Schnitte nach DIN ISO 128-40
Schnittdarstellungen sind tägliches Brot beim Zeichnen von hohlen Werkstücken. Worauf dabei zu achten ist, steht in der Norm DIN ISO 128–40.
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Eingetragen am 07.06.2008, 17:28 Uhr in Technisches Zeichnen | Zeichnungen bemaßen | Zeichnungs-Normung |
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Vollschnitt, Halbschnitt (DIN ISO 128–40)
Nicht im Schnitt gezeichnet werden massive Werkstücke wie Wellen, Bolzen, Niete, Stifte, Schrauben, Passfedern, Keile, Wälzlagerkörper, sowie Rippen von Gussstücken, Arme von Handrädern u. Ä.
Die Schnitttechnik ist bei hohlen Werkstücken gebräuchlich, um deren Inneres zu zeigen. Dabei denkt man sich die vordere Werkstückhälfte weggeschnitten; nur die übrig bleibende Hälfte wird gezeichnet. Die Schnittebene kann beliebig gewählt werden. Bei symmetrischen Körpern wird die Längsachse oder die Ebene senkrecht dazu bevorzugt.
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Beim Halbschnitt denkt man sich ein Viertel des Hohlkörpers herausgeschnitten.
Verdeckte Körperkanten werden in Schnittdarstellungen möglichst nicht gezeichnet. Bei symmetrischen Werkstücken wird der Halbschnitt bevorzugt rechts oder unter der Mittellinie angeordnet.
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Teilschnitt
Der Teilschnitt zeigt Einzelheiten eines Teils des Werkstücks. Die gewählte Grenze der Schnittfläche ist eine Freihandlinie, oder - bei Plotterzeichnungen - eine Zickzacklinie. Die Begrenzungslinien dürfen nicht mit Umrissen, Kanten oder Hilfslinien zusammenfallen.

Eingeklappter Schnitt
Der Schnitt darf in die zugehörige Ansicht gedreht oder neben der Ansicht dargestellt werden. In der Ansicht werden die Umrisse des Schnitts in schmalen Volllinien gezeichnet.

Schnittverlauf
Wo der Schnittverlauf eindeutig erkennbar ist, wird er nicht besonders gekennzeichnet.
Ist der Schnittverlauf jedoch nicht klar zu erkennen, wird er durch breite, strichpunktierte Volllinien angedeutet, die ein Stück in die Zeichnung hinein ragen. Pfeile, die die Blickrichtung auf den Schnitt festlegen, sind mit der Spitze auf die Strichpunktlinie des Schnitts zu setzen.
Führt der Schnitt durch mehrere parallele, versetzte Ebenen, so werden die Schnittverlaufslinien geknickt. Jeder Schnitt wird so gezeichnet, als ob die Flächen in einer Ebene lägen. Der Schnitt wird mit zwei gleichen Großbuchstaben gekennzeichnet. Sie werden eine Schriftgröße größer als die Bemaßung geschrieben.
Früher übliche Wortangaben in Zeichnungen wie »Ansicht«, »Schnitt« und »Einzelheit« entfallen.

Lichtkanten
Keine klare Kante ist vorhanden, wenn sie gerundet ist. Solche gerundeten Übergänge ergeben so genannte Lichtkanten (= Li). Sie werden durch schmale Volllinien, die vor den Körperkanten enden, anschaulich dargestellt.
Schraffuren
(nach DIN ISO 128-50)
Die geschnittene Fläche wird mit Schraffurlinien, schmalen Volllinien, gekennzeichnet, die in der Regel unter 45° verlaufen. Der Schraffurabstand wird bei kleineren Flächen geringer, bei größeren breiter gewählt.
Davon abweichende Schraffuren werden zur Kennzeichnung verschiedener Werkstoffe angewendet; dadurch sind - etwa in Gruppenzeichnungen - die Werkstoffarten besser erkennbar. Die Angabe der Werkstoffe im Schriftfeld und in der Stückliste ist jedoch unerlässlich.
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Ich bin Hermann Metz. Als Maschinenbau-Ingenieur (FH) arbeitete ich von 1977 bis 2005 als Fachlehrer an der Gewerbeschule Breisach, wo ich alle gängigen Fächer der Land- und Baumaschinentechnik und der Kraftfahrzeugtechnik unterrichtete. Dabei hatte ich mit Fach- und Meisterschülern zu tun.
Aus meiner Lehrerfahrung habe ich hier Vorlagen für den Technikunterricht zusammengestellt. Sie finden darin methodische und didaktische Anregungen, Folien, Arbeitsblätter usw.





