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Der Autor

Hermann MetzIch bin Hermann Metz. Als Ma­schinen­bau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fach­lehrer an der Gewerbe­schule Brei­sach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinen­technik und der Kraft­fahrzeug­technik unterrich­tete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meister­schülern zu tun. Aus meiner Lehr­erfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technik­unterricht zusammen­gestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeits­blätter usw.

Hydraulische Antriebe (2): Hydraulikelemente in Symboldarstellung (1)

Wie sehen in einem hydraulischen Schaltplan Pumpen, Motore, Arbeitszylinder und Wegeventile aus? Hier und im nächsten Beitrag finden Sie Normdarstellungen und Kurzbeschreibungen dieser Hydraulikelemente.

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Eingetragen am 24.02.2011, 09:25 Uhr in Technologie | Technisches Zeichnen | Themenschrank | Hydraulik | Hydraulische Antriebe |

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Hydraulische Antriebe (2):

Sinnbilder nach DIN ISO 1219

Hydropumpen

Die der Hydropumpe zugeführte mechanische Energie steht den Verbrauchern - Hydromotoren oder Hydrozylindern - als hydrostatische Energie zur Verfügung; von diesen wird sie wieder in mechanische Energie umgewandelt. Die Hydropumpen werden meistens von Elektromotoren, aber auch - bei mobilen Einrichtungen wie Land- und Baumaschinen - von Verbrennungsmotoren angetrieben. Hydropumpen arbeiten nach dem Verdrängerprinzip, die in einen sich vergrößernden Raum Öl saugen und im anschließend sich verkleinernden Raum den Druck erzeugen.

Gebräuchliche Konstruktionen sind: Zahnradpumpen, Axialkolbenpumpen, Radialkolbenpumpen, Flügelzellenpumpen. Unabhängig von der Pumpenkonstruktion ist ihr Symbol der Kreis mit nach außen zeigendem Pfeil. Zeigt der Pfeil nach innen (Bild 4), ist ein Hydromotor dargestellt.

Hydraulik_Pumpensymbole

 

1   Pumpe mit konstantem Verdrängungsvolumen, eine Stromrichtung. Rechts: Die Pumpe ist verstellbar (schräger Pfeil)

2   Pumpe mit konstantem Verdrängungsvolumen, zwei Förderrichtungen. Rechts: Antrieb durch E-Motor (M im Kreis)

3   Pumpe mit verstellbarem Verdrängungsvolumen, zwei Förderrichtungen. Rechts: Antrieb durch Verbrennungsmotor (M im Quadrat)

4  Konstant-Hydromotor mit einer Förderrichtung (links), zwei Förderrichtungen (Mitte), zwei Förderrichtungen und Verstellbarkeit (rechts)

Hydromotoren arbeiten wie Hydropumpen nach dem Verdrängerprinzip: Sie wandeln die im Förderstrom gespeicherte hydrostatische Energie in mechanische Energie um.

Die Bilder 5 und 6 zeigen Arbeitszylinder:

5   Links: Doppelt wirkender Zylinder (auch Differenzialzylinder, weil die Kolbenkraft bei gleichem Öldruck in beiden Richtungen unterschiedlich ist).
Rechts: Gleichgangzylinder

6   Links: Einfach wirkender Zylinder: Fährt mit Öldruck aus und mit Federdruck ein. Rechts Teleskopzylinder.
 

Wegeventile

Die Aufgabe der Wegeventile ist es, die Durchflusswege in einer Schaltung zu ändern. Beispiel: Ein- und Ausfahren oder Anhalten des Kolbens in einem Arbeitszylinder.

Die folgenden Skizzen zeigen die Grundsymbole und ihren schrittweisen Aufbau. Ab Bild 5 eine Auswahl von Bautypen.

 

Wegeventile_Grundsymbole_350.png

Bild 1   Zwei Quadrate = zwei Schaltstellungen

2   Drei Quadrate = drei Schaltstellungen

3   Die Schaltstellungen werden mit den Kleinbuchstaben a, b, c usw. bezeichnet

4   Die Striche für die Anschlüsse (hier vier) werden immer nur in einer Schaltstellung gezeichnet

5  Die Pfeile geben verschiedene Durchflusswege an. T-Form: Sperrstellung.

Unten: Symbole für die Betätigung eines Wegeventils

6   Links: Allgemeines Symbol ohne genaue Angabe der Betätigungsart
     Rechts: Druckknopf, Taster

7    Links: Hebel,   rechts: Feder

8    Links: Elektromagnet,   rechts: Elektromagnet + hydraulische
Vorsteuerung –> siehe späterer Beitrag zu Vorsteuerung

9   Elektromagnet, Federzentrierung in Mittellage.

Wegeventile Betaetigungsarten

 

Die Kurzbezeichnung eines Wegeventils gibt die Anzahl seiner Anschlüsse und die Anzahl seiner Schaltstellungen an. Häufig eingesetzte Wegeventile sind:
• 2/2-Wegeventile
• 3/2-Wegeventile
• 4/2-Wegeventile
• 4/3-Wegeventile und
• 5/2-Wegeventile.

Die Ziffer links vom Schrägstrich gibt die Anzahl der Anschlüsse an, die rechte die Anzahl der Schaltstellungen. Ein 4/3-Wegeventil (auszusprechen wie: Vier-Strich-Drei-Wegeventil) hat dementsprechend vier Anschlüsse und drei Schaltstellungen. 

10  3/2-Wegeventil

11  4/2-Wegeventil

12  3/3-Wegeventil, Mittelstellung = Sperrstellung

13  4/3-Wegeventil, Mittelstellung = Sperrstellung

14  4/3-Wegeventil, Mittelstellung = Schwimmstellung. Ist die Schwimmstellung geschaltet, sind Pumpe, Verbraucher und Tankanschluss miteinander verbunden.

Wegeventile Innenschaltung

__________________

Weitere Ventilbauarten im nächsten Beitrag. Siehe auch Schaltplandarstellung

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