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Ein rascher Notenschlüssel…

*ohne Gewähr


Tendenziöse Unterrichtsmaterialien der Lobby

Die Schweine 15.10.2013, 08:54

Zertrümmertes Sparschwein mit Geld
Bild: flickr/Michael: PgBkFlPc.jpg [CC by]

Lobbygruppen verschiedener Industriezweige und Interessensgruppen versuchen das Bildungssystem zu infiltrieren, indem sie tendenziöse Unterrichtsmaterialien einschmuggeln. Heute ein Blick in den Thüringer Bildungsserver.

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  • (geändert: )

Jedes Bundesland hat einen Bildungsserver, auf dem Informationen und Materialien für alle am Bildungsprozess beteiligten Personen bereitgestellt werden.

Nun twitterte am 11.10.2013 der Thüringer Bildungsserver ("Thüringer Schulportal", @Th-Schulportal):

Unterrichtsmaterial: "Das Schwein"

Sachinfo - das klingt natürlich spannend und objektiv. Wir klicken und landen auf der Info-Seite Das Schwein - Woher kommt unser Schnitzel?

Vorschaubild: Übersichtsseite 'Das Schwein' auf Schulportal Thüringen

(Großversion des Screenshots als Bilddatei)

Da werden "Sachinformationen" und "Unterrichtsideen" versprochen, es geht um "landwirtschaftliche Nutztierhaltung": 

Neben Informationen über das Leben von Schweinen, ihrer Haltung und den Arbeiten des betreuenden Landwirtes werden die besonderen Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten des Schweinefleisches aufgezeigt.

Herausgeber: i.m.a. - Lobby-Organisation der Landwirtschaft

Das Material ist herausgegeben von der Lobby-Organisation i.m.a. (information. medien. agrar e.V.), die zahlreiche Unterrichtsmaterialien und Lehrerhilfen herausgibt, unter anderem auf eigenen Webauftritten wie "Lernort Bauernhof". Das Ziel ist die umfassende Informierung der Bevölkerung über moderne landwirtschaftliche Praktiken, denn:

Die in der deutschen Bevölkerung verbreiteten Vorurteile gegenüber landwirtschaftlichen Produktionsverfahren und die damit einhergehende Angst vor belasteten Lebensmitteln und einer fortschreitenden Gefährdung der Umwelt beruht ganz wesentlich auf Unwissenheit. Durch verständliche Darstellung von Fakten will die i.m.a Wissen vermitteln und unbegründete Vorurteile bzw. Ängste abbauen.

Inhalt des Unterrichtsmaterials

Betrachten wir das Schweine-Material hinsichtlich der "verständliche[n] Darstellung von Fakten".

Es handelt sich um ein PDF-Dokument (alle folgenden Seitenzahlen beziehen sich darauf), auf dem ein rosiges Schweinchen abgebildet ist. Aus dem Vorwort:

Wie in anderen Wirtschaftszweigen, fand und findet in der Agrarwirtschaft durch die Industrialisierung und Globalisierung auch ein rasanter Strukturwandel statt. Spezialisierung, Automatisierung, Produktionssteigerung oder -verlagerung veränderten und verändern die landwirtschaftliche Nutztierhaltung. Mit dieser Sachinformation möchten wir Ihnen den Weg „Vom Ferkel zum Schnitzel“ transparent erklären und Ihnen sachliche und fachlich korrekte Informationen bieten.

Dazu bekommen Sie Einblicke in das Leben von Schweinen, in ihre Haltung und in die Arbeiten des betreuenden Landwirtes. Sie erfahren, wie eine wirtschaftliche Produktionsweise mit dem Tierschutz und dem Tierwohl, dem Umwelt- und Verbraucherschutz sowie der Lebensmittelsicherheit einhergeht.

