Riementrieb: Riemenformen
Der Riemen ist nach wie vor ein Kraftübertragungselement mit vielen Vorteilen. Im Technikunterricht erfreut er sich großer Beliebtheit, denn er gibt einiges her in Technologie, Technischer Mathematik und Technischem Zeichnen.
Diesen Beitrag weiterempfehlen
Zu diesem Beitrag
Eingetragen am 24.05.2008, 14:46 Uhr in Technologie | Themenschrank | Riementriebe |
1929 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.
2. Jahr
Riemengetriebe
Kraftübertragung: Riemen übertragen ihre Leistung durch Reibung. Dazu ist eine gewisse Riemenspannung erforderlich. Diese erreicht man durch Verstellen des Achsabstands, durch verstellbare Riemenscheiben, durch zusätzliche Spannrollen oder durch einen auf einer Wippe sitzenden Antriebsmotor. Trotzdem ist bei den genannten Riemen ein als Schlupf bezeichneter Drehzahlverlust nicht vermeidbar. Bei Keilriemen beträgt er etwa 2%. Will man den Schlupf ganz unterbinden, um eine exakte Bewegungsübertragung zu erreichen (z.B. beim Nockenwellenantrieb in Kfz-Motoren), dann muss man den formschlüssigen Zahnriemen verwenden. Zahnriemen benötigen weniger Vorspannung und schonen damit die Lagerung.
Riemenquerschnitte: Die beiden wichtigsten Riemenformen sind der Flachriemen und der Keilriemen. Der Keilriemen hat in vielen Antrieben den Flachriemen verdrängt.
Dem Flachriemen gegenüber besitzt der Keilriemen folgende Vorteile:
- Schon bei kleinem Querschnitt kann er hohe Leistungen übertragen
- Sein Schlupf ist geringer
- Er kann als als Platz sparender Riemensatz verwendet werden.
Keilriemen werden als Normalkeilriemen und als Schmalkeilriemen eingesetzt. Normalkeilriemen werden nach der größten Riemenbreite gekennzeichnet. Der Schmalkeilriemen eignet sich durch seine höhere Biegsamkeit für kleine Scheibendurchmesser. Die gebräuchlichen Schmalkeilriemen mit 9,7 bis 22 mm Nennbreite werden mit den Symbolen SPZ, SPA, SPB und SPC abgekürzt.
Für stufenlose Antriebe wie etwa beim Fahrantrieb des Mähdreschers (Bild) verwendet man spezielle Breitkeilriemen, die auch als »Variatorriemen« bekannt sind.
Weitere Materialien zum Riementrieb
Zu diesem Beitrag
Eingetragen am 24.05.2008, 14:46 Uhr in Technologie | Themenschrank | Riementriebe |
1929 x gelesen in 2012. Diesen Beitrag kommentieren.
- Riementrieb Berechnung (19084)
- Fahrrad Fachausdrücke: Bauteile, Rahmen und Lenkervorbau (16799)
- Wälzlager (15863)
- Zahnräder, Getriebe (Teil 1) (14627)
Geben Sie Ihren Kommentar hier ein:
Hinweis: Der Kommentar wird von einem Moderator geprüft.
1756 Einträge, 12437 Kommentare
Seite generiert in 0.4614 Sekunden bei 140 MySQL-Queries
71 Personen online (max. 209 am 18.03.2012)



Ich bin Hermann Metz. Als Maschinenbau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fachlehrer an der Gewerbeschule Breisach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinentechnik und der Kraftfahrzeugtechnik unterrichtete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meisterschülern zu tun.
Aus meiner Lehrerfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technikunterricht zusammengestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeitsblätter usw.
