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Ein rascher Notenschlüssel…

*ohne Gewähr


Schüler/innen bewerten sich selbst

Mündliche Noten - Bogen zur Selbsteinschätzung 09.06.2013, 21:08

Frau vor Spiegel
Bild: pixabay / jill111 [CC0 (Public Domain)]

Die Schüler/innen bewerten ihre mündliche Mitarbeit in vorgegebenen Kategorien und kommen - so die Erfahrungen aus der Praxis - oft zu realistischen Selbstbewertungen. Folie mit Arbeitsaufträgen, Selbstbewertungsbogen zum Kopieren.

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  • (geändert: )

Das Konzept und die Materialien wurden von Marcus Volkmar (Carl-Helbing-Schule Emmendingen) entwickelt; er verwendet sie regelmäßig in der Praxis. Wir danken für die Bereitstellung!

Grundlage dieser Idee bilden die sinnvollen Kriterien für mündliche Noten, wie sie Wolfgang Mattes formuliert hat in: Methoden und Arbeitstechniken: Routiniert planen - effizient unterrichten: Ein Ratgeber (S. 68ff). Während Mattes vorschlägt, dass die Schüler/innen gleich eine Gesamtnote bilden (dort, S. 71), sollen auf dem hier verfügbaren Selbsteinschätzungsbogen die Noten nach Kriterien differenziert vergeben werden. Erfahrungsgemäß fällt das den Schüler/innen leichter (auch bei schlechten Noten), die errechnete Gesamtnote wird stimmiger.

Hinweise zur Verwendung im Unterricht

Marcus Volkmar gibt zur Verwendung diese Hinweise:

Ich gebe den Schülern zu Beginn des Schuljahres die Kriterien vor bzw. entwickle diese gemeinsam mit ihnen. Anschließend lasse ich sie in einer kurzen Gruppenarbeit Beispiele zu den fünf Kriterien erarbeiten. Diese werden auf Metaplankärtchen notiert und anschließend von den Schüler/innen in einer Tabelle an die Wand oder Tafel gepinnt, vorgestellt und besprochen.

Während des Schuljahres kommt dann der Selbstbewertungsbogen zum Einsatz. Meistens ist die Selbsteinschätzung der Schüler richtig gut - nur selten gibt es große Abweichungen.

Erfreulicherweise eignet sich das Konzept für alle Schularten und Schulstufen ab der Sekundarstufe I, also auch gymnasiale Oberstufe und berufliche Schulformen (Marcus Volkmar setzt den Bogen in einem beruflichen Schulzentrum ein).

Materialien

Folie: Kriterien der mündlichen Mitarbeit

Das Dokument kann als Folie aufgelegt werden, alternativ als Ausdruck jeder Gruppe ein Exemplar in Papierform ausgehändigt werden.

Download:

Inhalt der Folie:

Mündliche Noten
Ihr dürft heute Kriterien und Regeln aufstellen, wie eure mündlichen Noten gemacht werden sollen!

a.) Findet Beispiele für die folgenden fünf Kategorien:
1.) Mitarbeiten
2.) Zuhören
3.) Regeln beachten
(Welche Regeln sollen für den Unterricht vereinbart werden?)
4.) Pflichten erfüllen
5.) Sich anstrengen

b.) Schreibt die Beispiele in Stichpunkten auf die Moderationskärtchen!

c.) Solltet ihr früher fertig sein, meldet sich der Zeitwächter oder die Zeitwächterin bei der Lehrkraft!

d.) Präsentiert in max. 3min eure Ergebnisse der Klasse!

Zeit: 10min
Wichtig: der Zeitwächter muss unbedingt die vorgegebene Zeit einhalten!

Selbsteinschätzungsbogen für die mündliche Note

In den Dokumenten sind jeweils ZWEI Selbstbewertungsbögen, die auf einem DIN A4-Blatt ausgedruckt werden können (im Drucken-Dialog: 2 Seiten pro Blatt). Bei besonders selbstbewertungsfreudigen Klassen kann natürlich auch das DIN A4-Format in Originalgröße verwendet werden.

Download:

Selbstbewertungsbogen: Mündliche Noten (Vorschaubild)

Inhalt des Selbsteinschätzungsbogens:

Ihr habt zu Beginn des Schuljahres Kriterien erarbeitet, die in die mündliche Note mit einfließen sollen. Ihr sollt euch nun in den fünf Kategorien selbst bewerten, eine Gesamtnote errechnen und diese dem Lehrer vorschlagen. Bereitet für die nächste Stunde diesen Selbstbewertungsbogen vor und bringt ihn mit zum Unterricht!