Das Schwein, S. 3

Die Bilder zeigen saubere, glückliche Schweine in hellen, geräumigen Ställen:

Schweine-Unterrichtmaterial, zwei verkleinerte Beispielseiten

Und dann liest man und reibt sich verblüfft die Augen - ist Massentierhaltung vielleicht doch nicht so schlimm?

Um das Wohl der Schweine als Nutztiere zu sichern und Abweichungen zu erkennen, ist es notwendig zu wissen, wie sich die Tiere natürlich verhalten und was sie brauchen und bevorzugen. (S. 11)

Bürsten für „Wellness“ genießen die Schweine sehr. (S. 12, Unterschrift zu einem Bild, wo sich ein Schwein an einer Bürste reibt)

Vor ihrem „Einzug“ [in die Isolation im 'Abferkelstall'] werden die Sauen wegen der hohen hygienischen Anforderungen in diesem Stallbereich gewaschen. Diese Dusche gefällt den Sauen sehr. (S. 15)

Am Ende der Mast folgt der Transport zum Schlachtbetrieb. Die Transporte selbst geschehen so schonend wie möglich – zum einen, weil es die strengen Regeln so vorschreiben, zum anderen aber auch, weil die Art und Weise, wie die Tiere von einem Ort zum anderen gebracht worden sind, einen maßgeblichen Einfluss auf die spätere Fleischqualität hat. (S. 19)

"Tragende Sauen werden in Gruppen gehalten." (S. 15) und "Mehrere Wochen alte Ferkel (Absetzer) werden in Gruppen gehalten." (S. 16) u.ö.

Ein heikles Thema ist die Kastration der Ferkel, die ohne Betäubung erfolgt. Hier gibt es viel zu verschweigen und nichts zu beschönigen:

[Die Kastration] dient der Sicherheit der Tierhalter und der Produktqualität, denn Eber werden leichter aggressiv und ihr Fleisch bzw. Fett kann unangenehm riechen. Momentan wird viel diskutiert und geforscht, wie die Ferkel möglichst schmerz- und risikoarm kastriert [...] werden können. (S. 13)

Genießen Schweine das Leben in Massenfarmen sehr?

Die Lobbyorganisation i.m.a. hat sich hier richtig Mühe gegeben, den absurden Wahnsinn der Massentierhaltung zu entschärfen. Wer den geringsten Zweifel daran hat, kann sich die ersten Minuten des durchaus pathetischen Films "PIG VISION - Die Geschichte zweier Brüder" anschauen (der ist teilweise ziemlich heftig). Mit der Kamera wird das Leben des Schweins X15 von Geburt über Kastration bis zur Schlachtung begleitet, parallel das Leben seines "geretteten" Bruders (Gegenüberstellung in kurzen Videoszenen).

Aus dem begleitenden Blogeintrag zur Schlachtung:

X15 ist tot. Der Tod war wie sein kurzes Leben: brutal, qualvoll, trostlos. Ein Welle von Gefühlen steigt auf, wenn man sich die Bilder seines letzten Weges ansieht – Wut, Ohnmacht, Schmerz und auch Scham darüber, in einer Gesellschaft zu leben, die dass [sic], was hier dokumentiert wird, als „normal“ akzeptiert, als Alltag in der sogenannten Landwirtschaft.

Genau das Gegenteil versucht uns das Schweine-Unterrichtsmaterial zu suggerieren: Das Leben der Schweine ist möglichst angenehm und erfreulich; der Tod/die Schlachtung wird ausgeblendet. Was lernen wir daraus? Die Gesellschaft macht alles richtig, und das Schweineschnitzel schmeckt nicht nur prima, sondern mit "einer einzigen Fleischportion von 150 g ist der tägliche Vitamin-B12-Bedarf mehr als sichergestellt" (S. 21). Haut rein Kinder, am besten täglich, es gibt kein Problem.

