eingestellt, dass ich den Kindern die Noten des Stückes auf Papier ausdrucke (die werden dann in ein Heft geklebt damit kein Zettelsalat herrscht) alles was dann noch dazukommt (Übungen, Hinweise, Detailarbeit etc) wird auf der Tafel gearbeitet und dann per pdf Export den Schülern zugemailt.
    Bestechend ist die Arbeit mit dem “Erfassen” Werkzeug. Ich kann blitzschnell jede beliebige Stelle aus den Noten herauspflücken und mit Übungen, Fingersätzen, Hinweisen etc. versehen. Das geht wirklich individuell im Unterricht je nach Bedarf des Schülers.

    Nun bin ich auf der Suche nach Anwendern der gleichen Software (Interwrite Workspace (Windows 8.01)) um mich über Detailfragen auszutauschen.
    Ich würde mich freuen, wenn jemand der diese Software im Unterricht nutzt, Interesse am Austausch hätte.
    beste Grüße
    Wolfgang Schmitt Gitarrelehrer und Musikschulleiter in Völs / Tirol
    Email: wolfguit(at)yahoo.de

    Ein link für Musikfreunde noch: (gelegentlich greift man ja auch selbst noch zum Instrument neben all dem Unterricht und Verwalten)

    https://www.youtube.com/watch?v=QBQXKL8fa6o

    schrieb Wolfgang Schmitt am

  • #6

    Ich möchte “helgedidact” beipflichten und auf die portable Lösung hinweisen, die hervorragend funktioniert und kein “Schrott” (siehe Ihren Artikel) ist. Linktipp: http://www.gutenberg-gym.de/mint/?page_id=591

    schrieb Netzzwerg78 am

  • #7

    Wichtiger als Hardware und Software ist der richtige Einsatz der interaktiven Tafel! Die Hardware scheint mir bei allen Herstellern ausgereift zu sein. Die Software unterscheidet sich zwar stark, aber das merkt man erst nachdem man die Tafel gekauft hat. Die vielen Funktionen “erschlagen” einen nämlich. Erst nach einer Schulung habe ich entdeckt was alles mit den interaktiven Tafeln möglich. Man kann die Schüler viel besser einbinden, weil sie gerne mit der Tafel arbeiten. Außerdem lässt sich viel mehr ausprobieren.

    schrieb Rita Werner am

  • #8

    Ich arbeite in der Schule seit Jahren mit einem ortsfesten interaktiven Whiteboard (IWB)und habe mir privat ein mobiles angeschafft, für 50 Euro (https://www.youtube.com/watch?v=Opy0kw2LwDw). Was mir dadurch klar wurde ist, dass die Hardware völlig (also gänzlich) sekundär ist. Zentral ist eine gute Boardsoftware und da stimme ich Mathias Heil zu. Alle Boardhersteller behindern die Verbreitung des interaktiven Präsentierens im Unterricht durch die proprietären Beschränkungen ihrer Software. Ein 50-Euro-IWB unterscheidet sich bei geeigneter Software nur unwesentlich(!) von einem 2000 Euro IWB.

    schrieb helgedidact am

  • #9

    Mir gefällt diese Checkliste eigentlich sehr gut: Die Anzahl der Features von Software ist nicht entscheidend, sondern wie einfach man diese nutzen kann. Möglich ist immer (fast) alles - aber wenn es viel zu aufwändig ist, macht man es halt nicht. Ich habe mit Promethean und Smartboards gearbeitet (andere kenne ich nur von Messen). Beide Modelle unterscheiden sich erheblich in der Bedienung. Ich gebe Poschi Recht, das ist Geschmackssache. Deshalb: ausprobieren! Ich arbeite inzwischen lieber mit dem Smarboard, weil ich schneller zwischen dem Verschieben/Veränden von Objekten und dem Schreiben wechseln kann (einfach Stift hinlegen statt über ein Menü zu wechseln). Außerdem empfinde ich es als angenehmer Dinge mit dem Finger zu verschieben und mit dem Stift zu schreiben. Dafür kann ich bei Promethean den Mauszeiger einfach verschieben, ohne einen Mausklick zu haben. Das Zeichnen und Schreiben, geht dann wiederum am Smarboard einfacher.

