Saiten-Spanneinrichtung (Schneckentrieb) 28.05.2008, 09:48

Saitenspanneinrichtung / Schneckentrieb (Ausschnitt)

Beim Stimmen eines Streichinstruments kommt es darauf an, die Saiten mit großer Kraft und trotzdem feinfühlig und präzise zu spannen. Das ist ein Fall für einen Schneckentrieb. Sie lernen, wie er funktioniert.

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Saitenspanneinrichtung an einer Fidel (Schneckentrieb)

Darauf muss man erst einmal kommen!

Der tec.Lehrerfreund fand dies heraus:

Die Spanneinrichtung ist ein Schneckentrieb, bestehend aus der gewindeartigen Schnecke und dem Schneckenrad. Ein solcher Trieb hat zwei Eigenschaften:

  1. Er ist selbsthemmend,  d.h. die gespannte Saite kann das Getriebe nicht rückwärts antreiben, so dass die Saitenspannung nachlassen würde.
  2. Er hat ein sehr hohes Übersetzungsverhältnis, das ein feinfühliges Spannen der Saite erlaubt. Im dargestellten Fall liegt es bei 14:1, denn die Schnecke ist eingängig und das Schneckenrad hat 14 Zähne. 14:1 heißt: Bei einer Umdrehung der Schnecke macht das Schneckenrad nur 1/14 Umdrehung. Im gleichen Verhältnis stehen die Kräfte (und Drehmomente) zueinander.

Funktionsweise des Schneckentriebs (anhand einer Zeichnung einer Saitenspanneinrichtung an einer Fidel)

Das Foto unten zeigt den Antrieb einer alten Wasserstellfalle. Das Übersetzungsverhältnis hier ist 30:1. Die gezeigte Fotoansicht würde in der Zeichnung oben der Ansicht von rechts entsprechen.

 

Wasserstellfalle