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5 gute Vorsätze für Lehrer/innen zum neuen Jahr 24.12.2019, 14:05

Anlauf
Bild: Pixabay [CC0 (Public Domain)]

Zum Jahreswechsel nimmt man sich gerne etwas vor und hält es nicht ein. Lehrer/innen finden hier fünf Vorschläge, die realistisch und damit durchhaltbar sind.

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Originalbeitrag vom 30.12.2013, Update 31.12.2014, 29.12.2016, 24.12.2019
1. Korrekturen mit mehr Disziplin und Effizienz angehen.
Beim Korrekturvorgang der gemeinen Lehrer/in lässt sich bis zu 60% der Zeit einsparen. Dazu gehört Prokrastinationsminimierung, Erstellung von guten Klassenarbeiten oder schlaue Korrekturstrategien. Mehr dazu: alle Lehrerfreund-Artikel zum Thema 'Korrigieren'
2. Unterrichtsvorbereitung immer mittags direkt nach der Schule erledigen (und nicht nachts)
Gute Vorsätze sind dazu da, nicht eingehalten zu werden. Dazu zählt eindeutig dieser. Aber man kann es sich ja mal vornehmen.
3. Den eigenen Redeanteil im Unterricht um mindestens 20 Prozent reduzieren
Zu den Hauptsünden der meisten Lehrer/innen zählt ein hoher Redeanteil im Unterricht. Gleich ob Lehrervortrag, Unterrichtsgespräch oder Auswertung einer Arbeitsphase - die Lehrer/in redet immer viel zu viel. Gehen Sie mal während einer Schulstunde durch die Gänge - aus jedem Klassenzimmer hören wir eine Lehrer/in lautstark reden. Reden gilt als "Schmiermittel, um den Unterricht in Gang zu halten".
In der Zeit, in der die Lehrer/in redet, sitzen die Schüler/innen da und chillen. Das kann nicht der Sinn von zwei Drittel der Unterrichtszeit sein. Außerdem sparen Sie eine Menge Kraft, wenn Sie nicht vorne dauernd den Schreihals geben.
4. Den Anteil an Ich-Botschaften in der Kommunikation mit Schüler/innen steigern
Formulierungen wie "Halt den Mund", "Du störst den Unterricht dauernd" oder "Deine Schrift sieht aus wie Regenwurmkacke" stören das Verhältnis zwischen Lehrer/in und Schüler/in. Sie betonen das hierarchisches Gefälle (Lehrer=Boss und Schüler=Sklave) und geben der Schüler/in das Gefühl, schuldig oder unfähig zu sein. Natürlich muss man den Schüler/innen Defizite rückmelden - aber es geht auch anders: "Ich würde mich freuen, wenn du endlich (verdammt noch mal) den Mund halten könntest, es stört meinen Unterricht", "Ich fühle mich durch dein Gerede gestört", "Ich habe Probleme damit, deinen Aufsatz zu lesen, die Schrift ist für mich schwer zu entziffern." Etwas differenziertere Ausführungen hierzu: »Gewaltfreie Kommunikation«: Konfliktlösung in der Schule mal anders
5. Weniger Kaffee trinken
In den Fünf-Minuten-Pausen rasch einen kalten Kaffee runterstürzen gehört zum Alltag vieler Lehrpersonen. Dabei hat übermäßiger Kaffeegenuss nur üble Folgen, bis hin zu Aggressionen oder gar Kaffee-Halluzinationen. Und das Schlimme: Schon nach wenigen Tassen Kaffee bringt die nächste Tasse keinen Boost mehr, sondern nur Depression und Trauer. Ihr Kaffee(Vor)satz fürs nächste Jahr: Genuss statt Menge. Mehr dazu: Richtig Kaffee trinken im Lehrerzimmer: 3 Tipps

 

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Kommentare

3

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  • #1

    Zu Punkt 2: Unterricht immer mittags direkt nach der Schule vorbereiten.