    Die Checkliste hätte ich vor zwei Jahren gebraucht :-) Trotzdem danke!

    schrieb F. Bauhaus am

  • #10

    Die im Bericht genannten Entscheidungskriterien finde ich nicht entscheidend hilfreich: Hinsichtlich der Boardsteuerungssoftware z.B. ähneln sich die Major Player stark, Unterschiede bestehen häufig nur kurze Zeit, denn dann folgt das nächste Update, das neue Funktionen der Konkurrenz integriert, z.Zt. hat SMART hinsichtlich der Variabilität des Geodreiecks beispielsweise die Nase vorne. Bestenfalls spart die geringfügig besser ausgereifte Software ein bisschen Klickarbeit auf dem Weg zum jeweils erwünschten Ziel. - Sinnvoll wäre eine Kooperation der großen Anbieter, um die Entwicklung einer Standard-Software, am besten Open Source, voranzutreiben, von der alle etwas haben. - Sonstige Interaktionsmöglichkeiten werden weniger vom Board als vielmehr der jeweiligen Software (Office, Entwicklung, Multimedia…) vorgegeben. - Was die im Bericht genannte Nutzbarkeit von USB-Peripheriegeräten mit der Board/Steuersoftware-Kombo zu tun haben soll, ist mir unverständlich, hier ist doch das angesteckte Notebook ausschlaggebend, das üblicherweise nicht zum Board gepackt wird. - Entscheidungskriterien sollten m.E. Stromverbrauch (da kommt durchaus etwas zusammen, wenn in jedem Klassenruam ein Board hängt und durchgehend läuft), Oberflächenerhaltbarkeit (Kratzer, nachhaltige Beschreibbarkeit mit Non-Permanent-Markern…) und Leuchtstärke (will nicht immer den Raum abdunkeln müssen) sein. - Lehrkräfte treffen - zumindest bei uns - auch nicht die Entscheidung, welches Modell angeschafft wird, sondern der Landkreis/Schulträger…

    schrieb Matthias Heil am

  • #11

    Ich persönlich würde eine etwas andere Priorisierung der Entscheidungskriterien vornehmen: 1) Mechanik (auf keinen Fall mit batteriebetriebenem Stift!!), 2) Handschrifterkennung, 3) Benutzerfreundlichkeit. Die Benutzerfreundlichkeit unterscheidet sich bei allen Fabrikaten teilweise stark. Ich persönlich habe schon SMART, Promethean und das StarBoard von Hitachi ausführlich bedient (andere Fabrikate mal kurz auf Vorführungen). Vor allem Hitachi hat mich negativ beeindruckt, weil man sich für relativ einfache Funktionen durch Menüs mit 3-4 Unterebenen hangeln muss (!!!). Der Unterschied zwischen SMART und Prometehan ist auch gravierend, aber Geschmackssache - sprich man braucht ungefähr die gleiche Anzahl von Klicks um zum Ziel zu kommen. Und das ist aus meiner Sicht das entscheidende. Ich würde hinzufgen, dass bei Smart die Einarbeitungszeit etwas kürzer ausfallen dürfte.

    Viel Spaß beim Shoppen allerseits :-)

    schrieb Poschi am

  • #12

    Eine Frage zum Schreiben auf solchen Boards. In meinem SPS wurden Boards von Interwrite Learning angeschafft. Das Problem: Es schreibt und malt sich auf diesen Geräten extrem schwierig. Man muss schon stark aufdrücken, um zu verhindern, dass eine Linie abbricht. Somit schreibt man extrem langsam, kein Vergleich mit Whiteboards oder einer Kreidetafel. Ist das normal? Hat jemand mit diesen Geräten Erfahrungen?

    schrieb Kay am

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