Wieder da - für Sie!

Lehrerfreund-Newsletter 13.10.2014 13.10.2014, 07:36

Brief mit Nelken
Bild: Pezibear / pixabay [CC0 (Public Domain)]

Lehrerfreund-Newsletter vom 13.10.2014 mit diesen Themen: Elternabende, Namen lernen, volkswirtschaftlicher Wert von Lehrer/innen, Groß-/Kleinschreibung, Arbeitsblätter zu Tschick von Herrndorf.

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Sehr geehrte Damen und Herren,

es gibt zahlreiche Checklisten, die Ihnen die Vorbereitung von Elternabenden erleichtern sollen. Eine wichtige Dimension wird dabei oft vergessen: Ein Elternabend oder Elterngespräch muss die kommunikativen und emotionalen Bedürfnisse der Eltern befriedigen. Geben Sie den Eltern Zeit, sich zu äußern, schaffen Sie eine angenehme und professionelle Atmosphäre.
7 Tipps für gelungene Elternabende / Elterngespräche

Inhalt dieses Newsletters:

1. Medientipps
2. Sieben Tipps für gelungene Elternabende / Elterngespräche
3. »Namenskette« - Die beste Methode, um Schülernamen zu lernen
4. Wie viel Geld ist eine Lehrer/in wert?
Deutschunterricht
   5. Groß- und Kleinschreibung: Attributive Erweiterung von Nominalgruppen
   6. Wolfgang Herrndorf: »Tschick« - Bist du schwul?

7. Auf Wiedersehen

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1. Medientipps

Hier die interessantesten Funde aus unseren Facebook- und Twitter-Kanälen:

Nett: Eine 13-jährige Schülerin formuliert ihre Vision davon, was ein “guter” Lehrer ist. Unter anderem soll er “sein Fach nicht für das Wichtigste der Welt halten”. Eine andere Schülerin schreibt in ihrem Blog über den Unterricht beim Referendar:

“Ich finde unser Referendar macht das richtig gut. Immer schöne Arbeitsblättchen (meist sogar in Farbe und gelocht!) und guter Unterricht. Außerdem macht der Unterricht Spaß und man lernt was. Was will man denn mehr?”

Da hat sie Recht. Sofern der Referendar seine Schüler nicht politisch beeinflusst:  Gedanken über Indoktrination in Schule und Unterricht.

Begeben wir uns in den Bereich der Medien: Einen Haufen Juwelen alter Bildungssendungen aus den ARD-Archiven hat Herr Mess ausgegraben, z.B. Sendung mit der Maus, Playtime, Pauk mit! - Latein. Mit den moderneren Geräten beschäftigt sich Martina Grosty, wenn sie darüber nachdenkt, wann endlich Tablets die Herrschaft im Klassenzimmer übernehmen und Schultafel, Interaktive Whiteboards usw. ersetzen:

Gott sei Dank! Denn niemand braucht den technischen Overhead, den IWBs erzeugen.

Die grundsätzliche Frage, was zu einer Medien-Grundbildung für Pädagog/innen gehört, stellt sich Lisa Rosa in einem ausführlichen Beitrag, wo sie u.a. “alte” und “neue” Medien in Beziehung setzt. Und schließlich gibt es ja noch das Urheberrecht - bei irights.info einige nützliche Hinweise zum Urheberrecht beim Lernen (z.B. Plagiat versus Zitat, Klausuren/Skripte im Web tauschen, Aufzeichnung von Vorlesungen, Open Access).

Irgendwie sind wir damit schon wieder bei den freien Bildungsmaterialien OER angelangt. Hier hat Daniel Bernsen ein schönes Wort gesprochen: “Entscheidend ist [...] vielmehr eine veränderte Lernkultur, die Gestaltung der Lernsituation und die Nutzung der Materialien.” In den meisten OER-Diskussionen steht eher Qualität und Konkurrenzfähigkeit der OER-Materialien zur Debatte.