Kategorie

Beispiel

Meine Einschätzung:

Das kann ich verbessern:

1) Mitarbeiten

- aktive, regemäßige und konzentrierte Mitarbeit

 

 

 

2) Zuhören

- aufmerksames Zuhören gegenüber dem Lehrer und den Mitschüler/innen

 

 

 

3) Regeln beachten

- Einhaltung der vereinbarten Regeln im Unterricht
- Handyverbot
- melden

 

 

4) Pflichten erfüllen

- Pflichterfüllung: (Hausaufgaben machen, Arbeitsaufträge ausführen etc.)

 

 

 

5) Sich anstrengen

- das Bemühen um gute Beiträge in angemessener Sprache

 

 

 

 

Gesamtnote:

 

 

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Kommentare

7

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  • #1

    Wie soll denn eine Errechnung der Gesamtnote stattfinden? Sind alle 5 Kategorien gleich stark zu gewichten? Ein arithmetisches Mittel funktioniert hier meines Erachtens nicht.

    schrieb David am

  • #2

    @Michael
    Wo immer du auch arbeiten magst, ihr seid wohl irgendwie schon weiter als wir hier in Bayern oder irgendwas ist spurlos an mir vorübergegangen: Was ist das G3/E1-Niveau ? Wie definiert sich das?

    schrieb Ingo am

  • #3

    Mir leuchtet nicht ein, warum “Regeln beachten” eine Säule der mündlichen Note sein soll. Noten sind an konkrete Fachleistungen gebunden, nicht an soziale Konventionen. Warum fragen wir nicht nach Kompetenzen?

    G3-Niveau:
    Ich kann Fachbegriffe definieren.
    Ich kann meine Beobachtungen sprachlich wiedergeben.
    Ich kann Phänomene beschreiben.
    Ich kann einfache Zusammenhänge so erklären, dass meine Mitschüler sie nachvollziehen und akzeptieren können, wenn sie sie schon kennen.

    E1-Niveau:
    Ich kann Fachbegriffe definieren und sie an selbstgewählten Beispielen verdeutlichen.
    Ich kann meinen Mitschülern neue Zusammenhänge so erläutern, dass mind. 50% meine Erklärungen verstehen.
    Ich beziehe meine Beiträge auf die Äußerungen meiner Mitschüler.
    Ich kann Meinungen vergleichen und deren Standpunkte sicher beschreiben.
    Ich kann Implikationen erkennen und sie ansprechen.


    Das ist jetzt auch nur so hingeworfen, aber es macht mir weitaus weniger Bauchschmerzen, als der skurrile Bogen da oben. So frage mich, wie genau ich eigentlich die Aufmerksamkeit im Item “aufmerksames Zuhören gegenüber dem Lehrer und den Mitschüler/innen” messen soll. Oder warum das “abgeschaltete Handy” schon eine bewertungstaugliche Leistung sein soll.

    schrieb Michael am

  • #4

    Dieser Bogen ist eine sehr gute Idee, da die SuS so genau sehen wie ihre mündliche Note zustande kommt und diese auch als Konsequenz ihres eigenen Handelns begreifen. Die Note wird so, denke ich, auch viel besser akzeptiert, da sie die Regeln ja selbst mit aufgestellt haben.
    Ein Problem sehe ich aber in der Kategorie “Mitarbeit”. Mitarbeit ist in Ba-Wü eine extra Note und darf in die mündliche Note, die eine Leistungsnote ist, nicht einfließen.

    schrieb nicky7581 am

  • #5

    Der Begriff “Beispiel” ist falsch oder zumindest missverständlich! Wenn ich meinen SuS die Folie auflege, höre ich jetzt schon die Standardfrage: “Was sollen wir denn da machen bzw. hinschreiben?” In der Kategorie “Mitarbeit” steht dann als “Beispiel” “aktive, regemäßige und konzentrierte Mitarbeit”. Das ist doch dasselbe bzw. eine etwas ausführliche Konkretisierung und kein Beispiel!

    schrieb Das DeuLe am

  • #6

    Wenn das mal nicht Probleme machen könnte. Vor allem der Punkt “Regeln” dürfte - meines Erachtens - in Bayern nicht in die Note einfließen. In Bayern geht es ausschlie0lich um die inhaltliche Leistung. Ein Schüler, der regelmäßig über die Stränge schlägt, andere ärgert, zu spät kommt, den Unterricht stört, aber auf alles antworten kann und sogar noch eigene Gedanken entwicklen kann, würde dennoch eine 1 bekommen - aber auch ein paar Benachrichtigungen nach Hause.

    schrieb Ingo am

  • #7

    Hat ein Lehrer so viel Zeit und Konsequentvermögen?
    In der ganze Prozedur am wichtigsten sind die Ziele=Verbesserung und vor allem Vorschläge wie jedes Kind seine Defizite verbessern kann.
    Danke!

    schrieb Olga Deeg am

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