Lobby-Materialien auf Bildungsservern

Nun ist es nicht nur eine Schande, dass die Menschen solche Bestialitäten begehen und tolerieren. Es ist auch eine Schande, dass der offizielle Thüringer Bildungsserver solche PR-Materialien der Lobby einstellt und dadurch Lehrer/innen zur Behandlung im Unterricht empfiehlt. Schauen wir uns noch etwas auf dem Schulportal Thüringen um, da findet man dann zum Beispiel:

Wohin mit dem radioaktiven Abfall? - Unterrichtsmaterialien aus der Feder des schwarzen Umweltministeriums. Die Schüler/innen finden vergnügt das sicherste Endlager, die Option "Ausstieg aus der Kernenergie" steht mit keinem Wort auf dem Programm, denn schließlich ist alles ganz einfach: "Wegen der mit ihnen verbundenen Gefahren müssen radioaktive Abfälle sicher gelagert werden. Als geeignete Lösung gilt die Einlagerung in tiefe Bergwerke." Ähnlich auch 

Ein Jahr nach Fukushima – Was ist radioaktive Strahlung?, ebenfalls in der Reihe "Umwelt im Unterricht" vom Umweltministerium veröffentlicht. Die Unterrichtsmaterialien scheinen einzig dem Zweck zu dienen, die Gefahren der Atomenergie herunterzuspielen und kulminieren in Sätzen wie: "Nach einem Freisetzen von Radioaktivität wie in Fukushima soll die Belastung von Menschen und Umwelt unter anderem dadurch verringert werden, dass oberflächliche Verunreinigungen durch radioaktive Stoffe beseitigt werden."

Auch der i.m.a. hat noch viele Materialien, z.B. die Interaktiven Tafelbilder "Unsere Nutztiere". Selbstverständlich auch hier keine Rede von Massenschlachtungen in gefließten Räumen, von Kastration oder Tiertransporten - die Tierhaltung wird reduziert auf "Reparieren der Tränkeschalen" etc.

Natürlich gibt es auf dem Thüringer Bildungsserver auch viele sehr gute Materialien, die sich kritisch mit sozialen, ökologischen oder ethischen Themen auseinandersetzen. Dennoch: Es ist untragbar, dass Interessengruppen die minderjährige Gesellschaft über Unterrichtsmaterialien manipulieren. Die Zahl der Beispiele ist Legion - als großartiger Startpunkt für weiteres Informieren empfiehlt sich LobbyControl - Lobbyismus an Schulen.

Der Thüringer Bildungsserver ist kein Einzelfall, auf allen Bildungsservern haben sich Finanzdienstleister, Industriekonzerne und Verbände eingeschlichen, um die Gehirne der Schüler/innen von den Lehrer/innen waschen zu lassen. Dass das Aussortieren nicht leicht ist, sieht man den oben genannten Beispielen: Schließlich ist das Umweltministerium keine privatwirtschaftliche Lobbygruppe, sondern demokratisch gewählt.

Deshalb müssen öffentlich-rechtliche Institutionen wie Bildungsserver ihre Verantwortung wahrnehmen und vor allem bei Unterrichtsmaterial privatwirtschaftlicher Lobbyorganisationen genau abwägen, ob sie es Lehrer/innen für den Unterricht empfehlen wollen.

Stellungnahme vom Thüringer Bildungsserver

Ergänzung 30.10.2013 - Auf unsere Anfrage ließ das Thüringer Schulportal uns diese Stellungnahme zukommen:

Die angebotenen Lernobjekte im Thüringer Schulportal können Positionen und Meinungen enthalten, die im gesellschaftlichen Diskurs auch kontrovers beurteilt werden. Aus organisatorischen, technischen, urheberrechtlichen und anderen Gründen kann nicht zu jedem gesellschaftlich kontrovers diskutierten Thema eine ausgewogene Mischung an Lernobjekten im Thüringer Schulportal angeboten werden.  Das heißt, dass die in den veröffentlichten Lernobjekten bezogenen Positionen bei Verwendung des Lernobjekts  in Schule und Unterricht nur nach den Grundsätzen des Beutelsbacher Konsens  erfolgen darf. Näheres dazu unter folgendem Link: www.bpb.de/die-bpb/51310/beutelsbacher-konsens

Insoweit verweise ich auch auf die Nutzungsbedingungen der Mediothek des Thüringer Schulportals www.schulportal-thueringen.de/media/mediothek/nutzungsbedingungen , in denen Sie ebenfalls diesen Wortlaut finden.

