Aktuelle Links zu tec.LF-Beiträgen (2) Kwiggle, Kaffee kochen, Biodübel 28.02.2017, 07:27

Mann fährt auf Kwiggle

Zu den tec.LEHRERFREUND-Beiträgen gibt es immer wieder Neues zu vermelden. Die tec.LF-Link-Kette sammelt, was sich verändert oder weiterentwickelt hat. Wir sehen uns ein neues Faltrad an, lassen uns von Spezialisten sagen, wie man richtig Kaffee trinkt, und was es mit Bio-Dübeln auf sich hat. Auch die Aktion Plagiarius ist wieder auf einige Plagiate gestoßen.

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tec.LEHRERFREUND-Links 

Kwiggle

Falträder sind nicht Neues. Es gab sie schon 1970 und sie wurden fleißig gekauft, weil man sie im Auto verstauen konnte. Damals dachte keiner an Alurahmen - entsprechend schwer waren selbst diese Mini-Stahlräder.  
Die Zeit ist vergangen, Falträder blieben ein Bedürfnis und sie wurden kompakter, leichter und pfiffiger. 

Unter den vielen auf dem Markt wollen wir auf eines blicken, das »Kwiggle« heißt, und noch gar nicht (Anfang 2017) unter die Leute gekommen ist. Wenn es dahin kommen sollte, wird es wohl 15 mal mehr kosten als das unkommode Faltrad von damals. 

Einen deutschen Namen hat das Rädchen offensichlich nicht verdient, z. B. Falti oder Klappi. Kwiggle klingt englisch, aber wir haben festgestellt, dass es das Wort im Englischen gar nicht gibt. »to wiggle« gibt es, was soviel wie schlängeln, wackeln, schwänzeln heißt. (Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass uns bei diesen Verben eine Eigenschaft in den Sinn kommt, die irgendwie Unsicherheit, Gewackele, Unstabilität im Gepäck hat. Hoffen wir, wir haben uns getäuscht.) 

So ungefähr sieht ein Mountainbike aus:

 

So ungefähr sieht - zum Vergleich - ein Kwiggle aus. 

 

 

Zusammengefaltet wollten wir es nicht zeichnen, denn die 8,5 Kilogramm Klapprad sind in diesem Zustand ist ein echtes Kunstwerk. Wenn Sie Näheres darüber wissen möchten, klicken Sie hier.


Kwiggle als Arbeitsblatt zum Vergrößern

 

 


Wie man richtig Kaffee macht: la Moka 

Einige Zeitungen warfen in letzter Zeit den Blick aufs Kaffeetrinken, die FAZ, der Stern, der Spiegel usw. Die FAZ meint, der Filterkaffee sei zurück, denn moderne Cafés böten ihn immer häufiger an als Alternative zum Schwarzen aus der Espresso-Maschine. Man könne auch zu Hause brühen, was mit etwas Geduld zu einem Kaffee mit »feinen Aromen« führe. 

Alles sei ganz einfach: Papierfilter einlegen, Kaffeepulver rein, heißes Wasser drauf. Fertig ist der Kaffee. Nur eines sei zu bedenken: Kaffeebohnen verlieren nach dem Mahlen schon bald ihr Aroma. Deshalb sollte man für jeden Kaffee die Bohnen erst kurz vor dem Aufbrühen mahlen. Den ganz Bequemen sei die elektrische Kaffeemühle eine große Hilfe. 
Und was ist mit »heißem« Wasser? Das Pulver soll man im Filter aufbrühen – und nicht, wie es im Volksmund heißt, einen »Kaffee kochen«. Man lässt das siedende Wasser einen kurzen Moment abkühlen. Dann hat man die ideale Temperatur zwischen 90 und 96 Grad Celsius. 

Was heißt das alles für die italienische Kaffeesiederei? Wahrscheinlich gibt es da einen schwachen Punkt. Der tec.LF schreibt zu »la Moka« 

b) Espresso kochen

Aus dem langsam erhitzten Wasser steigt Dampf auf. Dieser drückt das Wasser durch das Unterrohr nach oben in die Kaffeefüllung. Das Wasser nimmt den Kaffeegeschmack auf, färbt sich und gelangt durch das Steigrohr in den Kaffeetopf. 

Wie heiß das aufsteigende Wasser ist, weiß man nicht genau. Wahrscheinlich kocht es und wäre damit nicht ideal.  
Aber wir waren ja auch in erster Linie von der rustikalen Technik der Moka fasziniert.

