Neue Ausbildungsberufe im Metallbereich 12.10.2013, 06:56

Der neue zweijährige Ausbildungsberuf Fachkraft für Metalltechnik löst 11 »Altberufe« ab, wie z. B. Drahtwarenmacher, Drahtzieher, Fräser, Metallschleifer, Revolverdreher, Schleifer, oder Federmacher.

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Im Metallbereich gab es bis vor kurzem eine Reihe von so genannten »Altberufen«, die z. T. bereits 1937 eingeführt wurden. Es waren dies Drahtwarenmacher, Drahtzieher, Fräser, Gerätezusammensetzer, Maschinenzusammensetzer, Metallschleifer, Revolverdreher, Schleifer, Teilezurichter, Federmacher und Kabeljungwerker. 2013 hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) diese Berufe umstrukturiert.

Der neue zweijährige Ausbildungsberuf Fachkraft für Metalltechnik löst die genannten Altberufe ab; gleichzeitig wurde der dreijährige Ausbildungsberuf Fertigungsmechaniker grundlegend modernisiert und der Ausbildungsberuf Stanz-und Umformmechaniker (3 Jahre) für komplexe Bearbeitungsverfahren hingegen ganz neu geschaffen.
Die neuen Berufsprofile decken den weiterhin bestehenden Ausbildungsbedarf der “Altberufe” ab. Die Zusammenfassung und Neugestaltung zu einem zweijährigen, anschlussfähigen Ausbildungsberuf Fachkraft für Metalltechnik umfasst die Fachrichtungen Montagetechnik, Konstruktionstechnik, Umform- und Drahttechnik sowie Zerspanungstechnik.

Die Ausbildung bietet Bewerbern ein zusätzliches Angebot zum Einstieg in das Berufsleben. Nach erfolgreicher Abschlussprüfung kann die Berufsausbildung unter Anrechnung der bisherigen Ausbildungszeit – je nach Fachrichtung – in verschiedenen drei- und dreieinhalbjährigen Ausbildungsberufen fortgesetzt werden.

Die neue Ausbildung zu Stanz- und Umformmechanikern trägt dem Bedarf nach einem Beruf Rechnung, mit dem Aufgaben der Programmierung von Stanz- und Umformanlagen sowie der Prozesssteuerung beherrscht werden. Die Arbeitsgebiete liegen in der Serienproduktion der Industrie sowie bei Unternehmen, in denen Präzisionsstanz- und Biegeteile sowie Produkte in der »Folgeverbundtechnik« hergestellt werden. Darunter versteht man eine Fertigungstechnologie, die in einem Werkzeug verschiedene Prozessschritte vereint, wie beispielsweise Stanz-, Biege-, Zieh- und Prägetechniken.

Arbeitsmöglichkeiten ergeben sich daraus vor allem im Automobil-, Maschinen- und Anlagenbau, im Bereich der erneuerbaren Energien sowie der Medizin-, Elektronik-, Luft-, Raumfahrt- und Telekommunikationsindustrie.

Detailinformationen unter http://www.bibb.de/de/61620.htm