OER hin oder her - so lange das Bildungssystem nicht stimmt, haben wir nicht viel davon. Davon kann Frau Weh (Blog kuschelpaedagogik) ein Lied singen - sie hat 29 Kinder (!) in ihrer ersten Klasse. Für das einzelne Kind bleibt dabei keine Zeit - und das ist wirklich deprimierend, wie sie schreibt:

»ich bin es leid, dass unser Land Entscheidungen auf dem Rücken seiner Schüler und Lehrer fällt, die eine positive Lernentwicklung nicht nur nicht unterstützen sondern geradezu torpedieren. 29 Kinder in eine Eingangsklasse zu packen ist Wahnsinn und jeder, der das Gegenteil behauptet, sollte mal eine Woche hospitieren. Wie vielen Kindern kann wohl ein Schulpolitiker beim Einführen eines Buchstabens gleichzeitig die Hand führen?«

Und zu wenig Schulleiter gibt es auch. Sie sind schlecht bezahlt, haben zu wenig Gestaltungsspielräume gegenüber bürokratischen Vorgaben von oben - wer will sich da bewerben? Deshalb stellt man zur Not jede/n ein, der/die sich bewirbt. Los wird man sie dann nie mehr (weil sie oft verbeamtet sind und eine hohe Besoldungsstufe belegen).

Schließlich noch zum aktuell umstrittensten Thema Inklusion eine Inklusions-FAQ aus inklusionsfreundlicher Perspektive.


2. Sieben Tipps für gelungene Elternabende / Elterngespräche

Eltern erwarten bei Elternabenden und Einzelgesprächen, dass man sie ernst nimmt und ihnen die Möglichkeit gibt, ihre Probleme anzusprechen. Sie finden hier einige konkrete Hinweise, worauf Sie bei der Planung und Durchführung solcher Ereignisse achten sollten.
7 Tipps für gelungene Elternabende / Elterngespräche


3. »Namenskette« - Die beste Methode, um Schülernamen zu lernen

Bei diesem Spiel lernt die Lehrer/in in kurzer Zeit die Namen aller Schüler/innen (z.B. in einer der ersten Schulstunden in einer neuen Klasse). Besonders eignet sich das Spiel, wenn sich die Schüler/innen untereinander noch nicht kennen - dann lernen sie nämlich auch die Namen ihrer Mitschüler/innen.
»Namenskette« - Die beste Methode, um Schülernamen zu lernen


4. Wie viel Geld ist eine Lehrer/in wert?

Lehrer/innen bilden Schüler/innen aus - und haben damit einen wesentlichen Anteil daran, wie gut die Volkswirtschaft läuft. Wir fragen den Bildungsökonomen Professor Ludger Wößmann, ob man den Wert von Lehrer/innen in Geld messen kann und ob das Bildungssystem eher die Volkswirtschaft oder das Glück der Einzelnen im Auge haben soll.
Wie viel Geld ist eine Lehrer/in wert?


5. Deutschunterricht: Groß- und Kleinschreibung: Attributive Erweiterung von Nominalgruppen

Unterrichtskonzept zur Probe für Groß- und Kleinschreibung. Kriterium ist die attributive Erweiterung von Nominalgruppen - zwischen Artikel und Nomen kann sich ein 'Drängelwort' drängeln (»das SCHLAUE Schwein«). Arbeitsblatt + Arbeitsmaterial für die Primarstufe + untere Klassen der Sekundarstufe I.
Groß- und Kleinschreibung: Attributive Erweiterung von Nominalgruppen


6. Deutschunterricht: Wolfgang Herrndorf: »Tschick« - Bist du schwul?

Ein Arbeitsblatt zu Wolfgang Herrndorfs »Tschick«: Das Gespräch, in dem Tschick Maik fragt, ob er schwul sei (Kapitel 16). Arbeitsblatt und Unterrichtskonzept zum Thema Homophobie und Vorurteile.
Wolfgang Herrndorf: »Tschick« - Bist du schwul?

 


7. Auf Wiedersehen

Ein Mathelehrer aus Aalen
Ließ die Schüler fünfstellige Zahlen
    im Kopf subtrahieren
    und dann noch quadrieren.
Sie nannten ihn „Lehrer der Qualen“.

                                          Ursula Walther aus Herzogenaurach - danke!

Alles inniglich Liebe wünscht Ihnen
Der Lehrerfreund

 

Web: www.lehrerfreund.de
Twitter: twitter.com/lehrerfreund
Facebook: facebook.com/Lehrerfreund

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