    Ich weiß ja nicht wo ihr lebt, aber bei uns endet die Schule um 15:45 und meine letzte Stunde meistens auch. Danach bin ich durch. Die letzten Stunden sind für alle Beteiligten die schlimmsten. Unsere Schule ist sehr groß (aber zuklein für die vielen SuS) und laut. Es gibt keine Rückzugsmöglichtkeiten und keine Arbeitsräume für Lehrer. Wann also soll ich bitte meinen Unterricht vorbereiten? Für 120 LuL gibt es 4 internetfähige Rechner, die im Lehrerzimmer stehen, wo es nie leise ist und kein W-Lan, sodass man nicht mal an seinem Rechner Recherchen vornehmen kann.
    Di habe ich nachmittags Konferenzen, Do nehme ich oftmals an einer Schulleitungssitzung teil, da vertrete ich den Lehrerrat und damit das Kollegium. Ich habe nur Freitags eher Schluß und zwar schon um 11:35, aber nach so einer Woche fange ich dann auch nicht an Unterricht vorzubereiten.

    Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich lieber unvorbereitet in den Unterricht gehe, als Nachts vorzubereiten.

    schrieb Frau Lehrerin am

  • #2

    In einer Zeit wie der heutigen, wo ständig Leistungserwartungen stehen und wo die persönliche Beziehung zwischen Lehrern und Schülern immer weniger funktionieren, ist das Lernen für sehr viele Schüler keine Freude, sondern eine gewaltige psychische Belastung.Das Verstehen-Wollen ist zu einer Seltenheit geworden.
    Durch die Medien und die Politiker werden völlig falsche Richtlinien gesetzt. Es geht immerzu nur noch darum, zu funktionieren und all das zu tun, was verlangt wird. So funktioniert aber Lernen gar nicht. Lernen heißt nicht Einpauken, sondern sich mit Problemen auseinander zu setzen. Es verlangt eine große Bereitschaft, sich zu öffnen, und Vertrauen zum Lehrer als auch zu den Mitschülern. Besteht in der Klasse eine gespannte Atmosphäre, sind Neid, Notengier oder Gehässigkeiten ausgeprägt, wird sich ein Kind nicht öffnen.
    Es geht deshalb darum, eine gesunde Klassenatmosphäre zu schaffen und als Lehrer so zu agieren, dass man Vertrauen gewinnt.  Wenn aber das Egoistische und das Herabwürdigene die Atmosphäre bestimmen, so ist kein Erfolg zu erwarten.
    Ich habe in der DDR und in der vereinigten BRD unterrichtet. Im angeblich besseren System war das Arbeiten für den Lehrer viel schwerer, weil den Kindern und Jugendlichen über die Medien der größe Blödsinn eingetrichtert wurde. Das Egoistische wurde gefördert, anstatt dafürf zu sorgen,  dass sich die Kinder und Jugendlichen in der Schule wohl fühlen, um erfolgreich und mit Freude lernen zu können.

    schrieb Leßig, Robert am

  • #3

    6. Ich macht mich locker
    Das heisst, zur Kenntnis nehmen, dass in der Mittelstufe in vielen Fällen der traditionelle Unterricht langfristig kaum Wissenszuwachs bewi Pubertären generiert. Sprich, richtiger Unterricht funktioniert erst danach wieder und deshalb können wir uns auf wichtigeres als den s.g. Wissenszuwachs, wie Theaterspielen, etc. ..., konzentrieren.

    7. Ich reflektiere mehr über mich und meinen Unterricht
    Treffen bei mir die Menopause oder die Midlife-Crisis auf pubertäre SchülerInnen, dann kommt es häufig zu einer unguten psychischen Gemengelage, die bei Unkenntnis oft in einer schullischen Krise und persönlichen Katastrophe endet.

    8. Ich habe erkannt, dass das traditionelle Einzelkämpfertum über nicht mehr funktioniert, will man “state of the art”-Unterricht machen und nicht nur den schulischen Alltag überleben.

    9. Die Doppelstunde hilft extrem, den schulischen Alltag zu entspannen.
    Nur darf man nicht den Fehler begehen, 90 Minuten Frontalunterricht zu machen.

    10. Oberstes Ziel von Bildung ist nicht die Notengebung und Selektion.
    Fehler sind dazu da gemacht zu werden und daraus zu lernen. Notenangst ist für einen effektiven Lernfortschritt fast immer kontraproduktiv. Wir wollen mündige Bürger aus unseren SchülerInnen machen und keine glattgebügelten Duckmäuschen.

    schrieb Zusatztipp 1 am

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