Das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) als Betreiber des Thüringer Schulportals stellt Materialien nach diesen Grundsätzen kostenfrei für die schulische Arbeit zur Verfügung. So schätzen Sie selbst auch die Materialsammlung des Thüringer Schulportals ein, ich zitiere Sie: „Natürlich gibt es auf dem Thüringer Bildungsserver auch sehr viele gute Materialien, die sich kritisch mit sozialen, ökologischen oder ethischen Themen auseinandersetzen.“ Sie bestätigen damit, dass wir uns an die genannten Grundsätze auch selbst halten.

Es ist deshalb nicht redlich, einzelne Medienobjekte der Mediothek des Thüringer Schulportals, hier z.B. mit dem Titel: „Das Schwein – Woher kommt unser Schnitzel“, herauszugreifen und uns als Betreiber zu unterstellen, wir leisten durch dessen Bereitstellung dem Lobbyismus an Schulen Vorschub. Das gilt umso mehr, als  Sie mit Ihrer Interpretation auf den Internetseiten von „Lehrerfreund“ die Grundsätze des Beutelsbacher Konsens selbst nicht beachten und einseitig Position beziehen.  

Wenn Sie konstruktiv zur weiteren Entwicklung eines frei verfügbaren Angebots von Medienobjekten für Thüringer Schulen beitragen wollen, sind Sie herzlich dazu eingeladen. Die gegenwärtig von Ihnen auf „Lehrerfreund“ betriebene Darstellung ist dazu nicht geeignet und wir erwarten eine entsprechende Richtigstellung auf den Seiten von „Lehrerfreund“.

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Kommentare

8

Zum Artikel "Die Schweine".

  • #1

    Selten so über Ina Müller fremdgeschämt und so stolz auf Lehrerfreund
    gewesen. Weiter so!

    schrieb Sturmvogel am

  • #2

    @Hans Joachi, @Jossi

    Danke!

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #3

    @Lehrerfreund: Klasse! Selten so eine rundherum befriedigende Antwort gelesen.

    schrieb Jossi am

  • #4

    Das ist ja mal ne geile Antwort.  Außerdem ist es eine “Sauerei” den Namen Ina Müller so zu mißbrauchen.

    schrieb Hans Joachim am

  • #5

    Liebe “Ina Müller”,

    die inhaltliche Auseinandersetzung des “Rezendenten” finden Sie oben.

    Es gab bisher einen Kommentar, den wir nicht veröffentlicht haben; er war reichlich inhaltsleer, wimmelte von Links zu ähnlichem Material (u.a. auch zu einsichten-tierhaltung.de), verunglimpfte die obige “Rezenzion” und war von einem Herrn Klaus Schulz verfasst. Wenn jemand sich konstruktiv äußern möchte, darf er das hier gerne tun - aber wir spielen hier nicht die Plattform für Lobby-Links. Deshalb haben wir den Kommentar selbstverständlich nicht freigeschaltet.

    Woher wissen Sie übrigens, dass der Kommentar von Herrn Klaus Schulz nicht veröffentlicht wurde? Sind Sie vielleicht seine Arbeitskollegin? Oder sind Sie mit ihm verheiratet? Oder ... sind Sie vielleicht sogar Klaus Schulz selbst??? Sind Sie vielleicht gar nicht Ina Müller, sondern der Praktikant einer großen Agrar-Lobby-Organisation, der unter verschiedenen Namen das Internet zu infiltrieren versucht?