 


Bio-Dübel 

Bild Fischerdübel

Fischerdübel sind grau, bzw. waren grau. Inzwischen hat Fischer eine »greenline« eingeführt. Einer Pressemitteilung (gekürzt) entnehmen wir: 

Als erster Hersteller weltweit produziert fischer Dübel aus überwiegend nachwachsenden Rohstoffen. Das Sortiment „greenline“ umfasst aktuell sechs bislang nur in grau produzierte Dübel sowie einen Zweikomponenten-Injektionsmörtel für schwere Lasten. ... Prof. Klaus Fischer, Inhaber und Vorsitzender der Geschäftsführung: Wir sind uns beim Umgang mit Energie, Roh- und Hilfsstoffen der Verantwortung für die Umwelt bewusst - und das nicht erst seit gestern.“  
Als konkretes Ergebnis und Folge dieser grundlegenden Strategie wurde mit dem UX GREEN 2012 der erste Kunststoffdübel der Welt mit nachwachsenden Stoffen eingeführt. 

Befestigungen müssen stets sicher sein. ... Somit verfügen die grünen Kunststoffdübel über die gleichen Leistungsmerkmale und Tragfähigkeiten wie die grauen Originale. Und sie sind natürlich genauso langlebig wie diese.

Alle „greenline“- Produkte werden zu mindestens 50% aus nachwachsenden Rohstoffen produziert. Als Basis für die Kunststoffbestandteile dient Rizinusöl, das aus dem Samen des Wunderbaums gewonnen wird. Diese stehen nicht in Konkurrenz mit Nahrungs- und Futtermitteln, auch nicht mit den entsprechenden Anbauflächen. ... 

Das ist er, der alte Dübel


Kupolofen

Unser Leser Jochen Müller aus Sachsen hat uns im Januar 2017 dies geschrieben: 
Der Kupolofen wird heute kaum noch angewendet. In den 15 Jahren, die ich Gießereimechaniker in Sachsen unterrichtete, hatte ich nicht einen aus einer Gießerei mit Kupolofen. Wir konnten daher auch nie einen K. in Betrieb erleben. Heute gibt es fast ausschließlich Elektroöfen, vor allem Induktions- und Lichtbogenöfen. 

 

 


Aktion Plagiarius - Innovation statt Imitation

Seit 1977 vergibt die Aktion Plagiarius e.V. jährlich den Negativpreis „Plagiarius“ an Hersteller und Händler besonders dreister Nachahmungen. Ihr Ziel ist es, die unlauteren Geschäftspraktiken sowohl von Markenfälschern als auch von Plagiatoren, die geistiges Eigentum Anderer klauen und als eigene kreative Leistung ausgeben, ins öffentliche Licht zu rücken. Darüber hinaus leistet die Aktion seit Jahrzehnten ... einen maßgeblichen Beitrag, um sowohl Industrie als auch Politik und Verbraucher praxisnah für das Problem der Produkt- und Markenpiraterie zu sensibilisieren.

Als Trophäe für den von ihm ins Leben gerufenen Negativpreis hat Prof. Rido Busse einen schwarzen Zwerg mit goldener Nase gewählt – als Symbol für die immensen Profite, die die Produktpiraten sprichwörtlich auf Kosten kreativer Designer und innovativer Markenhersteller erwirtschaften. 

(Textquelle: 

Aktion Plagiarius e.V.
Nersinger Str. 18
D-89275 Elchingen
Germany 

http://www.plagiarius.de/index.php?ID=46)

Preisträger des Plagiarius-Wettbewerbs 2017 sind unter anderen: 

– 1. Preis

Roll-Hundeleine „flexi Explore L“

Original: flexi-Bogdahn International GmbH & Co. KG, Bargteheide, Deutschland

Fälschung: Diverse anonyme Online-Anbieter, die über amazon.com (USA) mit Scheinidentitäten und täglich wechselnden Accounts agieren. Die minderwertige Qualität (z.B. die nicht

funktionierende Aufrollmechanik) führte in den USA bereits zu Kundenbeschwerden

und Reputationsschäden. 

– 2. Preis

Bürostuhl „Silver“

Original: Interstuhl Büromöbel GmbH & Co. KG, Meßstetten-Tieringen, Deutschland

Plagiat: Vertrieb: Shenzhen Chunshan Trading Co. Ltd., Shenzhen, VR China 

– 3. Preis

Druckmessgerät

Original: WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg, Deutschland Fälschungen: Herstellung: Ma Anshan Exact Instrument Co., Ltd., VR China

Vertrieb: Buu Ky, Ho Chi Minh City, Vietnam

2015 wurden bei Buu Ky im Rahmen einer Razzia durch die Economic Police

„WIKA”-Fälschungen beschlagnahmt; 2016 fand man in einer 2. Razzia die „VIKA“-Fälschungen, bei denen teils nur der vordere Teil des „W“ weggekratzt und teils das „W“ gegen ein „V“ getauscht wurde. (siehe Lücke beim VIKA-Logo).

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