Fahrzeug-Batterie
Im elektrischen Kreislauf eines Kraftfahrzeugs steht die Batterie an erster Stelle. Ihre Hauptaufgabe: Strom für den Motorstart liefern. Dafür benötigt sie eine ausreichende Kapazität. Doch warum ist die Spannung an den Batteriepolen nicht immer gleich hoch?
Diesen Beitrag weiterempfehlen
Zu diesem Beitrag
Eingetragen am 11.12.2008, 11:06 Uhr in Technologie | Technische Mathematik | Elektrotechnik | Elektrik |
724 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.
3. Ausbildungsjahr
Batteriekapazität, innerer Batteriewiderstand
Unter Batteriekapazität versteht man den Strom, den eine Batterie während einer bestimmten Zeit abgeben kann. Die Batteriekapazität K wird in Amperestunden [Ah] gemessen.
K = IE • tE [Ampere • Stunden]
Hat eine Batterie eine Kapazität von 50 Ah, dann kann sie beispielsweise (theoretisch) 1 Stunde lang 50 Ampere, oder 50 Stunden lang 1 Ampere abgeben. Dabei entlädt sie sich. Sie wird vom Generator wieder aufgeladen, sobald der Motor und damit der Generator laufen.
Aufgabe 1:
Einer Starterbatterie wurden bei Entladung in 5 h 15 min 42,5 Ah entnommen.
Mit wieviel A wurde die Batterie entladen?
Innenwiderstand
Jede Batterie besitzt einen Innenwiderstand, der an den Polklemmen einen Spannungsabfall bewirkt, sobald die Batterie belastet wird, d. h. sobald Strom fließt. Der Innenwiderstand entsteht beim Stromdurchfluss in den Zellen; in den Skizzen oben ist also Ri kein gesonderter Widerstand, sondern soll symbolisch den Zellenwiderstand darstellen.
U0 ist die Ruhespannung, die man messen kann, wenn kein Verbraucher eingeschaltet ist. Der Innenwiderstand Ri führt zu einem Spannungsabfall Ui, der von der Höhe des entnommenen Stroms abhängig ist: Ui = I • Ri
Bei fließendem Strom misst man an den Polklemmen nicht mehr U0, sondern die um Ui verminderte Spannung U = U0 – Ui
Aufgabe 2:
Aus Ui = I • Ri ergibt sich I =?
Der Spannungsabfall ist I • Ri = U0 – Ui, oder
Ui = U0 – I • Ri. Daraus kann man berechnen
Aufgabe 3:
I = ?
Innenwiderstand + Außenwiderstand
Reihenschaltung: Strom I = U0: Rges = U0 : (Ra + Ri)
Aufgabe 4: Eine 75 Ah-Starterbatterie hat eine Ruhespannung U0 = 12,6 V und einen Gesamtwiderstand Ri = 20 mΩ. Es wird ein Starter mit 60 mΩ Widerstand angelassen.
a) Wieviel A nimmt der Starter beim Einschalten auf?
b) Wie groß ist der Spannungsfall an den Klemmen beim Starten?
(Beachten: Das ohmsche Gesetz rechnet mit den Einheiten A, V und Ω!)
Schwere Fahrzeuge mit Motoren hoher Leistung besitzen große Starter. Für sie reicht eine 12-V-Batterie meist nicht aus. Die Batteriekapazität wird erhöht, indem man 2 Batterien in Reihe schaltet.

Hier kann man sich merken: Werden Stromquellen hintereinander geschaltet, addieren sich die Einzelspannungen.
Werden Stromquellen parallel geschaltet, addieren sich die Einzelspannungen nicht.
Ein solcher Muldenkipper (Motorleistung etwa 500 kW) benötigt eine 24-Volt-Startanlage.

Aufgabenlösungen
1.
Gegeben: KE = 42,5 Ah; tE = 5h15min = 5,25h
Gesucht: Entladestrom IE
IE = KE : tE = 42,5Ah : 5,25h = 8,1A
2. I = Ui : Ri
3. I = (U0 – Ui) : Ri
4. Gegeben: U0 = 12,6 V; Ri = 0,02 Ω; Ra = 0,06 Ω (Die Kapazität spielt in der Aufgabe keine Rolle).
a) I = U0 : (Ri + Ra) = 12,6 V : 0,08 Ω = 157,5 A
b) Ui = Ri • I = 0,02 Ω • 157,5 A = 3,15 V
Zu diesem Beitrag
Eingetragen am 11.12.2008, 11:06 Uhr in Technologie | Technische Mathematik | Elektrotechnik | Elektrik |
724 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.
Geben Sie Ihren Kommentar hier ein:
Hinweis: Der Kommentar wird von einem Moderator geprüft.
1707 Einträge, 11980 Kommentare
Seite generiert in 0.2275 Sekunden bei 77 MySQL-Queries
75 Personen online (max. 179 am 12.12.2011)