    Das ist ein böser Verdacht. Man könnte auf die Idee kommen, bei Google nach anderen Ina-Müller-Kommentaren zur Massentierhaltung zu suchen - und dann stößt man auf eine ganze Liste von Kommentaren (ein paar Beispiele gefällig? Screenshot). Aber vielleicht waren das gar nicht Sie, “Ina Müller” ist ja ein sehr verbreiteter Name.

    Doch alle Ina Müllers in den Forendiskussionen haben etwas gemeinsam - sie interessieren sich für Landwirtschaft und Ernährung. Ina Müller wettert gegen Vegetarismus, lobt die bäuerliche Landwirtschaft, lässt sich über zu niedrig veranschlagte Grenzwerte aus und wirft mit Zahlen über Legehennenbetriebe um sich. Ina Müller empfiehlt zur Aufklärung “Ferien auf dem Bauernhof” und weist vehement auf Schimmelpilzbefall in Bioprodukten hin. Allen Ina Müllers ist ein profundes Fachwissen über Grenzwerte in µg, über Lebensmittelskandale und über Steigerungsraten beim Eierimport gemein.

    Liebe Ina Müller - dies ist ein Portal für Lehrer/innen. Lehrer/innen sind nicht so blöd, wie Sie und Ihre Arbeitgeber vielleicht glauben. Lehrer/innen können sich ziemlich gut selbst Gedanken machen. Kurz: Wir brauchen Sie hier nicht.

    Übrigens: Die Tatsache, dass Sie sich hier um Meinungsmache bemühen, ist der beste Beweis dafür, dass der Artikel oben den Nagel genau auf den Kopf trifft. Danke für das Kompliment.

    schrieb Der Lehrerfreund am

  • #6

    ich bitte um inhaltliche Auseinandersetzung mit der Broschüre.
    Was hier an Kritik geäußert wird und die Art (Film: aus welcher Quelle) erscheint mit sehr ideologiebehaftet - was der Rezendent gerade den Machern der Broschüre vorwirft.
    Lehrer sollen sich selber ein Bild machen, z.B. über http://www.einsichten-tierhaltung.de. Aber höchst wahrscheinlich wird auch dieser Kommentar wieder nicht veröffentlicht!?,

    schrieb Ina Müller am

  • #7

    Leider haben die meisten Kollegen und Eltern mit diesem “Unterrichtsmaterial” überhaupt kein Problem. Schließlich konsumieren sie selbst Fleisch und andere Tierprodukte und glauben die Propagandamärchen gerne. Außerdem wird der Tierausbeutungsindustrie in der Regel mehr Fachkompetenz zugestanden als deren Kritikern. Wird aber Unterrichtsmaterial von Tierschutz- oder Tierrechtsorganisationen verwendet, gerät man schnell in den Verdacht,  die Schüler zu beeinflussen und gegen die Neutralitätspflicht zu verstoßen. Was diese Problematik angeht, ist die Schule im Mittelalter stecken geblieben bzw. fest in der Hand der Lobbyisten. Das ändert sich erst, wenn deutlich mehr Kollegen und Eltern eine kritische Haltung gegenüber der Agrarindustrie einnehmen, ihr eigenes Konsumverhalten hinterfragen und ändern.

    schrieb Carin Folkerts am

  • #8

    Aha: “Die in der deutschen Bevölkerung verbreiteten Vorurteile gegenüber landwirtschaftlichen Produktionsverfahren und die damit einhergehende Angst vor belasteten Lebensmitteln und einer fortschreitenden Gefährdung der Umwelt beruht ganz wesentlich auf Unwissenheit.”

    Und ich dachte bisher tatsächlich, es gäbe eine toxische Belastung von Fleisch, die daher rührte, dass Tiere in der Massentierhaltung mit Anabolika und Antibiotika fit und fett gespritzt würden. Gut, dass ich das jetzt besser weiß. Dann hat der Bildungsserver seinen Namen also doch voll und ganz verdient!

    schrieb Thomas Wilhelm am

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