Fahrmischer (Betonmischer) 12.11.2009, 09:41

Betonmischer

Der in Fahrmischern transportierte Beton stammt aus stationären Mischanlagen. Während der Fahrt zur Baustelle mischt die Trommel den Beton bei niedriger Drehzahl.

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Technik vor der Haustür 

Fahrmischer

Unter den Baustoffen ist Transportbeton einer der bedeutendsten. In Deutschland produzieren etwa 2300 Werke jährlich rund 60 Millionen Kubikmeter. Der Transportbeton wird von Fahrmischern, die auf drei bis fünf Achsen fahren, auf Bestellung zu den Baustellen gebracht und sofort verarbeitet.

Ein weißer Fahrmischer (Betonmischer)
Die Fahrmischertrommeln fassen 6 bis 10 Kubikmeter Beton.

Bild: Fahrmischer des Herstellers Liebherr (CC BY-SA 3.0)

Transportbeton-Herstellung

Der in den Fahrmischern transportierte Beton stammt aus stationären Mischanlagen. Diese mischen die Zuschlagstoffe durch Zwangsmischeinrichtungen, in denen Mischschaufeln Kies, Sand und Zement bewegen und durchrühren. Das spätere Mischen während der Fahrt in der sich langsam drehenden Trommel soll eine Entmischung des Betons verhindern. Durch dieses »Agitieren« vermeidet man auch ein Festbacken des Materials an der Trommelwand. Der Aktionsradius eines Fahrmischers liegt bei etwa 20 km. Bei warmem Wetter werden größere Strecken problematisch, weil der Beton dann abbinden kann.

Fahrmischer bestehen aus zwei Grundbaugruppen:

Betonmischer_gesamt.png

- Trägerfahrzeug mit Grundrahmen sowie
- Mischeraufbau mit dem Trommelantrieb. Im Bild ist ein Fahrmischer in der Gesamtansicht dargestellt. Die wichtigsten Baugruppen sind der aus U-Profilen geformte Tragrahmen, der hintere Lagerbock mit der Auslaufschurren-Halterung und der vordere Lagerbock mit dem angeflanschten Trommelgetriebe sowie der vorderen Trommellagerung. Der vordere und der hintere Lagerbock sind auf dem Tragrahmen mit so genannten Briden festmontiert. Briden sind U-förmig gebogene Bügelschrauben.

Der abschraubbare Einfülltrichter hängt in einem Rohrrahmenbogen oberhalb des hinteren Lagerbocks. Die Mischtrommel ist vorne mit einem kräftigen Zapfen im Trommelgetriebe gelagert; hinten liegt sie mit einem Lagerring in zwei Tragrollen. Die arretierbare Schwenkschurre ist am hinteren Lagerbock gelagert; mit Hilfe einer Kurbel lässt sie sich in der Höhe verstellen. Mit zusätzlichen, auf dem Mischer mitgeführten Rinnen kann die Auslaufschurre verlängert werden.

Für die Wasserversorgung ist ein Wassertank nötig; er sitzt zwischen dem Fahrerhaus und der Mischtrommel. Je nach Bautyp wird das Brauchwasser über eine am Getriebe angeflanschte Wasserpumpe oder über eine spezielle Druckluftleitung gefördert. Das mitgeführte Wasser wird benötigt, um nach dem Entleeren des Betons die Mischtrommel und die Schurre zu reinigen.

In die Mischtrommel sind Mischspiralen aus verschleißfestem Stahl eingeschweißt. Die Wasserpumpe ist am Trommelgetriebe angeflanscht.

Ein vom Lastwagen abgehender Nebenantrieb treibt über eine Gelenkwelle eine Hyraulikpumpe an. Sie fördert das Öl zum Hydromotor, an den ein Planetengetriebe angeflanscht ist. Dieses setzt die hohe Hydromotorendrehzahl (ca. 2000 1/min) auf die Trommeldrehzahl (20 Umdrehungen pro Minute und weniger) herab. Die Gelenkwelle überbrückt den Abstand zwischen Fahrgetriebe und Mischerpumpe.
 

Antrieb_der_Mischtommel.png

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