Neu: Echte Sockel

Lineare Notenschlüsselrechner jetzt mit zwei nützlichen Berechnungsvarianten 14.11.2019, 22:44

Ausschnitt: Notentabelle - mit und ohne Sockel
Bild: Lehrerfreund

Die Lehrerfreund-Notenrechner können jetzt auch harte Grenzen ziehen: Vergeben Sie ab einer bestimmten Punktzahl die beste oder schlechteste Note und justieren Sie das Anspruchsniveau Ihrer Klassenarbeiten durch Sockel. Das geht im linearen Punkte-Noten-Rechner und im Knick-Rechner.

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Nachdem wir im Oktober 2019 zwei neue Funktionalitäten für die Notenschlüsselrechner eingeführt haben (u.a. halbe Verrechnungspunkte auch als Maximal-/Minimalpunktzahl), sind wir heute überglücklich, Ihnen ein oft gewünschtes Feature anbieten zu dürfen.

Ab sofort können Sie im linearen Notenschlüsselrechner und im Knick-Notenrechner zwischen zwei Varianten auswählen. Entweder legen Sie nur eine Maximalpunktzahl fest oder definieren harte Grenzen für die beste und/oder schlechteste Note. Das alles erfolgt unkompliziert innerhalb des Auswahlformulars, wie die folgende Animation zeigt:

Animation: Sockel- vs. Maximalpunktvariante im Notenschlüssel ändern

Variante 1: Maximalpunktzahl festlegen

Das ist die Standard-Einstellung. Sie geben einfach an, wie viele Verrechnungspunkte man maximal erreichen kann, und der Notenschlüsselrechner generiert einen linearen Schlüssel zwischen 0 Verrechnungspunkten und den von Ihnen eingegebenen Verrechnungspunkten.

Dieses Vorgehen ist das einfachste und übliche.

Variante 2: Grenzen für beste und schlechteste Note festlegen (auch: »Sockel«)

Diese Option erlaubt es Ihnen, genau festzulegen, ab welcher Note zum ersten Mal die beste bzw. schlechteste Note vergeben wird. Betrachten wir folgende Beispiele:

Drei Notenschlüssel mit und ohne Sockel

Standard - Kein Sockel

In der Regel verwenden Sie den linken Typ - Sie haben insgesamt 50 Verrechnungspunkte zu vergeben, also verteilen Sie die vorhandenen Noten (im Beispiel: Notenskala von 1 bis 6) auf die verfügbaren Verrechnungspunkte (nämlich 0 bis 50). Dafür können Sie auch die Rechnervariante 1 (siehe oben) benutzen.

Sockel unten = Härtere Bewertung

»Sockel unten« bedeutet: Sie pressen die Skala  zusammen, und zwar in Richtung der besseren Note/Punktzahl. Es gibt mehr Verrechnungspunkte, für die die schlechteste Note vergeben wird. Im Gegensatz zu einem streng linearen Notenschlüssel über das ganze Bewertungseinheitenspektrum werden die Ergebnisse schlechter. Es wird schwieriger, eine gute Note zu bekommen.

In Ihrer Klassenarbeit haben Sie Aufgaben gestellt, die in den Stunden vorher mehrmals geübt wurden. Außerdem haben Sie Aufgaben zur Vorbereitung ausgeteilt, die denen in der Klassenarbeit sehr, sehr, sehr ähnlich waren. Ein Nashorn könnte in Ihrer Klassenarbeit 20 Prozent der maximalen Punktzahl erreichen.

Also könnten Sie einstellen, dass man mindestens 10 Prozent der erreichbaren Punktzahl braucht, um überhaupt von der schlechtesten Note wegzukommen: Schlechteste Note (erst) ab 5 Punkten vergeben.

Die grau dargestellten Verrechnungspunkte (4 bis 0) sind der "Sockel". Bei der Einstellung »Schlechteste Note vergeben ab 5 Punkte« wird zwingend ab der nächsten Verrechnungspunktzahl (also ab 6 Verrechnungspunkten) die nächste Note vergeben. Im aktuellen Beispiel ist die Ausgabe als Zehntelnoten eingestellt, somit wird ab 6 Punkten die Note 5,9 vergeben.

Beachten Sie: Hätten Sie als Notenschritte nicht Zehntelnoten eingestellt (wie im Beispiel), sondern halbe Noten, dann würde ab 6 Verrechnungspunkten die Note 5,5 vergeben werden.

Sockel oben = Mildere Bewertung

»Sockel oben« bedeutet: Sie pressen die Skala in Richtung der schlechteren Noten/Punktzahlen zusammen. Es gibt mehr Verrechnungspunkte, für die die beste Note vergeben werden. Im Gegensatz zum streng linearen Notenschlüssel werden die Ergebnisse also besser, anders ausgedrückt: Es wird einfacher, eine gute Note zu bekommen.

Vielleicht haben Sie eine Klassenarbeit geschrieben, in der eine Aufgabe von Ihnen unklar formuliert war und niemand konnte sie lösen. Oder die Klasse ist enorm leistungsschwach, hat sich aber in den letzten Tagen echt ins Zeug gelegt, was Sie aus pädagogischen Gründen belohnen wollen. Dann können Sie einen Sockel oben einfügen, indem Sie bspw. erst ab 10 Prozent der maximal erreichbaren Verrechnungspunkte anfangen zu zählen. Im Beispiel oben können die Schüler/innen 50 Verrechnungspunkte erreichen, aber auch mit 45 bekommt man noch die beste Note.

Ihr Notenschlüssel verhält sich dabei exakt so, als hätten Sie Variante 1 gewählt (einfache Maximalpunktzahl angeben) und als Maximalpunktzahl 45 Verrechnungspunkte eingestellt.

Sockel in Kombination mit Knick

Auch der Knickrechner kann diese Einstellungen benutzen. Hier könnten Sie bspw. folgende Ansprüche realisieren (wir gehen von einem 100-Punkte-Schlüssel aus):

  • »Wer nicht mindestens 10% der maximalen Punktzahl erreicht, bekommt eine Sechs (schlechteste Note).«  = Sockel unten (schlechteste Note vergeben ab 9 Punkte)
  • »Mit 94 Punkten bekommt man gerade noch eine Eins (beste Note).« - Sockel oben (beste Note vergeben ab 94 Punkten)
  • »Mit weniger als 50% der Verrechnungspunkte hat man nicht mehr bestanden und bekommt eine 4,5.« - Knick bei 49 Punkten/Note 4,5

 

Tja. Das alles können die Lehrerfreund-Notenschlüsselrechner. Wenn Sie weitere Ideen haben, was er noch lernen sollte, dann zögern Sie nicht und schreiben Sie einen Kommentar unter den Beitrag oder eine E-Mail an mail@lehrerfreund.de

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