Schnellwechselsysteme
Bei Arbeiten mit teuren Baumaschinen kommt es darauf an, dass der Werkzeugwechsel mit möglichst wenig Zeitverlust vor sich geht. Die Lösung: Schnellwechselsysteme.
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Eingetragen am 03.11.2008, 16:41 Uhr in Naturwissenschaft und Technik | Technik des Alltags | Themenschrank | Baumaschinen |
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Schnellwechsler
Betreibern von teuren Baumaschinen ist ein vielseitiger Einsatz ihrer Investition wichtig. Bei Baggern aller Art, Radladern, Schleppern und Teleskopmaschinen spielt dabei die Ausrüstung eine wichtige Rolle.

Will man etwa an einem Bagger auf der Baustelle die jeweils zur gewünschten Arbeit passende Ausrüstung wechseln (Schaufeln, Löffel, Aufreißer, Bohrhämmer usw.), dann muss dies mit möglichst wenig Zeitaufwand vor sich gehen. Dafür wurden Schnellwechseleinrichtungen entwickelt, mit denen sich die Umrüstkosten auf ein Minimum senken lassen. Wo sie an der Maschine sitzen, zeigen die Bilder oben. Schnellwechseleinrichtungen gibt es mit mechanischer und hydraulischer Betätigung. Hier betrachten wir einen mechanisch betätigten Schnellwechsler (Lehnhoff).

Die Schnellwechselplatte ist mit dem Löffelstiel verbolzt. Sie ist mit zwei hakenförmigen Aufnahmeklauen A ausgestattet, die die Andockwelle F am Löffel umgreifen. Ist der Schnellwechsler in die Andockwelle eingefahren und nach vorne herab geschwenkt, dann werden die Riegelbolzen G in die Bohrungen H der Riegelplatte (auch Adapter genannt) am Löffel gedrückt.
Dies geschieht mit Hilfe eines Steckschlüssels, der durch die seitliche Bohrung des Schnellwechslers gesteckt wird. Komfortabler - aber auch teuerer - ist die Ausführung, mit der sich das Umrüsten von der Fahrerkabine aus hydraulisch erledigen lässt. Eine solche Konstruktion zeigt das Bild oben links.
Das Bild unten (Lehnhoff) zeigt einen aufgeschnittenen Schnellwechsler.

Der Schnellwechsler arbeitet mit einer Kniehebelmechanik (Bild), die sich mit dem Schnappverschluss einer Bierflasche vergleichen lässt. Mit Hilfe der Schaltwelle werden die Riegelbolzen aus ihren Bohrungen herausgeschoben und rasten mit ihrem konischen Teil in die Bohrungen der Riegelplatte H ein.
Der Schnellwechsler ist mit Fett gefüllt, das ein leichtes und verschleißfreies Arbeiten der gleitenden Teile gewährleistet. Nach außen ist das System abgedichtet.


Was kann der Lehrer im N+T- Unterricht damit anfangen?
Wie bei allen größeren Maschinen vor der Haustür kann man die Schüler ermuntern, zur Baustelle zu gehen (aus Sicherheitsgründen wäre die Anwesenheit des Lehrers angebracht), den Arbeiten dort zuzusehen, die Maschinen zu fotografieren und das Beobachtete zu beschreiben. Gut wäre: Wenn der Lehrer vorher schon dort gewesen wäre, und ein vorbereitetes Arbeitsblatt hätte, das das Gesehene zusammenfasst und neue Aspekte einbringt.
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Ich bin Hermann Metz. Als Maschinenbau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fachlehrer an der Gewerbeschule Breisach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinentechnik und der Kraftfahrzeugtechnik unterrichtete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meisterschülern zu tun.
Aus meiner Lehrerfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technikunterricht zusammengestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeitsblätter usw.