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Zahnräder, Getriebe 2 (synchronisiertes Getriebe) 15.09.2008, 18:05

Zahnräder - synchronisiertes Getriebe (Ausschnitt)

Gänge schalten bei laufendem Getriebe: Das geht nur mit der Synchronisierung. Wie funktioniert ein synchronisiertes Getriebe? Sie finden hier Schemazeichnungen zum synchronisierten Getriebe und weitere Erläuterungen zur Funktionsweise solcher Getriebe.

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  • (geändert: )

3. und 4. Ausbildungsjahr
 

Synchronisiertes Getriebe

»Synchron« heißt zu deutsch gleichzeitig. Synchronisiert ist ein Getriebezustand dann, wenn das zu schaltende Zahnrad zuvor auf die Drehzahl gebracht wurde, die dem im Moment noch geschalteten Gang entspricht.

Das Bild zeigt das Schema eines synchronisierten Getriebes. Solche Getriebe gibt es je nach Hersteller in verschiedenen Ausführungen. Hier ist ein Reibring das synchronisierende Element.

Synchronisierung_eines_Schaltgetriebes.png

Solange kein Gang geschaltet ist, laufen die beiden Zahnräder auf der oberen Welle lose mit.

Wie funktioniert die gezeichnete Synchronisierung?

Zu beachten ist, dass die an den einzelnen Gängen beteiligten Zahnräder selbst dauernd im Eingriff miteinander stehen und nicht verschoben werden. Die meisten von ihnen werden von der Welle erst dann mitgenommen, wenn ein Gang geschaltet ist.

In den vier Zeichnungen wird schrittweise vom 4. in den 3. Gang geschaltet. Was muss - von der Drehzahl her gesehen - mit dem Rad geschehen, das den 3. Gang bewerkstelligt? Es muss - weil es vom 4. Gang her noch sehr schnell dreht - abgebremst werden.

Der Vorgang läuft folgendermaßen ab: Schaltmuffe mit Reibring wird aus der Stellung 4. Gang nach rechts heraus geschaltet und steht nun in Mittelstellung. Jetzt bringt man Muffe und Reibring weiter nach rechts, bis der Reibring den Reibkegel des rechten Zahnrades berührt und ihn abzubremsen beginnt (er läuft ja noch mit der Drehzahl, die ihm der 4. Gang aufgezwungen hatte). Sobald die Muffe und das rechte Zahnrad mit derselben Drehzahl laufen, also synchronisiert sind, kann die Muffe in die Schaltverzahnung eingeschoben werden.

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Kommentare

2

Zum Artikel "Zahnräder, Getriebe 2 (synchronisiertes Getriebe)".

  • #1

    Hallo Herr Engel,

    die Schaltverzahnung mit Schaltmuffen sind mit der Antriebswelle fest verbunden und laufen deshalb immer mit der etwa gleich bleibenden Motordrehzahl. Die oberen Zahnräder laufen auf der Antriebswelle lose mit; einzig das gerade geschaltete Rad läuft mit Motordrehzahl. Der untere Radsatz ist fest mit der Welle verbunden. In der LF-Zeichnung liegen zwischen dem 4. und 3. Gang zwei Übersetzungen ins Schnelle. Das obere rechte Rad läuft- da haben Sie recht - also erheblich schneller als die Antriebswelle.
    Schaltet man die Muffe nach rechts, dann bremst sie das Zahnrad oben rechts auf die Antriebswellen-Drehzahl ab. Damit ergibt sich am Ende des 3. Gangs eine verkleinerte Drehzahl, was ja auch beabsichtigt ist.

    Gruß
    tec.LEHRERFREUND

    schrieb tec.LEHRERFREUND am

  • #2

    Hallo,

    ich verstehe die Erklärung nicht. Ist es nicht so, dass nicht das Gangrad Nr. 3 abgebremst wird, sondern der Synchronkörper samt Antriebswelle (im ausgekuppelten Zustand) auf die höhere Drehzahl des 3,. Gangrades beschleunigt werden muss? Man muss doch beim Herunterschalten ohne Kupplung Zwischengas geben.
    Das Gangrad Nr.3 läuft doch erheblich schneller als das Gangrad Nr.4

    schrieb Jost Engel am

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